Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
Not a member yet
825 research outputs found
Sort by
Der Einfluss von geschlechtsspezifischen Stereotypen auf die Darstellung des weiblichen Körpers junger Künstlerinnen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, herauszufinden, wie geschlechtsspezifische Stereotypen den Selbstwert und die künstlerische Darstellung junger bildender Künstlerinnen im Alter von 21-24 Jahren beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern beeinflussen geschlechtsspezifische Stereotypen die Darstellung des weiblichen Körpers junger Künstlerinnen? Der Hintergrund der Arbeit liegt im Studiengang Expressive Arts in social Transformation, welcher Kunst als einen Reflektionsraum ansieht. Durch die persönliche Verbindung, selbst als weibliche, bildende Künstlerin wurde sich in diesem Zusammenhang für die Thematik entschieden. Daher beschäftigt sich diese Arbeit mit der aktuellen Problematik der Geschlechterungerechtigkeit, Genderforschung und der Blick auf die feministische Bewegung hin zur Repräsentation und Selbstwahrnehmung von jungen Künstlerinnen. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt und durch eine qualitative Umfragenforschung ergänzt. Dabei wurden junge Künstlerinnen befragt, um deren individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungen zum Thema zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen komplexe Einflüsse von Stereotypen auf die Künstlerinnen, darunter negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, sowie positive Effekte wie den Wunsch nach Sichtbarkeit und die Motivation, gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben. Dies unterstreicht die Bedeutung der feministischen Debatte, um eine diversere und repräsentativere Kunstszene zu fördern. Es wird die Chance erkennbar, durch ein gestärktes Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gewinnung von Kraft gegen bestehende Machtstrukturen anzukämpfen
Künstlerische Ansätze zur Förderung der sexuellen Selbstsicherheit junger Frauen
Sexuelle Selbstsicherheit ist entscheidend für eine erfüllende Sexualität. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwiefern künstlerische Ansätze die sexuelle Selbstsicherheit junger Frauen fördern kann. Als literarischer Hintergrund wird hierfür das Phänomen des objektivierten Frauseins unserer Gesellschaft erläutert. Dieses Phänomen weist daraufhin, dass die Stärkung der sexuellen Selbstsicherheit mit einem Prozess der Subjektivierung einhergeht. Das Konzept des Sexocorporel macht deutlich, dass die sexuelle Selbstsicherheit aus dem Selbstwertgefühl, dem Körperbild, dem genitalen Selbstbild sowie aus dem sexuellen Lustempfinden besteht. Die Darstellung ebendieser Theorien offenbaren eine Insel an künstlerischen Möglichkeiten, um die sexuelle Selbstsicherheit junger Frauen zu fördern. Der Einfluss künstlerisch-ästhetische Ansätze auf die weibliche Sexualität wird praktisch erforscht und im empirischen Methoden-Teil dargestellt. Selbstwahrnehmung, Selbstausdruck, Subjektivität, Hingabe und Sinnlichkeit ergeben die Brücke, welche Sexualität und Kunst miteinander verbindet und den Weg auf die Insel der Selbstsicherheit ebnet
Zweck und Chancen eines kreativen Flow-Erlebnisses in den ersten sechs Lebensjahren
Diese Arbeit untersucht die Bedingungen, die es Kindern erleichtern, in einen kreativen Flow-Zustand zu gelangen, sowie jene, die diesen Zustand eher behindern. Die folgende Forschungsfrage wurde bearbeitet:
Welche Umstände erleichtern es dem Kind, in einen kreativen Flow-Zustand zu gelangen und welche Umstände können eher als hinderlich kategorisiert werden?
Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wurde neben einer umfassenden Literaturrecherche auch eine qualitative Fremdbeobachtung in einer Krippeneinrichtung durchgeführt. Die Analyse der Beobachtungen zeigt, dass Kinder im Krippenalter häufig Flow-Zustände beim Aufnehmen von sensomotorischen Reizen und motorischen Herausforderungen besonders in sicheren, reizarmen Umgebungen erleben. Förderlich für diese Zustände sind Faktoren wie Sättigung, Sauberkeit und ein geschützter Raum. Dagegen beeinträchtigen eine erhöhte Personenzahl, Lautstärke, sensorisches Unbehagen, Eingriffe durch Alltagsroutine und das Eintreffen neuer Personen den Flow. Die Ergebnisse dieser Arbeit deuten darauf hin, dass die gezielte Gestaltung der Umgebung und eine mit Blick auf die oben genannten Aspekte förderliche Tagesstruktur entscheidend dafür sind, Flow-Erlebnisse bei Kindern zu fördern. Zudem wird deutlich, dass Flow-Erfahrungen eine stärkende Wirkung auf die Entwicklung des Selbstverständnisses haben können
Interaktionen einen diagnostischen Rahmen verleihen: Neuentwicklung von Aufgabenstellungen für standardisierte Interaktionsdiagnostik
Die Eltern-Kind-Interaktionsbeobachtung ist ein wichtiges Instrument innerhalb des Familienrechts, mit dessen Hilfe Rückschlüsse auf Beziehungsmerkmale und die grundlegend dyadische Beziehung sowie interaktive Kompetenzen gezogen werden können. In den letzten Jahren wurden immer mehr Kritiken laut, die die allgemeine Qualität der familienrechtlichen Gutachten in Frage stellten, aber auch die fehlenden empirischen Grundlagen vieler etablierter Interaktionsdiagnostikinstrumente hervorhoben. Ziel dieser Arbeit war eine Neuentwicklung von theoretisch elaborierten Aufgabenstellungen für eine strukturierte Interaktionsbeobachtung innerhalb familienrechtlicher Begutachtungen. Es wurden insgesamt vier Altersbereiche zwischen 0 und 11 Jahren eingeschlossen, welche damit den Entwicklungszeitraum ab Geburt bis in die späte Kindheit repräsentieren. Die Struktur der Aufgabenstellungen wurde an die Dimensionen der Erziehungsfähigkeit nach Kindler (Pflege und Versorgung, Bindung und Beziehung, Regel- und Wertevermittlung, Förderung) angelehnt. Eine weitere Oberkategorie ist das Konstrukt der Bindungstoleranz, welches die Fähigkeit und Bereitschaft eines Elternteils beschreibt, nach einer Trennung die weiteren Bindungen des Kindes zu respektieren und zu tolerieren. Insgesamt wurden über alle Kategorien und Altersgruppen hinweg 65 Aufgaben elaboriert, mit dem Ziel möglichst ökonomisch und zielführend die jeweiligen Aspektkategorien abzubilden. Entwickelt wurden die Aufgaben mit Berücksichtigung des Entwicklungsstandes
Durch Kunst zur Selbstfindung: Eine Analyse der Rolle der Kunsttherapie bei der Erforschung sexueller Grenzen und Bedürfnisse
Hintergrund: Diese Arbeit untersucht die Rolle der Kunsttherapie bei der Erforschung sexueller Grenzen und Bedürfnisse. In einer zunehmend offenen, aber dennoch von Tabus geprägten Gesellschaft sind Unzufriedenheit und sexuelle Funktionsstörungen nicht selten. Für die Förderung der sexuellen Zufriedenheit und Lebensqualität sind innovative Ansätze und die interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich, um neue Behandlungsmöglichkeiten zu erschließen.
Methode: Es wurde eine qualitative Studie mit acht Teilnehme*rinnen durchgeführt, die durch drei spezifische kunsttherapeutische Interventionen ihre sexuellen Bedürfnisse und Grenzen erkundeten. Diese Interventionen wurden durch Interviews ergänzt, um die subjektiven Erfahrungen der Teilnehmerinnen zu erfassen.
Ergebnisse: Die Teilnehmer*innen berichteten von positiven, aber auch herausfordernden Erfahrungen während der Interventionen. Die nonverbale Reflexion durch künstlerische Prozesse führte bei vielen zu neuen Erkenntnissen über ihre sexuellen Bedürfnisse und Grenzen. Einige Teilnehmer*innen spürten deutlich ihre persönlichen Grenzen und entwickelten ein tieferes Verständnis ihrer sexuellen Persönlichkeit.
Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass Kunsttherapie ein wertvolles Instrument sein kann, um sexuelle Bedürfnisse und Grenzen zu erkunden. Gleichzeitig sollte die Generalisierbarkeit der Ergebnisse aufgrund der homogenen Stichprobe hinterfragt werden. Weiterführende Forschung ist notwendig, um ein differenzierteres Bild über die Rolle der Kunsttherapie bei der Erkundung der Sexualität zu erhalten
Mehrsprachigkeit und Unterstützte Kommunikation: ein internationaler Vergleich
Die internationale Studienlage bezüglich der Kombination aus Mehrsprachigkeit und Unterstützter Kommunikation ist sehr gering. Wenn man die Sichtweise der Logopäd*innen im deutschen Raum betrachtet, schmälert sich die Datenlage umso mehr. Daher kam die Fragestellung auf, inwiefern Unterstützte Kommunikation in der logopädischen Therapie sowie im Alltag von Menschen mit Mehrsprachigkeit etabliert ist. Hierzu wurden halbstrukturierte qualitative Leitfaden-Interviews mit vier Logopäd*innen aus dem norddeutschen Raum durchgeführt, die mehrsprachige UK-Patient*innen behandeln. Die Auswertung der Interviews erfolgte mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse i.A. a. Mayring (2015). Die Auswertung ergibt, dass diese Logopäd*innen mit einer Vielzahl von Herausforderungen in Bezug auf die Therapie von mehrsprachigen unterstützt kommunizierenden Personen konfrontiert sind. Außerdem beeinflussen kulturelle Aspekte und die Familien dieser Patient*innen die therapeutische Arbeit. Es wurde mehrfach angemerkt, dass ein großer Mangel an mehrsprachigen Methoden im Bereich der Unterstützten Kommunikation besteht und dieser in Zukunft ausgebaut werden sollte. Die Fragestellung kann nur bedingt beantwortet werden, da die Sichtweisen der Familien und des o.g. Klientels fehlen
Die Rolle der Frühförderung bei der Gestaltung der Transition von Kindern mit besonderem Förderbedarf in die Grundschule
Die vorliegende Bachelorarbeit basiert auf folgender Forschungsfrage: „Wie gestalten Frühförder:innen die Transition von der KiTa in die Schule und welche Chancen und Risiken lassen sich in diesem Prozess identifizieren?“ Die Transition von der KiTa in die Grundschule ist für Kinder und ihre Eltern eine aufregende und mitunter herausfordernde Zeit. Besonders Kinder mit besonderem Förderbedarf und ihre Familie benötigen daher innerhalb dieses Transitionsprozesses Unterstützung. Durch ihre festgelegten Arbeitsprinzipien ist es die Aufgabe der Frühförderung nicht nur das Kind, sondern auch dessen Eltern und die weiteren Akteure, die mit und um das Kind arbeiten zu betrachten. Da die Frühförderung zeitgleich mit dem Schuleintritt des Kindes als Maßnahme endet, ist es ihre Aufgabe Vernetzungsarbeit zu leisten und sowohl das Kind als auch die Eltern auf die Transition vorzubereiten. Um die Arbeit der Frühförderung während des Transitionsprozesses einschätzen zu können wurden Befragungen durchgeführt. Diese zeigen das Bewusstsein der Fachkräfte über die Herausforderungen in dieser Zeit und die Vorbereitungen, die sie als Frühförder:innen treffen müssen, um sowohl das Kind als auch dessen Eltern auf die Transition vorzubereiten
Tiergestützte Interventionen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit fokussiert sich auf die Förderung der individuellen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch ihre Angebote. Des Weiteren zielt die Offene Kinder- und Jugendarbeit darauf ab, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu kreieren die Lebensqualität der Zielgruppe zu optimieren. Die vorliegende Ausarbeitung fokussiert sich auf tiergestützte Interventionen im Kontext der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist es, das Potenzial dieser Interventionen zu ergründen, um die gewünschten Effekte und Ergebnisse in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu erzielen. Die Ausarbeitung weist auf die Heterogenität der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bezug auf demografische Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Migrationshintergrund. Es erfolgt eine Darlegung der Prinzipien der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Lebensweltorientierung als theoretische Grundlage. Zudem werden die physiologischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen tiergestützter Interventionen erörtert sowie praktische Arbeitsmethoden präsentiert. Die Arbeit endet mit der Erkenntnis, dass tiergestützte Interventionen ein bislang ungenutztes Potenzial bergen, um die Handlungs- und Wirkungsziele der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu erreichen
