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    838 research outputs found

    Europareisen. Das Eigene und das Fremde im Selbstverständnis des Autors: Karamzin und Dostoevskij

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    Der Aufsatz untersucht die komplexe Beziehung zwischen dem Eigenen und dem Fremden im Selbstverständnis russischer Autoren, insbesondere Karamzin und Dostoevskij. Er thematisiert die kulturelle Identität Russlands im Kontext der europäischen Einflüsse und der eigenen ethnokulturellen Wurzeln. Der Verfasser argumentiert, dass die russische Literatur als Spiegel der kulturellen Grenzsituation fungiert, in der Autoren ihre eigene kulturelle Situiertheit reflektieren. Die Diskussion über das Eigene und das Fremde wird als zentrales Strukturprinzip der russischen Kultur identifiziert, das sich in der Literatur manifestiert. Der Aufsatz beleuchtet auch die geopolitischen und historischen Faktoren, die zur Entwicklung des russischen Kulturbewusstseins beigetragen haben, und zeigt, wie diese Themen in der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts behandelt werden. Die Analyse schließt mit der Feststellung, dass die Differenz zwischen Eigenem und Fremdem eine fortwährende Herausforderung für die russische Identität darstellt

    Zweiter Blick: A–Ja. Wie übersetzt sich "Krieg"?

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    Der ukrainische Autor Ostap Slyvynsky hat Menschen seines Landes zugehört und kleine Monologe aufgezeichnet, in denen es um Wörter geht. Wörter, die ihnen nach der vollständigen Invasion der Ukraine wichtig wurden, aufgefallen sind, eine andere Bedeutung erhalten haben. Diese Texte hat er zu einem "Wörterbuch des Krieges" zusammengestellt. Dieses Buch ist bereits in mehrere Sprachen übersetzt worden. Aber wie ist es möglich ein Wörterbuch des Krieges in eine Sprache zu übertragen, deren Sprecher im Frieden leben? Was bleibt von der literarischen Form des ABCdariums wenn die Wörter nicht passen? Die Lektorin der deutschen Ausgabe, Dr. Nina Weller im Gespräch mit dem Autor und Übersetzer*innen seiner deutschen und weiteren Ausgaben

    Fremd bin ich mir selbst - Erkundungen des Selbst in den Erzählungen Evdokija Apollonovna Nagrodskajas

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    Der Aufsatz setzt sich mit den Werken der russischen Schriftstellerin Evdokija Nagrodskaja im Kontext des wachsenden Interesses an der Psychoanalyse und dem Okkultismus in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts auseinander. Ein weiteres Augenmerk richtet sich auf die Darstellung der weiblichen Emanzipation in den Texten der Autorin

    Doppelte Übersetzung. Zum intermedialen Dialog zwischen Text und Bild (Gaby Bergmann, Sergej Birjukov): Ein Werkstattbericht

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    Der Text beschäftigt sich mit dem intermedialen Dialog zwischen einem Dichter und einer Künstlerin. Die Künstlerin Gaby Bergmann arbeitet in drei Bildzyklen die Spannung der transrational inspirierten Sprachkunst von Sergej Birjukov heraus, indem sie verschiedene Untergründe, Schrifttechnologien und Oberflächenversiegelungen textinterpretierend einsetzt. Auch die Wechselwirkung zwischen der Arbeit der Künstlerin und dem poetischen Schaffen des Dichters wird in dem Beitrag exemplarisch dargestellt

    Der doppelte Blick auf das Fremde: Die Inszenierung des belgischen Kolonialmuseums in Vera Inbers Reiseberichtzyklus Amerika v Pariže: Ein Beitrag zur Erforschung des Museumsmotivs in der russischen Literatur

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    Der Aufsatz befasst sich mit dem Leben und Werk der sowjetischen Schriftstellerin Vera Inber (1890-1972). Inber war eine bedeutende literarische Figur, die sich in den 1920er Jahren als Spezialkorrespondentin in Westeuropa und später während der Blockade von Leningrad einen Namen machte. Ihre Werke, insbesondere ihr Blockadetagebuch, wurden mit dem Stalinpreis ausgezeichnet. Der Text analysiert Inbers Anpassungsfähigkeit an die herrschende Ideologie und die ambivalente Rezeption ihrer Literatur, die oft als oberflächlich, aber auch als fröhlich und leicht beschrieben wird. Kritiker loben ihren malerischen Stil, während sie gleichzeitig ihrer Herkunft und der Mangel an Tiefe vorwerfen. Inbers Schaffen wird als ein Beitrag zur sowjetischen Literatur gewürdigt, der trotz seiner Leichtigkeit einen Platz in der literarischen Landschaft verdient

