Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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    Anzeiger der Universität der Künste Berlin

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    5/2025 vom 31. Juli 202

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    6/2025 vom 30. September 202

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    8/2025 vom 31. Oktober 202

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    Ausgabe 31 (2025, Winter

    Anzeiger der Universität der Künste Berlin

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    10/2025 vom 19. Dezember 202

    From Garment to Guardian: Investigating Clothing’s Role as Psychological Defense Against Existential Threats so as to Establish the Field of Empirical Clothing Psychology

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    While the psychology of clothing has been theorized since the late 19th century by figures suchas William James, John Carl Flügel, and Georg Simmel, empirical (social) psychology has largelyoverlooked clothing behavior as an essential research subject. This dissertation aimed to bridgethis gap by exploring how clothing fulfills not only the practical purpose of protecting the materialbody physically but also a psychological function as armor against the adverse mentalconsequences of existential threats, such as mortality anxiety.Clothing’s origin is twofold: It emerged over 170,000 years ago as a practical solution toshield the body from environmental threats such as the cold andsimultaneously evolved as a medium for conveying humans’ social identity, such as their clanmembership, or gender. Interlacing fashion history, psychoanalysis, and socialpsychology, this dissertation proposed that clothing’s dual functions provide psychologicalprotection from the adverse mental consequences of existential threats. Therefore, it washypothesized that individuals manage existential threats vestimentarily by increasing (a)physically protective clothing (e.g., wearing more clothing layers) and (b) in-group prototypicalclothing (e.g., wearing more gender-typical clothing).This hypothesis was tested through three studies employing a mixed-methods approach.Two field studies analyzed clothing behavior in social media posts during highly and lessthreatening periods of the COVID-19 pandemic (Study 1; N = 336 images) and Russia’s war onUkraine (Study 2; N = 248 images). These studies were complemented by an online experimentassessing behavioral intentions toward wearing protective and in-group prototypical clothingfollowing supraliminal priming of existential threat (Study 3; N = 248). Overall, resultsdemonstrated that, under high existential threat, individuals adjusted their clothing with regardsto physical protection (i.e., increased preferences towards wearing more layers of clothing inwomen, decreased preferences in men; Study 3) and in-group prototypicality (i.e., more gendertypicalclothing choices in women and men; Studies 1 and 2).The findings were discussed through the lens of Terror Management Theory, psychoanalytic theory, and evolutionary psychology, offering an interdisciplinaryperspective on the dual defense structure of clothing. By showing how clothing acts as both aphysical and psychological shield, this dissertation advances the understanding of human terrormanagement, provides a novel look at adaptive fashion consumption during crises, andrevitalizes the field of empirical clothing psychology. Practical implications were discussed, suchas re-designing protective attire for vulnerable populations, such as first responders, soldiers,and patients facing life-threatening medical procedures, by balancing physically protective andin-group prototypical clothing features for women and men. This dissertation laid the groundworkfor building a comprehensive theory of clothing psychology while inspiring further empiricalstudies into the psychological role clothing plays in human life.Obwohl die Psychologie der Kleidung bereits seit dem späten 19. Jahrhundert von Denker*innen wie William James, John Carl Flügel und Georg Simmel theoretisch erörtert wurde, hat die empirische (Sozial-)Psychologie das Kleidungsverhalten bislang weitgehend als zentrales Forschungsthema vernachlässigt. Diese Dissertation zielte darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem untersucht wurde, wie Kleidung nicht nur dem praktischen Zweck dient, den materiellen Körper physisch zu schützen, sondern auch eine psychologische Funktion erfüllt – als symbolisches Schutzschild gegenüber den negativen mentalen Folgen existenzieller Bedrohungen, etwa Todesangst. Die Ursprünge des Bekleidungsverhaltens sind zweifacher Natur: Kleidung entstand vor über 170.000 Jahren als praktische Lösung zum Schutz des Körpers vor Umweltgefahren wie Kälte (Toups et al., 2011) und entwickelte sich gleichzeitig zu einem sozialen Kommunikationsmittel, etwa zur Markierung von Gruppenzugehörigkeit oder Geschlecht (Jablonski, 2008). Durch die Verflechtung von Modegeschichte, Psychoanalyse und Sozialpsychologie wurde in dieser Arbeit die These aufgestellt, dass die duale Funktion von Kleidung auch psychologischen Schutz vor den mentalen Folgen existenzieller Bedrohungen bietet. Es wurde daher die Hypothese formuliert, dass Menschen existenzielle Bedrohungen vestimentär verarbeiten, indem sie (a) physisch schützende Kleidung (z. B. das Tragen mehrerer Kleidungsschichten) und (b) in-group-prototypische Kleidung (z. B. stärker geschlechtstypische Kleidung) verstärkt tragen. Diese Hypothese wurde im Rahmen von drei Studien mit einem Mixed-Methods-Ansatz überprüft. Zwei Feldstudien analysierten das Kleidungsverhalten in Social-Media-Beiträgen während unterschiedlich bedrohlicher Phasen der COVID-19-Pandemie (Studie 1; N = 336 Bilder) und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine (Studie 2; N = 248 Bilder). Ergänzend wurde eine Online-Studie durchgeführt, in der Verhaltensintentionen in Bezug auf das Tragen schützender und in-group-prototypischer Kleidung nach supraliminaler Aktivierung existenzieller Bedrohung gemessen wurden (Studie 3; N = 248). Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass unter hoher existenzieller 2R. G. Baitz: Antrag auf Englischsprachige Dissertation u. Disputation 22. April 2025 Bedrohung Anpassungen im Kleidungsverhalten erfolgen – sowohl im Hinblick auf physischen Schutz (z. B. erhöhte Präferenz für mehr Kleidungsschichten bei Frauen, verringerte Präferenz bei Männern; Studie 3) als auch auf Ingroup-Prototypikalität (z. B. stärker geschlechtstypische Kleidung bei Frauen und Männern; Studien 1 und 2). Die Ergebnisse wurden im Lichte der Terror-Management-Theorie (Greenberg et al., 1986), der psychoanalytischen Theorie und der evolutionären Psychologie diskutiert und bieten eine interdisziplinäre Perspektive auf die duale Abwehrstruktur von Kleidung. Indem gezeigt wurde, wie Kleidung sowohl als physischer als auch als psychologischer Schutz fungiert, leistet die Dissertation einen Beitrag zum Verständnis menschlichen Umgangs mit existenzieller Angst, liefert neue Einsichten in adaptives Modeverhalten in Krisenzeiten und belebt das Feld der empirischen Kleidungspsychologie neu. Praktische Implikationen wurden diskutiert, etwa in Bezug auf die Neugestaltung von Schutzkleidung für vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Rettungskräfte, Soldatinnen und Patientinnen in lebensbedrohlichen medizinischen Situationen – mit einem ausgewogenen Blick auf physische Schutzfunktionen und in-group-prototypische Kleidungselemente für Frauen und Männer. Die Dissertation legt damit den Grundstein für eine umfassende Theorie der Kleidungspsychologie und regt zu weiteren empirischen Studien über die psychologische Bedeutung von Kleidung im menschlichen Leben an

