Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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    Die Kulturgeschichte des epileptischen Anfallsleidens

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    Bei der Epilepsie handelt es sich um eine vorübergehende Fehlfunktion des Gehirns, bei der eine Überaktivität von Nervenzellen vorliegt, welche sich unkontrolliert und elektrisch entladen. Weltweit leiden rund 0,5 - 1 Prozent der Weltbevölkerung unter dieser Erkrankung. Mit der vorliegenden Arbeit soll die Kulturgeschichte des epileptischen Anfallsleidens übersichtlich dargelegt werden. Das Ziel der Arbeit ist es, darzustellen, wie die Epilepsie im Wandel der Zeit konzeptualisiert wurde. Heute stehen den Medizinern zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, um die Epilepsie diagnostizieren zu können, sowie sie zu behandeln. Beispielsweise wird zur Diagnostik in der Regel ein EEG-Bild erstellt, um charakteristische Spikes zu identifizieren. Dieses Wissen zu generieren war ein langer Weg, welcher einigen Herausforderungen unterlag und teilweise durch religiöse und abergläubische Überzeugungen geprägt war. Das erste Zeugnis der Epilepsie lässt sich im Gesetzeskodex des babylonischen Königs Hammurabi finden. Daraufhin lassen sich weitere Aufzeichnungen im alten Orient finden, unter anderem in Ägypten, wo das Anfallsleiden den Namen „Nesejet“ trug. Die Menschen waren der Überzeugung, es würde sich um eine Erkrankung handeln, die von den Göttern geschickt wurde, gleichzeitig, aber dämonisch sei und zum Tode führen könne. Diese Überzeugung wurde durch Hippokrates abgelöst, welcher in seinen Schriften unterstrich, dass es sich um einen organischen Ursprung handeln müsse. Zudem schrieb er die Ursache des Anfalls dem Gehirn zu. Diese Erkenntnis erlitt einen Rückschritt, als die Medizin im europäischen Mittelalter durch die Religion dominiert wurde. Krankheit wurde nun als durch Gott gesandte Strafe verstanden, welche auf sündiges Verhalten folgte. Nachdem die Renaissance die Antike wieder aufleben ließ, war zunehmend eine langsame, aber stetige Verschiebung von mystisch- religiösen Deutungen hin zu einer naturwissenschaftlich- medizinischen Sichtweise erkennbar. Besonders gewinnbringend waren dabei die erzielten Fortschritte der neuesten Geschichte, durch die Gründung der internationalen Liga gegen Epilepsie, die Erfindung des EEGs, sowie die Gewinnung weiterer antiepileptischer Substanzen

    Schuld- und Schamgefühle und deren Zusammenhang mit der Stärke von PTBS- und depressiver Symptomatik

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    Hintergrund: Lange Zeit war die vorherrschende Meinung, dass Angst die zugrundeliegende Emotion einer Posttraumatischen Belastungsstörung sei. Seit der Aufnahme des Kriteriums D im DSM-V rücken andere negative Emotionen in den Blick der Forschung, so auch Schuld- und Schamgefühle. Deren Zusammenhange zur Posttraumatischen Belastungsstörung ist bisher nicht einheitlich geklärt, ebenso wie deren Auswirkung auf komorbid zur Posttraumatischen Belastungsstörung auftretende depressive Symptomatik. Methodik: Im Rahmen dieser Arbeit wird anhand von Daten aus einer Querschnittserhebung der Zusammenhang zwischen Schuld- und Schamgefühl zur Posttraumatischen Belastungsstörung und zu komorbider depressiver Symptomatik untersucht. Dies erfolgt mittels einer Produkt-Moment-Korrelation. Zusätzlich werden Schuld- und Schamgefühl mittels einfacher linearer Regressionsanalyse als Prädiktoren untersucht. Ergebnisse: Alle Zusammenhänge erwiesen sich als signifikant mit mittlerem bis starkem Effekt, Schuld und Schamgefühl erwiesen sich sowohl für die Posttraumatische Belastungsstörung als auch für komorbide depressive Symptomatik als Prädiktoren. Fazit: Die folgende Arbeit unterstützt die Vermutung von Zusammenhängen zwischen Schuld und Scham zur Posttraumatischen Belastungsstörung und komorbider depressiver Symptomatik mit gewissen Einschränkungen und betont somit die Relevanz weiterer Forschung