    Hans Magnus Enzensbergers Lyrik nach der Wende 1989: Die Gedichtbände „Zukunftsmusik“ und „Kiosk“

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    Der Text analysiert die Tradition der deutschen weltanschaulichen Lyrik, insbesondere in Goethes Spätwerk, und deren Einfluss auf Enzensberger. Enzensberger verbindet Naturdidaktik, die in Goethes Werken wie "Parabase" und "Eins und alles" zum Ausdruck kommt, mit einer sozialkritischen Didaktik, die an Brecht erinnert. Sein Werk zeichnet sich durch eine naturwissenschaftliche Perspektive, gemäßigten Moralskeptizismus und einen reflektierten "Altersstil" aus, was Sentimentalität und Pathos vermeidet. In Gedichtsammlungen wie "Zukunftsmusik" und "Kiosk" findet sich eine Atmosphäre der "zarten Apokalypse", geprägt von sachlicher Didaktik, Ironie und Skepsis. Enzensberger betrachtet den Mauerfall als ein kleines Ereignis in der deutschen Nachkriegsgeschichte, symptomatisch für die von ihm kritisierte Moderne. Er konzentriert sich auf die Darstellung des Lebens in seiner Vielfalt und Widerstandsfähigkeit, wobei er alltägliche Themen und Menschen mit systematischer Leidenschaft und als Kuriositätensammler untersucht

    Substandardsprachliche Lexik in der russischen Gegenwartslyrik.

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    Seit den 1990er Jahren wird die russische Sprache stark von substandardsprachlichen Varietäten wie Argot, Jargon, Slang, Prostorečie und Mat beeinflusst, was oft als sprachliche Demokratisierung oder Liberalisierung bezeichnet wird. Diese Entwicklung führt jedoch zu einer zunehmenden Jargonisierung und Vulgarisierung, die in der Linguistik kritisiert wird. Diese Tendenzen haben mittlerweile auch Massenmedien und Literatur, einschließlich der zeitgenössischen Lyrik, erfasst, wo viele Jargonismen und Argotismen zu finden sind. Die Begriffe Jargon, Argot und Slang werden oft synonym verwendet, obwohl es Versuche gibt, sie zu differenzieren. Die substandardsprachliche Lexik in der russischen Gegenwartslyrik ist heterogen und stammt aus verschiedenen Quellen, einschließlich der Jargons sozialer Gruppen und thematischer Gruppen des Prostorečie und Mat

    Aquileia und die Slavenmission: Zu Apotage und Symbolon im III. Freisinger Denkmal

