OOPS - Oldenburger Online-Publikations-Server (Univ. Oldenburg)
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Lebensqualität von Patientinnen im arbeitsfähigen Alter nach operativer Therapie einer Leistenhernie (QuaLiHern)
Studienziel ist es, mögliche negative Effekte einer Leistenhernienoperation [LH-OP] auf die Lebensqualität [LQ] junger Frauen zu untersuchen.
Patient-/innen unserer Klinik nach LH-OP waren mögliche Probanden (Einschlusskriterium: Lebensalter maximal 67 Jahre). Wir bildeten eine Gruppe ♀ (Frauen), eine Gruppe ♂ (Männer) und eine gesunde weibliche Kontrollgruppe ♠.
Die Probanden füllten 3 LQ-Fragebögen (Short Form 36, Core Outcome Measures Index für Hernien [COMI], Carolinas Comfort Scale) aus. Die Kraft und Beweglichkeit in der Hüfte wurden untersucht. Primärer Endpunkt war der Unterschied zwischen den COMI-Gesamtscores [COMIg] in ♀ und ♂.
Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied der COMIg zwischen ♀ und ♂. Eine negative Auswirkung einer LH-OP auf die LQ in Abhängigkeit vom Geschlecht kann nicht nachgewiesen werden. Es bestanden keine Hinweise auf eine physische Einschränkung nach LH-OP. Es zeigten sich keine massiven Unterschiede zwischen ♀ und ♠
Der Einfluss von Plasticity Related Gene 2 auf die Bildung und Stabilisierung von Zellausläufern in Neuro2a
Nach einem Neurotrauma werden im Extrazellularraum bestimmte Botenstoffe in hohen Konzentrationen nachgewiesen, welche die axonale Regeneration stören. Hierzu gehören Lysophosphatidsäuren (LPA). LPA in pathologisch hohen Konzentrationen führen zu dem Kollaps axonaler Wachstumskegel und hemmen somit die Regeneration. Plasticity related Genes (PRGs) sind eine Familie an Transmembranproteinen, welche die Wirkung von LPA an neuronalen Zellen modulieren. In dieser Arbeit wurde der Effekt von PRG2 im Vergleich zu PRG3 auf die Bildung neuronaler Ausläufer und die Stabilisierung gegenüber pathologisch hohen LPA-Konzentrationen untersucht. Es zeigte sich, dass die Überexpression von PRG2 und -3 in neuronalen Zellen nicht nur die Anzahl an Neuriten erhöht, sondern auch die LPA-induzierte Neuritenretraktion reduziert. PRGs sind somit vielversprechende Kandidaten in der Forschung zum Thema Neuroregeneration
Benthic Geopolitics off the Bangka and Belitung Islands, Indonesia: Go Offshore, Go Deeper
With growing global metal demand for green energy transformation, the seafloor has become the
last extractive frontier. This doctoral study seeks to contest this capital assumption of the seabed.
It does so by conducting ethnography in seabed tin mining operations, undersea cables and coral
reef restorations off the Bangka and Belitung islands in Indonesia. This dissertation indicates how
multiple human and non-human relations exist in this oceanic space. Such material relations
disrupt the hegemonic notion of the seafloor as mere mineral extraction sites devoid of humans.
This study empirically contributes to making visible environmental violence often obscured by the
dominant geopolitics of the seafloor. Meanwhile, this scholarship has also theoretically
conceptualised benthic phenomena to highlight diverse seafloor meaning-making. This theory
expands the benthic concept beyond marine science (i.e., benthic ecology) toward social science
(i.e., human geography)
Enhancing clinical decision support with physiological waveforms: a multimodal benchmark in emergency care
Władysław Bartoszewski: Widerstand, Erinnerung, Versöhnung
In der Zeit vom 19.2.2025 bis zum 18.03.2025 zeigte die Universitätsbibliothek in ihren Räumlichkeiten eine Ausstellung zum Leben und Wirken von Władysław Bartoszewski.
Das gemeinsame Vorhaben ging auf die Initiative der Deutsch-
Polnischen Gesellschaft in Oldenburg zurück, die mit dieser Ausstellung eine der bedeutendsten politischen Persönlichkeiten Polens würdigt.
Władysław Bartoszewski, Historiker, Journalist und politischer Aktivist steht wie kein anderer für die Verständigung zwischen den Nationen: Als Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz ist er ein leuchtendes Beispiel für die Aussöhnung in den deutsch-polnischen und polnisch-jüdischen Beziehungen.
