Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Fotografische Selbst- und Fremdbilder von Deutschen und Polen im Reichsgau Wartheland : 1939 - 45 ; unter besonderer Berücksichtigung der Region Wielkopolska
Das zweibändige Werk von Miriam Y. Arani ist eine gründliche Untersuchung von Fotografien als Medien der visuellen Kommunikation in der deutsch-polnischen Konfliktbeziehung während des Zweiten Weltkriegs. Erschlossen und bearbeitet wurde ein Quellenkorpus von rund 10.000 zeitgenössischen Aufnahmen aus einem von militärischen Auseinandersetzungen weitgehend verschonten Gebiet Westpolens, das dem NS-Regime während des Krieges als bevölkerungspolitisches Experimentierfeld diente. Die Fotografien und deren institutionelle Überlieferungen werden mit historischen, kunsthistorischen und soziologischen Methoden analysiert. Im Unterschied zur konventionellen Fotogeschichte werden verschiedene methodische Ansätze und erkenntnistheoretische Voraussetzungen der Analyse und Interpretation fotografischer Quellen ausführlich diskutiert.
Wer fotografierte damals unter welchen Bedingungen was wie und wozu? Wer waren die damaligen Adressaten der Bilder? Welche Aufnahmen wurden veröffentlicht und welche nicht? Mit Fragen wie diesen werden die Produktion und Distribution der fotografischen Bilder und ihre Funktionen in einem ehemaligen „Mustergau“ der Nationalsozialisten im deutsch besetzten Polen rekonstruiert. Indem sich die Studie zudem auf die nach 1945 institutionalisierten Bildgedächtnisse zweier Gesellschaften bezieht, erschließt sie das gleichermaßen medienhistorische wie bildwissenschaftliche Thema aus einer neuen, transkulturellen Perspektive. Anhand von deutschen Pressebildern, Polizeifotos, privaten Aufnahmen und Fotografien des polnischen Widerstands wird dargestellt, wie sich von 1939 bis 1945 im sog. Reichsgau Wartheland Deutsche und Polen in fotografischen Bildern sehen konnten oder mussten. Der Anhang enthält ein umfangreiches Fotografenverzeichnis. [Quelle: Verlag Dr. Kovač
Design and Construction of Free Forms
Eine der wesentlichen gemeinsamen Interessen von Architekt und Ingenieur ist das Konzept der Form. Dem Architekten erlaubt eine Form nicht nur die Anordnung verschiedener Funktionen im Gebäude sondern ist auch Grundlage für seine künstlerische Ausdruckskraft. Für den Ingenieur hat die Form bedeutende Auswirkung auf die Tragwirkung einer Konstruktion. Beiden sind die Herstellung und die Funktionalität, die ebenfalls eng mit der gebauten Form verknüpft sind, grundsätzliches Anliegen. Nach einleitender Untersuchung einer Systematisierung von Tragwerken nach ihrer Form folgt ein historischer Rückblick auf die Verwendung von Formen in der Architektur. Geometrische, physikalische und freie Formen gehören heute zum grundlegenden Repertoire der Architektur. Während die Verwendung elementarer geometrischer und auch physikalischer Formen in der Geschichte weit zurückverfolgt werden kann, entwickelte sich der bewusste Entwurf freier Formen erst im 20. Jahrhundert. Er gewann durch die Verwendung der digitalen Medien an Dynamik, da mit diesen die Darstellung und Kommunikation jeder simplen und komplexen Form deutlich vereinfacht ist. Die Betrachtung des Entwurfsprozesses in der Architektur mit besonderer Berücksichtigung der freien Formen ist der Kern der Arbeit. Verschiedene Arbeitsmethoden und Entwurfsziele von Architekten und Ingenieuren werden beschrieben. Alle Entwerfenden arbeiten mit Impulsen, die zu einer Form führen und mit individuellen Methoden, um sie zu entwickeln. Abschließend werden gebaute Projekte und ihre Tragsysteme präsentiert. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entstehung freier Formen in der Architektur und ihre Positionierung in der Ordnung der Formfamilien.One of the intrinsic mutual interests of architect and engineer is the concept of form. For the architect, form does not only allow the arrangement of function but is also fundamental to his artistic expression. To the engineer, the form has a considerable impact on the load bearing behaviour of a structural system. For both, buildability and functionality are basic concerns affected by the shape of a building. After an introduction into the systematisation of structural systems, an overview over the use of form in architectural history is given. Geometrical, physical, and free forms are part of today’s architectural repertoire. Whereas the use of elementary geometrical and physical forms has a long history, the deliberate design of free forms has evolved only in the 20th century. It gained momentum with the use of the new digital medium, through which the depiction and communication of any simple or complex geometry is significantly facilitated. At the core of this research lies the consideration of the design process in architecture with a focus on the design of free forms. Various working methods and design goals of architects and engineers are described. All designers have impulses for and individual methods of evolving a shape. Finally, a range of built projects and their chosen structural solutions gives an insight into the realisation of free forms. The objective of this work is the study of free forms in architecture and their positioning in the organisation of form families
Jahrbuch für digitale Kommunikation
