Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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    Zwischen Persönlichkeitsstruktur und Intimität: Der Zusammenhang zwischen dem Strukturniveau und sexuellen Schwierigkeiten sowie die mediierende Rolle der Beziehungsqualität

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    Sexuelle Schwierigkeiten treten in Deutschland und weltweit häufig auf. Bisher sind die Erkenntnisse zur Ätiologie und zu Risikofaktoren von sexuellen Schwierigkeiten noch limitiert. Diese Arbeit untersucht anhand einer Umfrage, welche Ursachen für sexuelle Probleme bedeutsam sein könnten. Hierfür wurden das Strukturniveau und die Beziehungsqualität im Zusammenhang mit der sexuellen Funktion untersucht. Die Erhebung fand vom 02.05.2024 bis zum 03.06.2024 statt. Zur Auswertung wurden die Daten von 90 Teilnehmer:innen verwendet. Diese haben sowohl die Online-Umfrage vollständig beantwortet als auch die Auswahlkriterien erfüllt. Für die Überprüfung der Hypothesen wurden Pearson-Korrelationen, lineare Regressionen und eine Mediationsanalyse durchgeführt. Die Proband:innen gaben mit Hilfe von Fragebögen Selbstauskunft zu soziodemografischen Variablen, ihrem Strukturniveau (OPD-SF), ihrer sexuellen Funktion (SBQ-G) und der Beziehungsqualität (PFB-K) ihrer aktuellen Beziehung. Die Korrelationen, die linearen Regressionen und die Mediationsanalyse zeigten signifikante Ergebnisse. Je niedriger das Strukturniveau war, desto mehr sexuelle Schwierigkeiten waren bei den Proband:innen vorhanden und umso niedriger war die Beziehungsqualität. Zudem bestanden mehr sexuelle Schwierigkeiten bei Proband:innen, die eine schlechtere Beziehungsqualität angaben. Durch die Mediationsanalyse konnte gezeigt werden, dass die Beziehungsqualität den Zusammenhang zwischen dem Strukturniveau und der sexuellen Funktion vollständig mediierte. Es wurden also Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Variablen gefunden und Risikofaktoren für sexuelle Schwierigkeiten herausgearbeitet. Diese stehen im Einklang mit dem aktuellen Forschungsstand und erweitern diesen, insbesondere im psychodynamischen Bereich. Die Ergebnisse bieten Implikationen für die klinische Praxis und könnten besonders im Bereich der Prävention und Intervention sexueller Schwierigkeiten nützlich sein

    Die Macht der Ansprüche: Eine qualitative Fokusgruppenstudie zu Masculine Sexual Entitlement bei männlichen Studierenden

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    Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Evaluation der deutschen Version der Masculine Sexual Entitlement Norms Scale (MSEN25). Das zugrundeliegende Konstrukt Masculine Sexual Entitlement (MSE) basiert auf theoretischen Ansätzen zur Prägung von Geschlechterrollen, der Konstruktion von Männlichkeit sowie den sozialen und kulturellen Einflüsse auf sexuelle Berechtigung und Verhaltensweisen. Im Rahmen einer qualitativen Fokusgruppenstudie wurde die MSEN25 von männlichen Studierenden inhaltlich bewertet und diskutiert. Die Ergebnisse der Fokusgruppe zeigen, dass die Items der MSEN25 größtenteils als relevant und verständlich angesehen werden. Zudem werden kulturelle sowie gesellschaftliche Einflüssen hervorgehoben, die im Kontext der männlichen sexuellen Anspruchshaltung eine signifikante Rollen spielen. Diese Erkenntnisse tragen zur Validierung der deutschen Version der MSEN25 bei und liefern wichtige Hinweise für die zukünftige Forschung, zum Beispiel in den Bereichen sexuelle Gewalt und Geschlechtergerechtigkeit

    Untersuchung der Auswirkung von variablem LED-Licht auf die Executive-Attention unter Berücksichtigung vom depressiven und saisonal-depressivem Empfinden

