Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    Materialismus in der Lacan´schen Psychoanalyse

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    Der Text stellt Positionen des „Neuen Materialismus“ wie denen von Donna Haraway, Bruno Latour und Karen Barad in ein Verhältnis zum Materialismus, insbesondere wie er in den Schriften von Jacques Lacan zu finden ist. Dabei geht es um Gemeinsamkeiten wie etwa die Betonung der Wirkmacht von Metaphern, wie um Unterschiede wie die Handlungsmacht bzw. der Modellcharakter von technischen und epistemischen Objekten. Anhand des Atomismus bei Lacan und Barad wird schließlich eine unterschiedliche Interpretation des Lacan’schen und Neuen Materialismus dessen, was „nicht nichts“ ist diskutiert

    „Der intellectuelle Urheber bin doch ich!“ Der Konzertagent Hermann Wolff als Wegweiser des Berliner Konzertlebens 1880 bis 1902

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    Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist, welche Impulse der Konzertagent Hermann Wolff (1845-1902) dem Berliner Musikleben im Zeitraum zwischen der Gründung seiner Konzertdirektion 1880 und seinem Tod 1902 gab. Um diese Frage zu beantworten, werden seine Tätigkeit und sein Wirkungskreis untersucht und Umfang, Grad sowie die Natur seines Einflusses ausgewertet. Diese Arbeit weist nach, dass sich der Einfluss seiner Tätigkeit auf das Berliner Musikleben nicht nur in der Quantität der stattgefundenen Konzerte, sondern auch in ihrer künstlerischen Qualität und in ihrem Inhalt (Programmgestaltung, Aufführende, Konzertstätten, Programmhefterstellung usw.) zeigt. Sie legt auch dar, dass er zwischen den damaligen europäischen Musikmetropolen einen Personen- und Informationsaustausch vermittelte und dadurch bei der Entstehung eines Standards im Konzertleben eine wichtige Rolle spielte

    Dorfbau

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    Am 10.Ferbuar 2019 wurde in der Schweiz per Volksabstimmung über die Zersiedelungsinitiative entschieden. Dem Voraus ging ein intensiver Abstimmungskampf welcher die Frage wie wir mit der endlichen Ressource Boden umgehen wollen, zum breit diskutierten Thema machte. Obwohl man sich einig darüber war, dass das aktuelle Vorgehen zur Schaffung von neuem Wohn- und Arbeitsraum und der damit verbundene Verbrauch an freien Flächen d.h. an natürlichen bzw. unbebauten Landschaftsräumen, längerfristig nicht aufgehen wird, wurde die Initiative abgelehnt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen konnten die Bevölkerung nicht überzeugen. Die Arbeit untersucht anhand einer beispielhaften Gemeinde, wie eine architektonische Reaktion unter diesen Gesichtspunkten aussehen könnte

    Agentenbasierte Modelle zur Darstellung von Nutzerverhalten in der Gebäudesimulation

