Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
Not a member yet
825 research outputs found
Sort by
Bindungssicherheit im Zusammenhang mit partnerschaftlicher Stressbewältigung und Aufgabenerfolg
Im Rahmen der vorliegenden Masterarbeit wird der Zusammenhang zwischen der bindungsbezogenen Angst und der physiologischen Stressreaktion anhand der Herzratenvariabilität (SDNN) untersucht. Zudem wird untersucht, ob die Selbstwirksamkeit und die Emotionsregulation diesen Zusammenhang beeinflussen. Die Forschung im Bereich der Handlungs- als auch der Emotionsregulation auf Paarebene ist noch relativ begrenzt, da die Kombination
dieser spezifischen Faktoren in der Kontextualisierung noch nicht umfassend erforscht wurde. Dennoch gibt es einige relevante Erkenntnisse aus verwandten Forschungsbereichen, welche zur Untersuchung der Fragestellung beitragen können. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit die Fragestellung „Inwiefern beeinflussen die Selbstwirksamkeit und die Emotionsverarbeitung die Beziehung zwischen bindungsbezogener Angst und der physiologische Stressreaktion bei Paaren im Escape Room?“ untersucht. Die erhobene Stichprobe umfasst n= 62 Probanden. Einschlusskriterien sind die Vollendung des 18. Lebensjahrs, die Führung einer heterosexuellen Paarbeziehung über mindestens 2 Jahre und die Monogamie der Paarbeziehung. Mit Hilfe des Experiences in Close Relationships – Revised (Ehrenthal, Dinger & Schauenburg, 2005; ECR-RD) wurde die bindungsbezogene Angst und mit dem Ambulatory monitoring system“ (VU-AMS) der Vrije Universität Amsterdam wurden die Daten der Herzratenvariabilität (SDNN) erfasst. Die Emotionsregulation und die Selbstwirksamkeit wurden jeweils mit der Mentalized Activity Scale (Greenberg et al., 2017; MAS) und der Allgemeinen Selbstwirksamkeit Kurzskala (Beierlein et al., 2012; ASKU) erhoben. Um die Leitfrage zu beantworten, wurde sowohl eine Pearson-Korrelation als auch zwei Moderationsanalysen durchgeführt. Weder die Korrelationsanalyse noch die beiden Moderationsanalysen zeigten signifikante Ergebnisse. Folglich liefert die vorliegende Arbeit keine eindeutigen Beweise über den Einfluss von Emotionsregulation und Selbstwirksamkeit auf den Zusammenhang von bindungsbezogener Angst und der physiologischen Stressreaktion. Dennoch kann die Arbeit als wichtiger Schritt in der Erforschung dieser komplexen Beziehungen angesehen werden. Sie kann als Grundlage für zukünftige Forschungsansätze dienen, die eine größere Stichprobe, eine längere Beobachtungsdauer und möglicherweise eine vielfältigere Stressinduktion in Betracht ziehen. Die Integration von dyadischem Coping, sozialer Interaktion und anderen potenziell moderierenden Variablen könnte zur Untersuchung beitragen, wie diese Faktoren in Partnerschaften zusammenwirken, um die Stressreaktion zu beeinflussen. Insgesamt weist diese Arbeit auf die Notwendigkeit hin, das komplexe Geflecht von Bindung, Emotionsregulation, Selbstwirksamkeit und Stressbewältigung in Partnerschaften weiterhin zu untersuchen, um ein tiefgreifendes Verständnis für die Mechanismen und Zusammenhänge zu entwickeln, die das emotionale Erleben in zwischenmenschlichen Beziehungen prägen
Die Auswirkungen des Menstruationszyklus auf die sportliche Leistungsfähigkeit: Eine Reflexion
Trotz stetig steigenden Interesses bezüglich des Einflusses des
Menstruationszyklus auf die sportliche Leistungsfähigkeit konnten noch keine einheitlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse erzielt werden. Ziel dieser Reflexion besteht deshalb darin, unter Berücksichtigung der verwendeten Studiendesigns zu identifizieren, welche Probleme vorherrschen, die einen Wissenstransfer in die