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    Einleitung Im Rahmen der Lichtforschung wird die Wirkung von adaptiven Lichtquellen auf diverse Verhaltens- und Erlebensqualitäten des Menschen fortlaufend untersucht. Insbesondere deren Effekt auf die Aufmerksamkeitsleistung stellt ein Interessensgebiet in der Kognitionspsychologie dar. So findet variables, LED-basiertes Licht Anwendung in der Optimierung von Hintergrundbedingungen in Schulklassen und Arbeitsräumen. Allerdings wurden auch alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in den präferierten Lichtverhältnissen identifiziert, welche auf die Komplexität dieser Assoziationen hindeuten. Methodik In vorliegendem Experiment wurden insgesamt 483 Probanden herangezogen, um im Rahmen des Attention-Network Tests die Wirkung von LED-Licht auf die Executive-Attention-Komponente unter Berücksichtigung von depressivem und saisonal-depressivem Empfinden zu untersuchen. Dafür erfolgte eine randomisierte Zuweisung in drei Lichtbedingungen: (I) Tageslicht (6514 K; 1238 lx), (II) Warmweiß (3201 K; 169 lx) und (III) Neutralweiß (3671; 395 lx). Ergebnisse Es zeigten sich keine Haupteffekte von Licht auf die Executive-Attention-Komponente. Mit Einschluss der Kovariaten zeichneten sich signifikante Haupteffekte mit kleinen Effektstärken zugunsten der warmweißen Lichtbedingung ab. Diskussion Die prognostizierte Überlegenheit der Tageslichtbedingung und Unterlegenheit der warmweißen Lichtbedingung wurde nicht beobachtet. Die Alters- und Geschlechtsverteilung in vorliegender Stichprobe sowie potenzielle Stör- und Moderatorvariablen werden diskutiert

    Altersstereotype und generative KI: eine empirische Untersuchung zu Verzerrungen in der Persönlichkeitseinschätzung in ChatGPT

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    Diese Abschlussarbeit untersucht, ob Persönlichkeitseinschätzungen von ChatGPT durch Altersstereotype verzerrt sind. Das Ziel ist es, auf mögliche stereotype Verzerrungen in der generativen KI aufmerksam zu machen und zu analysieren, ob der Persönlichkeitseinschätzungen durch generative KIs verzerrt sind. Hierfür wurde ChatGPT dazu aufgefordert, für 290 fiktive Testpersonen einzuschätzen, wie sie den NEO-FFI als Persönlichkeitsinventar beantworten würden. Die Einschätzungen durch ChatGPT wurden anschließend mit einer deutschen Normstichprobe des NEO-FFI verglichen. Die Analysen deuteten darauf hin, dass ChatGPT dazu neigt, Altersunterschiede in den Big-Five-Persönlichkeitseinschätzungen zu überschätzen. Die Ergebnisse betonen damit, dass Einschätzungen von ChatGPT durch Altersstereotype verzerrt sein könnten. Insbesondere zeigte sich dies für die jüngeren (18-33 Jahre) und älteren (über 65 Jahre) Erwachsenen. Die Erkenntnisse dieser Arbeit betonen, dass weiter an stereotypen Verzerrungen in generativen KIs geforscht werden sollte, um ihre Fairness und Sorgfältigkeit verbessern zu können. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die steigende Relevanz von generativen KIs im Alltag

    Die geplante Krankenhausreform der Bundesregierung im Vergleich mit dem dänischen Gesundheitssystem: Eine Machbarkeitsanalyse

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    Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die geplante Krankenhausreform der deutschen Bundesregierung im Vergleich zum dänischen Gesundheitssystem und bewertet deren Machbarkeit. Im Fokus steht die Frage, ob das dänische Modell als Vorlage für eine effiziente und patientenorientierte Gesundheitsversorgung in Deutschland geeignet ist. Die Arbeit analysiert zunächst die Strukturen, Finanzierungssysteme und Herausforderungen beider Gesundheitssysteme. Anschließend wird die geplante deutsche Krankenhausreform hinsichtlich ihrer Ziele, Maßnahmen und bisherigen Entwicklungen detailliert beleuchtet. Im Rahmen eines strukturierten Vergleichs werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem dänischen Modell und dem deutschen Gesundheitssystem herausgearbeitet und die Übertragbarkeit des dänischen Modells auf Deutschland kritisch analysiert. Gegenstand der Diskussion sind zudem eine Bewertung der Reformziele und -maßnahmen sowie die Identifikation von Chancen, Risiken und Reaktionen der beteiligten Akteure. Die Ergebnisse zeigen, dass das dänische Modell in bestimmten Bereichen als Vorbild dienen kann, jedoch erhebliche Anpassungen notwendig sind, um den spezifischen Anforderungen des deutschen Gesundheitswesens gerecht zu werden. In der Schlussbetrachtung werden Implikationen für die Gesundheitspolitik sowie mögliche zukünftige Entwicklungen skizziert