Exemplarische Dokumentation herausragender wissenschaftlicher Arbeiten und Projekte aus den Studiengängen Leadership in Digitaler Kommunikation und Electronic Business und der gegenwärtigen wissenschaftlichen Forschungsprojekte des IEB, An-Institut der Universität der Künste. Dokumentation der Aktivitäten des Master- und Diplomstudienganges, der Kooperation mit der Universität St. Gallen und sowie zukünftiger Weichenstellungen und Trends im Bereich der digitalen Kommunikation
„The cultural and convention centre“: About a multifunctional model of building in German medium-sized towns. - A contribution to the current development of the municipal theatre and congress construction in general, as well as its development on the basis of two examples taken from the towns Brandenburg/Havel and Frankfurt/Oder
Dem Bedarf an lebendiger Theaterkultur steht eine Notwendigkeit in der Architektur gegenüber, auf kultur- und gesellschaftspolitische, wirtschaftlich sowie technisch orientierte Bedingungen zu reagieren: Neue Unterhaltungsbedürfnisse der Bevölkerung erfordern Medienkombinationen und Experimentiermöglichkeiten; die hohe Zuschussbedürftigkeit von Bühnenbetrieben ist aufgrund der Haushaltslage kaum noch tragbar; viele als Theater geführte Häuser genügen mit ihrer z.T. maroden Bausubstanz vor allem in den Neuen Ländern der Bundesrepublik nicht mehr den gesteigerten sicherheits-, veranstaltungs-, theater- und haustechnischen Ansprüchen. Hinsichtlich der Frage, wie die Optimierung oder Nachfolge bestehender (Theater-) Häuser aussehen und finanziert werden kann, wird seit den 1990er-Jahren der Gebäudetyp des „multifunktionalen Kultur- und Kongresszentrums“ zunehmend planerisch wirksam. Die Dissertation fußt auf der These, dass die bauliche Einheit verschiedener Nutzungsbereiche eine überzeugende Alternative zum monofunktionalen Theater- und Kongressbau in ausgewählten Regionen ist. Im Rahmen der gebäudetypologischen Untersuchung werden konstante und variable Planungsparameter visualisiert und Empfehlungen für künftige architektonische Entwurfsprozesse ausgesprochen. Neben der Betrachtung historischer Vorläufer und der Rezeption zeitgenössischer Vergleiche sowie bestehender Theorieansätze werden anhand der Analyse von Beispielen entscheidende Kriterien zusammengetragen, auf denen der vorliegende Planungskatalog basiert. Methodisch ist die Dissertation in sechs Kapitel unterteilt: Die ersten drei Kapitel dienen der Erarbeitung von Grundlagen und der typologischen Einordnung. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch auf den Bestandsanalysen und Konzeptvorschlägen, wie sie im vierten und fünften Kapitel geboten werden. Im letzten Kapitel wird die aktuelle Diskussion im multifunktionalen Theater- und Kongressbau wiedergegeben und ergänzt. Die Dissertation stellt einen jungen, umstrittenen und zu optimierenden Gebäudetyp vor, dessen negatives Image – schwer greifbar, zu vielschichtig und unverbindlich zu sein – anhand eines neuen Definitions- und Systemvorschlags entkräftet wird. Sie zeichnet eine Tendenz nach, wodurch kommunale Entscheidungsträger und Arbeits- bzw. Projektgruppen im Bereich Theater- und Veranstaltungsbau zum Umdenken aufgerufen werden, und unterbreitet dabei einen alternativen Lösungsvorschlag, denn dem eindeutigen Bedarf an besonderen Kulturerlebnissen und -räumen steht ein vermehrter Bedarf an zielgruppenorientierten Veränderungen baulicher Gegebenheiten und Programmstrukturen gegenüber. Die Arbeit kann Planern und Entscheidungsträgern mittels der Erarbeitung objektivierter Kriterien und Parameter einen Schaffensprozess auf der Grundlage von kritisch reflektierten Positionen ermöglichen. Ausgehend vom Verbesserungsbedarf bei der Wirtschaftlichkeit von Theaterhäusern in Mittelstädten dient sie der fundierten Auseinandersetzung mit Multifunktionalität und Flexibilität bei zukünftigen Um- und Neubauvorhaben.The demand for a vibrant theatre culture confronts a necessity of architecture to react to culture-, sociopolitical-, economic- and technically oriented conditions: New entertainment needs of the population require the combination of different media and opportunities to experiment. Due to the present budgetary situation, the high subsidization of theatres is hardly affordable. Many of the structurally unsound buildings presently used as theatres, particularly in Germany’s eastern states, no longer meet the increased safety and event technology standards and other theatre-related technical and electrical requirements. Since the 1990s, the building type of the “multifunctional cultural and congress centre” has increasingly established itself as the architectural answer to the question of how to optimise or replace and finance existing theatre buildings. This dissertation is based on the thesis that the structural unity of different usable spaces provides a convincing alternative to monofunctional theatre and congress buildings in certain regions. As part of the building typology analysis, constant and variable planning parameters are visualised as well as recommendations for future architectural design processes given. In addition to examining historical predecessors and discussing contemporary comparisons and existing theoretical approaches, an analysis of examples provides the