Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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Elternperspektiven in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Eine qualitative Analyse von Elternfragebögen mithilfe der ICF-CY
Diese Arbeit untersucht die Wünsche von Eltern bezüglich der Behandlung ihrer psychisch kranken Kinder im Rahmen des Forschungsprojektes „ICF in der Pflege“. Dafür wurden die Eltern von 16 Kindern mithilfe von Bezugspflegekräften befragt und ihre Antworten mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und anschließend nach ICF-CY klassifiziert. Dabei zeigt sich, dass der Wunsch nach Veränderung vor allem die Essgewohnheiten der Kinder und die Eltern-Kind-Beziehung betrifft. Auch standen Sorgen um die Entwicklung der Kinder und die familiäre Belastung im Vordergrund. Besonders auffallend war, dass die meisten angestrebten Veränderungen der ICF Komponente Umweltfaktoren zugeordnet werden konnten, während die Komponente Körperfunktionen vergleichsweise in den Hintergrund trat. Dies zeigt den großen Wunsch nach einer ganzheitlichen Behandlung, bei der die Erkrankung des Kindes nicht isoliert betrachtet wird, sondern auch die Auswirkungen auf das Umfeld des Kindes beleuchtet werden
Spielt die Symmetrie eines Gesichtes eine Rolle für die Wahrnehmung von Schönheit/Attraktivität? Eine Verhaltensuntersuchung unter Verwendung des IAT-Tests
In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, ob die Gesichtssymmetrie einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Schönheit und Attraktivität hat. Insbesondere wird analysiert, ob symmetrische Gesichter als attraktiver empfunden werden als asymmetrische und inwiefern die Kunsterfahrenheit einer Person dabei eine Rolle spielt. Zur Messung dieser Effekte wurde der Implicit Association Test (IAT) eingesetzt, um die kognitive Verarbeitung von Gesichtssymmetrie zu erfassen. In der Untersuchung wurden den Teilnehmern in 10 unterschiedlichen Durchläufen Bilder und Wörter präsentiert, die sie durch das Drücken einer Taste hinsichtlich Symmetrie sowie positiver oder negativer Valenz bewerten mussten. Dabei wurden sowohl Reaktionszeiten als auch Trefferquoten erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass symmetrische Gesichter schneller und positiver bewertet wurden als asymmetrische, sowie positive Wörter einen stärkeren Einfluss auf die Reaktionszeiten hatten als negative. Hinsichtlich der Kunsterfahrenheit konnte kein signifikanter Effekt auf die Bewertung der Symmetrie festgestellt werden. Diese Studie bestätigt, dass Symmetrie einen zentralen Einfluss auf die Attraktivitätswahrnehmung hat, jedoch in Kombination mit emotionalen Faktoren betrachtet werden muss. Die Ergebnisse tragen zur Forschung in den psychologischen Bereichen der Wahrnehmung und Ästhetik bei
Mentalisierungsfähigkeit und Konfliktlösungsstile in dyadischen Partnerschaften: Eine empirische Untersuchung des Einflusses der Gewissheit über mentale Zustände auf das Konfliktverhalten in Partnerschaften im Zusammenhang mit Bindungsstilen
Die Mentalisierungsfähigkeit nimmt eine zentrale Rolle in regulierenden und reflektierenden Prozessen eigener innerer Zustände sowie zwischenmenschlicher Interaktionen ein. Dabei ist sie insbesondere für die Bewältigung von Konflikten in Paarbeziehung von Bedeutung. Die vorliegende Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der subjektiv wahrgenommenen Gewissheit über eigene
(Self-Certainty) und fremde mentale Zustände (Other-Certainty) sowie die Ausprägung eigener Konfliktlösungsstile in dyadischen Partnerschaften. In einer Online-Umfrage (N = 395) wurden die Konstrukte mit dem Certainty Abort Mental States Questionnaire (CAMSQ), dem Konfliktlösungsstile-Inventar (KSIP) und der
Experience in Close Relationships Scale (ECR-G-10) erfasst.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine höhere Gewissheit eigener mentaler Zustände mit einer verstärkten Nutzung des Positiven Konfliktstils und einer geringeren Ausprägung maladaptiver Strategien (Kämpferischer Konfliktstil, Rückzug, Nachgiebigkeit) im Zusammenhang steht. Die Gewissheit fremder mentaler Zustände zeigte keine signifikanten Zusammenhänge mit den Konfliktstilen. Zudem konnte Self-Certainty als signifikanter Mediator des Zusammenhangs zwischen Bindungsangst und dem Positiven Konfliktstil, Rückzug und Nachgiebigkeit identifiziert werden. Personen mit hoher Bindungsangst wiesen eine geringere Self-Certainty auf, was mit einer selteneren Anwendung positiver Konfliktlösungsstrategien und einer erhöhten Neigung zu Rückzug und Nachgiebigkeit einherging. Dies deutet darauf hin, dass eine stärkere Selbstsicherheit über eigene mentale Zustände als protektiver Faktor für adaptive Konfliktbewältigung wirken kann. Die Ergebnisse liefern wichtige Implikationen für die Paartherapie und die mentalisierungsbasierten Therapie (MBT). Künftige Forschung sollten verstärkt dyadische Konfliktprozesse und situative Einflussfaktoren der Mentalisierungsfähigkeit stärker berücksichtigen
Metakulutrelle Psychotherapieforschung: Entwicklung einer Vorgehensweise zum Erschließen neuer psychotherapeutischer Ansätze anhand historischer Philosophien - Am Beispiel des Konstrukts Emotion innerhalb der indischen Philosophie des Patanjali Yoga
Hintergrund
Die Psychotherapie und ihre Konzepte und Interventionen sind
ethnozentrisch geprägt. Durch die Analyse historischer Denktraditionen außerhalb des westlichen Kulturkreises soll langfristig eine Überwindung dieses monokulturellen Aspektes erreicht werden.