    Herzratenvariabilität bei PTBS-PatientInnen mit interpersonalen Kindheitstraumata

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    Hintergrund. Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen interpersonalen Kindheitstraumata und der Herzfrequenzvariabilität (HRV) bei PatientInnen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Die zugrunde liegende Annahme aus der Literatur ist, dass die PTBS eine Störung der Stressreaktionssysteme mit einer Hochregulation der HHN-Achse darstellt. Die Folge ist eine erhöhte sympathische Aktivität und verringerte HRV, was auf eine gestörte Anpassungsfähigkeit des kardiovaskulären Systems hinweist. Aktuelle Forschung zeigt, dass die HRV besonders stark abnimmt, wenn Kindheitstraumata oder interpersonale Traumata wie sexuelle und/oder körperliche Misshandlungen vorliegen. Methoden. Es wurde eine Sekundäranalyse durchgeführt auf Grundlage der RCT und des Datensatzes (N = 27) von Lotzin & Laskowsky (2024), wobei eine multiple lineare Regressionsanalyse verwendet wurde, um den Einfluss von interpersonalem Kindheitstrauma, Alter, BMI, Rauchverhalten und körperlicher Aktivität auf die HRV (rMSSD) zu untersuchen. Ergebnisse. Die Ergebnisse zeigten, dass Alter (b = -.44, t = -2.48, p = .022, 95% CI [-.67, -.06]) mit einer mittleren Effektstärke von ß = -.42 und Rauchen (b = -13.13, t = -2.68, p = .014, 95% CI [-23.32, -2.93]) mit einer mittleren Effektstärke von ß = -.46 die HRV signifikant beeinflussten. Dahingegen hatten interpersonale Kindheitstraumata (b = 1.93, t = .44, p = .663, 95% CI [-7.18, 11.05]), BMI (b = -.21, t = -.61, p = .551, 95% CI [-.94, .52]) und sportliche Aktivität (b = -.44, t = -.77, p = .453, 95% CI [ -1.64, .76]) keinen signifikanten Einfluss. Die Hypothese, dass PTBS-PatientInnen mit interpersonalen Kindheitstraumata eine niedrigere HRV aufweisen als solche mit anderen Traumata, wurde somit nicht unterstützt. Fazit. Methodische Einschränkungen, wie die geringe Stichprobengröße, die vielen Störfaktoren auf die HRV und die Herausforderung der Operationalisierung der interpersonalen Kindheitstraumata, könnten die Ergebnisse beeinflusst haben. Die Untersuchung und auch die aus der Forschung angenommenen schweren Folgen von Kindheitstraumata machen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen deutlich, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen interpersonalen Kindheitstraumata und HRV bzw. physiologischen Stressreaktionen besser zu verstehen

    Untersuchung der Einflüsse von variablem LED-Licht auf die Emotionsregulationsfähigkeit der Teilnehmenden während einer Labortestung unter Berücksichtigung des unmittelbaren Stressempfindens