Die Veränderung durch ICF im klinischen Alltag der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Die vorliegende Bachelorarbeit ist Teil des Forschungsprojektes "ICF in der Pflege" des Forschungsinstitutes ICF Research Institute (IRIS) und untersucht zunächst die Wünsche von Eltern psychisch kranker Kinder, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf behandelt werden. Die elterlichen Wünsche wurden durch die Bezugspflegekräfte anhand eines Elternfragebogens erfasst, mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und anschließend der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) zugeordnet. Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern eine ganzheitliche Behandlung für ihre Kinder bevorzugen, die auch ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtigt. Die Mehrheit der Wünsche lässt sich den ICF-Komponenten "Umweltfaktoren" sowie "Aktivität und Partizipation" zuordnen. Im zweiten Teil der Arbeit wurde untersucht, ob die Implementierung der ICF, Einfluss auf die professionelle Haltung der Bezugspflegekräfte hatte. Dazu wurden die entsprechenden Hypothesen anhand des COMMIT-Fragebogens zu einem dritten Erhebungszeitpunkt getestet. Die statistischen Tests, t-Test und Wilcoxon-Test, für die COMMIT-Skalen Beruf/Tätigkeit und Team/Arbeitsgruppe, ergaben eine signifikante Veränderung im normativen Commitment der Skala Beruf/Tätigkeit der Pflegekräfte. Ansonsten wurden die Ergebnisse nicht signifikant. Weitere Forschung ist bereits geplant und erforderlich, um mögliche langfristige Effekte zu untersuchen
Dark side of Motivation: Das Zusammenspiel von Motivation und unsystematischem Lernverhalten
In der heutigen Bildungsgesellschaft ist es erforderlich zu wissen, wie Lernstrategien und Zielorientierungen den Bildungserfolg beeinflussen, da ineffektive Lernstrategien zu suboptimalen Lernergebnissen führen können (Pintrich, 2000). Die vorliegende Studie untersucht, ob hohe Lernmotivation zu unstrukturiertem Lernen und somit zu geringerem Wissenszuwachs führt. Die Lernmotivation wird hier im Sinne der Annäherungs-Lernzielorientierung erfasst, welche sich dadurch auszeichnet, dass die Motivation zum Lernen daraus entsteht, unabhängig von externer Belohnung, die eigenen Fähigkeiten zu verbessern (Elliot & McGregor, 2001). Ziel dieser Arbeit ist es, den möglichen Zusammenhang zwischen Annäherungs-Lernzielorientierung, Strukturierung des Lernprozesses, Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Wissenszuwachs messbar zu machen, um praktische Implikationen für die möglichst effiziente Gestaltung des Lernprozesses abzuleiten. Die Stichprobe umfasst 163 Probanden, von denen 142 vollständige Datensätze liefern, mit denen die Datenauswertung durchgeführt wird. Die Probanden setzen sich aus 41 männlichen und 101 weiblichen Personen zusammen, welche 18 bis 56 Jahre alt sind. Die Untersuchung findet in einer Laborkabine mit PC statt, wo die Versuchspersonen neben diversen Fragebögen eine 45-minütige Lerneinheit zum Thema „funktionelle Neuroanatomie“ absolvieren. Um den Wissenszuwachs zu messen, findet jeweils vor und nach der Lerneinheit eine Testung mit denselben 30 Wissensfragen statt. Die Lernzielorientierung wird mithilfe des AGQ-R erfasst und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten durch den LIST-K. Das Ausmaß der Strukturierung des Lernvorgehens wird daran gemessen, wie viel Zeit die Probanden auf der Übersichtsseite verbringen, um geordnet vorzugehen und den Überblick zu behalten. Die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Annäherungs-Lernzielorientierung und dem Wissenszuwachs (r = .082). Auch zwischen der Annäherungs-Lernzielorientierung und der Zeit auf der Übersichtsseite kann kein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden (r = -.037). Es besteht ein positiver sig. Zusammenhang zwischen der Zeit auf der Übersichtsseite und dem Wissenszuwachs (r = .271). Zwischen Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und dem Wissenszuwachs konnte ein negativer sig. Zusammenhang gezeigt werden (r = -.196). Diese Befunde legen nahe, dass die Motivation allein, den Wissenszuwachs nicht stark beeinflusst, sondern dass vor allem die Strukturierung des Prozesses eine wichtige Rolle spielt