key criteria on which the present design catalogue is based. Methodically, this dissertation is devided into six chapters: The first three chapters serve as a development of basic principles and the typological classification. However, the main focus is on the examination of existing facilities and concept proposals as presented in chapters four and five. The last chapter reflects and complements the current discussion concerning multifunctional theatre and congress architecture. The dissertation introduces a new, controversial building type in need of optimisation, the negative image of which – being difficult to seize, overly complex, lacking commitment – is counterbalanced by proposing a new definition and system. It both traces a tendency, which appeals municipal decision-makers, workgroups and project teams for rethinking the existent position in the field of theatre and meeting architecture and it submits a possible alternative solution because the definite demand for particular cultural facilities and cultural experiences faces increased demand for the audience-oriented changes of structural circumstances and program structures. Consequently, by critically exploring and evaluating different positions, it develops unbiased criteria and parameters to assist planners and decision-makers in the creative process. Based on the need for improvement of economic efficiency of theatres in medium-sized towns, this thesis deals with the profound examination of multifunctionality and flexibility with regard to future conversions and erections of buildings
Yearbook on digital communication
Das Jahrbuch der Studiengänge Leadership in Digitaler Kommunikation und Electronic Business ist ein Pendant zu traditionellen Jahrbüchern von Universitäten, Instituten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Der Fokus der aktuellen Ausgabe liegt auf den Themen RFID, Leadership und Kultur der digitalen Kommunikation. Im Jahrbuch für digitale Kommunikation finden sich herausragende studentische Arbeiten aus den Studiengängen Leadership in Digitaler Kommunikation und Electronic Business, Berichte zu den Forschungsaktivitäten des Institute of Electronic Business sowie Kurzprofile von Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftlichen Mitarbeitern des Institute of Electronic Business. Als kulturelles Gedächtnis dokumentiert es Trends im Bereich der digitalen Kommunikation
Development of photography in Lithuania between 1945 and 1991
Die Fotogeschichte Litauens ist geprägt vom Zusammentreffen der westeuropäischen und sowjetischen Kulturkontexte in Europa. Die Auffassung der Sowjetunion als einheitliche künstlerische Region ist jedoch wegen der Vielfalt der lokalen künstlerischen Traditionen fragwürdig. Dies lässt sich am Beispiel der Entwicklung der Fotografie in Litauen erläutern. In der litauischen Fotografie der Gegenwart sind verschiedene Entwicklungslinien präsent. In dem Zeitraum von 1945 bis 1991,in welchem der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt, gewann eine erzählerisch-darstellende Reportagefotografie einigen Spielraum. Diese Art von Fotografie, besonders die der 70er Jahre, hat einen Beitrag zum Erneuerungsprozess der Fotografie der ehemaligen Sowjetunion geleistet und das Image der litauischen Fotografie geprägt. Sie ging unter dem Begriff der "Litauischen fotografischen Schule" in die Fotogeschichte Litauens und der ehemaligen Sowjetunion ein. Doch das Bild der litauischen Fotografie ist vielfältiger und komplizierter. Viele Fotografen lassen sich der "Litauischen fotografischen Schule" nicht zuordnen. Eine Besonderheit der Fotoszene Litauens ist die Gründung der "Gesellschaft für Fotokunst der Litauischen SSR" (ab 1989 "Verband der litauischen Fotokünstler") im Jahre 1969. Diese Organisation wurde einerseits zu einer Brücke für internationale Kontakte und Beziehungen auf dem Gebiet der Fotografie, andererseits spielte sie die Rolle eines Zensors innerhalb der litauischen Fotoszene. Die Entwicklung der Fotografie in Litauen steht an einer neuen Schwelle. Die Fotografie hat ihren Platz in den künstlerischen Ausstellungen und den Galerien gefunden. Die zahlreichen Ausstellungen und Publikationen sowohl in Ost- als auch in Westeuropa bestätigen den Wert der litauischen Fotografie. Da aber"(...)Europa in seinem neuen Grenzverlauf nicht länger dem Thema Ost und West ausweichen kann"(H.Belting) ist die Fotografie aus Litauen ein Teil einer "zweistimmigen Fotogeschichte".The history of photography in Lithuania is shaped by the influences of both the Western European and the Soviet cultural context in Europe. However, owing to the diversity of the local artistic traditions, the conception of the Soviet Union as a consistent artistic region is questionable. The example of the development of photography in Lithuania illustrates this point. In contemporary photography in Lithuania several lines of development are represented. In the period between 1945 and 1991, on which this dissertation is focused, a narrative- descriptive reporting photography gained the most in importance. This kind of photography has, in particular during the 70´s, contributed to the renewal process of photography in the former Soviet Union and has shaped the image of Lithuanian photography. It has become known as