Forschungsziel
Das übergeordnete Ziel besteht in der Entwicklung einer Methodologie zur Integration historischer Denktraditionen in die Psychotherapie, mit dem Ziel, deren Effektivität zu steigern.
Konkretes Ziel ist die Anwendung dieser Methodik basierend auf der Patanjali-Yoga-Philosophie, speziell im Hinblick auf das Konzept der Emotionen. Das Ziel besteht darin, innovative therapeutische Ansätze für Patienten mit emotionalen Störungen zu identifizieren.
Methodik
Diese Implikationen sollen im Rahmen einer möglichst emischen
Untersuchung der Philosophie des Patanjali-Yoga durch
Experteninterviews und mit Hilfe eines neu entwickelten
Interviewleitfadens erschlossen werden.
Ergebnisse
Die entwickelte Methode ermöglichte es, die Bhavana in der
Philosophie des historischen Patanjali-Yoga als ein Phänomen zu erfassen, das sich als ein „Emotionskonzept" in die abendländische Psychotherapie einbetten lässt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass es grundsätzlich unterschiedliche Verständnisse von dem Abstraktum „Emotionen" gibt. Diese müssen für die Implikation in die Psychotherapie berücksichtigt werden
Influence of the linear sprint speed and leg strength on the change of direction ability
The purpose of the study was to examine the relationship between %CODD and various performance measures and provide normative data. A retrospective cross-sectional analysis of 25 female handball players was conducted. Variables assessed were a 20-m linear sprint with split times at 5-m and 10-m, Countermovement jumps and Squat jumps, and the modified Pro-Agility Shuttle (MProA) to determine Change of Direction Speed (CODS). The best time achieved in the MProA was then used to calculate the %CODD in conjunction with the fastest 20-m sprint. Pearson correlation analysis revealed significant negative correlations between %CODD and all sprint split times (r = (-.532) – (-.638), p < 0.05), whereas no significant relationships were found between %CODD and jump performances. Multiple linear regression analysis identified the 10-m sprint time as the only significant predictor of %CODD (β = -.638, R² = 0.407, p < 0.05). The findings of our study suggest that acceleration ability plays a crucial role in determining %CODD of female handball players, whereas lower body strength, as assessed through vertical jumps, does not significantly contribute.Coaches and practitioners should consider that a high %CODD may indicate either poor COD ability relative to sprint performance or inadequate eccentric strength for effective deceleration. Conversely, a low %CODD might reflect either an efficient COD ability or limited sprint speed. Training interventions should target acceleration mechanics and eccentric strength to optimize COD performance in female handball players
Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Lernstrategien und Ausbildungserfolg in der Rettungsdienstausbildung
Die Einführung des Berufsbildes des Notfallsanitäters und die damit verbundenen Neuerungen in der Rettungsdienstausbildung unterstreichen die zentrale Bedeutung von Lernstrategien und deren Einfluss auf den Ausbildungserfolg. Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Lernstrategien, dem Dogmatismus und dem Ausbildungserfolg in der Rettungsdienstausbildung. Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss von Lernstrategien auf den Ausbildungserfolg sowie die Rolle des Dogmatismus zu untersuchen.
