Schriftenserver der MSH Medical School Hamburg
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    Objective Structured Clinical Examination: Eine zu etablierende Prüfungsform in der generalistischen Pflegeausbildung?

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    Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, eine Beantwortung der Leitfrage Objective Structured Clinical Examination- Eine zu etablierende Prüfungsform in der generalistischen Pflegeausbildung? zu erzielen. Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche in drei verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Das Ziel ist, einen Überblick über die Eignung der Objective Structured Clinical Examination (OSCE) zu generieren und die damit verbundenen Wahrnehmungen und Meinungen der Lernenden und der Lehrenden zu ermitteln und festzuhalten. Hierfür wurden nationale sowie internationale Studien herangezogen. Es werden positive, sowie negative Aspekte und die Effekte der OSCE-Prüfung dargestellt. Insgesamt hat sich herausgestellt, dass die OSCE-Prüfung zahlreiche positive Aspekte aufzeigt und einen großen positiven Einfluss auf die Entwicklung und Verbesserung berufsbezogener Handlungskompetenzen der Lernenden einnimmt. Dementsprechend stellt sich die Objective Structured Clinical Examination als eine geeignete Prüfungsform, die in die generalistische Pflegeausbildung etabliert werden sollte, heraus

    Belastung von Eltern während der COVID-19-Pandemie: Eine differenzierte Untersuchung elterlicher Stressbewältigung unter Berücksichtigung moderierender Variablen

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    Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie brachte eine Vielzahl an externen und internen Herausforderungen für Individuen mit sich, was ein fundiertes psychologischen Verständnis von Stressoren, Belastungen und Prädiktoren erfordert. Insbesondere Eltern waren während der COVID-19-Pandemie starken stressassoziierten Belastungen ausgesetzt, welche sich auf deren Wohlbefinden und mentale Gesundheit auswirkte. In der Untersuchung wird die Belastung von Eltern, während der COVID-19-Pandemie auf potenzielle Prädiktoren untersucht. Dafür werden die Konstrukte Stressbewältigung, Persönlichkeit, Selbstwirksamkeit in die Studie einbezogen. Ziel der Arbeit soll die Identifikation von Prädiktoren darstellen, um in zukünftigen Pandemien Eltern vermehrt zu schützen. Methodik: Die Teilnehmer:innen dieser Studie wurden im Rahmen einer Online-Studie innerhalb eines dreiwöchigen Zeitraumes im Januar 2024 rekrutiert. Die Stichprobe umfasste N = 157 Teilnehmer:innen, wobei die Mehrheit an Proband:innen weiblich war. Es wurde die Stressbewältigung (SCI) erhoben, die Persönlichkeitsdimensionen (BFI-10), die Selbstwirksamkeit ( Subskala des SWE) und die Covid-Belastung (CPSS). Demografische Variablen wurden zu Beginn der Erhebung im Rahmen soziodemografischer Merkmale erfasst. In 3 Iterationen hierarchischer multipler linearer Regressionsanalysen wurde die Varianzaufklärung an der Covid-Belastung der unabhängigen Variablen ermittelt. Ergebnisse: Die Stressbewältigung von Eltern sowie Neurotizismus und Extraversion konnten als signifikante Prädiktoren für die Belastung, während der COVID-19-Pandemie identifiziert werden. Auch das weibliche Geschlecht konnte bei Einschluss in Modell 1 die Covid-Belastung signifikant prädizieren. Konklusion: Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die Persönlichkeitsdimensionen Neurotizismus und Extraversion andere in das Modell eingeschlossene Variablen, wie die Stressbewältigung von Eltern, Demografie- und Umstandsfaktoren, deren Vorhersage für die Belastung während der COVID-19-Pandemie übertreffen. In weiteren Studien sollten weitere externale und internale Variablen in die Untersuchung mit einbezogen werden

    Pädagogische Herausforderungen in Bezug auf die Umsetzung des neuen Gesetzes für Medizinische Technologinnen und Technologen