Praxis verhindern. Eine Literaturrecherche in drei Datenbanken sowie das Screenen der Resultate identifizierten 42 Studien, wovon 15 innerhalb dieser Reflexion analysiert wurden. Vor dem Hintergrund der methodischen Grundlagen innerhalb der Forschung mit dem Menstruationszyklus konnte festgestellt werden, dass Probleme beim methodischen Vorgehen der Verifikation des Status des Entwicklungsstandes und Menstruationszyklus sowie der Zyklusphasen vorherrschen. Ebenfalls fehlen einheitliche Definitionen und Kriterien für diese. Darüber hinaus sind die Teilnehmerinnenzahlen zu klein und Standardisierungen, wiederholende Messungen sowie ein retroperspektiver Ausschluss von Partizipantinnen wurden oftmals nicht berücksichtigt. Ebenfalls konnten quantitative und qualitative Unterschiede innerhalb der konditionellen Fähigkeiten aufgezeigt werden. Die Berücksichtigung der ermittelten Probleme in der zukünftigen Forschung kann zu einer Steigerung der Forschungsqualität führen
Zusammenhang von schulbezogener Selbstwirksamkeit und arbeitsbezogenem Kohärenzgefühl bei Auszubildenden in der Pflege
Mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung hat sich der Fokus auf die Kompetenzorientierung mit der Bewältigung komplexer Pflegesituationen und der Beleuchtung der Sichtweise aller Akteure1 verlagert (§ 5 Absatz 1 Satz 1-2 PflBG). Fraglich ist, wie die neuen generalistischen Auszubildenden ihre Arbeitswelt
wahrnehmen und inwiefern sich ihre Persönlichkeit auf diese auswirken kann. Dazu werden in dieser Abschlussarbeit zwei Ausprägungen von Persönlichkeit beleuchtet und in Korrelation gesetzt. Es erfolgt eine deutschlandweite anonyme Umfrage zum arbeitsbezogenen Kohärenzgefühl und zur schulwirksamen Selbstwirksamkeitserwartung bei Auszubildenden in der Pflege. So wird eine Online-Befragung mit quantitativer Datenerhebung durchgeführt. Zur Analyse und für die Bearbeitung der beiden Fragebögen ist eine Korrelationsanalyse eingesetzt worden. Die Ergebnisse zeigen ein unterdurchschnittliches arbeitsbezogenes Kohärenzgefühl und eine leicht überdurchschnittliche schulbezogene Selbstwirksamkeitserwartung. Die Frage nach dem Zusammenhang beider Merkmale konnte mit dem Korrelationskoeffizienten nach Pearson und einer Rangkorrelation nach Spearman dargestellt werden. Die Analyse hat ergeben, dass ein hohes arbeitsbezogenes Kohärenzgefühl mit einer hohen schulbezogenen Selbstwirksamkeit einhergeht. Weitere Forschung mit einer größeren Stichprobe und Differenzierung nach Betrachtungskriterien ist über diese Masterarbeit hinaus sinnvoll, um das Thema weiter zu bearbeiten
Parasoziale Beziehungen zu Influencern: Der Einfluss von Selbsterweiterung und Bindungsorientierung auf ihre Intensität
Die vorliegende quantitative Studie untersucht das Phänomen der parasozialen Beziehungen zu Influencern und legt dabei einen besonderen Fokus auf den Einfluss von Selbsterweiterung und Bindungsorientierung, wobei bei letzterem noch zwischen Bindungsangst und Bindungsvermeidung unterschieden wird. Parasoziale Beziehungen sind durch einseitige emotionale Verbindungen zu Medienpersönlichkeiten gekennzeichnet und gewinnen in der modernen digitalen Landschaft zunehmend an Bedeutung. Die Daten für diese Studie wurden von 328 Teilnehmenden mittels eines querschnittlichen Online-Fragebogens erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass Selbsterweiterung, Bindungsangst und Bindungsvermeidung signifikant mit den parasozialen Beziehungen korrelieren. Dies deutet in der Konsequenz darauf hin, dass diese Faktoren eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Intensität parasozialer Beziehungen zu Influencern spielen. Darüber hinaus ergaben die multivariaten Analysen, dass sowohl die Bindungsangst als auch die Bindungsvermeidung signifikante Prädiktoren für die Intensität von parasozialen Beziehungen darstellen, während das Bedürfnis nach Selbsterweiterung keinen signifikanten Prädiktor darstellt. Die Ergebnisse erweitern das Verständnis menschlichen Verhaltens im Zeitalter sozialer Medien und tragen zur Erforschung parasozialer Beziehungen bei. Sie bieten wichtige Einblicke für Forschung und Praxis und können die Entwicklung gezielter Interventionen, insbesondere für Personen mit Bindungsangst, unterstützen
Kompetenzentwicklung: Vergleich der Anforderungen an Auszubildende zu Notfallsanitäter:innen und Anwärter:innen der Beamtenlaufbahn bei der Berufsfeuerwehr.