the "Lithuanian photographic school" in the history of photography in Lithuania and the former Soviet Union. But the image of Lithuanian photography is more complex and diverse. Many photographers cannot be classified as belonging to the "Lithuanian photographic school". A peculiarity in the photographic scene of Lithuania is the foundation in the year 1969 of the "Society for Photographic Art of the Lithuanian SSR" (from 1989 "Association of Lithuanian Photoartists"). This organisation on the one hand became a bridge for international contacts and relationships in the area of photography. On the other hand it played the role of a censor within the Lithuanian photographic scene. The development of photography in Lithuania is on a new threshold. Photography has found its place in artistic expositions and galleries. The numerous expositions and publications in Eastern as well as in Western Europe confirm the value of Lithuanian photography.However, since "(...) Europe in its new borders can no longer avoid the issue East and West" (H.Belting) photography from Lithuania is part of a "Photo history in two parts"
Improvisation as a transient artform and the consequences for Theatre pedagogics
Die Dissertation ist die erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens Improvisation als künstlerischer Tätigkeit und bildet einen Rahmen für weitere Detailuntersuchungen. Warum improvisieren wir? Wie wirkt sich Improvisation auf Kunst, Kultur und Subjekt aus? Gefragt wird nicht nur nach der Bedeutung von Improvisation als künstlerischer Praxis für den Einzelnen, für die Gruppe, für die Kunst und für die Gesellschaft, sondern darüber hinaus nach ihrem Stellenwert bei der Entwicklung kultureller Kompetenzen. Erforscht werden Wesensmerkmale dieser spezifischen flüchtigen Kunst, die unabhängig sind von der Beschaffenheit des Materials, mit dem improvisiert wird. Als Bestandteil künstlerischer und künstlerisch-pädagogischer Praxis werden die Phänomene der Improvisation in drei Forschungsansätzen inhaltlich aufgeschlüsselt, miteinander verschränkt und auf Begriffe gebracht: In Teil 1 wird „Improvisation als universales Phänomen“ historisch betrachtet. Improvisation als ein auf Erfahrungen basierendes konstruktiv denkendes und spontan agierendes Verhalten, das sich in der Renaissance zum Prinzip „improvviso“ entwickelte, bestimmte nicht unwesentlich den Verlauf der europäischen Kulturgeschichte. Im 20. Jahrhundert führte das Prinzip der Improvisation als vermittelnder Dialog zwischen Kunst und Leben zu einer regelrechten „Kultur der Spontaneität“ mit ihren vielfältigsten und unterschiedlichsten Improvisationsansätzen in Bildender Kunst, Literatur, Theater, Musik, Tanz und in der Performance Kunst, die hier hinsichtlich ihrer kulturellen Bedeutung miteinander verglichen und analysiert werden. In Teil 2 stehen drei Dimensionen von „Improvisation als individuellem Phänomen“ zur Debatte: 1. das Ereignis – die spezifische Raum-Zeit-Dimension, 2. das Material – die künstlerisch-ästhetische Dimension, 3. der Improvisierende – die individuell-subjektive Dimension mit ihren psychologischen, soziologischen, kommunikativ-interaktiven und auch neurobiologischen Komponenten. Besonderes Augenmerk wird auf das einer gelungenen Improvisation innewohnende intensive Erleben gelegt, das mit dem Gefühl der Freiheit einhergeht, sowie auf die besondere Art der Interaktion bei Gruppenimprovisationen, die der Soziologe Victor Turner als „Communitas-Erfahrung“ bezeichnet. Mit dem aus diesen Analysen entwickelten „Systemischen Modell der Improvisation“ kann belegt werden, dass Improvisation sich aus Vergangenem nährt, sich auf Zukünftiges richtet und überdies ein notwendiges Element kultureller Bildung ist. Der Teil 3, „Empirische Befunde zur Improvisation“, ist für sich genommen eine eigenständige empirische Studie mit einer ihr eigenen Methodologie. Inhaltlich geht es in der Befragung von 266 Künstlern und Theaterspielenden per Fragebogen um Grundgefühle, Motivationen und Erlebnisse sowie um die Selbstwahrnehmung von Anforderung und Können beim Improvisieren und schließlich um das Erlebnis des Gelingens. Die Auswertungen ergeben u.a. wichtige Hinweise sowohl für die Vorbereitung und Nachbereitung professioneller Gruppenimprovisationen in Musik, Tanz und Theater als auch für eine Didaktik angeleiteter Improvisation in der ästhetischen Erziehung. Abschließend wird ein Bild entworfen von jener Freiheit als spezifischer Qualität der Improvisation, die sich darin ausdrückt, dass insbesondere bei angeleiteter Improvisation der Improvisierende, der in der Aktivität aufgeht, in die Diskussion einbezogen werden muss. Für die konkrete Praxis der Theaterpädagogik werden dazu methodische Instrumente zur Anleitung von Improvisation bereitgestellt. Improvisation erweist sich als ein wichtiger, wenn nicht notwendiger Beitrag zur Erweiterung spontaner Handlungs-, Kultur- und Lebenskompetenz. Vor diesem Hintergrund bietet die Publikation wichtige Grundlagen für die künstlerische und die künstlerisch-pädagogische Improvisationspraxis.The dissertation is the first extensive scientific disquisition surveying the phenomenon of improvisation as an artistic performing activity and builds a framework for further detailed analysis. Why do we improvise? What