Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Ethnizität im Musikunterricht?
Wie kann die Musikpädagogik mit Ethnizität als einer in der
Unterrichtspraxis anzutreffenden Identitätsdimension umgehen? Innerhalb
der Interkulturellen Musikpädagogik besteht gegenwärtig die Tendenz,
Ethnizitätskonstruktionen zur Beschreibung von Jugendlichen und
Jugendmusikkulturen aufgrund ihres essentialisierenden und exkludierenden
Charakters zu nivellieren oder zu vermeiden. Die Analyse einiger
Gruppendiskussionspassagen mit Jugendlichen zu ihrer Rezeption von
arabesk-Musik kann dagegen aufzeigen, dass der Dimension Ethnizität als
Orientierungsrahmen ihrer eigenen musikbezogenen Identitäten eine
zentrale Bedeutung zukommt. Mit Paul Mecherils Migrationspädagogik lässt
sich das Thema Ethnizität im Musikunterricht multiperspektivisch denken
Gelehrtensteine : Eine Arbeit von Su-Ran Sichling mit einem Textbeitrag von Nikolai Brandes
Ausgehend von der asiatischen Tradition der Gelehrtensteine lotet Su-Ran
Sichling das Verhältnis von Natur und Kultur aus. In ihrer
Auseinandersetzung mit den Werkstoffen der Nachkriegsmoderne,
insbesondere Terrazzo und Waschbeton, beobachtet sie Bezüge zwischen der
Pseudonatürlichkeit der Materialien und der Pseudonatur einer Geschichte
der BRD, die sich erst langsam als Einwanderungsland zu verstehen
beginnt. Dabei fragt ihre Arbeit auch, inwieweit sich ein sinnlicher,
materialitätsbetonter künstlerischer Ansatz mit einer Agenda der artistic
research verträgt, die im Zusammenhang mit dekolonialen Debatten Inhalte
häufig gegenüber der Form privilegiert
Collective Practices in Arts and Activism: An Auto-biographical Approach
What are the reasons behind a newfound popularity of collectives within
art economies? Could it be that collective practices are a necessary
answer to the challenges faced by (creative) workers in late capitalist
society? To reflect these questions, we take this text as a starting
point to try to critically assess our own personal history as an internetbased
research collective
Weiterdenken: Zur Dokumentation von Performer_innen und anderen Akteur_innen im Theater
FAKTEN SCHAFFEN am 27.11.2016: Die Moderatorin und Autorin dieses
Artikels fragt die Gäste auf dem Podium, wie die spezifische
Körperlichkeit der Theaterakteur_innen in ein Archiv Eingang finden kann
und bekommt die Antwort: „Gar nicht!“ Mit dieser zwar zutreffenden, aber
nicht zufriedenstellenden Antwort begann eine Spurensuche nach Ansätzen,
wie die Darsteller_innen des Theaters zu dokumentieren seien. Welche
Konzepte gibt es? Welche Besonderheiten bestehen für die Dokumentation
von Performer_innen im Gegensatz zu Schauspieler_innen
reflektieren
Das Zurückwerfen, Widerspiegeln, in der Darstellung Überprüfen oder
Reflektieren einer Erscheinung ist tief in der Kunst verwurzelt, in deren
langer Geschichte immer wieder neue Antworten auf die Fragen, was wie
dargestellt und hinterfragt wird, gefunden wurden. Anhand der
zeitgenössischen performativen Künste und ihrer Probenprozesse wird das
Reflektieren als Mittel der Selbstbefragung der Künste und der
Herstellung künstlerischen Wissens untersucht
modellieren
Während es zahlreiche wissenschaftlich-theoretische Untersuchungen zum
Modell gibt, findet sich das Modellieren zumeist eher in praktischen
Anleitungen für Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen. Der Vortrag
versucht sich an Überlegungen zu der produktiven Spannung zwischen dem
Verschwimmen von Modell(gegenstand) und der Praxis des Modellierens
einschreiben
In meinem Dissertationsprojekt zu polnischen Künstlerinnen der 1970er
Jahre untersuche ich Strategien zur Herausarbeitung eines spezifischen
Künstlerinnenbildes. In Anlehnung an aktuelle Forschungen zur
Emanzipation im Staatssozialismus frage ich, inwiefern sich die Praxis
der Künstlerinnen in den historischen Diskurs feministischer Kunst
einschreibt oder aber diesen neu justiert
Unfassbar schön. Musikalische Ästhetik im Tonsatzunterricht
Der vorliegende Text betrachtet die Problematik, dass ästhetische Aspekte im Tonsatz- und Analyseunterricht zwar von großer Wichtigkeit, sie aber nur schwer zu verbalisieren und zu vermitteln sind. Bezugnehmend auf Immanuel Kants Erkenntnistheorie werden die Ursprünge ästhetischer Urteile reflektiert. So soll ein Bewusstsein für die dargestellte Problematik geschaffen werden. Anhand methodischer Überlegungen möchte der Beitrag im Folgenden dazu ermutigen, ästhetische Kriterien in die Korrektur von Tonsatzaufgaben mit einfließen zu lassen
DRAFTS#3
DRAFTS#3 invited more than 80 designers, design researchers, and design students to discuss the role of artifacts in research and design activities within disciplines such as fashion, textile, and interaction design through the means of two exhibitions and one symposium.
A cooperation between the Swedish School of Textiles – University of Borås and designtransfer – UdK Berlin