Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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›Metrikspiele‹ in Haydns Symphonie-Menuetten
Analysiert werden die Anfänge aus Haydns Symphonie-Menuetten Nr. 5, 65, 77 und 81. Der Fokus liegt auf prägnanten ›Spielen‹ bzw. ›witzigen‹ und dissonanten Gestaltungen von Rhythmus und Metrum. Die Analysemethoden sind eine flexible Kombination moderner, seit den 1970er Jahren diskutierter Theorien für Rhythmik und Metrik (v. a. Lerdahl, Temperley, Hasty, Mirka, Petersen, Swain); das Ergebnis sind vier annotierte
Partituren, die in ihrer Wortkargheit Schenker-Analysen ähneln
Rhythm in “Old School” and Contemporary Eurhythmics Considerations on learning rhythm in the context of movement
Marianne Steffen-Wittek initially concentrates on theoretical concepts of rhythm with special reference to texts by the founder of eurhythmics Émile Jaques-Dalcroze, and corresponding writings by Henrietta Rosenstrauch. As music educators, their writings provide a deep insight into the analysis of difficulties in the realisation of rhythms and ways to overcome them. The following selection of current theoretical concepts of eurhythmics in Germany shows in particular an intensified view of the connection between perception and movement and its (still to be further researched) effects on pedagogical and artistic activity. Rhythm theory and research in rock, pop, jazz and groove-based music is a relatively young field. In her remarks on groove and swing in jazz music, Steffen-Wittek refers to Mark Russell Doffman, whose embodied concepts can be important material for jazz-oriented rhythm teaching. She develops practical examples and connects them with the complex theoretical concept of eurhythmics by Holmrike Oesterhelt-Leiser
Speculative Co-design of Future Learning Environments
Hybrid conferences and events are becoming the norm and even after the pandemic, a majority of students are asking for hybrid education as a permanent format at universities. In parallel, hybrid learning, which allows participants to connect on-site or digitally, means greater logistical and cognitive effort for educators, as well as active, participatory support by students. In the wake of these newly emerging learning cultures, it is vital to design them sustainably and critically reflect their impact. In this workshop, participants are invited to co-design future learning artefacts and practices. The workshop is conceived as a playful participatory design format in which the relationship between technology, pedagogy and future skills will be reflected and translated into provocative future artifacts. Whether your interest lies in emerging technologies, education, future design or sustainability, your views and expertise are welcome. This workshop is framed within the overarching question of "how hybrid learning spaces can be designed sustainably?" and within the larger context of the third-party funded project "InKüLe - Innovationen für die Künstlerische Lehre" at the UdK Berlin. The project InKüLe aims to develop and implement digital/hybrid forms of education using emerging technologies as well as interdisciplinary teaching and learning formats, as well as critically reflect their impact. The workshop results, therefore, contribute to the extensive discourse of the UdK Berlin and its university network of the Stiftung Innovation in der Hochschullehre
In der Pose wird der Körper zum Artefakt : Das kanonische Wissen um die Vollkommenheit des Doryphoros
Akademien – fotografische Aktstudien aus der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts – dienten als Künstlervorlage und Lehrmaterial für den
Zeichenunterricht. In der körperlichen Präsentation der Aktkörper im
Atelier sind dabei Wissensstrukturen rekapituliert worden, die bereits
innerhalb der antiken Bildhauerei als kanonisches Wissen begründet worden
