Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    Teilen und Lernen am Beispiel der Lecture Performance G20

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    Am Beispiel unserer Arbeit an der Ausstellung und Lecture Performance G20 reflektieren wir, was Teilen und Lernen im interdisziplinären Zusammenarbeiten zwischen einem Künstler und einer Wissenschaftlerin bedeuten kann: was haben wir gemeinsam gelernt, was haben wir als Einzelne gelernt? Welche Arten des Teilens haben funktioniert, wo bestehen Brücken zwischen dem jeweilig Eigenem (was immer das ist) und wo bleiben Lücken? Wir stellen zunächst den Prozess in einem gemeinsamen Textteil dar und teilen die Reflektion in je eigene Textteile auf. Zum Abschluss suchen wir wieder eine gemeinsame Sprech- bzw. Schreibposition. Dabei reden wir notwendigerweise aus der Position von Produzent*innen und nicht als Rezipient*innen

    Transcription of the Round Table assembling/disseminating

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    What are recent examples of practices in which ‘assembling’ and ‘disseminating’ reconfigure agencies, resources, affects and information to give rise to new forms of collectivities? This round table brings together Björn Heerssen and Noel David Nicolaus from the interdisciplinary collective Clusterduck, and sociologist Serhat Karakayali to ask about the relationships and interdependencies between ‘assembling’ and ‘disseminating’ as constitutive mechanisms in processes of collectivization. How do agencies, resources, affects and information elevate processes of creating collective feelings? Together we discuss how ‘assembling’ and ‘disseminating’ take shape in each example, leading to different forms of collectivities; what practicable mechanisms, interfaces and infrastructures come into play; and how do these two instances approach possibilities of collective interaction in terms of ‘sharing’ and ‘learning’

    listening / zuhören

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    Listening appears as a research strategy: listening to remember, to resonate, to fill the gap, to unpack, to participate, to endeavour, to write, to read, to represent, to witness, to change, to resist, to learn, to un-learn, to dream, to imagine, to meditate, to fall, to question, to reveal, to travel, to envision, to feel, to wonder, to ask, to think, to navigate, to dig, to bind, to murmur, to say loud, to share, to commit, to repair, to speak out, to meet, to hear, to dwell … in becoming

    schreiben

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    Schreiben ist eine verkörperte Wissenspraxis. Unübersehbar ist das im Werk Hélène Cixous’, wo Denkbewegungen des Körpers in jene des Texts übergehen. Der Beitrag spannt den Bogen zwischen zwei Essays aus den Jahren 1975 und 2020. Hier beginnt Schreiben mit dem Schreien, wodurch besonders die akustischen Dimensionen der Schrift, des Lesens und des Schrei…bens wahrnehmbar werden

    listening / zuhören

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    Der Beitrag problematisiert die Diskrepanzen zwischen einem noch von romantischer Subjektivität charakterisierten „Zuhören“ und einem aktuellen Verständnis, welches sich bisher trotz deutlich verlagerter Paradigmen in zeitgenössischer Musik nicht unbedingt in den Standards musikalischer Ausbildung durchgesetzt hat. Erst die jüngste musikwissenschaftliche Vergangenheit unterzieht implizite Normen von Zuhören einer kritischen Revision. Am Beispiel hörend-reaktiven Verhaltens in Vinko Globokars Orchesterkomposition Concerto Grosso (1969/75) wird versucht, Formen des Zuhörens im Kollektiv als eher produktive denn rezeptive Handlungsmodi zu identifizieren mit der Aussicht, diese auf ältere Repertoires zurückzuspielen

    kartieren / mapping

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    Kartiert – oder „gemappt“ – wird heute fast alles, wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass Relationen beim Verständnis von Orten oder Sachverhalten eine Rolle spielen. Mentale und materielle Karten sind zum Inbegriff der Vorstellung von Netzwerken geworden, seien sie räumlicher oder anderer Natur. Ausgehend von einer sehr alten Praxis der zweidimensionalen Notation von Gelände, Geschichte und Gesellschaft, lässt sich am Kartieren / Mapping sehr gut beobachten, wie eine Form der (u. a. künstlerischen) Visualisierung von Räumen aller Art Wissensbestände konstruiert