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    Ausgabe 29 (2025, Sommer

    Thermodynamic Structures: Modulating Heat with Phase Change Materials (PCMs) in Architecture

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    Entwurfsprozesse in der Architektur beschäftigen sich in der Regel eher mit festen Strukturen als mit den sie umgebenden Energieflüssen. Die seit der Industrialisierung entstandenen Konzepte und Technologien der Klimakontrolle in Gebäuden haben die Trennung zwischen gebauten Strukturen und ihren thermischen Umgebungen weiter vertieft und zur Aufspaltung des Wissens in die Disziplinen Design und Ingenieurwesen beigetragen. Umweltsysteme, die auf menschlichen Komfort ausgerichtet sind und einem mechanistischen Verständnis von Energie und Effizienz folgen, sind heute die vorherrschende Methode im Umgang mit Wärme in Gebäuden und zugleich tief in die Klimakrise verstrickt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden anthropogenen Erwärmung untersucht die Dissertation diese Trennung und die daraus entstandenen Dualitäten, insbesondere zwischen Material und Energie, Design und Umwelttechnologie, Festem und Fluidem. Aus der Perspektive historischer und experimenteller Studien wird das Wissen zu thermodynamischen Prozessen in der Architektur untersucht und die Frage gestellt, wie diese wahrgenommen, vermittelt und beeinflusst werden – Fragen, die, angesichts der gegenwärtigen kritischen Situation zugleich einen methodischen und praktischen Bezug haben. Im Mittelpunkt der experimentellen Arbeit stehen Phasenwechselmaterialien (PCM) und die von ihnen geschaffenen thermischen Umgebungen. Diese Stoffe etwa Eis, Salzhydrate oder Pflanzenwachse können nur im Umwandlungsprozess untersucht werden. Während des Schmelzens und Erstarrens nehmen PCM Wärme auf, speichern oder geben sie ab und modulieren den thermischen Raum abhängig von den Temperaturschwankungen und der verfügbaren Energie aus der Umgebung. Die Integration von PCM in Bauelemente wurde in den Bereichen Maschinenbau und Gebäudetechnik zwar umfassend erforscht, aufgrund der Komplexität der Phasenwechselprozesse und des fragmentierten Wissens zwischen den Disziplinen nur selten Einzug in die architektonische Entwurfs- und Forschungspraxis gefunden. Die Experimente bilden den Übergang von Vorstudien aus der Designforschung zu ingenieurwissenschaftlichen Methoden, die in den drei Fallstudien zum Einsatz kommen. Verschiedene Methoden zur Untersuchung von Phasenübergängen werden auf neuartige Weise kombiniert: digitales Design und Glasherstellung der PCM-Elemente sowie experimentelle und numerische Untersuchung ihres thermischen Verhaltens. Durch die Erzeugung von Resonanzen zwischen analog und digital, zwischen Struktur und Wärme, werden die Glaselemente so gestaltet, dass sie das PCM einkapseln und dessen Wärmeaustausch mit der Umgebung unterstützen und vermitteln. Da das Kühlverhalten des PCM sehr empfindlich auf die Geometrie der Einkapselung reagierte, lag das Augenmerk auf deren komplexen, verzweigten Morphologie, die als Kontakt- und Kontinuitätsmodus zwischen dem “Körper des PCM” und seiner Umgebung verstanden wurde. In der abschließenden Fallstudie wird ein Prototyp einer PCM-Kühldecke vorgestellt, der die Prozesse der Wärmemodulation im Innenraum eines Gebäudes verortet. Die Wärmemodulation wird in dieser Dissertation als eine materiell-thermische und ästhetische Praxis vorgeschlagen, die das Innen- und Außenklima in Beziehung setzt, anstatt eine bestimmte Leistung vorzuschreiben. Dieser Begriff reflektiert auch die generative, “strukturierende” Fähigkeit thermodynamischer Prozesse, die Material- und Energieflüsse zeitlich verschränken. Die Experimente zeigen, dass gerade durch Phasenwechsel ein thermischer Raum entstehen kann, der auf Klima- und Wetterphänomene sowie auf die zeitlichen und rhythmischen - “pulsierenden” - Zyklen von Wärme und Kälte in der Umwelt abgestimmt ist. Die Dissertation ist ein Beitrag zur Neubestimmung der disziplinären Grenzen zwischen architektonischem Design und Ingenieurwesen, indem sie einen heterogenen