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Wertigkeit immunhistochemischer Zusatzuntersuchungen mediastinal resezierter Lymphknoten im Staging des Lungenkarzinoms
Das Lungenkarzinom ist mit 25 Prozent aller Malignome nach dem Prostatakarzinom und dem kolorektalen Karzinom die dritthäufigste Krebserkrankung beim Mann in Deutschland. Als Ursache bei den Krebssterbefällen liegt es bei den Männern auf Platz eins und bei den Frauen auf Platz zwei. Die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr weist eine steigende Tendenz auf (5). Die Therapie des Lungenkarzinoms befindet sich derzeitig im stetigen Wandel. V.a. die
Systemtherapien (Chemotherapien, molekularstratifizierte Therapien, Immuntherapien) machen derzeitig rasante Entwicklungen. Je nach Tumorstadium ergänzen sie zumeist im Rahmen von Studien zunehmend das operative Konzept.
Eine präoperative Untersuchung der mediastinalen Lymphknoten spielt hierbei eine der wichtigsten Schlüsselrollen in der Bestimmung des Therapieregimes. Bei der Untersuchung der mediastinalen Lymphknoten kann die konventionelle histopathologische Untersuchung einfach und schnell eine
Metastasierung nachweisen und ermöglicht somit eine zügige Einleitung einer adäquaten Therapie. Allerdings werden die sogenannten Mikrometastasen hierbei häufig nicht nachgewiesen, da sie zu klein sind. Mikrometastasen werden mit dem Suffix „mi“ bezeichnet und finden im aktuellen
Staging System des Lungenkarzinoms keine Berücksichtigung bei der Zuordnung in den NKategorien (1). Mikrometastasen sind definitionsgemäß jedoch Metastasen in einem frühen
Stadium und erfüllen durch ihr Wachstumsverhalten sämtliche Kriterien der Malignität. Zahlreiche Studien haben allerdings bewiesen das bei Vorliegen eine mediastinalen
Mikrometastasierung eine unterbliebene Höherstufung (Upstaging) mit einer signifikant schlechteren Überlebensrate assoziiert ist (12,13,14, 53,91).
Die immunhistologische Untersuchung ermöglicht einen sichereren Nachweis einer Mikrometastasierung als die konventionelle Histologie. Des Weiteren kann sie konventionell verborgen gebliebene Makrometastasen enttarnen. Sie könnte sich in Ergänzung zur konventionellen Untersuchung vor allem im präoperativen Staging als deutlich sinnvoll erweisen, auch wenn dies u.a. ein zeitaufwendigeres und ggf. zweizeitiges Vorgehen in der operativen Therapie des Lungenkarzinoms bedeutet. Diese retrospektive Studie hat das Ziel anhand histopathologischer Befunde der im Rahmen des mediastinalen Stagings resezierten Lymphknoten von 340 Patienten, die Wertigkeit einer zusätzlichen immunhistologischen Aufarbeitung aller in der konventionellen Begutachtung metastasenfreien mediastinalen Lymphknoten zu evaluieren. Eine Leitlinien-Empfehlung einer routinemäßigen immunhistologischen Zusatzuntersuchung im
Lymphknotenstaging des Lungenkarzinoms, die sowohl zeit- als auch kostenintensiver ist, findet sich in der aktuellen Literatur bisher nicht. Die Durchführung und Wertung immunhistologischer Zusatzuntersuchungen wird in der heutigen Praxis noch uneinheitlich geführt
Sprachsensibler Chemieunterricht – Entwicklung und Evaluation eines Hochschulseminars
Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines Hochschulseminars zum „Sprachsensiblen Chemieunterricht“.
An der Pilotierungsstudie nahmen 118 Studierende des Lehramts Chemie und Sachunterricht teil. An der Evaluationsstudie zum Seminar nahmen 26 Studierende des Lehramts Chemie teil.
Zusätzlich zu den Skalen Personal Science Teaching Efficacy (PCTE) und Chemish Teaching Outcome Expectancy (CTOE) wurden Selbsteinschätzungen, Stärken und Schwächen in (der Vermittlung) der chemischen Fachsprache und Fachinhalte sowie Wünsche fürs Studium erhoben. Die Evaluation des Seminars erfolgte in einem Design-Based Research-Ansatz.
