Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    Wie Musiktheorie in der Schule unterrichtet wird. Eine empirische Studie in Berlin und Baden-Württemberg

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    Das Projekt MuTheUS (Musiktheorie im Unterricht der Sekundarstufe I) versteht sich als Grundlagenforschung zu einer von Einzelerfahrungen und oftmals nicht ausreichend belegten Behauptungen geprägten Debatte über den Sinn von Musiktheorie in der Schule. Es handelt sich um eine mehrperspektivische Studie zur Musiktheorie im Unterricht auf empirischer Basis. Sie geht mit vier Schularten über den bisher dominanten gymnasialen Bereich hinaus und nimmt außerdem systemische Unterschiede der Bundesländer Berlin und Baden-Württemberg in den Blick. Die beiden übergreifenden Fragestellungen lauten: Wie wird Musiktheorie – hier verstanden als Sammelbegriff, der die elementare allgemeine Musiklehre ebenso einschließt wie die fachterminologisch-analytische Reflexion über Musik – an Schulen gegenwärtig unterrichtet und wie bewerten Lehrende und Schüler*innen die gestalteten/erlebten Unterrichtspraxen? In der ersten Teilstudie des Projekts wurde eine Querschnittsbefragung von 375 Lehrenden mittels Online-Fragebogen durchgeführt. Legt man die Tendenzen erster Ergebnisse zugrunde, so scheinen sich einige Eindrücke von Lehrenden statistisch zu bestätigen, die häufig in Fachbeiträgen begegnen: etwa zu bevorzugten und vernachlässigten Unterrichtsinhalten, zum Verhältnis von Theorie und Praxis im Unterricht, zu deutlich anspruchsvolleren Schwerpunktsetzungen an Gymnasien sowie zu retrospektiv geäußerten Desideraten in Bezug auf die Berufsorientierung der Hochschullehre in Musiktheorie. Insgesamt zeigen sich bislang kaum Unterschiede zwischen dem Musikunterricht in Berlin und Baden-Württemberg

    Reizvolle Regelbrüche. Eine Auseinandersetzung mit dem zweitaktigen Soggetto des Ritornells aus Bachs Choralkantate Wachet auf, ruft uns die Stimme

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    Die Choralkantate Wachet auf, ruft uns die Stimme (BWV 140) gehört zu den beliebtesten Bach-Kantaten. Insbesondere die Vertonung der mittleren Choralzeile Zion, hört die Wächter singen als Triosatz ist häufig Gegenstand musikwissenschaftlicher, aber auch künstlerischer Rezeptionen (beispielsweise in der Bearbeitung von Jacques Loussier). In diesem Aufsatz soll der Frage nachgegangen werden, wie man die auffälligen Dissonanzen im Soggetto erklären kann, welche Wirkung von diesen ausgeht und wie sie zum inhaltlichen Kontext der Kantate in Beziehung zu setzen sind

    London aus Songs and Proverbs of William Blake op. 74 von Benjamin Britten. Ein modernes Lied – in der Tradition verwurzelt

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    Während der 1965 komponierte Liederzyklus Songs and Proverbs of William Blake einerseits in seiner Struktur und Dramaturgie sowie in seiner musikalischen Ästhetik innovativ und einzigartig ist, bezieht er sich andererseits auf Formen, Kompositionstechniken und melodische wie harmonische Topoi, die historisch fest verwurzelt sind. Der vorliegende Text möchte das für dieses Werk entscheidende Spannungsverhältnis zwischen Modernität und Traditionsbezug am konkreten Beispiel des ersten Lieds London aus einer analytischen Perspektive untersuchen

