Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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Der performative Ansatz zur Förderung der sexuellen Entfaltung junger Mädchen*
Diese Bachelorarbeit untersucht die Potenziale des performativen Ansatzes zur Förderung der sexuellen Entfaltung junger Mädchen. Die Darstellung des theoretischen Rahmens der sexuellen Bildung wird hierfür zu Beginn eingeführt, wobei Coccius' (2020) Verständnis von Sexualität als schöpferische und positive Lebensenergie als Grundlage dient. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bedeutung eines solchen Ansatzes für Mädchen gelegt. Anschließend wird der performative Ansatz näher betrachtet, der durch seine im Moment-handelnde Eigenschaft und seiner Möglichkeit, die Selbst- und Fremdwahrnehmung zu erweitern, als wertvolle Ergänzung angesehen wird. Durch die Verknüpfung dieser beiden Ansätze können unmittelbare körperliche und sinnliche Erfahrungen gemacht werden, was entscheidend für eine sexuelle Selbstverwirklichung sein kann. Diese daraus resultierenden neuen Möglichkeiten und Ergebnisse der Literaturrecherche werden in dieser Arbeit diskutiert. Es wird sich zeigen, dass das daraus resultierende Körperbewusstsein nicht nur für die sexuelle Entfaltung, sondern für das ganze Leben eine Bereicherung darstellen kann. Zu einem zukünftigen Zeitpunkt sollen diese theoretischen Erkenntnisse durch eine empirische Untersuchung belegt werden
Realitätsschock: Überforderung beim Berufseinstieg auf der Intensivstation
Die vorliegende Arbeit thematisiert den Realitätsschock von Berufseinsteigern, erläutert wesentliche Begriffe zur Intensivstation, stellt den aktuellen Forschungsstand dar und betrachtet makrostrukturelle Einflüsse auf die derzeitige Pflegesituation im Wandel des deutschen und internationalen Pflegesystems. Die Intensivstation wird als herausfordernder Arbeitsplatz beschrieben, während der demografische Wandel und der wachsende Fachkräftemangel die Situation der Intensivpflege weiter verschärfen. Die Arbeit auf Intensivstationen ist unverzichtbar, daher ist es wichtig, die Herausforderungen und bevorzugten Arbeitsbedingungen von Berufseinsteigern zu verstehen, um geeignete Maßnahmen zum Verbleib zu implementieren. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und insgesamt zwölf relevante Studien anhand festgelegter Kriterien ausgewertet, die Erfahrungen, Herausforderungen und Unterstützungsangebote beinhalteten. Dadurch konnte ein breites Spektrum an Erfahrungen und Programmen ausfindig gemacht werden, die durch gezielte Unterstützung durch das Stationsteam und eine gute Arbeitsumgebung dazu in der Lage sind den unvermeidbaren Realitätsschock abzumildern und somit eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an die Intensivstation zu gewährleisten. Weitere Forschung auf diesem Gebiet ist unerlässlich, um weitere Maßnahmen und Programme zu identifizieren und individuell auf die Berufseinsteiger von morgen zuzuschneiden
Talent Management im Funktionsbereich OP: Erforschung und Bewertung möglicher Konzepte zur Akquirierung und Bindung von Operationstechnischen Assistenten