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    Der Fokus in dieser Arbeit liegt auf der Konstruktion zweier Methoden: 1. der Konstruktion von DYNIBLT, einer erweiterten IBLT-Methode, deren Fokus auf der Berücksichtigung von dynamischen Nutzern liegt, d.h. Nutzern, die in einem Gebäude ihre Position verändern, 2. der Konstruktion von AMADAN, einem agentenbasierten Modellierungsansatz zur Darstellung von Nutzerverhalten in der Gebäudesimulation, welcher entsprechend auf der DYNIBLT–Methode aufbaut. Kern der AMADAN-Methode ist die Interpretation von Gebäude und Nutzer als strikt voneinander getrennte Komponenten, welche mittels Schnittstellen sich gegenseitig beeinflussen können. Der Nutzer selbst wird ebenfalls komponentenweise betrachtet: Physiologie des Nutzers, die Fähigkeit zum Fällen von Entscheidungen sowie das Abspeichern von Ereignissen werden voneinander getrennt modelliert. Die Schnittstellen der einzelnen Komponenten sind so angelegt, dass sie einer (rudimentären) Abbildung realer Abläufe entsprechen. Agentenbasierte Modelle haben einen erheblichen Nachteil: Damit sie über eine sinnvolle Aussagekraft verfügen, muss das Modell der direkten Umgebung des Agenten über eine hohe örtliche Auflösung verfügen (human centric view). Dies führt zu langen Simulationszeiten und in der Regel sehr komplexen Modellen. Um dem zu begegnen, wird in dieser Arbeit zusätzlich die Verwendung strukturvariabler Modellierung in der Gebäudesimulation betrachtet und bewertet. Die Methode wird unter Verwendung schon existierender Werkzeuge und einer nicht-trivialen Umgebung evaluiert. Hierbei wird zur Abbildung des physiologischen Körpers des Nutzers ein Zwei-Knoten-Modell verwendet. Die Umgebung wird durch drei miteinander verbundene Räume abgebildet, welche in Form von 3D-Modellen verwendet werden. Der Nutzer wird hier verschiedenen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Die Zielsetzung des Nutzers wird in Abhängigkeit des thermischen Wohlbefindens formuliert. Es wird insbesondere gezeigt, dass AMADAN als übergeordnetes Framework verwendet werden kann, um unterschiedliche Komponenten zur Darstellung von Nutzerverhalten in der thermischen Gebäudesimulation miteinander interagieren zu lassen. Es wird weiterhin gezeigt, dass mit DYNIBLT ein Lernprozess abgebildet wird. Hierfür werden mehrere Simulationen unter gleichen Raumbedingungen mit gleicher Zielsetzung für einen Nutzer gestartet und das Verhalten der Nutzer betrachtet. Sowohl die Beobachtung, dass in der überwiegenden Mehrheit der Simulationen der Nutzer den gesetzten Zielzustand erreicht, als auch dass hierfür unterschiedliche Wege gewählt werden, wird als Indikator für ein auf Lernen basiertes Verhalten gewertet.The focus in this work is on the derivation of two methods: 1. the construction of DYNIBLT, an extended IBLT method that focuses on the consideration of dynamic users, i.e users changing their position in a building. 2. the construction of AMADAN, an agent-based modeling approach to represent user behavior in the context of building simulation, which is based on the DYNIBLT–method. The core of the AMADAN–method is the interpretation of buildings and users as strictly separate components, which can interact with each other via interfaces The user himself is also considered component by component: the user’s physiology, the ability to make decisions, and the storage of events are modeled separately from each other. The interfaces of the individual components are designed in such a way that they correspond to a (rudimentary) depiction of real processes. Agent-based models have one major drawback: to be reasonably meaningful, the model of the agent’s immediate environment must have a high local resolution (human centric view). This leads to long simulation times and usually very complex models. In order to respond to this, the application of variable structure modeling in building simulation is additionally considered and evaluated. The method is evaluated using existing tools and a non-trivial setting. In this case, a two-node model is used to model the physiological body of the user. The environment depicted as three interconnected rooms, which are used in the form of 3D models. The user is exposed to different environmental conditions here. The purpose of the user is formulated depending on the thermal well-being. In particular, it is shown that AMADAN can be used as a superordinate framework to interact with different components to represent user behavior in thermal building simulation. It is further shown that a learning process is modeled with DYNIBLT. For this purpose, several simulations under the same room conditions with the same objective for a user are started and the behavior of the users is considered. Both the observation that in the great majority of the simulations the user reaches the set target state and that different paths are chosen for this is regarded as an indicator for a behavior based on learning

    SelfSisters

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    Der Beitrag des Performance-Künstlers Johannes Paul Raether besteht aus einer Bild-Text-Montage seiner „Selbstschwestern“. Die Fotografien der von ihm verkörperten Figuren werden mit Skripten kombiniert, die jeweils für die performativen Interventionen in den öffentlichen Raum leitend sind. Die Performances versteht Raether als die techno-magischen Rituale seiner Gestalten „Transformellae“, „Schwarmwesen“ und der Weltheilungshexe „Protektoramae“. Sie erforschen die globalisierte Reproduktionsmedizin, touristische wie migrantische Körperzirkulationen und die kapitalistischen Waren- oder Datenströme und figurieren als ästhetisch verkörperte Spekulationen