Im Rahmen einer quantitativen Querschnittsstudie wurden Daten von 197 Auszubildenden mittels einer Onlineumfrage erhoben. Zum Einsatz kamen der LIST-K Fragebogen (Klingsieck, 2018) sowie eine Dogmatismus-Kurzskala (Kindervater, 1999; Oesterreich, 1996 & Rokeach, 1960). Die Daten wurden deskriptiv mit SPSS und Excel ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass externale Ressourcen und kognitive Lernstrategien eine zentrale Rolle spielen, während bei metakognitiven und internalen Ressourcenstrategien, insbesondere beim Zeitmanagement, Defizite festgestellt wurden.Ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen Lernstrategien und der theoretischen Leistung wurde festgestellt, wobei die internalen Ressourcenstrategien besonders relevant waren. Externale Ressourcen sowie kognitive und metakognitive Lernstrategien weisen nur geringe bis keine relevanten Ergebnisse auf. Weniger dogmatische Personen zeigten positive Effekte in verschiedenen Bereichen der Lernstrategien. Diese Ergebnisse veranschaulichen, dass Dogmatismus in bestimmten Aspekten des Lernens hinderlich sein kann.
Die Ergebnisse der Arbeit verdeutlichen, dass Lernstrategien einen Einfluss auf den Ausbildungserfolg haben können. Ebenso wurde ein Zusammenhang zwischen Dogmatismus und dessen Auswirkungen auf die Lernstrategien aufgezeigt. Die Erkenntnisse liefern bedeutende Hinweise für die Entwicklung von Maßnahmen, um effektive Lernstrategien zu fördern und dadurch den Ausbildungserfolg nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus wird empfohlen, diesen Themenbereich weiter zu erforschen, um tiefere Einblicke zu gewinnen
Die Wahrnehmungen und Bewertungen von Psychotherapiesitzungen aus Sicht der Patient:innen
Die Wirksamkeit von Psychotherapie ist durch zahlreiche Studien belegt, doch bleibt in Teilen unklar, welche spezifischen Elemente maßgeblich zur Wirksamkeit beitragen. Diese Bachelorarbeit vertieft das Verständnis psychotherapeutischer Prozesse, indem sie die Aussagen von zehn Patient:innen zu einer ihrer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapieeinzelsitzungen analysiert. Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Elemente aus Patient:innensicht als besonders wirksam empfunden werden, welche konkreten Psychotherapietechniken wahrgenommen werden und welche Faktoren die Zufriedenheit mit einer Sitzung beeinflussen. Zudem wird untersucht, wie Patient:innen standardisierte Evaluationsinstrumente, die häufig in Kliniken Anwendung finden, interpretieren; hier exemplarisch an der Comparative Psychotherapy Process Scale (CPPS) überprüft. Die Ergebnisse zeigen Übereinstimmung unter den Patient:innen bezüglich den als wirksam erlebten und für die Zufriedenheit entscheidenden Faktoren, als auch Unterschiede im individuellen Erleben dieser Elemente. Weiterhin werden bei der Anwendung der CPPS Verständnisschwierigkeiten deutlich, die eine notwendige Anpassung dieses Evaluationsinstrumentes nahelegen. Die Arbeit betont die Relevanz der Patient:innenperspektive und fordert eine Vertiefung der gewonnenen Erkenntnisse in zukünftigen Studien
Gegenübertragung bei der therapeutischen Behandlung von Patient*innen mit einer psychischen- und Verhaltensstörung durch Alkoholkonsum
Menschen mit einer psychischen- und Verhaltensstörung durch Alkohol treffen in der Gesellschaft und unter den Therapeut*innen in besonderem Maße auf Ablehnung (Stetter, 2000). Dies liegt in der negativen Gegenübertragung der Therapeut*innen begründet (Ebi, 2000). Mit dem Ziel, alkoholabhängigen Patient*innen positive Therapieerfahrungen zu ermöglichen, stellt sich die Frage nach negativen Gegenübertragungen seitens der Therapeut*innen innerhalb der Behandlung. Das Ziel dieser Arbeit ist es zum einen, negative Gegenübertragungsreaktionen der Therapeut*innen sichtbar zu machen und zum anderen, eventuelle Unterschiede innerhalb der Gegenübertragung zwischen den Therapieschulen Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie aufzudecken. Zur Beantwortung der Fragestellungen wurde eine qualitative Studie in Form von zehn Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Grundlage dafür bildet ein Interviewleitfaden, der auf der Beziehungs-, Konflikt- und Strukturachse des OPD basiert (OPD-2, 2019). Die Stichprobe umfasst zehn Psychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen in Ausbildung der Therapieschulen Tiefenpsychologie sowie