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    Der Aufsatz „Aquileia und die Slavenmission“ von Hartmut Trunte untersucht die historische Bedeutung von Aquileia in der Christianisierung der Slawen sowie die sprachlichen und theologischen Verbindungen, die durch die Missionsarbeit entstanden sind. Er analysiert dabei insbesondere die sogenannten Freisinger Denkmäler (FD I, II und III), die als bedeutende Zeugnisse der altslawischen Literatur und der slawischen Mission betrachtet werden. Trunte beginnt mit einer Diskussion über die Entdeckung und die frühere Forschungsgeschichte der Freisinger Denkmäler. Diese Texte, die zwischen 972 und 1039 datiert werden, sind in altkirchenslawischer Sprache verfasst und repräsentieren eine Verbindung zu den kirchenslawischen Texten der kyrillomethodianischen Mission. Der Autor beleuchtet die bisherigen Forschungsergebnisse und stellt fest, dass viele Fragen bezüglich der Herkunft, der genauen Datierung und der sprachlichen Besonderheiten dieser Texte nach wie vor ungeklärt sind. Ein zentraler Teil der Analyse widmet sich der Rolle von Aquileia als einem bedeutenden religiösen und kulturellen Zentrum, das lange Zeit unter byzantinischem Einfluss stand und somit eine wichtige Rolle in der Verbreitung des Christentums unter den slawischen Völkern spielte. Trunte argumentiert, dass die Nähe von Aquileia zu den griechisch-orthodoxen Traditionen die slawische Mission entscheidend geprägt hat. Er verweist auf mögliche griechische Einflüsse in den Texten der Freisinger Denkmäler, insbesondere auf die theologischen und liturgischen Konzepte, die in diesen Texten reflektiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf FD II, das als „Adhortatio ad poenitentiam“ bekannt ist und stark mit den Texten der kyrillomethodianischen Mission verbunden zu sein scheint. Die Diskussion um die Autorschaft und die möglichen Vorlagen für diese Texte wird vertieft, wobei Trunte auf verschiedene Theorien eingeht, die von einer direkten Verbindung zu griechischen Vorlagen bis hin zu althochdeutschen Einflüssen reichen. Die Frage der genauen Herkunft und der sprachlichen Charakteristika der Texte bleibt dabei umstritten, doch wird eine griechische Vorlage für wahrscheinlich gehalten. Trunte schließt mit der These, dass Aquileia als kulturelles und religiöses Zentrum einen wichtigen Beitrag zur Slawenmission leistete. Die Freisinger Denkmäler, insbesondere FD II, spiegeln diese Verbindung wider und zeigen, wie tief die slawische Kirche in den griechisch-orthodoxen Traditionen verwurzelt ist. Diese Analyse trägt zu einem besseren Verständnis der komplexen historischen und kulturellen Prozesse bei, die die Christianisierung der Slawen prägten.The essay ‘Aquileia and the Slavic Mission’ by Hartmut Trunte examines the historical significance of Aquileia in the Christianisation of the Slavs as well as the linguistic and theological connections that arose from the missionary work. In particular, he analyses the so-called Freising monuments (FD I, II and III), which are regarded as important testimonies to Old Slavic literature and the Slavic mission. Trunte begins with a discussion of the discovery and earlier research history of the Freising Monuments. These texts, dated between 972 and 1039, are written in Old Church Slavonic and represent a link to the Church Slavonic texts of the Cyrillomethodian mission. The author analyses the results of research to date and notes that many questions regarding the origin, exact dating and linguistic peculiarities of these texts remain unresolved. A central part of the analysis is devoted to the role of Aquileia as an important religious and cultural centre, which was under Byzantine influence for a long time and thus played an important role in the spread of Christianity among the Slavic peoples. Trunte argues that Aquileia's proximity to the Greek Orthodox traditions had a decisive influence on the Slavic mission. He points to possible Greek influences in the texts of the Freising monuments, in particular the theological and liturgical concepts reflected in these texts. A particular focus is on FD II, known as the ‘Adhortatio ad poenitentiam’, which seems to be strongly connected to the texts of the Cyrillomethodian mission. The discussion about the authorship and possible models for these texts is explored in depth, with Trunte discussing various theories ranging from a direct link to Greek models to Old High German influences. The question of the exact origin and linguistic characteristics of the texts remains controversial, but a Greek model is considered probable. Trunte concludes with the thesis that Aquileia, as a cultural and religious centre, made an important contribution to the Slavic mission. The Freising monuments, especially FD II, reflect this connection and show how deeply rooted the Slavic church is in the Greek Orthodox traditions. This analysis contributes to a better understanding of the complex historical and cultural processes that shaped the Christianisation of the Slavs

    Vorwort

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    Modern Ukrainian Literature Undermines the Empire - Moderne ukrainische Literatur untergräbt das Imperium (III)

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    In der dritten Gastvorlesung der Veranstaltungsreihe "Ukrainische Woche - Ukrainian Week" steht die ukrainische Dichtung im Fokus. Frau Prof. Zhygun und Frau Prof. Brovko untersuchen die Rolle der Sprache und der Dichtung im Kontext des Krieges anhand von Beispielen aus den Werken von Zhadan, Kruk, Musakows´ka, Slyvynsʹkyj und anderen. Prof. Snizhana Zhygun (Kiew), studierte und arbeitete in Kiew. Sie ist Professorin an der Abteilung für ukrainische Literatur an der Borys-Grinchenko-Universität Kiew und Forscherin am Schewtschenko-Literaturinstitut der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Prof. Olena Brovko, ordentliche Professorin, studierte und arbeitete vor 2014 in Luhansk (Donbass-Region). Seit 2014 leitet sie im Status eines vorübergehenden und intern Vertriebenen die Abteilung für ukrainische Literatur an der Borys-Grinchenko-Universität Kiew. Sie ist auch als Essayistin bekannt

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