Prüfung der Kompetenzentwicklung in der Ausbildung zur Notfallsanitäter:in ist ein wichtiges Kontrollelement in der Ausbildung. In dem betrachteten Fall besteht die Besonderheit, dass am Ende der Ausbildung ein Übergang in eine Beamtenlaufbahn der Feuerwehr möglich ist. Es galt in der vorliegenden Arbeit die Anforderungen des Notfallsanitätergesetz und die Anforderungen des Beamtenlaufbahnmodelles auf Schnittstellen zu prüfen. Folgend stellte sich die Forschungsfrage: Gibt es Verbindungen zwischen den Anforderungen des Notfallsanitätergesetz und dem Modell der Beamtenlaufbahn der Berufsfeuerwehr. Um dies zu beantworten,
wurde eine strukturierte Literaturrecherche und teilstandardisierte Interviews durchgeführt, die sich am Forschungsstand und der Erfahrung von Nutzern des aktuellen Fragebogens zur Kompetenzentwicklung orientierten. Die Studie zeigte, dass die Kompetenzanforderungen des NotSanG und die Anforderungen des Beurteilungswesens nahezu deckungsgleich sind. Dies zeigt, dass es möglich ist in einem Fragebogen nicht nur die Kompetenzentwicklung zu dokumentieren, sondern den Auszubildenden auch mit den Fragebögen auf die Anforderungen der Beamtenlaufbahn vorzubereiten
Unethisches Verhalten am Arbeitsplatz unter dem Einfluss der dunklen Triade
Unethical Pro-organizational Behavior (UPB) bedeutet, dass Mitarbeiter Maßnahmen ergreifen, die ihrem Unternehmen zugutekommen, sich aber nicht an ethische Grundsätze und soziale Standards halten. UPB kann immense Schäden für die Kollegen sowie das eigene Unternehmen, die Gesellschaft, aber auch für die handelnden Akteure verursachen. Die vorliegende Studie untersucht das Zusammenspiel aus Personal Responsibility (PR) und Moral Awareness (MA) sowie die Persönlichkeitsmerkmale der dunklen Triade - Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie - auf ihren möglichen Einfluss auf UPB. Die Versuchspersonen (N = 63) hatten in der Rolle einer Führungskraft innerhalb einer Postkorb-Übung ethische Entscheidungen zur weiteren Bearbeitung eines Organisationsprojektes zu treffen. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass weder die Einzelmerkmale der dunklen Triade noch MA oder PR UPB signifikant vorhersagen. Lediglich Narzissmus erweist sich als Moderator bei dem Zusammenhang von PR und MA. Diese Befunde widersprechen mitunter vorangegangenen wissenschaftlichen Befunden zu den psychologischen Prozessen, welche zu UPB beitragen können. Die Implikationen werden anhand gegenwärtiger Theorien interpretiert und unter Berücksichtigung der Limitationen diskutiert
Der entwicklungslogische Ansatz in der theoretischen Ausbildung von Pflegefachkräften: Die Implementation in Curricula und Unterricht
Der entwicklungslogische Ansatz wurde 2019 als neues Konstruktionsprinzip in die Rahmenpläne für die Ausbildung von Pflegefachkräften aufgenommen. Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war es, den Status quo der Implementation dieser Entwicklungslogik in die schulinternen Curricula und den theoretischen Unterricht zu erfassen. Eine umfassende Literaturanalyse ließ einen Status quo mit diversen Chancen und Herausforderungen erwarten. In dieser Forschungsarbeit wurden acht Lehrende an Pflegeschulen in Berlin und Brandenburg in teilstrukturierten Interviews befragt und die Ergebnisse anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse generiert. Es zeigte sich, dass Lehrende die Bedeutung des Entwicklungslogischen Ansatzes verstehen und trotz diverser Hürden weitgehend in das schulinterne Curriculum integrieren konnten. Auch die Implementation in den Unterricht wurde größtenteils ermöglicht, ist jedoch durch viele Herausforderungen gekennzeichnet. Es konnte gezeigt werden, dass weitere Evaluationen und Überarbeitungen der schulinternen Curricula und des Unterrichts notwendig sind, um die Ziele des entwicklungslogischen Ansatzes erreichen zu können
Die Qualität der Arbeitsbedingungen aus Sicht der Lehrkräfte an Pflegeschulen in Brandenburg
Arbeitsbedingungen beeinflussen maßgeblich die Arbeitsleistung und Gesundheit von Arbeitnehmenden. Während günstige Bedingungen Produktivität und Arbeitsengagement fördern, können negative Umstände zu psychischen Belastungen bis hin zum Burnout führen.