sind
Darbovens Dinge
Was passiert mit Dingen, die aus einem Privatraum in den öffentlichen,
musealen Raum geraten? Ein prominenter aktueller Fall gibt Anlass den
Transfer vom Haushaltsobjekt zum Kunstobjekt zu bedenken. Was vor sich
geht, wenn Alltagsdinge Kunst werden, ist allein aus einer Perspektive
des ready made nicht zu begreifen
Modelle thermischer Behaglichkeit
Oftmals wird thermische Behaglichkeit in Gebäuden als eine für den
architektonischen Entwurf nachrangige Eigenschaft betrachtet, da sie mit
zusätzlicher Gebäudetechnik leicht umsetzbar zu sein scheint. Modelle,
welche Zusammenhänge zwischen Klima, Gebäude und Mensch abbilden, können
helfen, Behaglichkeit als Faktor schon während des Entwurfsprozesses zu
stärken und damit primär architektonische Lösungen, also Lösungen mit
möglichst wenig additiver Gebäudetechnik, zu klimatischen Entwurfsfragen
zu ermöglichen. Unterschiedliche Entwurfswerkzeuge, Technologien und
Strategien werden in der Planung von Gebäuden eingesetzt. Unabhängig
davon bleibt die Frage, wie ein Gebäude optimal für das Klima seiner
Umgebung und die erforderliche Nutzung gestaltet werden kann, für die
Umsetzung einer architektonischen Lösung relevant. Modelle zur Bewertung
der zu erwartenden Behaglichkeit innerhalb des Gebäudes ermöglichen
hierfür ein Verständnis über Auswirkungen und somit Sinn und Nutzen
verschiedener Entwurfsvarianten in einem frühen Stadium des Entwerfens
Medienreflexion im Kippmoment: Axonometrisches Modell für Peter Eisenmans House X
Inwiefern vermag ein Modell unsere Wahrnehmung so zu irritieren, dass wir
sowohl das entsprechende Objekt als auch unsere eigene Wahrnehmung zu
überdenken beginnen? Anhand von Modellen aus der architektonischen und
kinematografischen Praxis wagen die beiden Autorinnen Stefanie Bräuer und
Sarine Waltenspül ein Schreibexperiment: Ausgehend von gemeinsamen Thesen
befragen sie die Modelle nach ihrer aktiven Rolle in Produktions- und
Reflexionsprozessen. Sie leiten ihre Texte mit einer gemeinsam
formulierten Fragestellung ein und gleichen ihre jeweiligen Befunde in
einem zusammen verfassten Schlussteil ab
Textile Lektionen
Mit der Sámi Artist Group stellt die documenta 14 eine wegweisende
Künstlerformation der arktischen indigenen Bevölkerung der Samen aus. In ihrer komplexen Formensprache und den ungewöhnlichen Materialien verweben sich Geschichte und Gegenwart in besonderer Weise
Weiterdenken : An/zu den Filmen von John Smith
Dokumentarische Praktiken sind mit medialen Transfers verbunden.
Wahrnehmungen und das Nachdenken über das Wahrgenommene werden dabei in
eine andere Form gebracht. Julian Bauers Beschreibungen von den Filmen,
die John Smith im Rahmen von FAKTEN SCHAFFEN präsentierte, transferieren
zum einen die Filme und zum anderen die durch sie im Nachhinein
ausgelösten Gedanken, Fragen und Thesen in Schrift und laden zum Mit- und
Weiterdenken daran ein
On Smuggling as Strategy and the Possibility of Decolonizing the Curatorial
Looking at examples of presenting practices in Berlin and Toronto, this
essay sketches the difficulties that arise when embarking on a curatorial
practice with a decolonial impulse. This text is a partner to “On
Smuggling and Drawing. A Conversation in Blocks”, a dialogue between
curator Juana Awad and artist Luisa Ungar, written in 2020 and appearing
in the publication Künste dekolonisieren. Ästhetische Praktiken des
Lernens und Verlernens (edited by Julian Bauer, Maja Figge, Lisa
Grossmann, Wilma Lukatsch; Berlin, Transcript Verlag, forthcoming.)
But while the dialogue focuses on Ungar’s creation process of the over
one hundred original drawings intervening throughout the publication,
this essay brings to the forefront Awad’s questions about, and
experiences and observations with the mingling of the curatorial and the
decolonial, from her perspective as a curator and cultural worker