effect does improvisation have on art, culture and the individual? The subject in question is not just the relevance of Improvisation as artistic practice for the individual, for the group, for art and for society, but furthermore for its significance in the development of cultural competence. Being researched are features of this specific transient artform, which are irrespective of the character of material, with which we improvise. As a component of artistic and artistic-educational practice, the phenomenons of improvisation are being categorized content-wise in three research approaches, intertwined and termed: In Part 1 „Improvisation as a universal phenomenon“ is being considered in a historical context. Improvisation as a behaviour, based on constructive thinking and spontanious operating, developed into the principle of „improvviso“ during the Renaissance, had a significant effect on the course of European cultural history. In the 20th century the principle of improvisation as an intermediatory dialogue between art and life, lead to a downright „Cultur of Spontaneity“ with its multifaceted and differential improvisation approaches in fine arts, literature, theatre, music, dance and in performance art, which shall here be compared regarding their cultural relevance. In part 2 three dimensions of „Improvisation as a individual phenomenon“ are under consideration: 1. the event – the specific space-time-dimension, 2. the material – the artisic-aesthetic- dimension, 3. the improvisor – the individual-subjective dimension with its psychological, sociological, communicatic-interactiv and also neurobiological components. Special attention is given to the intense experience immanent in a felicitous improvisation, connected to a feeling of freedom, as well as the special way of interaction in a groupimprovisation, which is described as a „Communitas-experience“ by sociologist Victor Turner. Developed from these analysis, the „Systemic model of improvisation“ can prove, that improvisation feeds of the past, aims at futurities and moreover acts as an essential element of cultural education. The third part „Empirical studies of improvisation“, is a self-contained study with its own methodology. As regards contest, the survey of 266 artists and theateractors by questionnaire, deals with basic emotions, motivation and experiences as well as perception-of-oneself in reference to requirements and skills in improvisation and ultimately the experience of success. The evaluations add up to important clues both in the preparation and postproccessing of professional groupimprovisation in music, dance and theatre and in a didactical instructed improvisation in aesthetic education. Concludingly a sketch is drafted of a certain freedom as a specific quality of improvisation, expressed in such a way that, escpecially in guided improvisation, the improviser which is taken up with the activity, has to be included in the discussion. Methodic instruments as guidelines to the ascertained practice of Theatre pedagogics are thereto provided. Improvisation proves to be an important contribution to the extension of spontanous acting-, culture- and lifecompetence. Against that background this publication offers important fundamentals for the artistic and artistic educational improvisationpractice
The communication of trust and fascination - Situative strategies of the chancellors Helmut Kohl and Gerhard Schröder under special consideration of their New Year's speeches, the ZDF-Summer-Interviews and the Bulletins 1994 till 2002
Strategien politischer Akteure, die dazu führen, dass der Akteur für den Rezipienten vertrauenswürdig beziehungsweise faszinierend erscheint, sind bisher unerforscht. Um diese Forschungslücke zu schließen, wird die bisher gängige Forschungsperspektive gedreht und der Akteur in das Zentrum der Analyse gestellt. Das Forschungsdesign verschränkt individuelle Kommunikationskonzepte, situative Bedingungen und Verhaltensdispositionen diametraler Kommunikationstypen mit der verbalen Analyse der Phänomene "Vertrauen" und "Faszination". Mit Helmut Kohl und Gerhard Schröder wurden diametrale Kommunikationstypen ausgewählt und mit den Bulletins, den Neujahrsansprachen und den ZDF-Sommerinterviews ein angemessener Querschnitt ihrer Regierungskommunikation untersucht. Die verbale Analyse der Quellen legt ein strukturelles Gerüst spezifischer Faktoren beider Kommunikationsphänomene frei. Konfidenzkommunikation besteht aus Aktions-, Personen- und Funktionsvertrauen. Aktionsvertrauen korrespondiert mit der entsprechenden Regulierungserwartung der Rezipienten. Über Personenvertrauen versucht der Akteur, eine gemeinsame emotionale Basis mit dem Rezipienten herzustellen. Funktionsvertrauen ist Vertrauen in das politische Funktionssystem und löst in verschiedenen Zeitdimensionen das Problem der riskanten Vorleistung des Rezipienten. Der Akteur reduziert die soziale Kontingenz und versucht, die Zukunftsoffenheit gesellschaftlicher Situationen in Sicherheit umzuwandeln. Ferner veranlasst er den Rezipienten zur Abwägung von kritischen Alternativen. Die Befunde zeigen bei beiden Kommunikationstypen in der Grundstruktur einen kongruenten Aufbau. Die Detailstruktur des Funktionsvertrauens weist allerdings gravierende Unterschiede