und integrierten Rahmen für die Einbeziehung von PCM in den Designprozess und die Bausubstanz bietet. Sie eröffnet einen experimentellen Raum für das Entwerfen mit Wärme als kritischem Phänomen der Klimakrise, mit einer neuen Affinität zur Materialität des Fluids und seiner Praktiken. War in der Vergangenheit das analytische Wissen über den thermomechanischen Austausch eine Voraussetzung für die Entwicklung von Technologien zur Klimakontrolle, so ist es heute an diesen neuen Schnittstellen zwischen Architektur und Thermodynamik, sich mit der anthropogenen Wärme auseinanderzusetzen.Design processes in architecture revolve around solid structures rather than the energy flows surrounding them. The concepts and technologies of climate control that have emerged in buildings since industrialisation, have only deepened the distinctions between built structures and their thermal environments, as knowledge domains split up between the disciplinary fields of design and engineering. Intended for human comfort and centred on a mechanistic approach to energy and efficiency, environmental ‘service systems’ are the prevailing way of dealing with heat in buildings and are deeply implicated in the climate crisis. Against the backdrop of increasing anthropogenic heat, the thesis sets out to examine this separation and the dualities it has created, including those between material and energy, design and environmental technology, solid and fluid. Through the lens of historical and experimental study it searches out the knowledge of thermodynamic processes in architectural design and asks how they are sensed, mediated, and acted upon – questions which, bound up as they are with the present, critical condition, are at once methodological and practical. The experimental work focuses on phase change materials (PCMs) and the thermal environments they create. These substances, such as ice, salt hydrates or plant waxes, cannot be studied other than in transition. During their melting and solidification, PCMs absorb, store or release heat, and modulate thermal space depending on the surrounding temperature fluctuations and available energies from the environment. The integration of PCMs into building elements has been widely researched in the fields of mechanical engineering and building energy technology. Due to the complex nature of phase change processes and the fragmented nature of knowledge between disciplines, however, they have rarely found their place in architectural design and research. The experiments mark the shift from preliminary studies conducted in design research to engineering methods involved in the three case studies. Various methods for studying phase transitions are combined in a novel way: digital design and glassmaking of the PCM elements, together with the experimental and numerical study of their thermal behaviour. Creating resonances between the analogue and the digital, structures and heat, the glass elements are designed to encapsulate the PCM and to facilitate and mediate its thermal exchange with the surroundings. As the cooling behaviour of the PCM showed great sensitivity to the geometry of the encapsulations, attention turned to their complex, branching morphologies, understood as a mode of exposure and continuity between the ‘body of the PCM’ and its environment. The final case study presents a prototype of a cooling ceiling with the PCM, situating the processes of heat modulation within the interior space of a building. Heat modulation is proposed in the thesis as a material-thermal and an aesthetic practice, bringing inside and outside climates into correlation, rather than prescribing a specific performance. This notion equally reflects the generative, ‘structuring’ capacity of thermodynamic processes that temporally entangle materials and energy flows. In the course of the experiments, it is argued that it is precisely through phase changes that a thermal space can be created that is attuned to climate and weather phenomena and to the temporal, rhythmic – ‘pulsating’ – cycles of heat and cold in the environment

