Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    Linie und Klang. Wechselwirkungen von kontrapunktischen und harmonischen Prinzipien in Sadko von Rimski-Korsakow

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    In der Märchenoper Sadko verwendet Rimski-Korsakow zur Darstellung der phantastischen Sphäre harmonische Mittel, die sich den Normen der Dur-Moll-Tonalität entziehen, darunter Klangfortschreitungen, die auf verschiedenen Formen der symmetrischen Oktavteilung beruhen. Sie erscheinen vorwiegend im Zusammenhang mit der Anwendung einer Ganzton-Halbtonskala (gelegentlich kombiniert mit einer Ganztonleiter) in der Melodie oder im Bass. Experimentelle Akkordfolgen fungieren in der Oper in Form von satztechnischen Modellen, bei denen das Lineare eine ebenso wichtige Rolle spielt wie das Vertikale. Dieser Text ist ein Versuch, die wichtigsten auf symmetrischen Zirkelsystemen basierenden harmonischen Modelle zu erfassen und ihre Verbindung mit den kontrapunktischen Prinzipien – sowohl auf der Stimmführungsebene als auch in Bezug auf die Satztechnik – systematisch darzustellen

    Über Intentionalität und Entwurfsdynamik

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    Der Entwurfsprozess als Semiose kann mit der Semiotik oder Zeichenlehre des Philosophen Charles S. Peirce genauer analysiert werden. Denn dann lässt sich Intentionalität zur kreativen Entfaltung im Verlauf des Entwerfens explizieren. Die Intentionalität soll als ästhetische bezeichnet werden, denn sie erlaubt die Entstehung des Neuen, und ist damit wichtiger Bestandteil der Entwurfsdynamik

    Wahrnehmung und Wissen

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    Wie ließe sich Wissen in Abhängigkeit von Wahrnehmung bestimmen, ohne auf eine Sinn stiftende Instanz zurückgreifen zu müssen, die sich als der Welt extern beschreiben lassen muss? Bietet die Arbeit Gilbert Ryles einen Einblick in die Schwierigkeiten, die ein solches Unternehmen birgt, so erlaubt sie auch, den Ansatz eines Perspektivwechsels zu formulieren: auf der Grundlage direkten „Zur-Welt-seins“ (Merleau-Ponty) erscheint Habitualisierung als die spezifische Zeitlichkeit eines Gedächtnisses (Bergson), das als ein konkret leibliches Wissen gedacht werden kann

    Heute denken, morgen fertig : Dilettantismus-Begriffe gestern und heute

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    Während der Dilettant im Konzept der klassischen Kunst zu einer peinlichen Figur erklärt wird, die bloß spielend agiert, ohne sich den Mühen und dem Ernst eines anstrengenden Studiums zu unterziehen, weshalb ihm die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten fehlen, wird der Dilettant im modernen Kunstbetrieb zu einem agent provocateur: Er lehnt sich gegen das Regime der notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten auf – und begrüßt das Unfertige, nicht-perfekte als Form des Neuen. Unter dem Motto ‚Gelerntes vergessen‘ entsteht so ein strategischer Dilettantismus, der anerkannte Kunstbegriffe in Frage stellt – und dadurch Kunst schafft

    Der Akt des Fotografierens als Performance: Vito Acconcis Twelve Pictures (1969)

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    Das Verhältnis zwischen Performancekunst und Fotografie wird in der Regel anhand einer Gegenüberstellung von fotografischen Dokumenten und fotografierten Ereignissen definiert. Die Frage, wie Performance-Fotos jeweils aufgenommen werden, spielt im Rahmen der theoretischen Reflexion dieses Verhältnisses kaum eine Rolle, wobei es hier einige wenige signifikante Ausnahmen gibt. Der vorliegende Beitrag behandelt künstlerische Positionen – im Fokus steht Vito Acconcis Performance Twelve Pictures aus dem Jahr 1969 –, die den Akt des Fotografierens als (Teil einer) Performance konzipieren und somit dessen Stellung innerhalb des Aufführungsgefüges in einem neuen, drängenden Licht erscheinen lassen

    (Re-)connecting embodied archives : Künstlerische Forschung im Zinda Naach-Kollektiv

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    Das verstreute Material, das die Tournee des Indischen Balletts der Leila Roy-Sokhey alias Madame Menaka 1936 bis 1938 durch Deutschland und Europa dokumentiert, ist die Grundlage der in diesem Beitrag dargelegten Überlegungen über das Ordnen, Präsentieren und die künstlerische Erforschung eines globalen und intersektionalen Ereignisses zwischen Deutschland und Indien. Die komplexen Prozesse der Begegnung, Aushandlung und Neukonfiguration von Wissen im transkulturellen Kontext sollen darüber hinaus Gegenstand einer künstlerischen Auseinandersetzung werden

    Transcription of the Round Table instituting/fleeing

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    The round table instituting/fleeing addresses collective practices as forms of resistance against power asymmetries – as activist strategies. It focuses on the entangled dynamics between fleeing and occupying the institution and the role institutional critique plays in these dynamics. We will map out our different collective practices by posing questions, such as: How can we understand the different ways the institution and the collectives are linked? How to create collectives within the institution? How can collectives flee or occupy the institution? Who can flee and where to? How do institutions appropriate and destroy collective structures

    Periphera : Fotostrecke

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    Die folgende Fotostrecke ist den scheinbaren Nebensächlichkeiten und Randphänomenen gewidmet – dem, was sekundär erscheint, was eine Situation aber ebenso beeinflussen kann wie ihr Erinnern

    anleiten

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    Eine Unterhaltung über die Kunst des Anleitens und das Ausüben von Anleitungen; mit einem Abstecher ins Programm der dritten Fernsehkanäle zu Vormachguru Bob Ross und dann noch zu Einblicken in eine aktuelle Sammelleidenschaft zum Thema Aufgabenstellungen und vermutlich ohne zu antworten: Lässt sich Kunst anleiten oder ist es gar (k)eine Kunst

    sein

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    Das Konzept von ‚Sein‘ kommt nicht ohne einen Verweis auf Martin Heideggers Buch Sein und Zeit aus. Bekanntester Ausdruck seines Werks ist das In-der-Welt-sein, welches die Situiertheit des Daseins beschreibt. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Heideggers Konzept des In-der-Welt-sein zu Donna Haraways Konzept des situierten Wissens verhält und umgekehrt

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