    Unterschiede im Stressempfinden bei Nachwuchsfußballern in Nachwuchsleistungszentrum und ambitionierten Breitensport

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    Sportlicher Leistungsdruck führt bei vielen Sportlern zu erhöhtem Stressempfinden, welches einen negativen Einfluss z.B. auf die physische Gesundheit, kognitive Funktionen, das soziale Verhalten und die Leistungsfähigkeit der Sportler haben kann. Beim Nachwuchsfußball ist dieses Thema noch wenig erforscht, weshalb die vorliegende Bachelorarbeit das Stressempfinden bei Nachwuchsfußballern in Nachwuchsleistungszentren (NLZs) und im ambitionierten Breitensport untersucht. Ziel der Arbeit ist es, mögliche Unterschied zwischen den beiden Gruppen im Stressempfinden aufzuzeigen. Zusätzlich wurden mögliche Stressoren aufgedeckt, welche das Stressempfinden beeinflussen. Mittels einer Umfrage in Unipark wurden soziodemographische Daten erhoben, die Perceived-Stress-Scale (PSS) ausgefüllt sowie mittels eigens konstruierte Messinstrumente Stressoren und deren Einfluss identifiziert. Die Nachwuchsfußballer (N = 51) waren 18 und 19 Jahre alt und spielten in einer U19-Verbandsliga, U19-Regionalliga oder U19-Bundesliga. Die Ergebnisse zeigten, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen im Stressempfinden gibt. Die Studie identifiziert das Nichtvorhandensein eines Vertrags für die kommende Saison und Verletzungen als signifikante negative Einflussfaktoren auf das Stressempfinden. Zwischen mentalem Training und Stressempfinden gibt es keinen signifikanten Zusammenhang. Es benötigt weitere Forschung, um die Unterschiede im Stressempfinden bei Nachwuchsfußballern der NLZs und des ambitionierten Breitensports zu beleuchten. Die vorliegende Studie bietet jedoch Erkenntnisse über mögliche Stressoren, die das Stressempfinden in Nachwuchsfußballern beeinflussen. Die Identifikation solcher Stressoren ist für die zukünftige Arbeit mit Nachwuchsfußballern von großer Bedeutung

    "Du schaffst das schon!" Ein Vergleich der Resilienz von Studierenden in Bezug auf sozioökonomischen Status, gewählten Studiengang und Copingstrategien

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    Die zugrunde liegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Resilienz. Ihr Ziel ist darzulegen, ob die Resilienz von dem sozioökonomischen Status, dem gewählten Studienfach sowie dem verwendeten Copingstil beziehungsweise Copingstrategie in gewisser Weise beeinflusst wird und ob zwischen den verschiedenen Gruppen an Studierenden zwischen 18 und 30 Jahren Unterschiede in der Resilienz vorliegen. Mittels einer quantitativen Querschnittstudie wurde eine Online-Umfrage mit N = 148 Teilnehmer:innin durchgeführt. Zur Datenerhebung wurden die Fragebögen Brief Resilience Scale (BRS) sowie das Coping-Inventar zum Umgang mit Stress-Situationen (CISS) verwendet. Neben soziodemografischen Daten und dem gewählten Studienfach erfolgte die Erhebung des sozioökonomischen Status bezogen auf beide Elternteile des Studierenden und wurde mittels des SES-Index nach Müters et al. (2023) erhoben. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten erfolgte mittels mehrerer Mann-Whitney-U-Tests sowie eines Kruskal-Wallis-H-Tests. Die Ergebnisse des Befundes zeigen keine statistisch signifikanten Ergebnisse und können die in der vorliegenden Arbeit getätigten Annahmen bezüglich der verschiedenen Ausprägungen der Resilienz nicht mit Sicherheit bestätigen oder widerlegen. Dennoch bleibt die Resilienz als Forschungsfeld, insbesondere bezogen auf die studentischen Bedingungen hinsichtlich auf die akademischen Leistungen, die mentale und physische Gesundheit sowie Lebensbedingungen weiter ein relevantes Forschungsfeld

    Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei schweren psychischen Erkrankungen: eine erste Validierung des „Mental Health Quality of Life Questionnaire” (MHQoL)

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    Die Lebensqualität ist ein zentraler Aspekt des allgemeinen Wohlbefindens und umfasst neben der körperlichen Gesundheit auch emotionale, mentale, soziale und verhaltensbezogene Faktoren, die zur Funktionsfähigkeit des Individuums beitragen. Personen mit schweren psychischen Erkrankungen (SMI) weisen oft eine eingeschränkte Lebensqualität auf. Jedoch sind etablierte Messinstrumente zur Lebensqualität häufig nicht sensitiv genug, um psychische Aspekte adäquat zu erfassen. Zur Überwindung dieser Limitation wurde der „Mental Health Quality of Life Questionnaire“ (MHQoL) zur kurzen und ökonomischen Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei psychischen Erkrankungen entwickelt. Diese Studie überprüft erstmals die psychometrischen Eigenschaften des MHQoL anhand einer deutschsprachigen Stichprobe mit SMI (N = 50). Die Ergebnisse zeigen eine gute interne Konsistenz und konvergente Validität. Entgegen der Erwartung ergab sich kein signifikanter Unterschied in der Lebensqualität zwischen SMI-Patienten und der Allgemeinbevölkerung, was auf eine spezifische Stichprobenselektion zurückzuführen sein könnte. Zukünftige Forschungen sollten den MHQoL an großen repräsentativen Stichproben überprüfen und relevante Lebensqualitätsdimensionen für SMI qualitativ inhaltlich untersuchen

    Aufgabenkonflikt in der Vorbereitung

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    Konflikthaftes Stimulusmaterial führt üblicherweise zu Leistungsbeeinträchtigungen bei der Bearbeitung von Aufgaben. Eines der prominentesten Phänomene in diesem Zusammenhang ist der Stroop-Effekt. Über die Ursachen der Interferenz wird weiterhin viel diskutiert, wobei ein Konflikt auf Reaktionsebene eine plausible Erklärung zu bieten scheint. Der vorliegende Versuch widmet sich der Frage, ob der Stroop-Effekt auch auftritt, wenn ein Reaktionskonflikt ausgeschlossen wird. Unter Verwendung einer Methode in welcher Stroop-Stimuli als Aufgaben-Cues verwendet werden, konnte gezeigt werden, dass es zu Leistungsbeeinträchtigungen in zwei verschiedenen Aufgaben kommt, wenn den Aufgaben ein inkongruenter Stroop-Cue vorausging im Vergleich zu neutralen und kongruenten Stroop-Cues. Die festgestellte Interferenz in diesem Versuch ist auf einen Konflikt auf Stimulusebene in der Aufgabenvorbereitung zurückzuführen (semantischer Konflikt). Des Weiteren wurden Aufgabenwiederholungs- und wechselbedingungen realisiert und verglichen. Dabei vergrößerten sich die Unterschiede in den Reaktionszeiten zwischen inkongruenten Stroop-Cues im Vergleich zu kongruenten und neutralen Stroop-Cues, wenn es sich um Aufgabenwiederholungsbedingungen handelte

    Blinde Portraits von Udo Baer: Die Wirkung auf die Selbstwahrnehmung und das Wohlbefinden bei trans- und nicht-binären Personen im Kontext der Kunsttherapie

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    Trans- und nicht-binäre Menschen wurden über viele Jahre hinweg pathologisiert und sind bis heute von Pathologisierung, Fremdbestimmung und Diskriminierung betroffen. Dies hat zur Folge, dass psychische Erkrankungen, Suizide und Suizidgedanken bei trans- und non-binären Menschen zunehmen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das Autonomiegefühl und damit einhergehend das Wohlbefinden von trans- und nicht-binären Menschen zu fördern. Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, zu untersuchen, ob Kunsttherapie – insbesondere die Methode „Blinde Portraits“ des Kunsttherapeuten Udo Baer – das Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung beeinflussen kann. Dazu wird der folgenden Forschungsfrage nachgegangen: Welche Wirkung hat die Anwendung der Methode 'Blinde Portraits' von Udo Baer auf das Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung von trans- und nicht-binären Personen in der Kunsttherapie? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine qualitative Untersuchung der Methode durchgeführt, bei der ein trans Mann, eine trans Frau und eine nicht-binäre Person teilnahmen. Inhalt der qualitativen Forschung waren drei Einzelsitzungen mit anschließendem Leitfadeninterview. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Identität ermöglicht. Dabei wurde deutlich, dass Fremdwahrnehmung einen erheblichen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung hat. Der Druck, gesellschaftlichen Erwartungen und binären ästhetischen Normen zu entsprechen, war ein zentrales Thema. Die Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie erwies sich als ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden, und stellte einen zentralen Aspekt der qualitativen Forschung dar