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Anwendbarkeit des Talent Management im Funktionsbereich OP. Das Ziel dieser Untersuchung besteht in der Erfassung fundierter Erkenntnisse über die Möglichkeiten, die das Talent Management bietet, um die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern nachhaltig zu optimieren. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, auf welche methodischen Ansätze das Talent Management im Funktionsbereich OP sowie bei der Berufsgruppe der Operationstechnischen Assistenten zurückgreifen kann, um die vorliegenden Prozesse der Mitarbeiterrekrutierung und -bindung zu verbessern. Die verwendeten Daten wurden mittels einer systematischen Literaturrecherche erhoben und anschließend einer kritischen Analyse unterzogen. Die Ergebnisse der Untersuchung legen dar, dass es aktuell nur wenige aussagekräftige Studien zum Talent Management innerhalb des Funktionsbereichs OP gibt und weisen eine Forschungslücke auf. Die gewonnenen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Implementierung von Talent Management sowohl einen positiven Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit und damit verbunden auf eine nachhaltige Mitarbeiterbindung haben kann als auch die Mitarbeiterrekrutierung beeinflussen kann
Die Effekte von Manueller Therapie auf die Nackenschmerzsymptomatik bei Personen mit Migräne: eine systematische Übersichtsarbeit
Hintergrund: Migräne zählt zu der dritthäufigsten Erkrankung weltweit. Bei 76% der Betroffenen in Deutschland treten Nackenschmerzen in Zusammenhang mit Migräne auf. Der Standard in der Akutbehandlung und der Prophylaxe der Migräne ist die medikamentöse Therapie. Aufgrund von zahlreichen Nebenwirkungen gibt es
besonders in der prophylaktischen Therapie vermehrt einen Bedarf an alternativen, nicht-pharmakologischen Behandlungsansätzen. Das Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit ist es, die Effekte der Manuellen Therapie auf die Nackenschmerzsymptomatik bei Personen mit Migräne zu untersuchen.
Methode: Es wurden die Datenbanken PubMed, PEDro, Cochrane Library und CINAHL nach randomisiert-kontrollierten Studien durchsucht.
Ergebnisse: Über Konvergenz, zentrale und periphere Sensibilisierung oder die Aktivierung inhibitorischer Systeme kann die Manuelle Therapie einen positiven Einfluss auf die Kopf- und begleitenden Nackenschmerzen bei Personen mit Migräne haben.
Schlussfolgerung: Manuelle Therapie kann eine sinnvolle Ergänzung zur herkömmlichen prophylaktischen pharmakologischen Migräne-Therapie sein
Auswirkungen familiär-partnerschaftlichen Zusammenlebens auf die Depressionssymptomatik bei ME/CFS
ME/CFS ist eine schwere Multisystemerkrankung, die oft komorbid mit Depressionen einhergeht. Ursachen dieser häufigen Komorbidität sind bislang wenig erforscht worden. ME/CFS-Patienten sind durch ihre Erkrankung stark von sozialer Isolation betroffen, wobei soziale Isolation einen Risikofaktor für die Entstehung von Depressionen darstellt. Im Sinne der Theorie der Ressourcenerhaltung könnte das Zusammenleben mit Familienangehörigen oder einem Partner sozialer Isolation und dadurch auch einer depressiven Symptomatik entgegenwirken. Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet deshalb: Inwiefern wirkt sich familiär-partnerschaftliches Zusammenleben auf die Depressionssymptomatik bei Menschen mit dem Chronischen Fatigue Syndrom aus? Zusätzlich zu dieser Forschungsfrage wurde explorativ untersucht, ob die Lebenssituation einen Einfluss auf die Zahl berichteter Schmerzsymptome hat. Zum Zwecke dieser Arbeit wurden die Patientenakten von an ME/CFS erkrankten Menschen gesichtet. Es wurden Fragebögen zu biographischen und demographischen Daten sowie das während der Diagnostik beantwortete Beck-Depressions-Inventar ausgewertet. Außerdem wurde die Zahl der im Rahmen eines Interviews nach Kanadischen Kriterien genannten Schmerzsymptome erfasst. Keiner der vermuteten Zusammenhänge konnte gefunden werden. Weder zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Lebenssituation und der Anzahl von Depressionssymptomen noch ein Zusammenhang zwischen der Lebenssituation und der Anzahl von Schmerzsymptomen. Eine mögliche Erklärung dieser Ergebnisse könnten niedrige Beziehungszufriedenheiten der in Partnerschaften lebenden Patienten sein. Auch die Bedeutung freundschaftlicher Kontakte könnte in diesem Forschungsdesign unterschätzt worden sein
Vorbereitung der Verarbeitung räumlich kompatibler und räumlich inkompatibler Stimulus-Reaktions-Zuordnung
In der vorliegenden Arbeit werden die Auswirkungen cue-basierter Ankündigung räumlich kompatibler und räumlich inkompatibler S-R-Zuordnungen auf die räumliche S-R-Vorbereitung untersucht. Das Ziel ist es herauszufinden, welche Faktoren die Leistungen in einer eingestreuten Simon-Aufgabe beeinflussen. Um dies zu untersuchen, wird eine Experimentaluntersuchung mit mixed mapping und mixed tasks durchgeführt. Dabei werden eine kompatible und eine nicht-kompatible Kontextaufgabe verwendet, in welche Simon-Aufgaben-Durchgänge eingestreut werden. Jeder Durchgang beginnt mit einem Cue, welcher eine kompatible oder inkompatible Kontextaufgabe ankündigt, wobei invalides Cueing möglich ist, da eine Simon-Aufgabe folgen kann. Es nahmen 27 Versuchspersonen an der Testung teil. Es konnten unterschiedliche Ergebnisse für die Reaktionszeiten und die Fehlerrate in den Simon-Durchgängen gezeigt werden. Dabei ergab sich ein signifikanter Simon-Effekt sowie ein signifikanter Einfluss des Cues auf die Reaktionszeiten. Bei der Fehlerrate konnten zwei statistisch signifikante Interaktionen gefunden werden: Cue x Precue sowie Kompatibilität x Cue x Precue. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen Annahmen des Dual-Route Modells sowie der Feature Integration Theorie, und deuten außerdem darauf hin, dass die Erwartungshaltung und Unsicherheit einen Einfluss auf die Fehlerrate ausüben können
Eine Längsschnittstudie zu dem Effekt von psychosozialem Sicherheitsklima in Organisationen auf gesundheitsförderliches Führungsverhalten
Das Ziel dieser Masterarbeit war es herauszufinden, ob psychosoziales Sicherheitsklima Führungskräfte bei gesundheitsförderlich Führungsverhaltensweisen unterstützen kann. Dafür wurden die Daten quantitativ anhand eines Fragebogens über die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erhoben. Es handelt sich um eine Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten, die einen Abstand von einem Monat haben. Für die Datenauswertung wurde eine hierarchische lineare Regression im Längsschnitt verwendet. Es konnte herausgefunden werden, dass psychosoziales Sicherheitsklima bestimmte Facetten von gesundheitsförderlichem Führungsverhalten unterstützt. Psychosoziales Sicherheitsklima hat auf die Ausprägung Fairness und Integrität, auf Feedback und Anerkennung hingegen nicht
PARAUT Projekt: Exploration der Funktionen unerledigter Aufgaben: Impression Management, Narzissmus, Workaholismus.
