Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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    Soziale Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem: Bildung und Migration

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    Bildung ist ein zentraler Faktor für sozialen Aufstieg, doch soziale Ungleichheiten prägen weiterhin das deutsche Bildungssystem. Besonders beim Übergang von der Grundschule in eine weiterführende Schulform zeigen sich Benachteiligungen für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Diese Arbeit analysiert die förderlichen und hinderlichen Faktoren, die diesen Übergang beeinflussen. Dabei wird untersucht, welche Rolle der soziale Status, der Bildungsbezug der Eltern und strukturelle Bedingungen des Schulsystems spielen. Die Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche verdeutlichen, dass nicht der Migrationshintergrund selbst, sondern vor allem der niedrige soziale Status zu einer Benachteiligung führt. Zu den hinderlichen Faktoren zählen begrenzte Bildungsressourcen im Elternhaus, sprachliche Barrieren und ungerechte Benotung. Förderliche Faktoren sind hingegen eine frühzeitige Förderung vor der Schule, gezielte Nachhilfe und eine faire Leistungsbewertung unabhängig vom sozialen Hintergrund. Künftige Forschungen sollten empirische Studien über Eltern, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund einbeziehen, um individuelle Erfahrungen besser zu erfassen. Zudem wäre eine breitere Betrachtung der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig, um Strategien zur Förderung von Chancengleichheit weiterzuentwickeln

    Wirksamkeit einer Kurzintervention zur metakognitiven temporalen Emotionsregulation in Bezug auf induzierten Ärger

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    Diese Bachelorarbeit untersucht die Wirksamkeit der metakognitiven temporalen Copingstrategie Positive temporale Refokussierung zur Reduktion der Ärgerreaktion nach einer experimentellen Induktion. Die Positive temporale Refokussierung ist eine Emotionsregulationsstrategie, die durch das Fokussieren auf positive Ereignisse der Vergangenheit oder positive Vorstellungen in der Zukunft negative Emotionen regulieren soll. Zudem wurde geprüft, ob die metakognitiven Erfahrungen Leichtigkeit, Überraschung, Erleichterung und positiver Affekt den Einfluss dieser Strategie auf die Ärgerreaktion moderieren. An der Online-Studie nahmen N = 62 Probanden teil und wurden randomisiert der Experimentalgruppe oder der Kontrollgruppe zugeteilt. Die Experimentalgruppe wurde angeleitet, eine Positive temporale Refokussierung einzunehmen, während sich die Kontrollgruppe in eine selbstzentrierte Perspektive begeben sollte. Der Zustandsärger wurde zu drei Messzeitpunkten erhoben. Zu Beginn als Ausgangswert, unmittelbar nach der Ärgerinduktion und zuletzt nach der Anwendung der Intervention. Nach der Induktion des Ärgers wurden die Probanden instruiert, die jeweilige Intervention durchzuführen. Die Ergebnisse der gemischten ANOVA zeigten eine signifikante Reduktion des Zustandärgers durch die Positive temporale Refokussierung, F(1.79, 107.63) = 10.67, p < .001, η² = .15, wobei ein großer Effekt festgestellt wurde. Der moderierende Einfluss der metakognitiven Erfahrungen auf die Beziehung zwischen der Intervention und der Veränderung der Ärgerreaktion konnte mithilfe von Moderationsanalysen nicht bestätigt werden. Die Ergebnisse betonen die Wirksamkeit der positiven temporalen Refokussierung als hilfreiche Emotionsregulationsstrategie und verdeutlichen die Notwendigkeit der Erforschung langfristiger Effekte und der metakognitiven Erfahrungen in diesem Zusammenhang

    Wirkfaktoren der Multifamilientherapie aus Sicht von interdisziplinären MFT-Therapeut*innen

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    Hintergrund: Die Multifamilientherapie (MFT) ist eine systemische Therapieform, die nicht nur Indexpatient*innen, sondern auch deren Familien in die Gruppenbehandlung inkludiert. Ihre Wirksamkeit konnte für eine Vielzahl von Störungsbildern und Problemlagen als auch unterschiedliche Settings belegt werden. Allerdings bedarf es weiterer Forschung, um allgemeine und spezifische Wirkfaktoren der MFT festzulegen. Methode: In der vorliegenden Umfrage wurden die Perspektiven interdisziplinärer MFT-Therapeut*innen (N = 44) auf die Wirkfaktoren der MFT quantitativ und qualitativ erfasst. Im Fokus stand die Relevanzbewertung etablierter Wirkfaktoren, deren Gewichtung in spezifischen Anwendungsbereichen und -settings, die Auswirkung auf das Therapeutenteam und die Identifikation neuer Wirkmechanismen. Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass die etablierten Wirkfaktoren als signifikant relevant bewertet werden. Relevanzunterschiede bestanden zwischen den Settings und innerhalb eines Anwendungsbereichs. Die Stichprobe benannte drei allgemeine und zwei spezifische Wirkfaktoren neu. Die Effekte der MFT auf das Therapeutenteam sind signifikant positiv. Schlussfolgerung: Die vorliegende Arbeit beleuchtet potenzielle neue Wirkfaktoren der MFT und differenzierte Relevanzgewichtungen über Anwendungsbereiche und Settings hinweg. Sie dient als Ansatzpunkt für weitere Forschung und unterstreicht die Notwendigkeit, allgemeine und spezifische Wirkfaktoren der MFT genauer zu untersuchen

