Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Kanon und Echo. Zu den kontrapunktischen Dispositionen der Fuge in f-Moll BWV 857
Anhand der Imitationsstrukturen in der Fuge in f-Moll BWV 857 verfolgt dieser Beitrag mögliche Spuren der primär vokal dominierten Kanontheorie und -praxis des 17. Jahrhunderts. Dabei erschließen sich Funktionen von Kontrapunkt, die weniger mit motivisch-thematischer Arbeit als mit bestimmten Klang- und Raumvorstellungen. Parallelen zu italienischen Quellen wie Rocco Rodio und Athanasius Kircher sowie zu potentiellen Vorlagen in offen- oder latent doppelchöriger Musik von Orlando di Lasso verleihen hypothetischen Überlegungen über Kontrapunkt als Klangkunst im Barock eine gewisse Plausibilität
Folded electronic textiles : weaving, knitting, pleating and coating three-dimensional sensor structures
This article reports findings from a one-month design research project in which four textile and fashion designers engaged in collaborative exploration of technical and artistic knowledge inherent in folds and folding. They experimented with textile technologies and construction methods to design, fabricate and analyze three-dimensional dynamic materiality in electronic textiles (e-textiles). The focus was on sensor structures achieved by knitting, weaving, pleating and coating techniques. The analysis of measurements of electrical resistance between one and 36 sensing areas per sample demonstrate the added value of folds integrated into textile sensor structures. The authors discuss types of folding and their aesthetic, textural and sensorial advantages. Detailed information on design, fabrication and experimental results is provided in supplementary materials to the article
Postapokalyptische Landschaft im Videogame The Last of Us 2 : Figuren und Städte in Ruinen
Diese Masterarbeit wird die Konstruktion und Symbolik der postapokalyptischen Landschaft im Videospiel The Last of Us Part 2 diskutieren. Meine Forschung zielt darauf ab, die Art und Weise zu hinterfragen, in der post-apokalyptische Landschaften in TLoUP2 politische und ideologische Aussagen machen.
Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile: den theoretischen Teil und die künstlerische Produktion.
Im theoretischen Teil werden Standbilder und Gameplay als Primärquellen dienen. Das
sekundäre Quellenmaterial umfasst Spielwissenschaft und Medienquellen. Anschließendwerde ich meine künstlerische Forschung vorstellen: eine Beschreibung meines Prozesses, meine Interpretation und die vorgesehene Ausstellung.
Im ersten Teil kontextualisiere ich Landschaften und Postapokalypsen in Videospielgenres. Dann untersuche ich den kargen Spielkontext von TLoUP2: die realen und imaginären Orte, die das Spiel inspiriert haben. Durch eine postkoloniale Perspektive betrachte ich implizite Behauptungen über Gewalt, Moral und Gesetzlosigkeit. Welche Rolle spielt die Landschaft bei der Rechtfertigung von Gewalt? Was hat die Zerstörung der Zivilisation mit den Ideologien der heutigen Welt zu tun?
Im zweiten Teil konzentriere ich mich auf einen Ausschnitt aus meinem Spiel, um die
Darstellung von Flora und Fauna zu diskutieren, die die städtischen Ruinen übernehmen.
Anhand von zwei Konzepten - “Pathetic Fallacy” und Ruinenlust - werde ich den
erzählerischen und politischen Zweck der Natur erörtern. Was sagt die Natur im Spiel über die Figuren aus? Was sagt die Landschaft über unsere Sehnsüchte, aber auch Ängste als Zuschauer aus? Schließlich werde ich die Idee des Überlebens untersuchen; für die Figuren in der Handlung, aber auch die Auswirkungen, die es über das Spiel hinaus hat.
Im dritten Teil werde ich schließlich meine Recherchen zusammenführen und Animationen und Collagen erstellen. Ich werde verschiedene digitale Technologien einsetzen, darunter 3D-Scans, DALL-E und das Programm TouchDesigner. Ich werde abstrakte Simulationen der Postapokalypse mit Bezug auf meinen eigenen Kontext in Berlin erforschen. Ich hoffe, die Bedeutung postapokalyptischer Landschaften und ihre vermeintliche Ästhetik kreativ zu hinterfrage
Denken (mit) der Kunst oder : Was ist ein theoretisches Objekt?