auf. Kohl generiert in den Neujahrsansprachen, konstituiert durch Werteofferten und Anerkennungsreferenzen, stärker idealisierende Vertrauensfaktoren. Schröder hingegen setzt auf Optimierung und rekurriert entsprechend häufiger auf Erfolgsparadigmen und Zuversichtsofferten. Kohl entwickelt im Modus der Sommerinterviews noch weniger Optimismus als in seinen Neujahrsansprachen. Er räumt der Kontrastierung Priorität ein. Die Verwendung idealisierender insbesondere auch optimierender Konfidenzfaktoren nimmt ab. Dem Problem der doppelten Kontingenz begegnet Kohl, indem er eine vertraute Welt kommuniziert. In stereotypen Inszenierungen präsentiert er sich als berechenbarer Faktor. Mit Hinweisen auf ein konsistentes Wertesystem versucht er, die soziale Kontingenz seiner Regulierungsofferten zu reduzieren. Idealisiert und als replizierbar angesehen schwingt das Gestern in Zukunftsentwürfe über. Der Darstellung konkreter Regulierungsofferten räumt Kohl gegenüber der retrospektiven und perspektivischen Erfolgspräsentation Vorrang ein. Schröder sichert seine Regulierungsmaßnahmen durch die Aktivierung von Optimismus und Zuversicht ab. Mit Zuversichtsofferten und Erfolgsparadigmen favorisiert er Erfolgsdarstellungen vor der Auflistung konkreter staatlicher Maßnahmen. Das Problem der doppelten Kontingenz löst er auf, indem er erstens in seiner Selbstdarstellung ein hohes Maß an Bereitschaft signalisiert, Vertrauen übertragen zu bekommen. Der Zustand der Zukunftsunsicherheit wird zweitens aufgelöst durch eine Metaphorik, die an alltagspraktische Vertrautheit anknüpft. Drittens wird die Gegenwart substituiert durch massive Aktivierung von Zukunftsoptimismus. Zuversichtsofferten leiten Zukunftsinhalte in Gegenwart über. Die Gegenwart selbst füllt Schröder mit kongruenten interaktiven Botschaften aus. Faszinationskommunikation setzt sich zusammen aus Faszination "Persönlichkeit", Faszination "Identität" und Faszination "Visionen". Mit Hilfe von Faszination Persönlichkeit weist der Akteur auf seine außeralltäglichen Fähigkeiten hin, vermittelt Leidenschaft und demonstriert dem Rezipienten sein energetisches Potenzial zur Regulierung der Unsicherheiten der Zukunft. Faszination Identität hebt kollektive Stärken hervor und benennt außeralltägliche Fähigkeiten des Rezipienten, die ihn dafür prädestinieren, an einer idealisierten Zukunft teilzunehmen. Die Suggestion von Gemeinschaft verbindet disparate gesellschaftliche Gruppen. Ferner wird der Rezipient dazu aufgefordert, Dispositionen für seine eigene Zukunft zu treffen. Faszination Visionen beinhaltet sinnstiftendes Potenzial durch visionäre Einzelziele sowie langfristige Kollektivaufgaben. Die soziale Komplexität wird auf positives Erleben reduziert, die Risikowahrnehmung minimiert. Der Rezipient erhält die Chance, durch sein Engagement selbst Teil einer erfüllten Zukunft zu werden. Die Befunde zeigen bei beiden Kommunikationstypen in den Neujahrsansprachen einen kongruenten Aufbau. Kohl und Schröder stimulieren Faszination aus gleich starken Anteilen an "Faszination Visionen" sowie "Faszination Identität". Verbale Selbstaufwertungen der Akteure spielen nur eine untergeordnete Rolle. In den Sommerinterviews kommt es je nach Kommunikationstyp zu signifikanten Umschichtungen. Kohl aktiviert insbesondere Selbstaufwertungen. Parallel dazu lassen seine in den Neujahrsansprachen gezeigten Stärken deutlich nach. Er reduziert die Impulse, die Identität der Rezipienten zu stärken sowie Gemeinschaft zu simulieren und schöpft sein Potenzial an Orientierungen nicht aus. Schröder gelingt es dagegen, seine Potenziale weitgehend konstant hoch zu halten. Dominierend bleibt der Datenbestand "Faszination Visionen". "Faszination Identität" behält ebenfalls einen hohen Aktivierungsgrad durch stabil hohe Aktivierungen von Fremdaufwertungen. Diese Arbeit argumentiert, dass es zu den im medialen Politikprozess praktizierten symbolischen Handlungen und Inszenierungen sprachliche Äquivalente gibt. Mit dem Erklärungsmodell einer Konfidenz- und Faszinationskommunikation wird dem Rezipienten ein Instrumentarium zur Dekodierung komplexer Vertrauens- und Faszinationskonstruktionen angeboten. Der politische Akteur erhält gleichzeitig eine systematische Grundlage, die eigenen Vertrauens- und Faszinationspotenziale gezielt zu optimieren.Politicians' strategies which let them appear more trustworthy or more fascinating in the audience's eyes are hitherto unexplored. To close this gap of research this thesis turns the established perspective and moves the policy maker centre stage. The research design applied combines the examination of different communication concepts, situative conditions and the personal demeanor of diametrical communicators with the analysis of the phenomena trust und fascination. Chancellors Helmut Kohl and Gerhard Schröder are such diametrical communicators and the Bulletins of the federal government, the New Year's speeches and the ZDF-Summer-Interviews form a representative textual source. The close analysis of the material reveals specific structural patterns for both phenomena. The communication of trust is composed of trust in action, trust in the person and trust in the functional capability of the system. Trust in action answers an assumed underlying expectation of regulation