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    Die Einführung des neuen Berufe Gesetzes für Medizinische Technologinnen und Technologen stellt eine bedeutende Entwicklung im Gesundheitswesen dar. Die Ausbildung der medizinisch-technischen Assistenzberufe ist seit dem 01. Januar 2023 grundlegend reformiert und völlig neu geregelt. Sie führt zu einem Paradigmenwechsel, der tiefgreifende Änderungen in den bisherigen Ausbildungsstrukturen mit sich bringt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, welche pädagogischen Herausforderungen sich in Bezug auf die Umsetzungen des neuen Gesetzes für Medizinische Technologinnen und Technologen im Rahmen der neuen Ausbildung ergeben. Das Gesetz zielt darauf ab, die Qualität der Ausbildungsziele zu verbessern, indem es klare Standards für die Medizinischen Technologen festlegt, welche bereits in der Ausbildung gelehrt werden sollen. Viele MT-Schulen stehen vor einer großen Herausforderung, um dieser neuen Form der Ausbildung gerecht zu werden. Die Entwicklung von beruflichen Handlungskompetenzen steht im Zentrum der neuen Ausbildung. Der Kompetenzerwerb und die Kompetenzentwicklung sollen sich in der Ausbildung etablieren. In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird aufgezeigt, vor welchen pädagogischen Herausforderungen die Lehrkräfte stehen

    Der Einfluss von Habituationseffekten bei einer pflanzlichen Ernährung auf orthorektische Verhaltensweisen

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    Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit dem Einfluss von Habituationseffekten bei einer pflanzlichen Ernährung auf orthorektische Verhaltensweisen. Der Themenbereich der pflanzenbasierten Ernährung bekommt in gesellschaftlichen Debatten einen stetig wachsenden Stellenwert. Bisherige Forschungsarbeiten fokussierten sich jedoch nicht auf die Risiko- und Schutzfaktoren einer pflanzlichen Ernährung abhängig von der Dauer der verfolgten Lebens- und Ernährungsweise. Betrachtet werden in dieser Arbeit die Konstrukte der Orthorexia Nervosa, der Habituation und des intuitiven Essens bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung oder einem gesamtheitlich veganen Lebensstil, mit dem Ziel, Vegetarismus und Veganismus als Risiko- oder Schutzfaktor für Orthorexia Nervosa zu untersuchen. Zur Erforschung dessen wurden über zehn Hypothesen verschiedene Fragestellungen geprüft. Um Antworten zu den Fragestellungen zu erlangen, wurden Werte der Düsseldorfer Orthorexie Skala und der zweiten Version der Intuitive Eating Scale an einer Stichprobe aus 1026 vegetarisch und vegan lebenden Menschen untersucht, die im Rahmen einer Online-Studie erhoben wurden. Als statistische Analyse wurden zwei ANOVAs durchgeführt sowie eine Korrelation nach Pearson. Die Ergebnisse der Datenanalyse weisen darauf hin, dass intuitives Essen in einem negativen Zusammenhang zu orthorektischen Verhaltensweisen steht. Außerdem sind Tendenzen erkennbar, dass die Dauer der Ernährungs- und Lebensweise einen Einfluss auf die Ausprägung von orthorektischen Verhaltensmustern und intuitiven Ernährungsweisen hat. Jedoch konnten keine signifikanten Effekte gefunden werden. In zukünftigen Studien sollte spezifischer auf Habituationseffekte bei einer pflanzlichen Ernährung eingegangen werden und weitere Konstrukte, wie beispielsweise der Achtsamkeit und Meditation, mit einbezogen werden. Dies könnte helfen, präventiv und interventiv gegen Orthorexia Nervosa vorzugehen, den klinischen Alltag zu erleichtern und Leid von Patient*innen zu verringern

    Der Zusammenhang von Annäherungs-Vermeidungs-Verhalten und selbstberichteter Aggressionsneigung