Vor allem Lehrkräfte sind beanspruchenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt, wobei wenig Erkenntnisse zur Arbeitssituation im Speziellen von Pflegelehrkräften bekannt sind. Die Qualität der Arbeitsbedingungen aus Sicht der Lehrkräfte an Pflegeschulen in Brandenburg wurde im Rahmen dieser wissenschaftlich empirischen
Masterarbeit thematisiert, wobei mithilfe des standardisierten Erhebungsinstrumentes DGB-Index Gute Arbeit im Rahmen einer Onlinebefragung neue Erkenntnisse gewonnen wurden. Widersprüchliche Arbeitsanforderungen und die Arbeitsintensität belasten Pflegelehrende besonders. Sie leiden unter Zeitdruck, einem hohen Arbeitspensum und einer ungünstigen Arbeitszeitlage. Andrerseits profitieren sie in hohem Maß von kollegialer Unterstützung und sehen einen großen Sinn in ihrer Tätigkeit. Zusammengefasst schätzen Pflegelehrkräfte in Brandenburg ihre Arbeitsbedingungen deutlich schlechter ein als der Durchschnitt der Arbeitnehmenden in Deutschland. Attraktivere Rahmenbedingungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Arbeitgebende und Politik können dem Lehrermangel an Pflegeschulen entgegenwirken und die Ausbildungsqualität von Pflegefachkräften sicherstellen
Endogenes Spatial Cueing mit emotionalen Stroop - Cues der Emotionen Angst und Freude
The emotional Stroop effect has already been investigated in a large number of studies. According to this, emotions are not only able to influence our perception and our actions, but also to direct our attention. In this study, the endogenous spatial cueing paradigm was investigated in conjunction with emotional Stroop cues. The question is what impact the emotional Stroop effect has on reaction times in endogenous spatial cueing. In addition to the variable of emotion, validity and congruence were also included in the evaluation. The results suggest that threatening stimuli (fear) attract attention even when they are not goal-directed and also showed that valid runs elicited faster responses than invalid runs. The results were discussed and classified in the context of the research
Potenzial eines somatischen Bewegungstrainings für Tänzer*innen der Urbanen Szene
Die vorliegende Bachelorarbeit zum Potenzial eines somatischen
Bewegungstrainings für Urbane Tänzer*innen basiert auf der beobachteten introspektiven Annahme, dass das durch somatische Methoden angeregte Improvisieren die eigene Urban Dance Performance optimiert. Um die Hypothese zu erforschen, wird zunächst durch eine Literaturanalyse ein theoretischer Hintergrund geschaffen. Dabei wird ein Verständnis für die Begrifflichkeiten von
Street Dance und Urban Dance, sowie Hip-Hop vermittelt. Daraufhin wird sich mit dem Improvisationsbegriff auseinandergesetzt, um diesen dann im Kontext einer tänzerischen Sub-Kultur als Konzept des Hip-Hop Freestyle verständlich zu machen. Zudem werden die Bezeichnungen Performance und Performativität an
diesem angewendet und angemessen interpretiert. Im Folgenden wird die Definition und Theorie der Somatik erklärt und in Bezug zu Tanz gestellt, welches durch eine Vorstellung einer ähnlichen Studie an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden
ergänzt wird. Daraufhin werden die beiden Forschungen miteinander verglichen. Beruhend auf einer künstlerischen Einheit ist das Potenzial eines somatischen Bewegungstrainings für Urbane Tänzer*innen durch eine teilnehmende Beobachtung empirisch erforscht worden. Die Ergebnisse werden in dieser Arbeit
dargestellt und auf den theoretischen Hintergrund bezogen. In der
Ergebniszusammenfassung der Forschung stellt sich heraus, dass sich die Tänzer*innen durch die ausgewählte somatische Feldenkrais-Methode drei Kernkompetenzen für ihren Urban Dance aneignen konnten: Bewusstheit und Präsenz, Agency/Selbststeuerung, Verkörperung und Leiblichkeit. Außerdem wurde das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe in ihrer Zugehörigkeit zur Urbanen
Szene gestärkt. Es hat sich gezeigt, dass Somatik sich als begleitendes unspezifisches Training im Kontext einer regulären Praxis von Urbanen Tänzer*innen als nützlich erweist, da sie die Qualität des Tanzes sowie das Wohlbefinden der Tänzer*innen in ihrer Performance steigert