    Neurophysiological Responses to Heading in Soccer: A Systematic Review of EEG-Based Analysis

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    Background: Repeated soccer heading may induce neurophysiological brain changes. While structural alterations have been observed, functional impairments remain debated. Objective: This study systematically examines the acute and long-term neurophysiological effects of heading using EEG. Methods: A systematic review following PRISMA guidelines included studies assessing EEG changes after heading. Literature searches were conducted in PubMed, Cochrane, SportDiscus, and Embase until January 2025. Study quality was evaluated using RoB 2, ROBINS-I, JBI, and the Newcastle-Ottawa Scale. Results: Ten studies met the criteria. Acute effects included increased delta activity in frontal, central, and parietal regions, normalizing within seconds. Long-term changes involved reduced P3a/P3b amplitudes, altered theta and beta activity, and impairments in attention, memory, and reaction time. A dose-dependent relationship was observed, but methodological heterogeneity limits comparability. Conclusion: Soccer heading may cause neurophysiological effects, particularly affecting cognitive functions. Standardized EEG protocols and longitudinal studies are needed to clarify causal relationships

    Welchen Effekt haben Verletzungspräventionsprogramme auf die Inzidenz von Sprunggelenksverletzungen bei Volleyballspieler:innen

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    Hintergrund: Sprunggelenksverletzungen zählen zu den häufigsten Verletzungen im Volleyball und können langfristige Folgen wie chronische Instabilität oder Arthrose verursachen. Zur Prävention werden verschiedene Maßnahmen wie neuromuskuläres Training und propriozeptives Training eingesetzt. Ziel: Die Effekte von Verletzungspräventionsprogrammen auf die Inzidenz von Sprunggelenksverletzungen bei Volleyballspieler:innen zu bestimmen. Methode: Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit nach den PRISMA-Richtlinien durchgeführt. Die Recherche erfolgte in den Datenbanken PubMed, Web of Science und SPORTDiscus. Sechs Studien mit unterschiedlichen Präventionsprogrammen wurden einbezogen. Ergebnisse: Die Studie zeigte eine durchschnittliche Reduktion der Verletzungsinzidenz von 4,91 auf 3,67 Verletzungen pro 1.000 Spielstunden (RR = 0,68; 95 % KI: 0,53–0,88). Propriozeptive Trainingsansätze zeigten signifikante Effekte, während spezifische Aufwärmprogramme und neuromuskuläres Training keine signifikanten Ergebnisse lieferten. Schlussfolgerung: Sprunggelenkspräventionsprogramme können das Risiko für Sprunggelenksverletzungen im Volleyball senken

    Professionalisierung und Akademisierung des Pflegeberufes

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    Hintergrund: Durch den demografischen und epidemiologischen Wandel der Gesellschaft und den damit einhergehenden Zuwachs an chronisch erkrankten, alten und multimorbiden Menschen ist ein Umdenken des Pflegeberufes unumgänglich. Die zunehmende Komplexität der Pflegesituationen und die Zunahme an fachspezifischen Qualifikationserfordernissen der beruflichen Pflege zwingen das Gesundheitssystem zum Umdenken. Mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 wurde ebenfalls das grundständige Pflegestudium erstmals als Regelausbildung zum Erwerb der Berufszulassung als Pflegefachfrau/Pflegefachmann rechtlich verankert. Ziel: Ziel der Bachelorarbeit ist es den fortlaufenden Prozess der Professionalisierung und Akademisierung des Pflegeberufes abzubilden. Dafür wurde untersucht, welche Kompetenzen generalistisch und primärqualifiziert ausgebildete Pflegefachpersonen erwerben und welche Aufgaben sich durch die unterschiedlichen Qualifikationen im Rahmen eines Skill-Grade-Mix in der direkten Patientenversorgung eines Krankenhauses ergeben. Methode: Zu diesem Zweck wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen auf, dass sich die Aufgaben von beiden Ausbildungswegen in der direkten Patientenversorgung kaum unterscheiden. Studierende der Pflege erwerben jedoch zusätzlich zu den beruflichen Handlungskompetenzen, die sich auch die Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung aneignen, wissenschaftliche Kompetenzen sowie Fähigkeiten zur Steuerung hochkomplexer Pflegesituationen. In einem Krankenhaus übernehmen die studierten Pflegefachpersonen die Rolle der Case Manager. Sie tragen die Verantwortung für Patienten mit hochkomplexen Pflegebedarfen und erstellen mittels empirisch- und evidenzbasierten Wissens ein individuelles Pflegekonzept. Die dreijährig ausgebildeten Pflegefachpersonen übernehmen den fertig geplanten Pflegeprozess und führen diesen am Patienten durch. Außerdem übernehmen generalistisch ausgebildete Pflegefachpersonen die Planung, Durchführung und Evaluation von Patienten mit geringerem Pflegebedarf. Schlussfolgerung: Um ein Qualifikationsmix in der Pflege umfassend darstellen zu können, ist es von Relevanz ebenfalls die Krankenpflegehelfer mit einzubinden