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    Hintergrund. Untersuchungen konnten zeigen, dass Licht uns als Menschen nicht nur jeden Tag umgibt, sondern auch verschiedene Einflüsse auf uns hat. So beeinflusst Licht beispielsweise unseren circadianen Rhythmus und wie konzentriert wir arbeiten können (Auras et al., 2016; Fleischer, 2001; Fördergemeinschaft Gutes Licht, 2014; Wessolowski, 2014). Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, welchen Einfluss variables LED-Licht auf die Emotionsregulationsfähigkeit der Teilnehmenden unter Berücksichtigung des unmittelbaren Stressempfindens hat. Methodik. In einer randomisierten quantitativen Laborstudie in einem experimentellen Untersuchungsdesign wurden die Probanden unter Interventions- und Kontrollbedingung getestet. Die Interventionsbedingung war entweder warmweißes Licht (unter 3300 K) oder Tageslicht (über 5000 K). Die Kontrollbedingung stellte neutralweißes Licht (zwischen 3300 und 5000 K) dar. Während die Probanden in einer Laborkabine einer der zufällig ausgewählten Lichtbedingungen ausgesetzt waren, füllten sie diverse Fragebögen und Tests aus. Die für diese Arbeit relevanten Fragebögen waren der Mehrdimensionale Befindlichkeitsfragebogen (MDBF), das Stressthermometer, der Fragebogen zur Erhebung der Emotionsregulation bei Erwachsenen (FEEL-E) und der Emotion Regulation Questionnaire (ERQ). Statistisch wurden einfaktorielle Varianzanalysen und einfaktorielle Kovarianzanalysen durchgeführt. Des Weiteren wurden die Mittelwerte in Form der geschätzten Randmittel dargestellt. Ergebnisse. Es ergab sich eine Gesamtstichprobe von N=328 (warmweißes Licht mit n=95, Tageslicht mit n=110 und neutralweißes n=123). Es zeigten sich in keiner der Analysen signifikante Ergebnisse. Trotz fehlender Signifikanz gab es allerdings einen kleinen Effekt bei der Auswirkung von Tageslicht auf die Emotionsregulationsfähigkeit der Teilnehmenden in Form der maladaptiven Emotionsregulationsstrategien im Vergleich zu neutralweißem Licht. Fazit. Insgesamt zeigen die Ergebnisse keine Auswirkungen der verschiedenen Lichtbedingungen auf die Emotionsregulationsfähigkeit der Teilnehmenden. Auch das unmittelbare Stressempfinden während der Testsituation hatte keinen Einfluss

    Das Dritte - Triangulierung aus psychoanalytischer Sicht und die kunsttherapeutische Triade: Schlussfolgerungen für die Kunsttherapie ausgehend von psychoanalytischen Konzepten der Triangulierung mit dem Schwerpunkt der Autonomieentwicklung

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    Die vorliegende Masterarbeit betrachtet das Dritte aus einer psychoanalytischen Perspektive im Rahmen des Konzeptes der frühen Triangulierung, verknüpft diese Inhalte mit dem Dritten der kunsttherapeutischen Triade und fokussiert dabei die Bedeutung des Dritten für die Autonomieentwicklung. Die entwicklungspsychologischen, psychoanalytischen Ausführungen über die frühe Triangulierung finden in der Arbeit eine therapeutische Verknüpfung, indem aus psychoanalytischer und kunsttherapeutischer Perspektive herausgearbeitet wird, wie Triangulierungsschwierigkeiten und -probleme in der jeweiligen Therapie bearbeitet werden können und damit eine Förderung der Autonomie stattfinden kann. Die zentrale These der Arbeit lautet, dass die kunsttherapeutische Triade und damit die Arbeit mit einem künstlerischen Dritten (Nach)reifungsprozesse der Autonomie ermöglicht, die entwicklungspsychologisch der frühen Triangulierung zugewiesen werden können. Dabei wird die Hypothese untersucht, ob und wenn ja, welche therapeutischen Unterschiede in der Kunsttherapie und damit der Arbeit mit einem künstlerischen Dritten im Vergleich zu der gesprächsbasierten psychodynamischen Therapie entstehen, die eine Autonomieentwicklung als Ziel haben. Die These kann als nicht falsifiziert gelten. Es kann herausgearbeitet werden, dass ein aufgezeigter Zusammenhang von der Entstehung des Selbst und der Fähigkeit autonom handeln zu können, mit der These einhergeht, dass sich Triangulierungsschwierigkeiten auch auf die autonomen Fähigkeiten eines Menschen auswirken bzw. das autonome Handeln Fähigkeiten zur Triangulierung voraussetzt. Ein triadisches therapeutisches Arbeiten soll demnach in der Kunsttherapie als angestrebt betrachtet werden, sodass dem Dritten große Bedeutung zukommt. Vier große Thesen konnten im Hinblick auf die Vorteile des Arbeitens mit dem künstlerischen Dritten im Vergleich zu der psychoanalytischen therapeutischen Situation herausgestellt werden, die folgende Bereiche betreffen: Korrigierende Beziehungserfahrungen, die reflektierende Position der therapeutischen Person als das Dritte, Patient:in und Therapeut:in beziehen sich auf etwas Drittes und etwas Neues wird als Drittes eingeführt