Was mag das sein, ein theoretisches Objekt? Und was bedeutet es,
kunsthistorische Gegenstände als theoretische Objekte in Anspruch zu
nehmen? Der Text erläutert den Begriff und skizziert Grundzüge dieses
methodologischen Ansatzes. Dabei wird die Notwendigkeit betont, Kunst und
Theorie in der kunsthistorischen Analyse in einen wechselseitigen Dialog
zu versetzen. Es geht um die Möglichkeit, sich einem Denken (mit) der
Kunst zu nähern
Der Akt des Fotografierens - Ein performativitäts-theoretischer Blick auf die Häuser Mattern und Moll von Hans Scharoun
Im OEuvre des Architekten Hans Scharoun lässt sich ab den 1930er-Jahren eine besondere und spezifische Art der Fotografie ausmachen. Hinter diesen Fotografien liegt dabei weit mehr – zum Teil Brisantes –verborgen als ihnen beim ersten Anblick anzusehen wäre. Anhand der Häuser Mattern
und Moll werden diese Fotografien im vorliegenden Text untersucht. Dabei soll gezeigt werden, inwieweit ein Blick auf den Akt des Fotografierens und damit auf die Fotograf_innen sowie auf die an der Fotografie
beteiligten Personen im „Dickicht der Kulturobjekte“(Flusser) sich für eine performativitätstheoretische Perspektive auf die Fotografien
produktiv machen lässt
Fotografische Zurichtung privater Dinge : Einige Überlegungen zur Publikation Akram Zaatari. Earth of Endless Secrets
Erzählen private Notizbücher, Tonbandkassetten und Fotografien
Geschichten? Oder berichten gesammelte Früchte und Steine vom Krieg? Der
libanesische Künstler Akram Zaatari transformiert scheinbar belanglose
Dinge zu Bedeutungsträgern
Memoirs of Saturn
In a set of para-fictional texts which interweaves the life of cultural
historian Dr. Shahidul Zaman with key moments in the ruptured history of
Bangladesh, the artist Omar A. Chowdhury, builds a reflexive mirror to
examine the nature of memory, of historiography, and the processes of the
art system. Recounting the history of an exhibition that was censored and
closed down in Dhaka in 2016, Chowdhury constructs a narrative that
doubles back on itself along multiple axes of the personal and public as
he and Dr. Zaman delve into the uncertainties in the presentation of
identity, the recollection of history, and the compromises of political
commitment
06.02.2017 Aufzeichnen und Vermitteln darstellender Kunst durch Dokumentationen
Wie lassen sich Theater und Tanz als ‚flüchtige‘ Künste dokumentieren und archivieren? Welche Bedeutung haben Dokumente für die Reflexion und Vermittlung von Tanz- und Theaterereignissen? Wir haben Virginia Thielicke und Franz Anton Cramer eingeladen, über das Aufzeichnen und Vermitteln von Tanz- und Theaterkunst zu sprechen. Während Virginia Thielicke im Rahmen eines erfahrungsorientierten Rezeptionsverfahren für die Theaterpädagogik Dokumente als Antworten auf zeitgenössische
Theaterproduktionen betrachtet, stellt Franz Anton Cramer Strategien der Dokumentation und Archivierung in Tanz und Performance anhand von Befunden aus dem Forschungsprojekt „Verzeichnungen“ (2012-2015) vor
wissen
Das Wissen der Künste ist ein Verb – aber was für ein Verb? Am Beginn des
Graduiertenkollegs vor neun Jahren stand die Frage nach dem Wissen der
Künste und es war von impliziten, von habitualisierten, von
inkorporierten, von prozessorientierten u. a. Formen des Wissens die
Rede. Nun stehen am Ende der Kollegarbeit eine verb list und die These:
Das Wissen der Künste ist ein Verb! Ein kleiner, kursorischer Abriss
einer Kunstgeschichte der verb list möchte dazu beitragen, das Wissen der
Künste in Verben – und vermittelt darüber auch das Verb „wissen“ –
genauer zu charakterisieren