    Resonanz und Commitment in ehrenamtlicher Buddyarbeit bei HerzCaspar e.V.

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    Ehrenamtliche Arbeit ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Auch die Organisation HerzCaspar e.V. schätzt das Engagement ihrer ehrenamtlichen Buddies, die Patienten im Krankenhausalltag begleiten. Diese Arbeit untersucht die ehrenamtliche Tätigkeit der Buddies basierend auf der Resonanztheorie von Hartmut Rosa sowie den Konstrukten Commitment, Selbstwirksamkeit, Offenheit und Achtsamkeit. Die Arbeit folgt einem längsschnittlichen Mixed-Methods-Design mit verschiedenen Datenquellen. Korrelationsanalysen zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen Resonanz und den Konstrukten Commitment sowie Selbstwirksamkeit. Für Offenheit wurde eine positive, jedoch nicht signifikante Korrelation festgestellt, während Achtsamkeit keine Signifikanz aufwies. Eine multiple Regression ergab, dass Commitment durch Resonanz und Offenheit vorhergesagt werden kann, während Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit keinen signifikanten Einfluss hatten. Zudem wurden positive und negative Affekte im Zusammenhang mit der Resonanz untersucht, wobei eine positive Korrelation zwischen diesen identifiziert wurde. Die Ergebnisse verdeutlichen den Zusammenhang zwischen Resonanz und Commitment in der ehrenamtlichen Arbeit und bieten eine gute Grundlage für weitere Forschung in diesem Bereich

    Der Einfluss von Lerntagebüchern auf Motivation und Motivationsregulation

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    Strukturierte Lerntagebücher können als effektives Werkzeug zur Förderung von Selbstreflexion und Selbstkontrolle dienen, was sich positiv auf die akademischen Leistungen auswirken kann (Kivimäki, 2023). In dieser Bachelorarbeit wird in einer Längsschnittstudie in der Oberstufe einer Hamburger Stadtteilschule mit zwei Messzeitpunkten mit Interventionsgruppendesign die Wirkung des Einsatzes von Lerntagebüchern untersucht. Dabei liegt der Fokus auf den Konstrukten intrinsische Motivation, soziale Verbundenheit, Prokrastination ohne bestimmte Ursache und aus Bewertungsangst sowie Emotionsregulation als Moderator. Im Rahmen dessen wurde eine quantitative Erhebung vor und eine Erhebung nach der sechswöchigen Intervention durchgeführt. Die Schüler*innen der Interventionsgruppe führten einmal wöchentlich ein Lerntagebuch und nahmen an Reflexionsgesprächen teil, die darauf abzielten, ihre Lernprozesse zu fördern. Die Datenanalyse erfolgte mittels Varianzanalysen mit Messwiederholung und Moderationsanalysen mit dem PROCESS-Makro von Hayes. Keine der Hypothesen konnte bestätigt werden. Das Lerntagebuch hatte demnach keinen Einfluss auf die untersuchten Konstrukte. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird diskutiert, warum der Einsatz des Lerntagebuches in dieser Studie nicht die erwartete Wirksamkeit entfaltete, obwohl in der Vergangenheit in ähnlichen Studien Erfolge verzeichnet werden konnten (Matte, 2022)

    Nutzung von Diversitätsrationale in organisationalen Statements: Was die Gewinnorientierung, die Unternehmensgröße und die städtische Lage eines Unternehmens über die Förderung von Diversität aussagt