    Anzeiger der Universität der Künste Berlin

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    9/2025 vom 14. November 202

    Spiel + Bühne. Gespräche über die Pädagogik des experimentellen Figurentheaters. Geführt mit Dietmar Schenk

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    Herta Schönewolf arbeitete 40 Jahre lang, von 1957 bis 1998, höchst innovativ in der Ausbildung von Kunstlehrerinnen und -lehrern - mit Ausstrahlung in die freie Kunst hinein. Sie übernahm das Fachgebiet Handpuppen und Marionetten und entwickelte aus ihm heraus die Werkstatt Spiel + Bühne, die sie gemeinsam mit ihren Studierenden aufbaute. So entstand ein vielseitiges, den Kräften der Fantasie Raum gebendes experimentelle Figurentheater. Gearbeitet wurde auch mit Schattenspielen, Masken, Videos und Trickfilm. Der vorliegende Band dokumentiert Gespräche, in denen Herta Schönewolf über ihre Tätigkeit rückblickend berichtet, Projekte vorstellt, auf Arbeiten einzelner Studierender eingeht und ihre pädagogischen Ideen erläutert. - Herta Schönewolf (1929 - 2019) lehrte Kunstpädagogik an der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule der Künste Berlin, von 1968 bis 1998 als Professorin. Von 1985 bis 1992 war sie Vizepräsidentin der Hochschule der Künste

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