    Die Möglichkeit einer spekulativen Produktionsweise

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    This essay introduces the main outlines of the Speculation as a Mode of Production research project, which looks at 'speculation' as a cultural logic and a defined set of historical circumstances that shape many social institutions and relations, including contemporary art, into forms that evoke finance: future orientation, competition, abstraction of content, prevalence of accumulation over labour. Art and finance are thus seen as paradigmatic instances of speculation as a productive mode since both are sites of an ontological rejection of labour. This can be seen as a revisiting of Adorno's aesthetic theory on the status of the artwork in capitalism, but from the side of labour rather than the commodity

    Wissenspraxis am Ort der Kunst - Über Spezifika und Herkünfte gegenwärtiger epistemischer Möglichkeiten

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    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Wissen auf dem Feld der Gegenwartskunst, insbesondere der site specific art, verhandelt wird: Inwiefern wirkt Kunst als nicht nur soziale und ästhetische, sondern auch epistemische Institution daran mit, wie Wissen geopolitisch und geoökonomisch verteilt und kontrolliert wird? Angesichts der Präsenz indigener und dekolonialer Kunst auf den letzten Großausstellungen plädiert der Beitrag für eine Kunstgeschichte des Wissens, die eine Rekonstruktion der feministischen und postkolonialen Standortepistemologien, der Kritik epistemischer Gewalt bis hin zu Theorien indigenen Wissens unternimmt. Anhand von ortsspezifischen Arbeiten von Natascha Sadr Haghighian (documenta 13) und der Apatride-Gesellschaft (documenta 14) wird deutlich, wie künstlerische Praxis eine Komplizierung des Wissbaren an einem konkreten Ort leisten kann sowie die eigene Positioniertheit als Künstler_in zu befragen vermag

    Architectural integration of photovoltaic and solar thermal technologies in multi-family residential buildings in the Mediterranean area