Die vorliegende Studie beschäftigte sich mit dem Profilieren über unerledigte Aufgaben im organisationalem Kontext. Unerledigte Aufgaben wurden auf Basis des transaktionalen Stressmodells als Stressor behandelt und die individuellen Bewältigungsstrategien untersucht. Die Forschungsfrage, wie und warum Menschen sich über unerledigte Aufgaben profilieren, wurde anhand der Variablen Narzissmus und Impression Management untersucht. In einer Längsschnitterhebung wurden die Daten von N=262 (63% weiblich) Teilnehmenden online erhoben. Bei der statistischen Analyse konnte kein Zusammenhang zwischen unerledigten Aufgaben und Narzissmus gefunden werden. Allerdings fand sich ein signifikanter Zusammenhang sowohl zwischen vulnerablem (r = .276, p < .001) als auch grandiosem Narzissmus (r = .179, p = .004) und Impression Management. Eine weiterführende Mediationsanalyse zeigte, dass Impression Management als Mediator zwischen Narzissmus und unerledigten Aufgaben fungiert. Die Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass sich Personen im Arbeitskontext durch unerledigte Aufgaben profilieren könnten, um dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung nachzukommen. Das Ausbleiben eines totalen Effekts, signalisiert eine mögliche Überschattung durch andere Konstrukte. Dies gibt Anlass für weitere Forschung, bei der organisationale Variablen mit einbezogen werden und der Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften auf unerledigte Aufgaben weiter untersucht wird. Diese neue Funktion von unerledigten Aufgaben sollte in Organisationen zukünftig berücksichtigt werden, um potenziellen negativen Konsequenzen entgegenzuwirken
Risikoeinschätzung des Kindeswohls bei innerfamiliärem sexualisiertem Missbrauch, eine qualitative Fokusgruppenstudie
Die Risikoeinschätzung des Kindeswohls ist derzeit vor allem im Bereich des innerfamiliären sexualisierten Missbrauches im deutschsprachigen Raum durch eine unzureichende Studienlage charakterisiert. Vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen, insbesondere auch des Konsums von Kindesmissbrauchsdarstellungen ist das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit die Vorgehensweise, die Einflussfaktoren und die strukturellen Problematiken der Risikoeinschätzung zu untersuchen. Es wurden 2 Fokusgruppen mit interdisziplinären Fachexperten aus den Bereichen des Kindesschutzes, darunter Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Psychologen und ein Familienrichter (n = 7) durchgeführt. Die qualitative inhaltsanalytische Auswertung, der Fallvignetten, in Anlehnung an Mayring und Kuckartz & Rädiker zeigt, dass die Fachexperten für die Risikoeinschätzung verschiedene Handlungsschritte vollziehen. Zusätzlich wurde der Einfluss verschiedener Risikofaktoren auf die Risikoeinschätzung der Experten untersucht. Auch die strukturellen Probleme, sowohl im allgemeinen Prozess als auch in der interdisziplinären Zusammenarbeit wurden erörtert. Um eine Reduktion der derzeitigen Problematiken zu erzielen, sprachen sich die Fachexperten, in der Auswertung der explorativen Fragen, für eine Standardisierung im Sinne einer Handlungssicherheit für die Fachmitarbeiter, ein verstärktes Angebot an Fachberatungsstellen, vor allem der niederschwelligen Hilfs- und Therapieangebote für Täter, auch ein Ausbau der Ausbildungs-, Schulungs-, Fortbildungs-, und Supervisionsangebote zu fördern. Eine weitere differenzierte Auseinandersetzung der Risikoeinschätzung des innerfamiliärem sexualisiertem Kindsmissbrauches, auch durch quantitative Studien, ist anzustreben. Weitere Implikationen hinsichtlich Standardisierungsmöglichkeiten werden diskutiert
Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen der Empfehlungen zur Reform des deutschen Rettungsdienstes
Hintergrund: Diese Arbeit befasst sich mit den Reformansätzen der Notfall- und Akutversorgung in Deutschland. Grundlage bilden die Ausführungen der 9. Stellungnahme und Empfehlung der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung.
Ziel: Ziel ist es die bisher nicht benannten Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen sowie die zur Umsetzung notwendigen Voraussetzungen der Empfehlungen anhand von Expertenmeinungen, Positionspapieren und Literatur darzustellen. Zudem werden zeitliche Aspekte zur Umsetzung betrachtet.
Methode: Es erfolgt ein zweitteiliger Aufbau der einen theoretischen grundlagenbasierten und einen empirischen Teil beinhaltet. Für die Bearbeitung des Themas wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt und im Verlauf vier semistrukturierte leitfadengestützte problemzentrierte Experteninterviews durchgeführt.
Ergebnis: Der in den Empfehlungen beschriebene Reformbedarf ist zu bestätigen, da wachsende Anforderungen an ein zukunftsfähiges Rettungswesen bestehen. Dabei wird deutlich, dass nicht alle Aussagen volle Zustimmung der Experten erhalten. Vielmehr werden teils nicht genannte Aspekte dargestellt, die ergänzend oder
differenziert zur Empfehlung zu verstehen sind