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    Die meisten Menschen neigen dazu, sich automatisch aus bedrohlichen Situationen zurückzuziehen. Jedoch lieferten vorige Befunde Hinweise dafür, dass bestimmte aggressionsbezogene Konstrukte das Potenzial besitzen, eine üblicherweise zu erwartende Vermeidungsreaktion auf bedrohliche Reize umzukehren. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu untersuchen, ob das Persönlichkeitsmerkmal Aggressionsneigung diese Hinweise bestätigen kann. Dafür absolvierten N = 161 Versuchspersonen eine Annäherungs-Vermeidungs-Aufgabe (Manikin-Task), in welcher sie instruiert wurden, Annäherungs- oder Vermeidungsbewegungen gegenüber fröhlichen und wütenden Gesichtsausdrücken auszuführen. Die Ergebnisse lieferten keine Belege für eine Übertragung der Hinweise auf das Konstrukt Aggressionsneigung. Jedoch deuteten die Trends darauf hin, dass Personen mit erhöhter Aggressionsneigung eine stärkere Annäherungstendenz an wütende Gesichtsausdrücke zeigten, wohingegen sie fröhliche Gesichtsausdrücke eher vermieden. Zusätzlich konnten einzelne Dimensionen der Aggressionsneigung in signifikante Zusammenhänge mit der selbstberichteten Bestrafungs- und Belohnungssensitivität gebracht werden. Die Korrelationen stützen die Annahme, dass verschiedene Dimensionen der Aggression in unterschiedlicher Weise mit anderen Merkmalen in Verbindung stehen. Implikationen für zukünftige Forschung sowie die Limitationen der vorliegenden Arbeit werden diskutier

    Langfristige Nebenwirkungen einer stationären Behandlung bei Depression

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    Selten wurden Untersuchungen zu den potenziellen negativen Auswirkungen von Psychotherapie im stationären Setting, insbesondere im Kontext unipolarer Depression, durchgeführt. Diese Untersuchungen konzentrierten sich hauptsächlich auf kurz- und mittelfristige Erhebungen und behandelten Aspekte wie Nebenwirkungen (NW) sowie therapeutisches Fehlverhalten (TF) und unethisches Verhalten (UF). Dabei variierten sie in der Häufigkeit der berichteten NW. In der vorliegenden Studie wurden die NW mit dem Inventar zur Erfassung Negativer Effekte von Psychotherapie (INEP) 18 Monate nach einer stationären Behandlung für unipolare depressive Störungen (n = 55) gemessen, um langfristige Auswirkungen zu erfassen. Patient:innen berichteten im Durchschnitt 1.20 NW, wobei 58.2% von ihnen mindestens eine NW angaben. Mindestens ein Fall von TF wurde von 27.3% berichtet, durchschnittlich waren es 0.36 Berichte. Am häufigsten wurde übereinstimmend mit Vorstudien berichtet, dass es längere Phasen gab, in denen es ihnen schlecht ging, sie sich von der behandelnden Person abhängig fühlten und in der Vergangenheit Probleme mit Versicherungen bekamen oder vor zukünftigen Schwierigkeiten Angst hatten. Bezüglich des TF lagen ebenfalls in Einklang mit vorheriger Forschung vermehrte Berichte zu verletzenden Aussagen der Therapeut:innen vor. Als Hauptbefund konnte gezeigt werden, dass von der gesamten Stichprobe zu t3 (n = 55), eine Teilstichprobe (n = 38) 18 Monate nach der Therapie (M = 1.58, SD = 1.85), signifikant mehr NW aufzeigte als 8 Wochen nach der Therapie (M = 0.66, SD = 0.91), mit einem kleinen Effekt und in Richtung einer Zunahme. Einen zusätzlichen Hinweis auf eine Vergrößerung der NW lieferte der Vergleich zwischen der durchschnittlichen Anzahl von berichteten NW einer stationären Behandlung von unipolaren depressiven Störungen nach 18 Monaten und solchen eines stationären Aufenthalts von Menschen mit psychischen Störungen nach 9 Monaten, welcher zwar nicht signifikant wurde, aber einen kleinen Effekt aufwies. Die größte Veränderung über die Zeit zeigte sich in einer Symptomverschlechterung und einer Abhängigkeit von der behandelnden Person. Mögliche intrapersonelle Veränderungen, Priming- und Aufmerksamkeitseffekte, aber auch eine mangelnde Retest-Reliabilität des INEP könnte für die Zunahme verantwortlich sein. Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Grad der Symptomverschlechterung verschiedener Messzeitpunkte und der Anzahl der berichteten NW nach 18 Monaten gefunden werden. Demnach müssten andere Risikofaktoren für vermehrte Berichte von NW zukünftig adressiert werden, z.B. die Therapiebeziehung. Die meisten NW und größten Veränderungen schienen in Lebensbereichen aufzutreten, die 3 direkt von Psychotherapie beeinflusst werden. Da diese Studie erstmalig die langfristigen NW von stationärer Psychotherapie bei unipolarer Depression untersuchte, besteht ein weiterer Bedarf an Forschung. Die Relevanz besteht darin, dass Patient:innen zu Beginn einer Psychotherapie hinsichtlich ihres Wohlergehens über Risiken aufgeklärt werden sollten, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Dies kann nur gewährleistet werden, wenn eine vereinheitlichte Leitlinie für die Erhebung von NW mit vergleichbaren Standards der Konstrukte genutzt wird