Die PCTE-Skala umfasst zehn Items (α = 0,86) und die CTOE-Skala acht Items (α = 0,75). Beide Skalen korrelieren positiv mit den fachlichen und fachsprachlichen Selbsteinschätzungen der Studierenden. Außerdem zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen Studierenden.
Das Seminar steigerte die Selbstwirksamkeits- und Ergebniserwartungen und Selbsteinschätzungen der Studierenden. Dabei ergeben sich Unterschiede zwischen den Iterationen
Auswirkungen dezentraler Erzeuger auf Schutzfunktionen - Szenarienhorizont 2030+
Durch den zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien gewinnt der Einsatz von netzbildenden Wechselrichtern an Bedeutung. Ziel der vorliegenden Arbeit war daher die Entwicklung von Simulationsmodellen, die die Auswirkungen
von netzbildenden Wechselrichtern auf Schutzfunktionen im Mittelspannungsnetz untersuchen.
Hierfür wurde ein für Deutschland typisches Benchmark-Netz um Distanzschutzgeräte und Wechselrichter verschiedener Regelungsarchitekturen mit Anlagenschutz erweitert. Angestrebt wurde unter Berücksichtigung der aktuellen
Ziele der Bundesregierung eine 80 % regenerative Stromversorgung.
Die Untersuchung ergab, dass der Distanzschutz eine Unterimpedanzanregung benötigt, um auch bei Kurzschlussströmen von Wechselrichtern durch Impedanzmessung auszulösen. Die durch die Wechselrichter verursachten Messabweichungen des Distanzschutzes lassen sich durch eine Regelung verringern, die Blindströme im Fehlerfall priorisiert. Es wird die Entwicklung einer allgemeingültigen Defnition von netzbildenden Eigenschaften gefordert.
Die bestehenden Modelle für netzbildende Wechselrichter erwiesen sich im Laufe der Simulationen als ungeeignet, da diese zu lange Einschwingvorgänge zeigten, die die Impedanzmessung der Distanzschutzgeräte erschweren. Es wurden Maximalströme im Fehlerfall überschritten, denen die Leistungselektronik nicht standhalten würde. Wechselwirkungen zwischen mehreren Wechselrichtern wurden festgestellt. Der Betrieb nahe der Belastungsgrenze der Wechselrichter erwies sich als kritisch. Eine Verbesserung der Modelle wurde daher empfohlen
Young Carers als Zielgruppe eines Beratungssystems im Kontext Schule
Die Institution Schule spielt bei der Unterstützung von Young Carers eine zentrale Rolle. Studien stellen diesbezüglich die Bedeutung von Lehrkräften heraus. Weitere Fachkräfte im schulischen Kontext zur Unterstützung der Zielgruppe werden in der Forschung bisher kaum betrachtet. Aus sozialökologischer Perspektive untersucht die vorliegende Studie mithilfe eines Mixed-Methods Designs die Handlungsmöglichkeiten von Fachkräften eines externes schulischen Beratungssystems. Im ersten Teil wurden mit einer Fragebogenerhebung (N = 178) zunächst die Wahrnehmungen zu Young Carers im beruflichen Alltag der Fachkräfte sowie erste Ansätze zur Unterstützung dieser Zielgruppe erfasst. Die anschließenden problemzentrierten Interviews mit einer gezielten Auswahl der Fachkräfte (n = 8) ermöglichten einen vertiefenden Einblick in deren Handlungsmöglichkeiten, wahrgenommene Barrieren und für die Umsetzung notwendige Voraussetzungen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Fachkräfte über Möglichkeiten verfügen, die für die Unterstützung von Young Carers bedeutsam sind, und damit an dieser Stelle eine bedeutsame Rolle einnehmen können
Unterstützung des Prozesses der Ernährungsberatung für hochaltrige Personen, die vom geriatrischen Frailty-Syndrom betroffen sind, mit Hilfe von Technik und Digitalisierung
Das Innovationstempo im Medizinsektor unterstützt unser Bestreben, ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Frailty-Syndrom steht dem jedoch entgegen. Häufig leiden Betroffene an Mangelernährung. Daten über Verzehrverhalten, körperlichen Aktivität, Körperzusammensetzung und über die Fäzes der Betroffenen werden, trotz der erwähnten Innovationsgeschwindigkeit, meist retrospektiv im persönlichen Gespräch auf Papier erfasst. Derartige Erhebungen unterliegen jedoch Limitationen, z.B. durch kognitive Einschränkungen der Betroffenen. Daher wurden ein digitales Ernährungstagebuch entwickelt. Durch eine Anpassung der Software an die Bedürfnisse der Betroffenen versetzt es diese in die Lage, ihr Verzehrverhalten selbstständig zu protokollieren. Weiterhin wurde ein KI-basierter Eingabemodus entwickelt, um die Erfassung weiter zu vereinfachen. Zur Erfassung der Fäzes wurde eine Methode entwickelt, welche diese mithilfe von Kameras automatisiert erfasst
Software Evolution Services – A Framework for the Integration and Development of Flexible and Reusable Toolchains
The growing complexity of software systems, and their constant need to change, necessitates their decomposition into manageable parts and reliance on off-the-shelf components, making integration crucial. This challenge is pronounced in software evolution, requiring integrated tool-support for legacy system modernization.