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    Diversität wird zunehmend in Organisationen gefördert, wobei die Gründe vielfältig sind. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, wie Diversität strategisch eingesetzt wird und ob Muster in Organisationen erkennbar sind, die auf unterschiedliche Begründungen zur Förderung von Diversität hindeuten. Darüber hinaus soll ein Ausblick darauf gegeben werden, welche Auswirkungen die Förderung von Diversität auf die Organisationen, die Mitarbeiter*innen sowie potenzielle Bewerber*innen haben kann. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Arbeit, inwieweit die Faktoren Gewinnorientierung, die Unternehmensgröße und die städtische Lage, die Wahl der Diversitätslogik beeinflusst. Hierzu wurde eine quantitative Querschnittsuntersuchung durchgeführt, die auf öffentlich zugänglichen Statements von Organisationen basiert, die sich hinsichtlich unterschiedlicher Faktoren unterscheiden. Die anschließende statistische Analyse, der erhobenen Daten, ergab mit einer Ausnahme keine signifikanten Ergebnisse hinsichtlich der gewählten Diversitätsbegründung und der strukturellen Unterschiede der Organisationen. Lediglich der Zusammenhang zwischen der Wahl der instrumentellen Diversitätslogik und der Profitorientierung war signifikant, woraus sich schließen lässt, dass For-Profit-Organisationen in ihren Diversitätsbegründungen wirtschaftliche, anstelle von moralischen Vorteilen heranziehen. Auch wenn drei der vier vorher aufgestellten Hypothesen verworfen werden mussten, konnten in dieser Arbeit neue Erkenntnisse gewonnen und wichtige Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten abgeleitet werden

    Veränderungen grauer Substanz in Patienten mit mesialer Temporallappenepilepsie mit ipsilateraler Hippocampus-Sklerose: eine ALE-Metaanalyse

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    Ziel Patienten, die an einer mesialen Temporallappenepilepsie mit Hippocampus-Sklerose (mTLE-HS) erkrankt sind, können Veränderungen in der Hirnstruktur aufweisen. Studien werteten diese strukturellen Veränderungen mittels voxelbasierter Morphometrie (VBM) aus. Über Jahrzehnte hinweg generierten diese VBM-Studien große Datenmengen, jedoch häufig mit kleinen Stichprobengrößen und unterschiedlichen Kontrasten. In einer explorativen koordinatenbasierten Anatomical Likelihood Estimation (ALE)-Metaanalyse könnten diese kleineren Datensätze zu einem größeren Datensatz zusammengeführt werden, der zuverlässigere, studienübergreifende Ergebnisse liefern könnte. Methode Mittels Ein-und Ausschlusskriterien wurden gezielt VBM-Studien selektiert, in denen Patienten mit diagnostizierter mTLE-HS mit gesunden Kontrollen (GK) verglichen wurden. Die berichteten Koordinaten wurden in linksseitige mesiale Temporallappenepilepsie mit Hippocampus-Sklerose (LmTLE-HS) (n = 210 Patienten), rechtsseitige mesiale Temporallappenepilepsie mit Hippocampus-Sklerose (RmTLE-HS) (n = 157 Patienten) und gemischte Lateralisierung (n = 153) gruppiert. Daraufhin wurden die studienübergreifenden Konvergenzen in den einzelnen Gruppen mit der ALE berechnet. Ergebnisse Die oben genannten Gruppierungen ergaben jeweils mehrere Cluster signifikanter Konvergenz. Bei LmTLE-HS wurden drei Cluster mit einem Verlust des Grauen Substanzvolumen (Gray Matter Volume, GMV) im linksseitigen Hippocampus sowie im bilateralen Thalamus identifiziert. Die zwei Cluster der RmTLE-HS detektierten einen GMV-Verlust im rechtsseitigen Hippocampus und bilateralen Thalamus. In der Gruppierung mit gemischter Lateralisierung wurden fünf Cluster detektiert: im rechtsseitigen Gyrus frontalis inferior, im linksseitigen Hippocampus, im linksseitigen entorhinalen Cortex, im linksseitigen Thalamus und im rechtsseitigen mesialen Temporallappen. Schlussfolgerung Die Ergebnisse zeigen studienübergreifend Muster der Verringerung des GMV im Hippocampus und dem Thalamus. Der gefundene GMV-Verlust hat klinische Relevanz, da dieser die kognitiven Defizite bei Patienten mit mTLE-HS erklären könnte. Sowohl der Thalamus als auch der Hippocampus haben zentrale Rollen in Gedächtnisprozessen, der räumlichen Orientierung und der Informationsverarbeitung. Der GMV-Verlust in diesen Regionen könnte somit viele der alltäglichen Beeinträchtigungen, wie beispielsweise Gedächtnisprobleme und/oder Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeit, plausibel erklären

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