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    Nowadays, society is becoming increasingly conscious of the adverse effect of energy use on the environment, contributing to the depletion of fossil fuels and increasing global warming. Because of the substantial contribution of building energy to these concerns, the intention should be not only to improve building energy efficiency but also to promote the use of renewable technologies, especially solar energy. Today building-integrated photovoltaic (BIPV) and building-integrated solar thermal (BIST) technologies are recognized by building designers as innovative technology for clean energy and greenhouse gas reduction, especially in cities, where multi-story buildings are dominant with limited roof area. For the Mediterranean area, the high level of solar radiation and plentiful sunny hours make it appropriate for solar system installation, however, the development of solar energy is still limited. Moreover, due to the high population growth rate, lack of local resources, high energy price, and urbanization, one of the priorities in the Mediterranean area is to promote the energy efficiency of the building both on the supply side and demand side. Therefore, this research aims to investigate the potential of installation of the photovoltaic (PV) and solar thermal (ST) technologies in the new multi-family residential building envelope in the Mediterranean area, taking Amman, Jordan, as a case study. The focus of this research is on the typical multi-family residential buildings in Amman, as it is the city where about 50% of the new construction in Jordan is taking place, and the residential buildings are the major consumers of energy and electricity in Jordan. The multi-family buildings also form about 75% of the total housing stock in Jordan. The typical multi-family building studied here is composed of five main floors, contains ten residential apartments; the area of each apartment is 150 m2. It is assumed that the building is located in a common residential urbanized zone in Jordan, with 6 m sides offset and 8 m back offset, assuming that one side is facing the main street, and all the buildings have a maximum allowable height of 15 m. All the architectural parameters related to the multi-family buildings have been defined through analyzing the residential building stock in Jordan. In order to achieve the research aim, the possibility of reducing the energy demand of the typical multi-family building in Amman, Jordan, through passive and architectural design strategies was firstly investigated. After that, different performance criteria were evaluated, mainly quantitative criteria including energy consumption, energy production, and life cycle assessment (energy, carbon, cost). In addition to the qualitative criteria, including visibility and functionality, the purpose here is to emphasize the substantial function of BIPV systems. Each performance criterion was assessed alone. Then, all the performance criteria results were presented in a decision support matrix, which can be used as a comparison to evaluate and identify the solar system's application of choice, based on the criteria of the user. Moreover, a new energy index was formulated to evaluate the overall annual energy performance of BIPV design in terms of multifunctional effects on building energy. Different methods were adopted in this research; the qualitative criteria were evaluated based on the literature review analysis, while the quantitative criteria were evaluated by using different simulation software, previous literature review, and spreadsheet calculations. Literature review analyses were conducted in order to identify the relevant possibilities and the aesthetical solution the market offers, and the multiple benefits for PV and ST integration. The knowledge acquired from this part played a significant role in choosing and designing the proposals of PV and ST installation into the multi-story building envelope. Regarding the simulation studies, different building and energy simulation software was used to simulate and optimize the energy performance of the typical multi-family building in Amman, Jordan, through passive and architectural design strategies, as well as to find out the optimum design of the energy system in terms of energy performance (energy demand of the system, and solar energy fraction), and to investigate the energy-saving potential of PV and ST systems with various designs (tilt angles, azimuth, installed area, etc.). For the building energy simulation, each zone in the building was modeled as a space of its own. The energy demand was calculated on an hourly basis for a period of a whole year. The results from the simulation analysis, related literature and guidelines were adopted to conduct a life cycle assessment through spreadsheet calculation, to determine the long-term performance in terms of energy and carbon emissions, as well as cost considerations, taking into account the current market practice. The cradle-to-grave approach was adapted for the environmental life cycle assessments. The general conclusion of this research is that installing the PV modules into the multi-family buildings envelope in Amman, Jordan, makes a positive contribution in terms of energy performance, as PV systems can cover up to 97% of the new building electricity demand when they are installed on both the roof and south façade, and up to 43% is covered by installing the PV modules into the south facade. Regarding the environmental life cycle assessment, the results proved the carbon saving potential of all the proposed PV systems, as the energy payback time (EPBT) is between 1.5- 3.5 years and the carbon payback time (CPBT) is between 3.4- 7.8 years. However, for the life cycle cost assessment the result showed that due to high capital cost and low cost of electricity, neither system is currently feasible for investment, as the payback time (PBT) is between 9.0- 16 years. However, with future advances in each system and more efficient designs, the payback periods would become tangible and therefore yield better performances. Lastly, the results were used to derive a decision support matrix aimed at providing a friendly approach to facilitate the implementation of solar building applications.In letzter Zeit wird sich die Gesellschaft zunehmend der negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch hohe Energieverbräuche bewusst, die wesentlich zur Erschöpfung fossiler Brennstoffe und