    Farming the Uncanny Valley

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    Veränderungen wie der Klimawandel oder der Verlust von Artenvielfalt führen uns deutlich vor Augen, dass wir unsere Handlungsroutinen grundlegend verändern müssen. Die Herausforderung dieser Transformationsprozesse liegt für den Einzelnen wie auch für Gemeinschaften und etablierte Organisationsstrukturen in der Überwindung von Komfort-Zonen im Angesicht von Ungewissheit. Ebenso die Komplexität wissenschaftlicher Erkenntnisse stellt uns vor eine große Aufgabe. Informationen müssen immer wieder verglichen, aufbereitet, zugänglich gemacht und mit der Alltagsrealität verknüpft werden, um auf dieser Grundlage gemeinsam unsere Zukunftsvorstellungen aushandeln zu können. Worüber müssen wir als Gesellschaft eigentlich reden? Wie können wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam Handeln? In dem Projekt “Farming the Uncanny Valley” haben wir durch eine künstlerische Herangehensweise Methoden entwickelt, um Brücken zwischen akademischem Wissen und Alltagserfahrungen zu bauen sowie das eigene Handeln und Denken zu hinterfragen. Dabei bilden situative Erfahrungen die gemeinsame Grundlage für Lernerfahrungen, Selbstreflektion und gemeinschaftlichen Austausch. Dieses Buch zeigt anhand konkreter Beispiele und Praxiserfahrungen unser methodisches Vorgehen sowie die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem Thema der Bioökonomie.Changes such as climate change or the loss of biodiversity make it clear to us that we have to change our routines of action fundamentally. The challenge of these transformation processes lies in overcoming comfort zones in the face of uncertainty for the individual as well as for communities and established organizational structures. The complexity of scientific knowledge also implies a major task. Information has to be compared, processed, made accessible and linked to everyday reality over and over again in order to be able to jointly negotiate our ideas for the future on this basis. What do we as a society actually need to talk about? How can we join forces and act together? Within the project “Farming the Uncanny Valley”, we used an artistic approach to develop methods to build bridges between academic knowledge and everyday experiences to question our own actions and thinking. Situational experiences form the common basis for learning experiences, self-reflection and exchange. This book shows our practical experiences and methodical approaches resulting from dealing with the field of bioeconomy

    Contrapunti in frotta. Gruppenimprovisation nach Quellen des frühen 17. Jahrhunderts

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    Anhand von Traktaten von Lodovico Zacconi, Rocco Rodio und Adriano Banchieri rekonstruiert der Beitrag eine Improvisationspraxis, die in der Kirchenmusik in Italien im frühen 17. Jahrhundert eine prominente Rolle gespielt hat. Didaktische und methodische Überlegungen skizzieren daraufhin Einstiegsübungen im improvisierten Kontrapunkt im Rahmen der Hochschullehre sowie in vor- und außerhochschulischen Bereichen, die an diese Praxis anknüpfen

    Stockend-Rasende Zeit. Wahrnehmung und Interpretation von Beethovens späten Streichquartetten

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    Ein sachlich analytischer Zugang zu den späten Streichquartetten von Ludwig van Beethoven wurde uns oft wegen werkimmanenter Besonderheiten wie auch wegen der Historie der Werkbehandlung zumindest teilweise verwehrt. In diesem Beitrag versucht der Autor ausgehend von unmittelbaren Hörerfahrungen und satztechnischen Gegebenheiten sich den Werken analytisch anzunähern. Dabei konzentriert sich der Beitrag auf die zwei werkübergreifenden Aspekte, Modulation und Textur, an welche eine umfassende Analyse von op. 127/1 anschließt

    Zwischen Kunst, Wissenschaft und Pädagogik. Positionen musiktheoretischer Fächer im hochschulischen Kontext

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    Der tiefgreifende Wandel, den das Erscheinungsbild des Faches Musiktheorie in den letzten 40 Jahren durchlaufen hat, kann einerseits auf eine Reihe von – administrativen, hochschulpolitischen und inhaltlichen – Ursachen zurückgeführt werden. Andererseits erkennt man zugleich bemerkenswerte Parallelen zur Situation im 19. Jahrhundert, als ein dezidiert bildungsbürgerliches Selbstverständnis der Disziplin entstand

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