Verhaltenstherapie. Die Datenauswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) zeigt, dass besonders der primäre Affekt Ärger im Rahmen eines ärgerlichen Widersprechens und die Angst, bestimmt zu werden bei den Therapeut*innen auftritt. Darüber hinaus wird eine ausgeprägte Distanz, ein mangelndes Verantwortungsgefühl gegenüber den Patient*innen, sowie ein Gefühl von Vereinnahmung, Sorge und Verantwortung berichtet. Zentrale Unterschiede zwischen den Therapieschulen werden dahingehend deutlich, dass die Verhaltenstherapeut*innen im Rahmen der Gegenübertragungen eher dazu neigen, ärgerlich zu widersprechen, während die tiefenpsychologischen Therapeut*innen eher den Impuls einer intensiven Versorgung aufweisen. Um negative Gegenübertragungsreaktionen adäquat wahrzunehmen und zu reflektieren, kommt diese Studie zu dem Schluss, dass das Erlernen eines effektiven Gegenübertragungsmanagements der Psychotherapeut*innen nach Gelso & Hayes (2001) der Schlüssel zu positiven Therapieerfahrungen für die Patient*innen sowie einer erfolgreichen Therapie darstellen kann
Der Einfluss positiver termporaler Refokussierung auf intertemporale Entscheidungen im Kontext von Ärgerregulation
Mental in der Zeit zu reisen, ist eine menschliche Fähigkeit, die im Rahmen des metakognitiven temporalen Copings auch zur Emotionsregulation genutzt werden kann. Ziel dieser Arbeit ist es, in einem randomisierten, kontrollierten online-Experiment zu untersuchen, ob durch die Copingstrategie der positiven temporalen Refokussierung eine Reduktion des zuvor indizierten Ärgergefühls zustande kommt. Des Weiteren soll überprüft werden, ob durch intertemporale Entscheidungsaufgaben ein kognitiver Prozess messbar gemacht werden kann, der hinter dem emotionsregulierenden Effekt der positiven temporalen Refokussierung stehen könnte. Insgesamt wurden die Daten von N=87 Teilnehmenden ausgewertet, die sich zu n=48 Personen auf die Experimentalgruppe und n=39 Personen auf die Kontrollgruppe aufteilen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die Anwendung der positiven temporalen Refokussierung zu einer signifikanten Ärgerreduktion im Vergleich mit der Kontrollgruppe führt (F(1,85)=34.98, p<.001, η²=.29). Es konnte jedoch kein Mediationseffekt der intertemporalen Entscheidungsaufgaben festgestellt werden. Des Weiteren konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der mentalen Distanz der Teilnehmenden zum Ärgerereignis und den intertemporalen Entscheidungsaufgaben entdeckt werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstützen die Annahme, dass metakognitive temporale Copingstrategien wirksam negative emotionale Reaktionen reduzieren können. Fraglich bleibt dennoch, welche konkreten kognitiven Veränderungen zu dem emotionsregulierenden Effekt führen. Weitere Untersuchungen zu dieser Fragestellung mit methodisch abgewandelten Studiendesigns sind für die zukünftige Forschung wünschenswert
Wie viel Gender Bias steckt in ChatGPT?
Das Ziel dieser Studie war es, das Ausmaß von Gender Bias in Bezug auf Persönlichkeitsmerkmale in künstlicher Intelligenz am Beispiel von ChatGPT zu untersuchen. Die Persönlichkeitsmerkmale wurden auf Basis des Big-Five-Modells erhoben, wobei das Neo-Fünf-Faktoren-Inventar als Erhebungsinstrument verwendet wurde. ChatGPT wurde mittels konstruierten Prompts gebeten, Items für Zielpersonen zu beantworten. Insgesamt wurden Daten für eine Stichprobe von N = 340 Zielpersonen erhoben, die sich durch Geschlecht, Alter und Anzahl der absolvierten Schuljahre unterschieden. Diese Daten wurden mittels Einstichproben-t-Tests mit den Vergleichswerten einer Referenzstichprobe abgeglichen. Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Zielpersonen und der Normstichprobe auf den Skalen Neurotizismus und Extraversion. Weitere signifikante Mittelwertunterschiede wurden für männliche Zielpersonen auf der Skala Verträglichkeit und für weibliche Zielpersonen auf der Skala Offenheit festgestellt. Die Daten zur Persönlichkeitsdimension Gewissenhaftigkeit wiesen keine einheitlichen Ergebnisse auf und variierten abhängig von den Altersgruppen. Somit konnten geschlechterbedingte Verzerrungen, Gender Bias, in einigen Skalen nachgewiesen werden. Für zukünftige Forschungen sollte der Fokus verstärkt auf die Analyse der Alterseffekte sowie auf den statistischen Vergleich der Ausprägungen zwischen den Geschlechtern gelegt werden