zur globalen Erwärmung beitragen. Aufgrund des wesentlichen Beitrages des Gebäudeenergiesektors sollte hier nicht nur die Gebäudeeffizienz gesteigert werden, sondern auch die Verwendung von regenerativen Energien mit Fokus auf solarer Energienutzung. Heutzutage sind in die Gebäudehülle integrierte Photovoltaik (PV) und Solarthermie (ST) von Gebäudeplanern anerkannte Technologien um saubere Energie zu generieren und Treibhausgase zu reduzieren. Diese integrierten Technologien können vor allem in Städten, in denen hauptsächlich mehrgeschossige Gebäude vorkommen und Dachflächen limitiert sind zum Einsatz kommen. Für die im Mittelmeerraum herrschenden Bedingungen mit hoher solarer Einstrahlung und einer großen Anzahl an Sonnenstunden sind solare Systeme zwar äußerst geeignet, werden jedoch noch nicht in entsprechendem Maße eingesetzt. Darüber hinaus ist es aufgrund von der hohen Bevölkerungswachstumsrate, dem Mangel an lokalen Ressourcen, hohen Energiepreisen und der Urbanisierung eine der Prioritäten im Mittelmeerraum, die Energieeffizienz von Gebäuden sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite zu fördern. Daher ist das Ziel dieses Forschungsbeitrages, die Potentiale von PV- und ST-Installation in der Gebäudehülle von neu errichteten Mehrfamilienhäusern (MFH) im Mittelmeerraum zu untersuchen, wobei Amman in Jordanien als Fallstudie herangezogen wird. Der Großteil des Wärme- und Stromverbrauches wird in Jordanien von Wohngebäuden verursacht und ca. 75 % des Wohngebäudebestandes besteht aus Mehrfamilienhäusern, weshalb der Fokus der Forschung auf diesem Gebäudetyp liegt. Da in Amman etwa 50 % der Neubauten in Jordanien errichtet werden, wurde dieser Standort als Untersuchungsgebiet gewählt. Das untersuchte typische MFH hat 5 Hauptgeschosse und besteht aus 10 Wohnungseinheiten mit einer Fläche von jeweils 150 m². Es wurde angenommen, dass sich das Gebäude einem stark urbanisierten Wohnungsgebiet befindet und zu den Seiten hin 6 m und an der Rückseite 8 m Freifläche angrenzt. Bei einer zulässigen Höhe von 15 m soll eine Seite des Gebäudes an eine Hauptstraße angrenzen. Alle architektonischen Parameter im Zusammenhang mit dem MFH in Jordanien wurden durch eine Analyse des Wohnungsbestandes von Jordanien definiert. Um das Forschungsziel zu erreichen, wurde zunächst die Möglichkeit untersucht, den Energiebedarf des typischen MFH in Amman, Jordanien, durch passive und architektonische Gestaltungsstrategien zu reduzieren. Danach wurden verschiedene Bewertungsgrößen eingeführt, hauptsächlich quantitative Kriterien wie Energieverbrauch, Energieerzeugung und Ökobilanz (Energie, CO2 und Kosten). Neben den qualitativen Kriterien wie Sichtbarkeit und Funktionalität werden bei den integrierten PV-Systemen auch die wesentlichen Funktionen hervorgehoben. Jedes Leistungskriterium wurde für sich im Einzelnen bewertet. Die Ergebnisse dieser Bewertung wurden in einer Matrix zusammengefasst, welche den Nutzer bei der Auswahl des gewünschten Solarsystems entsprechend den am wichtigsten erachteten Bewertungsgrößen unterstützen soll. Zusätzlich dazu wurde ein Energieindex formuliert, mittels welchem die jährliche Gesamtenergieeffizienz des integrierten PV-Konzeptes im Hinblick auf multifunktionale Auswirkungen auf die Gebäudeenergie bewertet werden kann. In der durchgeführten Forschungsarbeit wurden folgende Methoden angewandt: die qualitativen Kriterien wurden auf Grundlage von Literaturrecherche evaluiert und die quantitativen Kriterien durch die Anwendung von verschiedener Simulationssoftware, vorangegangener Literaturrecherche und Tabellenkalkulation ermittelt. Es wurden Literaturrecherchen durchgeführt, um die relevanten Möglichkeiten und die ästhetischen Lösungen, die der Markt bietet, sowie die vielfältigen Vorteile für die Integration von PV und ST zu identifizieren. Die in diesem Zusammenhang gewonnenen Erkenntnisse spielten eine wichtige Rolle bei der Auswahl und Gestaltung der Vorschläge für die PV- und ST-Installation in der untersuchten mehrgeschossigen Gebäudehülle. Im Rahmen der Simulationsstudien wurden zwei sich ergänzende Gebäude- und Energiesimulationssoftware eingesetzt, um die Energieeffizienz des typischen Mehrfamilienhauses in Amman, Jordanien, durch passive und architektonische Planungsstrategien zu simulieren und zu optimieren. Dieser Ansatz wurde auch genutzt, um die optimale Auslegung des Energiesystems in Bezug auf die Energieeffizienz (Energiebedarf des Systems und Solarenergieanteil) zu ermitteln und das Energieeinsparpotential von PV- und ST-Systemen mit verschiedenen Bauformen (Neigungswinkel, Azimut, installierte Fläche etc.) zu untersuchen. Für die Gebäudesimulationen wurde jede Zone im Gebäude als eigener Raum modelliert. Der Energiebedarf wurde auf Stundenbasis für den Zeitraum eines ganzen Jahres berechnet. Die Ergebnisse der Simulationsanalyse und der vorangegangenen Literatur- und Richtlinienrecherche wurden verwendet, um unter Anwendung einer Tabellenkalkulation eine Ökobilanz aufzustellen. Auf dieser Basis wurde die langfristige Performance in Bezug auf Energie- und CO2-Emissionen sowie Kostenüberlegungen unter Berücksichtigung der aktuellen Marktpraxis ermittelt. Für die durchgeführte Ökobilanzierung wurde der Cradle-to-Grave-Ansatz in angepasster Form verwendet. Das allgemeine Fazit dieser Forschungsarbeit ist, dass die Installation von PV-Module in der Gebäudehülle von MFH in Amman, Jordanien, einen positiven Beitrag zur Energieeffizienz leisten kann. PV-Systeme können bis zu 97 % des Gebäudestrombedarfs von neu errichteten MFH decken, wenn sie gemeinsam an der Dach- und Südfassade installiert werden und bis zu 43 % durch ausschließliche Installation in der Südfassade. Die Durchführung der Ökobilanz zeigte, dass die Energierückgewinnungszeit für die untersuchten PV-Systeme –zwischen 1,5 und 3,5 Jahren und die CO2-Rückgewinnungszeit zwischen 3,4 und 7,8 Jahren liegt. Für die Lebenszykluskostenbetrachtung zeigte das Ergebnis jedoch, dass aufgrund der hohen Investitionskosten und der niedrigen noch subventionierten Stromkosten in Jordanien derzeit kein System für Investitionen geeignet ist, da die Amortisationszeit zwischen 9 und 16 Jahren liegt. Mit weiterentwickelten Systemen und effizienteren Designs würden diese Amortisationszeiten jedoch vermindert und somit bessere Leistungen erzielt werden können. Schließlich wurden die Ergebnisse genutzt, um eine Matrix abzuleiten, die bei der Entscheidung für Umsetzungsmaßnahmen von solaren Gebäudeanwendungen auf benutzerfreundliche Weise unterstützen soll

