Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    vergessen

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    Zum Wissen gehört das Nicht-mehr-Wissen, das Vergessen. Vergessen setzt voraus, dass etwas gewusst wurde, aber dem Gedächtnis nicht mehr zugänglich ist. Etwas ist uns entfallen – heruntergefallen, weggefallen, manchmal auch befallen. Für die Psychoanalyse gehört das Vergessen mit dem Versprechen und Vergreifen zur Psychopathologie des Alltagslebens. Es liefert einen Hinweis auf Motive und Wünsche, die wir uns nicht eingestehen, ohne dass bereits eine Verbannung des Gedankens erfolgt ist wie beim Verdrängen oder Verleugnen

    erfassen

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    Im Zuge der Ausbreitung von multi-sensorischen, computerbasierten Technologien wird „erfassen“ zunehmend als eine automatisierbare Tätigkeit zur Sammlung von Daten behandelt. Einer solchen Konzeption entgegen werde ich „erfassen“ als einen beziehungsstiftenden Prozess deuten, innerhalb dessen Bindungen – Ver- und Entbindungen – entstehen und aus denen Daten als Transformationen hervorgehen

    Drei Violinen

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    Kompositio

    Wahnsinn!

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    Grußwor

    Polyphonie als Mittel der dramatischen Kunst bei Wolfgang Amadeus Mozart. Zu kanonischen Satztechniken in den Bühnenwerken der Wiener Schaffensperiode

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    Kanonische Satztechniken sind in den Bühnenwerken von Wolfgang Amadeus Mozarts Wiener Schaffensperiode häufig in solchen Werkabschnitten aufzufinden, die für den Handlungsfortgang eine Schlüsselfunktion einnehmen. Der Beitrag untersucht ausgewählte Beispiele aus Die Entführung aus dem Serail, Così fan tutte und Die Zauberflöte hinsichtlich ihrer kontrapunktischen Faktur und mit Blick auf ihre dramaturgische Funktion. Im Mittelpunkt der Analyse, die auch den kompositionsgeschichtlichen Kontext berücksichtigt, steht der Gesang der geharnischten Männer aus dem Finale des zweiten Aktes der Zauberflöte, eine innerhalb von Mozarts Bühnenschaffen singuläre Komposition

    Agnus dei

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    Komposition und Begleittex

    Radikale Echtzeit

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    Über einen Zeitraum von einem Jahr fanden sich Künstler*innen aus den Sparten Tanz, Musik, Video und Sprachkunst zusammen, um gemeinsame Ad-hoc-Werke entstehen zu lassen und diese in anschließenden Gesprächen und Interviews zu erforschen. Die Intention war es, dem Phänomen der Real Time Composition mit seinen verschiedenen Formen und Qualitäten näher zu kommen. Durch die konzentrierten Experimente mit Ingo Reulecke als Tänzer, den diversen Musiker*innen sowie Heike Gäßler als Sprachkünstlerin entstanden Performances von besonderer Intensität. Performance-led Research Als Untersuchungsansatz diente das Konzept 'performance-led research', kombiniert mit einem methodischen Vorgehen mittels Leitfadeninterviews mit den Agierenden. Durch die Vielfalt der Antworten ergab sich ein breites Spektrum von Ansichten und Einstellungen der Künstler*innen zu diversen Aspekten von Improvisation und Echtzeitkomposition. Wie wird etwas aus dem Moment heraus erschaffen, welche Bedeutung hat der Moment, wie stellt sich das gegenseitige Geben und Nehmen von Impulsen zwischen den Agierenden dar?Over a period of one year, artists from the art forms of dance, music, video and language art came together to create joint ad hoc works and to explore them in subsequent conversations and interviews. The goal was to find approaches to the phenomenon of the real-time composition with its forms and qualities. Through the concentrated sessions with dancer Ingo Reulecke and the various musicians as well as language artist Heike Gäßler, performances of a special intensity were generated. Performance-led research The concept of 'performance-led research' served as an investigative approach, combined with a methodical procedure by means of guided interviews with the performers. The variety of answers provided a wide range of views and positions of the artists in regard to various aspects of improvisation and real-time composition. How is something created from the moment, what significance does the moment have, how does the mutual giving and taking of impulses between the performers take place

    Journal

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    Ausgabe 17 (2022 Sommer

    Rhythmic Experience while Structuring Units of Action

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    While a standard definition of (musical) rhythm indicates that it consists of the duration of individual events of sound and silence, this paper suggests that rhythm consists of the units of events such as sounds, silences and bodily movements which are no preexisting formal objects that can be combined, but units of action that are constituted in the course of rhythmic experience

    The Mind is a Muscle – or: the Muscle is a Mind?

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    Tanz als eine sensorisch und mental grundierte Bewegungsorganisation zu verstehen, bildet den Kern von Stephanie Schroedters Überlegungen. Besondere Interesse gilt dabei jenem „Muskel-“ bzw. „Bewegungssinn“, auf dem bereits Émile Jaques-Dalcroze sehr hellsichtig insistierte, um Transformation von Klängen in raum-zeitlich und dynamisch differenzierte, „plastische“ Bewegungsgestaltungen zu schulen. Davon ausgehend verfolgt Schroedter die Spur der „Entdeckung“ unserer Kinästhesie in ihre Anfänge zurück – jener Sinn, der für die Wahrnehmung von Eigenbewegungen, aber auch für Eigenwahrnehmung über Bewegungen verantwortlich ist –, um sodann aus phänomenologischer Perspektive den Begriff eines „kinästhetischen Hörens“ als unmittelbare Verflechtung von auditiver Wahrnehmung mit (sichtbaren oder imaginären) Bewegungen zu etablieren

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