the part of the audience. By generating trust in the person the politician tries to create a common emotional basis with his audience. Trust in the functional capability solves the audience's problem of the risky input with regard of the future. The politician reduces the social contingency and attempts to convert the uncertainty of the future into security. In addition he provokes the audience to consider critical alternatives. Although the results show a comparable, almost congruent basic structure for both communication types, the ascetic as well as the hedonist, the details of how both types try to create trust in the functional capability are significantly different. Whereas Kohl, especially in his New Year's speeches, by referring to value systems and making use of acknowledgments, puts a strong emphasis on so called idealizing trust factors, Schröder stresses optimization and points to political achievements and offers of confidence. In the summer-interviews Kohl shows even less optimism than in the New Year's speeches. He prefers the method of contrasting his policy with that of his political opponents. The use of idealizing and optimizing trust factors is reduced. Kohl responds to the problem of double contingency by communicating a familiar world. In presenting himself in an almost stereotypical manner he wishes to convey reliability and predictability. By trying to convey a consistent value system he aims to reduce the social contingency of his regulation offers. An idealized and repeatable past continues to inspire the present and is carried over into the future. Kohl prefers offering clear regulatory measures to presenting past achievements or promising future achievements. Schröder safeguards his regulatory measures by displaying optimism and confidence. He clearly prioritizes past achievements over regulatory measures. Schröder tackles the problem of double contingency by signaling his willingness and ability to make good use of the trust conferred onto him. Secondly, he resolves the state of uncertainty with regard to the future by using images and metaphors taken from familiar every day life. Thirdly, he substitutes the presence with a massive activation of optimism in regard of the future. Offers of confidence are being transferred into concrete future concepts. The presence itself is filled with congruent interactive messages. The communication of fascination consists of three main elements: fascination with regard to the politician's personality, fascination with regard to a collective identity and fascination with regard to visions. When seeking to fascinate the audience by way of his personality the politician stresses his exceptional capabilities, communicates passion and demonstrates his energetic potential to regulate the uncertainties of the future; when trying to arouse fascination with regard to a collective identity the speaker calls upon individual and collective strengths and highlights the audience's exceptional capabilities which predestine them to be part of a glorious future. He creates a sense of community among different social groups. The audience is encouraged to make decisions for their own future. When stimulating fascination with regard to visions the politician evokes visionary goals as well as longterm collective tasks. Social complexity is reduced to common positive experience and risk awareness is at an absolute minimum. Moreover the audience is given the opportunity through their own engagement and efforts to participate in a promising fulfilling future. Concerning the New Year's speeches the results reveal a congruent configuration of the principal components for stimulating fascination with both types of communicators, the ascetic as well as he hedonist. Kohl and Schröder both stimulate fascination by resorting in equal parts to arousing fascination with regard to a collective identity as well as to visions. Verbal self appraisals of the politicians are only playing a minor role. Within the genre of the summer interviews significant differences between the two types of political communicators become evident. Kohl particularly uses self appraisal. He reduces his impulses to strengthen the audience' s identity as well as to simulate community. Kohl is not able to make full use of his potential to provide orientation. Schröder on the other hand succeeds in keeping his potentials to stimulate fascination at a constant high. At the same time he seeks to fascinate his audience by creating a collective identity and presenting visions while constantly referring to the audience's collective excellence. This thesis argues that there is a verbal equivalent to symbolic actions in the political media process. With the proposed interpretative model the audience is given a method to decode and understand how politicians generate trust and try to elicit fascination on the part of the audience; the politician on the other hand is given a systematic base to optimize well directed his own potentials of generating trust and stimulating fascination
Self Representation and Authenticity Reflected by Constructions of Media Studies at the Example of Marshall McLuhan
