Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Digitales Fleisch. Spekulieren mit künstlichen Körpern
Der Beitrag von Kathrin Busch widmet sich dem Zusammenhang von technischer Imagination und Inkarnation und untersucht, was es heißen kann, körperlich zu spekulieren. Ausgangspunkt ist die These von Jean-François Lyotard, dass das Denken nur deshalb spekulativ verfährt, weil es verkörpert ist.
Anstatt Spekulation und Ästhetik auf Geist und Körper aufzuteilen und damit die alte Dualität von begrifflichem und anschaulichem Vermögen fortzuschreiben, verdankt sich das spekulative Potential – die das Denken über sich selbst hinaustreibenden Kraft – gerade der Sensibilität des Körpers. Gefragt wird, was es heißt, wenn diese inkarnierte Sensibilität als „digitales Fleisch“ verkörpert ist. Die Antwort, wie sich unter Bedingungen von Empfindsamkeit und Vulnerabilität im Digitalen spekulieren lässt, wird anhand der künstlerischen Arbeiten von Marco Donnarumma und
Johannes Paul Raether gesucht
Materialität und Epistemologie postmigrantischer Kulturproduktion
In Ihren Text beschreibt Nobrega das postmigrantische Theater als Bewegung und Institution, die eine erfolgreiche institutionelle Etablierung neuer ästhetischer, narrativer und kulturpolitischer Werkzeuge signalisiert. Trotz zunehmender Diversity Arbeit, die eine Sichtbarmachung von Künstler_innen of colour und den Beginn der Institutionalisierung eines urbanen Kosmopolitismus fördern, dominieren nach wie vor prekäre, rassifizierte Arbeits-bedingungen, ein Mangeln an Ressourcen sowie der Zugang von Künstler_innen of color zu der institutionellen Hochkultur.
Nobregas genealogische und zeitgenössische Untersuchung der Beziehung zwischen Wissensproduktion und Machtpraktiken zeigt Defizite an Verfahrenspolitiken und Richtlinien für die Umsetzung kultureller Vielfalt in den Kunst- und Kulturinstitutionen wie auch in den Kunsthochschulen als Arbeits- und Ausbildungsorte
Die Peripherie abtasten. Zum Blickregime des horizontalen Kameraschwenkens
Das Phänomen der „peripheren Vision“ wird in diesem Beitrag an einer konkreten filmischen Operation untersucht: Im Zentrum steht der horizontalen Kameraschwenk, der die Umgebung gleichmäßig abtastet und darin eine Kreisbewegung beschreibt. Im Wechsel zwischen theoretischen Beobachtungen und kurzen Analysen markanter Kameraschwenks in Filmen von James Benning, David Wark Griffith, Samuel Fuller und Danièle Huillet/Jean-Marie Straub wird der Schwenk (engl. „pan“, frz. „panoramique“) auf seine medialen, technikgeschichtlichen und blicktheoretischen Voraussetzungen in einem vielschichtigen Feld von Panopticon, Zeugenschaft und Kolonialismus befragt
Ästhetik der Fossilisierung
Der Artikel entwickelt Überlegungen zu einer „Ästhetik der Fossilisierung“ ausgehend von der These, das Deleuze/Guattari’sche Begriffspaar von De-
und Reterritorialisierung müsse heute als De- und Refossilisierung neu formuliert werden. Während die De- und Reterritorialisierungen auf der Erdoberfläche stattfinden und sich in historischen Zeitspannen entfalten,
dringen die geomorphologischen Prozesse des gegenwärtigen
Anthropozänzeitalters tief in die Erdkruste ein und schließen sich unmittelbar mit geologischen Zeitspannen kurz. Auf dieser Basis werden – unter Rekurs auf die (komplementären) Spekulationsbegriffe bei Kant und Hegel – die spekulativen Dimensionen der Anthropozänkondition kartiert und
als ,Habitat‘ gegenwärtiger wie zukünftiger künstlerischer Praxen
analysiert und vorgezeichnet
Literarisch-ökonomische Spekulationen. Joseph Vogl und Georg Dickmann im Gespräch
Joseph Vogl widmet sich im Gespräch mit Georg Dickmann den Grenzen,
Schwellenbereichen und Nachbarschaftszonen literarischer und ökonomischer Spekulation, die mal gemeinsame Sachen machen, mal als Antagonisten auftreten können. Verbunden durch den Ausgriff in einen sich der Wahrnehmung entziehenden Raum, haben sie ihre Gemeinsamkeit in der Fiktion. Vogl kartiert im Dialog mit Dickmann ein Zukunftswissen, das auf Narrative, Phantasmen und Fiktionen nicht verzichten kann
UdK 2030 Zukunftstag
Die Publikation dokumentiert den Zukunftstag UdK 2030, der am 26. Oktober 2018 in der Hochschule stattfand. In Vorträgen, Workshops und künstlerischen Interventionen wurde sich mit Anforderungen, Fragestellungen und Visionen zur Entwicklung der UdK Berlin auseinandergesetzt
DAAN. Design of Ambient Assistive Notification Systems
The project DAAN (Design of Assistive Ambient Notification Systems, funded by the German Ministry for Education and Research) explored ambient notification as a part of an assistive computing system for elderly users. Within the framework of this project we investigated the potential of textiles as ambient notification devices, with a focus on knitted fabric. This is the documentation of the project activities at University of Arts Berlin