    Beeinflussung der Akzeptanz von Patienten gegenüber Telepsychotherapie

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    Die Telepsychotherapie könnte eine Antwort auf die psychotherapeuCsche Versorgungslücke sein. Trotz empirischer Evidenz zur Wirksamkeit zeigt sich dennoch häufig eine geringe PaCentenakzeptanz. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung der PaCentenakzeptanz gegenüber der Telepsychotherapie und deren Beeinflussbarkeit. Hierzu wurde der Effekt einer akzeptanzsteigernden IntervenCon sowie mögliche Moderatoren analysiert. 112 Probanden wurden randomisiert einer Kontrollgruppe (KG) und einer IntervenConsgruppe (IG) zugeteilt. Die IG sah ein Video über posiCve Telepsychotherapieerfahrungen von PaCenten. Der Kontrollgruppe (KG) wurde kein Video gezeigt. Anschließend wurde die Akzeptanz gegenüber der Telepsychotherapie erhoben sowie der PHQ-9 abgefragt. Um den Unterschied in der Akzeptanz zwischen KG und IG zu analysieren, wurde ein t-Test durchgeführt. Um die ModeraCon des untersuchten Unterschieds durch die Ausprägung einer depressiven SymptomaCk (PHQ-9) zu untersuchen, wurde eine ModeraConsanalyse gerechnet. Gleiches wurde für die Untersuchung der ModeraCon durch die Telepsychotherapieerfahrung sowie allgemeine Psychotherapieerfahrung durchgeführt. Die akzeptanzsteigernde IntervenCon konnte die Akzeptanz der IG signifikant steigern. ModeraConen konnten nicht nachgewiesen werden. Zukün\ige Studien sollten sich vermehrt der PaCentenakzeptanz gegenüber der Telepsychotherapie widmen und weiter akzeptanzsteigernde IntervenConen untersuchen

    Sind Linksschläfer gestresster?

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    Die Gesundheit ist ein zentraler Aspekt in unserem Leben. Sie beeinflusst unser Befinden, unsere Leistungsfähigkeit und unseren Alltag, dementsprechend kann es als wichtiges Bestreben angesehen werden, die Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Zwei wichtige Faktoren, die maßgeblichen Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen, sind Stress und Schlaf. Die Schlafposition ist in diesem Zusammenhang bislang wenig erforscht. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Zusammenhang dieser zwei Faktoren zu ergründen und sie ebenfalls mit anderen Konstrukten in Beziehung zu setzen. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Haben Menschen, die auf der linken Seite schlafen, eine höhere Stressbelastung? Mittels einer quantitativen Studie im Design einer Online-Umfrage soll diese Frage beantwortet werden. 158 Probanden nahmen an der Umfrage teil. Die Ergebnisse zeigen, dass es keine signifikanten Unterschiede in der Stressbelastung zwischen den Gruppen der Schlafposition gibt. Ebenso konnte nicht gezeigt werden, dass Menschen, die auf der linken Seite schlafen, eine höhere Stressverarbeitungskompetenz haben. Allerdings zeigt sich ein Unterschied zwischen den Gruppen „Rechte Seite“ und „Bauchlage“, sowie den Gruppen „Rückenlage“ und „Bauchlage“ in Hinsicht auf die positive Stressverarbeitungskompetenz. Menschen, die auf der rechten Seite oder auf dem Rücken schlafen, haben im Schnitt eine höhere positive Stressverarbeitungskompetenz als Menschen, die auf dem Bauch schlafen. Die Annahme, dass rechtshändige Menschen auch auf der rechten Seite schlafen, konnte bestätigt werden. Ein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und der Schlafposition besteht jedoch nicht. Generell scheint nur ein bedingter Zusammenhang zwischen der Variablen „Schlafposition“ mit anderen Konstrukten zu bestehen. Weitere Forschung könnte sich auf die Untersuchung der Schlafposition, insbesondere mit den Ausprägungen „Rückenlage“ und „Bauchlage“, in Zusammenhang mit unterschiedlichen Konstrukten beziehen

