Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Szenographien des Wissens – Über kreative und poietische Prozesse
Ziel des Beitrags ist es, zu erläutern, welche Rolle die Szenographie als
spezifischer Ausdruck von Wissen im künstlerischen Prozess der
Weltaneignung und -erkenntnis spielt. In diesem Sinne ist der Titel
Szenographien des Wissens im Plural als vielschichtige Formen der
Wissensvermittlung zu begreifen, in der sich die Entwurfsprozesse der
Künste und Medien zu einem komplexen Erkenntnismodell der Welt ergänzen
bzw. überlagern
Julia und die Sonne
Julia und die Sonne ist ein poetischer Text; geschrieben für ein
Installationsprojekt, das unter der Regie von Anke Eckardt am 7. Februar
2013 auf der Tagung [Dys]Funktionalität klanglicher Gestaltung: von der
Militärmusik bis zum persönlichen Klingelton an der Humboldt Universität
in Berlin aufgeführt wurde. Er bezieht sich auf die Interaktion einer
solch poetischen Konstruktion und hält die Spannung zwischen Fiktion und
Realität, Funktion und Dysfunktion, zwischen alltäglichen und poetischen
Erlebnissen und besitzt daher einen experimentellen Charakter
The Past in Presence/In the Presence of the Past: Creating ‚Fair Play‘, a 3D Installation
For Issue 8 of wissenderkuenste.de, filmmaker Ali Kazimi has contributed
five images from an anaglyph version of his installation Fair Play. The
principle is simple: Each stereo image consists of a pair of images: one
for the left eye and the other for the right eye. All stereo viewing
systems seek to isolate the images, so the left sees only the one
intended for it, and the right sees the one intended for it. Our brain
creates the perception of a 3D image while viewing a 2D screen by fusing
these two slightly offset images together. Fair Play brings together all
strands of Kazimi’s research including stereoscopic 3D filmmaking,
stereoscopic 3D photographic history and images, as well as early
twentieth-century Canadian immigration history and colonialism
Haciendo Caras/Making Faces: Connecting Identity, Resistance, Art, and Spirituality
‘Looking Back Forward_Quip Nayr’ is based on the Aymara concept of time
and space called ‘qhip nayr’. As the Bolivian sociologist Silvia Rivera
Cusicanqui refers to it, ‘quip nayr’ is a way of looking into the past to
orient your path to the future. I use this concept to reflect on
processes of change, concerning language, identity and place. Expressing
identity on fabric recuperates my ancestors’ tradition from the Andean
region in Abya Yala (Latinamerica). The layering of textiles is inspired
by Gloria Anzaldúa, who uses fabrics as a synonym to talk about the
construction of identity in her concept ‘Haciendo Caras’
Transcription of the Round Table commoning/communing
What practices constitute the commons? What are the conditions of the
situated processes of commoning? What and how do we thereby learn? What
would constitute a new sense of sharing, distributing, partaking? And,
how can we take the idea of relationality seriously and institute
structures of reciprocity between art, academia, and activism? To address
these questions the round table commoning/communing brings together three
projects focusing on urban practices of commoning
bezeugen
Die Gefangenen und Entlassenen des Gefangenenlagers Guantánamo haben in
unterschiedlichen Formen von der Folter, ihrem Widerstand und Überleben
Zeugnis abgelegt. Die jüngsten Ausstellungen Ode to the Sea und
Guantánamo [Un]Censored haben die Frage dringlich gemacht, wie auch die
Kunstwerke der Gefangenen als Zeugnisse zu verstehen sind. Der Beitrag
diskutiert diese Frage am Beispiel einer unbetitelten Arbeit des bis
heute festgehaltenen Khalid Qasim. An ihr lassen sich die Mobilität von
Kunstwerken, ihre Autonomie vom bezeugenden Körper sowie ihre materielle
Intensität als Verfahren künstlerischer Zeugenschaft ausmachen
Die Zeichen der Auguren
Über Fluch und Segen von technologischen Entwicklungen
50 Projekte aus der Fakultät Gestaltung der UdK Berli
Von überall nach überall. Daubes Modulationstabelle und die Redundanz in der Improvisationspädagogik
Johann Friedrich Daube bietet in seiner Schrift Generalbaß in drey Accorden (1756) erstmalig eine Modulationstabelle von jeder Tonart in jede andere an. Daubes erklärtes Ideal ist es dabei, über wenige Zwischenschritte auch bei weit voneinander entfernten Tonarten einen für ›das Ohr‹ ansprechenden Übergang zu gestalten. Seine Herangehensweise verweist in Teilen auf spätere, funktionsharmonische Modulationskonzepte voraus, da systematisch der Quintsextakkord der vierten und der Septakkord der fünften Leiterstufe der Zieltonart erzeugt werden. Originell bis hin zur Skurrilität ist Daubes Verfahren der allmählichen Verwandlung der Klänge durch Einführung neuer Töne über liegenbleibenden Anteilen des Ausgangsakkordes, häufig im Widerspruch zu den gängigen Dissonanzbehandlungsregeln. Im Beitrag werden Daubes Modulationen in nahe und entfernte Tonarten erläutert und in den Kontext ihrer von Daube vorgeschlagenen Anwendungen beim Improvisieren von Präludien und im liturgischen Orgelspiel eingeordnet. Zum Schluss erfolgt eine Reflexion über Redundanzen und Tabellen in Lehrbüchern, die auf eine Didaktik des Auswendiglernens verweisen. Diese ist relevant für das Erlernen des Improvisierens, da eine Art musikalischer Wortschatz aufgebaut wird, der ohne weiteres Nachdenken verfügbar ist
Tonfelder in zwölftönigen und zwölftontechnischen Kontexten
Symmetrische oder regelmäßige Auf- und Verteilungen der Töne eines Tonfeldes auf die Ereignisse eines Tonsatzes dürfen als Beleg für die Behauptung gelten, dass eben diese Tonfelder durch die Komposition selbst artikuliert werden. Dieser Beleg ist in zwölftöniger oder zwölftontechnischer Musik deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil die ständige Nähe der zwölf Tonqualitäten einer Oktave ansonsten jedes Tonfeld anzunehmen erlaubte
Das Labyrinth auf dem Weg zum Schluss. Beobachtungen zur Genese der Schlussgruppe des 1. Satzes von Ludwig van Beethovens Eroica-Symphonie im Kontext der Skizzen
In diesem Text wird anhand der Skizzen die Genese der Schlussgruppe des 1. Satzes von Beethovens Eroica-Symphonie untersucht. Dabei lassen die unterschiedlichen Stadien des Skizzierungsprozesses erkennen, dass Beethoven von einem einfachen Gerüst ausging, welches er im Lauf des Kompositionsprozesses in einen komplexen, von retardierenden Momenten und Abschweifungen durchsetzten musikalischen Verlauf überführte. Die Ideen, durch welche (vor allem harmonische) Mittel dies geschehen sollte, standen dabei schon früh fest, nicht aber, an welchen Stellen diese Mittel zum Einsatz kommen sollten. Der Blick in die Werkgenese macht das Spezifische der Dramaturgie dieses Formteils deutlich. Denn Beethoven hat den Punkt, an dem Unerwartetes passiert, immer weiter nach hinten verschoben. Je näher wir dem Ziel kommen, desto mehr gerät zuletzt die Musik gleichsam ins Stocken und (scheinbar) auf Abwege