    Auguste Panseron - L’art de moduler au violon

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    Im folgenden Beitrag soll die Lehrschrift L’art de moduler au violon von Auguste Panseron zum einen vom Blickwinkel der historischen Satzlehre aus beleuchtet werden. Insbesondere sollen die Funktion sowie die genaue Erscheinungsform der Oktavregel im Fokus stehen, die in Panserons Modulationssystematik eine tragende Rolle einnehmen. Hier werden unter anderem Aspekte ihrer Rezeptionsgeschichte und Tradierung zu erörtern sein. Außerdem soll in diesem Rahmen auch das im Frankreich des 19. Jahrhunderts mitunter schillernde Verhältnis zwischen Oktavregel und basse fondamentale diskutiert werden. Zum anderen möchte dieser Artikel L’art de moduler unter methodisch-didaktischen Gesichtspunkten betrachten. Aufzuzeigen, auf welche Art sich das Erbe der italienischen Partimento-Tradition in Panserons Schriften manifestiert, ist dabei nicht nur musiktheoretisch gesehen von Interesse, sondern vermag auch Impulse für die heutige klassische Streichinstrumentausbildung geben, in der das systematische und harmonisch fundierte Improvisieren Lernen noch immer ein Desiderat darstellt

    Verknüpfung und Korrespondenz. Aspekte formalen Denkens und dramaturgischer Gestaltung in Elliott Carters 2. Streichquartett

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    Ausgehend von einer von Jonathan W. Bernard konstatierten Verbindung zwischen Alfred North Whiteheads principle of organism und dem musikalischen Denken Elliot Carters werden formanalytische Beobachtungen dargestellt, die den komplexen und vielfältigen formalen Zusammenhang bei Carter zu erfassen versuchen, wohl in der Überzeugung, dass dies die Eigenart dieser Musik tangiert. Form wird dabei im Sinne eines holistischen Beziehungs-Gefüges verstanden, das durch verschiedenste Arten von Verbindung hergestellt wird

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    Ausgabe 18 (2022, Herbst

    On Figures and Pointclouds: An exploration of 3D scanning through process-driven creative research

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    This article traces creative research on 3D scanning, that we – Maria Kyrou in collaboration with Jiawen Wang (Student Assistant, study program Art & Media) – developed in the context of the InKüLe Project (UdK Berlin) during the winter semester 2022-23. Following an associative and process-oriented approach, we pursued a creative exploration of 3D scanning, while illuminating both conceptual and technical aspects. This case study had a double scope: to experiment with the possibilities of different 3D scanning workflows for the creation of hybrid artistic formats and to reflect on ways of relating to emerging digital media, in order to facilitate their critical integration into a learning process for students and educators alike. 3D scanning serves thereby as a ‘Leitmotif’ for a broader inquiry on how mediators may learn. Our project focused on the 3D capture of human figures, creating an interplay between scanning method and captured form. As an experimental exploration, the results of 3D scanning were interpreted through intuitive associations stemming from different art fields and visual media. Exploring both static and dynamic forms of 3D capture, the idea of movement became central as the creative process unfolded. Considered from the perspective of experimental media didactics, the article concludes with the definition of two pairs of qualities, which were central in its development and relation to emerging digital media

    Ästhetik des Provisorischen : Über Bricoleur und Provisoriker/in

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    Fahrradsattel mit Gaffa-Tape kleben, Regal mit Kabelbinder festzurren, Garten mit Hochbeeten aus Paletten anlegen, Designermöbel aus zusammengeschraubten Schichtholzplatten imitieren, Treppengeländer mit Wäscheschnur bespannen. All diese Praktiken bringen Artefakte hervor, die eine Ästhetik des Provisorischen eint. Man sieht den Interieurs, Stadtgärten und Objekten ihr Gemachtsein an und soll es auch. Eine auf Dauer angelegte Unfertigkeit tragen sie zur Schau, weil Dinge aus der Infrastruktur unserer Post-Industriekultur umgenutzt werden oder auf Dauer gestellt ist, was einmal für den schnellen Warenumschlag gedacht war. Warum ist eine Ästhetik des Provisorischen so verbreitet und angesagt? Und was unterscheidet den Bastler, den der Ethnologe Claude Lévi-Strauss beschrieben hat, von dem/der Provisoriker/in von heute

    FEEL FREE TO ASK ME ABOUT MY WORKING CONDITIONS : Eine kleine Stilkritik der documenta 14

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    Wie verhält sich der politische Anspruch der Documenta-Macher_innen zur Realität, die sie mit der Schau generieren? Der Artikel geht dieser Frage mit Blick auf die Arbeitsbedingungen der Kunstvermittler bei der d14 nach und vollzieht einen Abgleich zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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