    Bilder des Protests. Über die "Woman in the Blu Bra" und relationale Zeugenschaft

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    Der Aufsatz untersucht Bilder, die in den Protesten in Kairo im Jahr 2011 entstanden sind und in den Social Media kursierten. Es zeigt sich, dass die Möglichkeiten der Bildverarbeitung, der Kommentierung und der Zirkulation an dem, was bezeugt wird, und an der Herstellung von Gewissheit entscheidenden Anteil haben. Zeugenschaft ist in einen Raum der Verhandlung und der Relationen verschoben, innerhalb dessen Glaubwürdigkeit entsteht, die jedoch immer bestreitbar bleibt

    Pascals Wette, die Revolution und V for Vendetta

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    Ausgehend von Blaise Pascals berühmter Wette auf die Existenz Gottes und die revolutionstheoretische Bezugnahme auf diese Denkfigur entwickelt der Text ein Verständnis der Revolution, das die Reflexion über diese primär als ein Beschreiben von Zeit- und Bewegungsfiguren versteht. Auf Grundlage dieser Prämissen wird dann in einem nächsten Schritt die Revolutionsinszenierung des Films V FOR VENDETTA (James McTeigue, 2005) auf seine Zeit- und Bewegungsfigurationen hin analysiert und die damit einhergehende affektive Wirkung beschrieben. Die zentrale These ist dabei, dass der Film in der Inszenierung des Übergangs zwischen zwei Gesellschaften ein utopisches Potenzial freisetzt und somit die Parameter einer revolutionären Wette zu beeinflussen sucht

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