    Suizide von Patient*innen und deren Auswirkung auf ihre Behandler*innen

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    Der Suizid eines Patienten stellt eine der wohl erschütterndsten Erfahrungen im beruflichen Leben von behandelnden Psychotherapeuten und Psychiatern dar. Häufig geht diese mit starken, emotionalen Reaktionen wie Entsetzen, Trauer und erheblichen Selbstvorwürfen in Hinblick auf das eigene therapeutische Handeln einher. Das Ziel der folgenden Masterarbeit war es nun, näher zu explorieren, auf welche Weise ein solches Ereignis von betroffenen Behandlern verarbeitet wird und inwiefern unterschiedliche Faktoren die Belastung nach einem erlebten Patientensuizid beeinflussen. Hierbei wurde der Fokus auf den nachfolgenden Erhalt von Supervision, den Kontakt zu Teamkollegen und zu eigenen Freunden gelegt. Ebenfalls wurde untersucht, welchen Einfluss die antizipierte Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit des Patientensuizids auf das Belastungserleben der Behandler hatte und ob der Erfahrungsgrad der Behandler, sowie das Alter des Suizidenten einen Effekt auf die nachfolgende Verarbeitung eines solchen Ereignisses hatte. Methodisch wurde eine Online-Umfrage an 117 praktizierenden psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten, sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und Psychotherapeuten in Ausbildung durchgeführt, welche mindestens einen Patientensuizid im Rahmen ihrer beruflichen Karriere erlebt hatten. Prägnante Ergebnisse im Rahmen dieser Studie waren, dass insbesondere weibliche Behandler (p <.001) und solche mit weniger Jahren Berufstätigkeit (p <.01) signifikant stärker nach einem erlebten Patientensuizid belastet waren, als ihre Berufskollegen. Wichtige Implikationen für die Praxis sind diesbezüglich, dass angehende Psychotherapeuten bereits im Rahmen ihrer Ausbildung stärker auf das Ereignis eines Patientensuizids vorbereitet werden sollten, um einen potenziellen, späteren Patientensuizid adäquat bewältigen zu können. Des Weiteren sollte der Forschungsstand zu dieser Thematik insbesondere im deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut werden

    Verwendung von Stroop-Cueing mit variabler Reaktionszuweisung in einer Symmetrierkennungsaufgabe

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    Ziel dieser Arbeit war es, mögliche Unterschiede bei der Detektion von kurzen und langen symmetrischen sowie asymmetrischen Buchstabenketten bei der Darbietung von kongruenten und inkongruenten Stroop-Stimuli zu untersuchen. Frühere Forschungsergebnisse legen nahe, dass Symmetrie schneller erkannt wird als asymmetrische Muster und eher mit positiven Emotionen assoziiert wird, während asymmetrische Muster eher mit negativen Emotionen verbunden sind. Da Stroop-Stimuli unter kongruenten Bedingungen ähnlich verarbeitet werden wie symmetrische Reize und unter inkongruenten Bedingungen wie asymmetrische Reize, wurden in dieser Arbeit zwei Aufgabenblöcke konzipiert. In einem Block wurden kongruente und inkongruente Stroop-Stimuli dargeboten, wobei die Teilnehmer nach kongruenten Stroop-Reizen auf symmetrische und nach inkongruenten auf asymmetrische Buchstabenketten reagieren sollten; im anderen Block waren die Anweisungen umgekehrt. Anschließend wurden die Daten mittels einer vierfaktoriellen ANOVA mit Messwiederholungen und Post-hoc-Tests hinsichtlich der Unterschiede in Bezug auf Trefferquoten und Reaktionszeiten miteinander verglichen. Die Ergebnisse deuteten auf eine bessere und schnellere Detektion von homosymmetrischen Ketten im Vergleich zu hetero- und teilweise bessere Detektion asymmetrischer Ketten hin, unabhängig von der Reizlänge. Die Präsentation verschiedener Stroop-Stimuli hatte jedoch keinen Einfluss auf die Detektion von symmetrischen und asymmetrischen Ketten. Es wird diskutiert, ob unterschiedliche kognitive Strategien, Priming- und Übungseffekte die Detektion beeinflusst haben könnten

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