This thesis introduces SENSEI (Software EvolutioN SErvices Integration), a framework for creating flexible, integrated toolchains and softweare systems.
SENSEI combines component-based, service-oriented, and model-driven paradigms to enhance flexibility, reusability, and productivity. It distinguishes abstract services from concrete components and uses a capability model to match services to components automatically, and then generate integrated solutions.
Case studies demonstrate SENSEI's effectiveness in simplifying integration, reducing effort, and increasing productivity in software evolution and application logic orchestration
High-Throughput Modeling of Cs-Te Photocathode Materials using Density Functional Theory
Cesium-based photocathodes such as cesium telluride are commonly used as electron sources in particle accelerators. A relevant issue hindering control over these systems, and hence their photoemission performance, is their polycrystalline structure, which often includes non-stoichiometric compositions. In this work efficient high-throughput workflows based on density functional theory (DFT) calculations are designed to screen a variety of input systems and to enable the use of machine learning models with the goal to unravel structure-property relationships and gain unprecedented insights from ab-initio methods
Corrosion susceptibility of multi principal element alloys in aqueous environments
This thesis investigates the corrosion properties and behavior of the two Multi Principal Element Alloys (MPEAs) CrMnFeCoNi and CrCoNi in aqueous environments. First, the general corrosion and passive film characteristics are analyzed in diluted NaCl and H2SO4 through potentiodynamic polarization techniques in combination with spectroscopic methods. Local corrosion processes are investigated by ex- and in-situ methods including scanning probe microscopy techniques. Extended immersion in a H2SO4 medium tests the long-term stability of the two MPEAs. Finally, the transpassive region and onset of the oxygen evolution reaction are examined in NaCl at three different pH levels through coupling electrochemical measurements with spectroscopic quantitative analyses
Applying a design approach to robotics in education
The integration of robots into classroom settings has a long-established presence in both general and vocational education. With the developments in Industry 4.0, the importance of robotics in schools has also increased, which has become clear through various funding programmes. Especially in general education, there is often a focus on utilising robots as a tool to provide learners with an interactive learning experience centred around feedback. This approach effectively connects theoretical concepts from the curriculum to practical real-world applications through the utilisation of robots. However, the emphasis often overlooks the robots themselves and their design elements. It is important to note that the possibility for learners to design robots for self-set goals is often limited by this traditional approach. This article introduces a methodological approach that promotes a design-oriented perspective within robotics in education. In addition to outlining the methodology, the article also presents
initial examples on the implementation of this design-oriented approach in training future technology teachers
What is the relationship between risk attitudes and ambient temperature? Evidence from a large population-based cohort study
Rising temperatures affect human behavior and risk-taking in several domains. However, it is not yet well understood just how ambient temperature shapes risk attitudes. Using data from the large population-based KORA-Fit study (Cooperative Health Research in the Region of Augsburg) of older people (=2454), we identify a statistically significant, but very small, positive association between short-term ambient temperature changes and individuals’ general willingness to take risks. Health-related risk attitudes, however, show no significant relationship with temperature. These findings support a domain-specific view of risk attitudes, with results remaining consistent for vulnerable individuals with the chronic conditions diabetes, hypertension, and asthma. Overall, our findings suggest that risk attitudes are somewhat stable towards changes in ambient temperature