    You can say you to me: Über das Du und Sie in der Lehre und Ausbildung in Deutschland

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    Sollte ich meine Studierenden duzen oder siezen? Diese Frage stellt sich gleich zu Beginn vieler neuer Unterrichtsveranstaltungen. Aktuell gibt es nur wenige Studien über das Thema der Anredeform im Bereich der Hochschullehre. In der freien Wirtschaft scheint die Verwendung des Du auf dem Vormarsch zu sein. Viele große deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren eine „Duz-Kultur“ eingeführt. Aktuell bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend auch an deutschen Hochschulen durchsetzen wird. Diese Untersuchung liefert Datentrends einer Befragung von Studierenden der Medical School Hamburg aus denen zukünftige Forschungsfragen abgeleitet werden können. Insbesondere die folgenden fünf Themenbereiche erscheinen für zukünftige Forschung im Gebiet der Hochschullehre interessant: Motivation, Autonomie, Feedback, Ersuchen und Annahme von Hilfe, sowie Stress- und Angstreaktionen. Weitere Forschung ist notwendig, um zu zeigen, inwieweit die Veränderung der Anredeform einen Einfluss auf den Lernerfolg haben könnte

    EEG-Parameter in der Sprachforschung: Eine Analyse von Dokumentation und Variation

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    Diese Bachelorarbeit untersucht die Variation und Dokumentation von EGG-Aufnahme- und Vorverarbeitungsparametern in Studien zur Sprachverarbeitung. Ziel der Arbeit ist es, die Heterogenität der verwendeten Methoden zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Ergebnisse bei hemisphärischer Asymmetrie. Mittels einer systematischen Literaturrecherche wurden relevante Studien identifiziert und hinsichtlich der verwendeten Parameter wie Elektrodenplatzierung, Abtastrate, Filtertechniken und Artefaktentfernung untersucht. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede in den methodischen Ansätzen, was die Konsistenz und Interpretierbarkeit der Studien beeinträchtigt (Robbins et al., 2020). Diese Heterogenität unterstreicht die Notwendigkeit für standardisierte Protokolle und eine detaillierte Dokumentation der EEG-Methoden (Desjardins et al., 2021). Initiativen wie die PREP-Pipeline (Bigdely-Shamlo et al., 2015) und die Richtlinien der American Clinical Neurophysiology Society (Tatum et al., 2016) bieten bereits wertvolle Ansätze zur Verbesserung der Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit. Die Arbeit liefert wichtige Einblicke in die methodischen Herausforderungen der EEG-Forschung zur Sprachverarbeitung und legt die Grundlage für zukünftige Standardisierungsbemühungen

    Die Rolle der Advanced Nursing Practice in der Optimierung der Patientenversorgung in der Notaufnahme

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    Die moderne Gesundheitsversorgung steht vor einer Reihe vielfältiger Herausforderungen. Insbesondere der demografische Wandel und der Personalmangel belasten die Notfall- und Akutmedizin erheblich. In diesem Kontext rücken akademisierte Pflegefachkräfte immer mehr in den Fokus. Ihre Potenziale und Kompetenzen werden derzeit nicht ausreichend genutzt, obwohl sie eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der genannten Herausforderungen spielen könnten. Um die Versorgung zu verbessern und das System zu entlasten, wird daher eine Implementierung von Advanced Practice Nurse von der Politik angestrebt. Durch ihre Kompetenzen könnten sie dazu beitragen, die bestehenden Versorgungslücken zu schließen und die Qualität der Patientenversorgung zu erhöhen

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