Er steht für Demokratie und Verständigung und ist eine moralische Autorität
Migration, Schule und Schulsport - Rekonstruktive Fallstudien zur Bearbeitung von schulischen und schulsportlichen Differenz- und Zugehörigkeitsordnungen in Migrationsbiographien
Die biographische Differenz-/Ungleichheitsforschung stellt mit Blick auf das Schulfach Sport ein Forschungsdesiderat dar, dem es im vorliegenden Projekt nachzugehen galt. Situiert innerhalb kritisch-reflexiver Diversitätsforschung (Bührmann, 2020b) lag das Ziel der Analyse schulischer und schulsportlicher Differenz- und Zugehörigkeitsordnungen in
Migrationsbiographien zugrunde. Der Feldzugang erfolgte über die biographietheoretischen Grundlagen Schützes (u.a. 1983), wobei die zweischrittige Auswertung der narrativen
Interviews über die Narrationsanalyse sowie einer Analyse von Differenz- und Zugehörigkeitsordnungen (Mecheril, u.a. 2010; Ivanova, 2017) realisiert wurde. Die Ergebnisse bestätigen den machtvollen Status der Institution Schule, sich äußernd in Othering-Prozessen, in denen die Biographietragenden als Migrationsandere hervorgebracht
werden. Dem Schulsport kann wiederum ein gesonderter Stellenwert attestiert werden, indem sich eine deutliche Dominanz natio-ethno-kulturell uncodierter Ordnungen innerhalb der Rekonstruktionen abzeichnen, die auf ein divergierendes Normativ des Faches schließen
lassen
Bildungsmechanismus von nanostrukturierten Vanadium-Oxid-Rollen sowie Verwendung dieser als Kathodenmaterial in Natrium-Ionen-Batterien
Aufgrund von fluktuierenden Energiequellen wie Wind- und Solarstrom sind elektrische Energiespeicher gefragter denn je. Nachfolgetechnologien der Lithium-Ionen-Batterie wie beispielsweise Natrium-Ionen-Batterien (NIB) rücken in den Fokus. In dieser Arbeit wird ein mögliches Kathodenmaterial für NIB betrachtet. Für die Anwendung als Kathodenmaterial eignen sich aus V2O5-bulk-Material per Mikrowelle synthetisierte VOx-Nanorollen in einem 1M NaPF6 ggü. Natrium. Ein zeitabhängiger Aufrollprozess zeigt ein Aufrollen nach t = 2 h. Die Nanorollen weisen eine Länge L = 1000 nm, Durchmesser D = 100 nm und eine Anzahl von N = 11 Wicklungen auf. Trotz Stützstruktur weist das Aktivmaterial eine spez. Kapazität von c = 70 mAh/g auf. Der Bildungsmechanismus der Nanorollen wird skizziert und eine Möglichkeit aufgezeigt wie zukünftig der Syntheseablauf geändert werden könnte, sodass die Eignung als Kathodenmaterial verbessert wird
The architecture of chemical and electrical synapses of horizontal cell dendrites in the mouse retina
This thesis investigated the spatial distribution and mutual interaction of AMPA-type glutamate receptors (GluAs) and connexin57 (Cx57)-containing gap junctions in mouse retinal horizontal cells. Using immunofluorescence and confocal microscopy, the study identified GluA2 clusters at desmosome-like junctions beneath cone pedicles in close association with Cx57, suggesting interactions between chemical and electrical synapses. Analysis of transgenic mouse models revealed that Cx57 expression depends on the presence of GluA2/4 at the dendrites of horizontal cells. These results suggest a glutamatergic dependent plasticity of gap junctional coupling within the dendritic network of horizontal cells. Additional analyses revealed, that the colocalization of ZO-1 with Cx57 exhibits regional variations, which are linked to the dorso-ventral gradient of S-opsin expression. These findings highlight adaptations in synaptic architecture across the retina for optimized visual processing
Non-Markov modeling in life insurance
This thesis investigates advances in non-Markov models, focusing on two-dimensional extensions of conditional forward transition rates and their applications in life insurance. The concept of conditional forward transition rates, originally developed to improve reserve
estimation by eliminating the need for the Markov assumption, enables the calculation of conditional expected values. The newly developed two-dimensional conditional transition rates are used to calculate second-order conditional moments, which are crucial for risk
analysis in actuarial applications. To further support this framework, an estimator for two-dimensional conditional transition rates is introduced, combining the theory of bivariate survival functions with the theory of landmark Nelson-Aalen and landmark Aalen-Johansen estimation.
These two-dimensional conditional transition rates prove useful not only for calculating second-order moments but also for capturing the intertemporal dependency of path-dependent cash flows, such as those resulting from incidental policyholder behavior upon contract modifications.Furthermore, an alternative approach to reserve estimation for policies with path-dependent cash flows is examined. This method uses scaled transition rates and scaled probabilities, which capture the stochastic nature of the payment functions by incorporating it as a scaling factor into the Aalen-Johansen estimation. This estimation procedure is also beneficial for
analyzing more general stochastic payments, such as those involving stochastic interest rates
Gustavo Becerra-Schmidt: Theoretische Schriften
Gustavo Becerra-Schmidt war nicht nur Komponist, sondern auch Musikwissenschaftler. Während seine Kompositionen in Deutschland gut bekannt und zu einem guten Teil uraufgeführt worden sind, ist sein musikwissenschaftliches Werk unbekannt. Das liegt vor allem daran, dass Becerra-Schmidt wissenschaftlich ausschließlich in spanischer Sprache und fast ausnahmslos für die chilenische Fachzeitschrift „Revista Musical Chilena“ geschrieben hat.
Mit dem vorliegenden Sammelband soll das musikwissenschaftliche Denken und Wirken Becerra-Schmidts einem deutschen Publikum bekannt gemacht werden. In den frühen, in Chile geschriebenen
Schriften weht der aufmüpfige Geist einer Zeit, in der
jegliche Tradition in Frage gestellt wurde. Dies gilt für die Universidad de Chile und die Darmstädter Schule gleichermaßen. In den späteren, im deutschen Exil geschriebenen Schriften adressiert Becerra-Schmidt ein „globales“ Publikum. Die anfängliche Kritik an einer elitären Kompositionspraxis verwandelt sich nun in eine
kommunikationstheoretisch fundierte „Neo-Theorie“, in der die politische Forderung nach einer humanen Musik aufgehoben ist