Selbstdarstellungen haben im Zeitalter der elektronischen Medien Hochkonjunktur. Ob auf der eigenen Homepage, dem Anrufbeantworter, per Anzeigenschaltung in Printmedien – die Fähigkeit, sich selbst darzustellen gilt als Kompetenznachweis. Als gelungen wird jene Selbstdarstellung bezeichnet, die authentisch ist. Doch was ist eigentlich Authentizität und in welchem Verhältnis steht sie zur Selbstdarstellung? Diese Arbeit versucht Annäherungen auf medienhistorischer und –philosophischer Basis mit dem Ziel, die Konstruktion einer wissenschaftlichen Persönlichkeit zu untersuchen. Grundlage der Auseinandersetzung sind Beiträge des „Urvaters“ der Medientheorie, Herbert Marshall McLuhan, dessen eigene Selbstdarstellung lange als problematisch galt und die Rezeption seines Werkes beeinflusste. McLuhans ungewöhnlich kurvige Rezeptionsgeschichte ist damit der Ausgangspunkt einer kritischen Analyse. Mit der Verbreitung des Internets wird McLuhan zunehmend befragt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Medienentwicklung, der Wahrnehmung von McLuhan und der Würdigung seines Werkes? Zentrale Thesen seines Werkes werden vorgestellt und mit Basistheorien des 20. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Perspektiven parallelisiert. So werden Beiträge aus der Geschlechterforschung, der kritischen Psychologie sowie der Medienanthropologie herangezogen. Bei dieser Auseinandersetzung verdichten sich Hinweise dafür, dass McLuhans Selbstdarstellung ein Bestandteil seiner Methodik war. Sie kann daher als Forschungsexperiment, das am eigenen Leib vollzogen wurde, betrachtet werden.In the electronic age self representations are booming. No matter in what medium we are represented – on our own homepage, on our answering machines, on the ad we place in print media – the skills to present ourselves are taken for granted in order to proof our competence. Our self representation is considered successful when it seems to be “authentic”. But what do we mean exactly by authenticity and how does it correlate with self representation at all? This paper tries an approach on a media historical and –philosophical basis and persues to examine the construction of the academic persona. The discussion is rooted in contributions of the "godfather" of media theory, Herbert Marshall McLuhan, whose own self representation was at a time considered problematic and influenced the reception of his work. McLuhan’s pretty twisted reception is the starting point of a critical analysis. The pervasiveness of the internet brings along that McLuhan is reconsidered. Is there a connection between media development, the perception of McLuhan and the acknowledgement/estimation of his work? This paper introduces some of his main theses and parallels them with basic theories of the 20th century from different perspectives: contributions from gender studies, critical psychology and media anthropology. Within this discussion some indications grow that McLuhan’s self representation was part of his method. I like to suggest that his self representation may be considered as an academic probe that contained his heart and soul
Design potential of solar panels as new building elements - special focus on historical listed buildings
Photovoltaikmodule sind neue Bauprodukte. Zahlreiche Beispielprojekte belegen, daß sie auch beim Umgang mit Baudenkmalen verwendet werden, mitunter begleitet von gravierenden Eingriffen in das Erscheinungsbild. Auf der Basis von den Rahmenbedingungen aus Funktion, Technologie, Herstellung und Baurecht diskutiert die Arbeit anhand von zahlreichen Baudenkmalen bisherige Lösungen für die Gebäudeintegration in Dach und Fassade. Dabei werden auch drei wesentliche Entwurfsstrategien vorgestellt. Analogien zu bereits etablierten innovativen Materialien und Bauelementen weisen auf die gestalterischen Potenziale der neuen Bauprodukte.Building integration of photovoltaic (PV) systems in most cases leads to a “high tech” and “modern” appearance of the building. This is caused by the typical grid shaped surface of most conventional PV modules. Regarding however that 90% of the building stock consists of longer existing, that means “old fashioned” buildings, it is evident that an aesthetically satisfying building integration of PV needs a lot of good will and creativity from planners and architects. In many existing building integrated PV systems the modules contrast with the building and its surroundings. Basing on the fundamentals of function, technology, production and building rights the work concentrates on the design potential and the aesthetical influence of building integrated PV modules with a special focus on historical listed buildings. The assessment of PV roof systems, overhead glazing and façade elements demonstrates the state of the art of building integrated PV modules in historical listed buildings. This includes architectural design strategies as well as the conflicts in the aims of the different stake holders. Analogies with established building materials and elements show the (visionary) design potential of the new building element “PV module”. The aim of the work is to discuss and assess the potential for the integration of PV energy systems into existing buildings – also concerning requirements on innovative PV modules for better adaptation to the building skin. Special attention is paid to architectural and aesthetic questions