    Gefährliche Falschinformationen zu mentaler Gesundheit auf TikTok: Eine Replikationsstudie im deutschsprachigen Raum

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    Theorie: Ergebnisse einer Studie aus den USA legen nahe, dass ein erheblicher Anteil der englischsprachigen TikTok-Videos zur mentalen Gesundheit irreführende Fehlinformationen enthalten. Diese Videos werden häufig von Erstellern ohne entsprechende Qualifikation veröffentlicht und enthalten in den wenigsten Fällen einen Hinweis auf die unzureichende Qualifikation des Urhebers oder auf die potenziell irreführenden Inhalte. Diese Befunde besonders bezogen auf Kurzvideos, die entwicklungsspezifische Störungen thematisieren, sowie das Ausmaß der TikTok-Videos, die zur Selbstdiagnose anregen, werden in der vorliegenden Arbeit für den deutschsprachigen Raum systematisch überprüft. Methodik: Mittels einer quantitativen Analyse wurden 140 deutschsprachige TikTok-Videos, die ADHS, Autismus und Essstörungen thematisieren, hinsichtlich der Prävalenz von korrekten und falschen Informationen, die Professionalität der Urheber, der Existenz von Disclaimern sowie der potenziellen Anregung zur Selbstdiagnose untersucht. Zudem wurde erfasst, inwieweit die Störungen in den Videos spezifiziert wurden und ob Trigger-Warnungen enthalten waren. Darüber hinaus wurde die Verfügbarkeit von Impressumangaben und E-Mail-Adressen auf den Konten ermittelt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass, obwohl deutschsprachige TikTok-Videos häufiger Disclaimer enthalten als englischsprachige, Fehlinformationen bezüglich mentaler Gesundheit auch im deutschsprachigen Raum weit verbreitet sind. Insbesondere in deutschsprachigen Kurzvideos zu ADHS und Essstörungen ermutigen die Inhalte häufig zu Selbstdiagnosen. Interessanterweise zeigte die Untersuchung, im Kontrast zu vorherigen Forschungen, keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Professionalität der Videoersteller und dem Vorhandensein von Fehlinformationen in den analysierten TikTok-Videos. Diskussion: Die Befunde unterstreichen die Notwendigkeit weiterer kontextspezifischer Forschung von TikTok-Videos, die mentale Gesundheit thematisieren. Es ist wichtig, die potenziellen Auswirkungen falscher und irreführender Inhalte auf die Nutzer zu verstehen und daraus abgeleitet klare Richtlinien für die verantwortungsvolle Veröffentlichung von Inhalten zur psychischen Gesundheit auf TikTok zu entwickeln

    Geschlechterunterschiede in der depressiven Symptomatik bei internalisierenden Störungen

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    Das Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist die Untersuchung der Geschlechterunterschiede in der depressiven Symptomatik bei internalisierenden Störungen. Hierfür wurde eine Datenerhebung an einer Stichprobe von N = 252 Probanden durchgeführt. Von diesen Probanden erhielten N = 200 mindestens eine Diagnose des internalisierenden Spektrums. Davon waren 128 Frauen und 72 Männer. Die Depressivität der Probanden wurde mithilfe der zweiten Auflage des revidierten Beck-Depressions-Inventars erhoben. Zusätzlich wurden die soziodemographischen Variablen Alter und Geschlecht erhoben. Neben der Häufigkeit der depressiven Symptome in den einzelnen Geschlechtergruppen wurde das geschlechtsspezifische Symptomprofil der Depressivität untersucht. Die Frauen der Stichprobe wiesen durchschnittlich mehr depressive Symptome auf als die Männer. Zusätzlich zeigte sich, dass die Frauen im Rahmen der depressiven Symptomatik signifikant mehr somatische Symptome der verminderten Aktivierung aufwiesen als die Männer. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sowie die diskutierten Geschlechterunterschiede in der Depressivität legen nahe, dass das Geschlecht als Faktor bei der Beurteilung depressiver Symptome bei Störungen des internalisierenden Spektrums berücksichtigt werden sollte. Die aufgeführten Studienergebnisse können als Ansatz für nachfolgende Forschungen genutzt werden, da die Thematik im betroffenen Forschungsfeld in Zukunft voraussichtlich an Relevanz gewinnen wird

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