SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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„Textwiederverwertung ist für mich einfach ganz normal…”
Barbi Marković, 2011/2012 Stadtschreiberin in Graz, arbeitet zur Zeit an einem literarischen Projekt mit ungewissem Ausgang: Dem Stadtabschreiben. Akribisch schreibt sie alles ab, was sie in Berlin, Wien, Sarajevo, Graz, Zagreb und Belgrad an Schriftzügen, Reklameaufschriften, Verbotshinweisen, Graffitis findet und übersetzt den entstehenden Text ins B/K/S und Deutsche. Wie ihr Aufsehen erregender Roman Izlaženje, der ein Bernhard-‚Plagiat‘ und Konzeptkunst zugleich darstellte, so ist auch das neue Buch-Projekt vor allem ein Experiment
Banat Gothic. Mrtvo polje und Espirando von Srđan Srdić
Der Roman "Mrtvo polje" und die Erzählsammlung "Espirando" von Srđan Srdić vereint Horror- und Roadmovie-Versatzstücke, Pop-Surrealismus, die Ästhetik des Hässlichen, mit Death Metal, Trash, postmoderner Absurdität und zuletzt mit dem Amselfeld, um im eigens geschaffenen Genre einer „Banat Gothic“ Serbien - alle narrativen Register ziehend - auseinanderzunehmen
Verbalkomplexe im Bulgarischen
Der wissenschaftliche Aufsatz analysiert Verbalkomplexe im Bulgarischen und argumentiert, dass sowohl "šte" als auch "da" als Modalmarker fungieren, die Teil des Verbalkomplexes in einer Zone zwischen Morphologie (Lexikon) und Syntax werden. Hagen Pitsch behauptet, dass dies auch für Objektklitika gilt. Die CP-Projektion wird als Ort der existenziellen Quantifizierung der Verbalereignisvariable auf der repräsentativen Ebene der Semantischen Form (SF) vorgeschlagen, was mit existenziellen Präsuppositionen (če-Sätze) einhergeht. Da-Ausdrücke hingegen werden als bloße ModPs betrachtet, was bedeutet, dass es auf der SF-Ebene keine existenzielle Quantifizierung gibt. Letztere findet nur auf der extragrammatischen Ebene der Konzeptuellen Struktur statt. Der Aufsatz bietet auch eine lexikalische Erklärung für die unterschiedlichen Selektionsmerkmale von Matrixverben in Bezug auf da-Ausdrücke und/oder če-Sätze
Drei philosophische Nüsse für Aschenbrödel: Rezension
Wer die konzeptionellen Differenzen zwischen den postkonzeptualistischen Künstlern Russlands genauer verstehen möchte, für den wird das Buch "Tri spora" (dt. „Drei Streitgespräche“) von einigem Interesse sein. Es vereinigt im Wesentlichen Briefe der Moskauer Künstler Dmitrij Gutov (geb. 1960) und Anatolij Osmolovskij (geb. 1969) von November 2003 bis März 2004. Nadežda Gutova, die Frau Gutovs, hat sie zusammengestellt und mit einem Anmerkungsapparat versehen. Erschienen ist das Buch in Gutovs Verlag „Grundrisse“, der sonst vornehmlich die Schriften von Michail Lifšic publiziert
Literaturwissenschaft, Demokratisierung und Kochen: Der Blick einer Autorin: Ein Interview mit Tatjana Tolstaja, Siegfried-Unseld-Gastprofessorin an der Humboldt-Universität
Tatjana Tolstaja, Siegfried-Unseld-Gastprofessorin an der Humboldt Universität, prominente Schrifstellerin und bissige Fernsehmoderatorin, teilt uns ihre Weltsicht und ein einfaches Kochrezept mit
Die permanente Avantgarde? Surrealismus in Prag. (Ulrike Goldschweer)
Dr. habil. Ulrike Goldschweer. Rezension zu: TIPPNER, ANJA, Die permanente Avantgarde? Surrealismus in Prag. Köln; Weimar; Wien: Böhlau, 2009. 325 S., 19 Ill. auf Tafeln. ISBN: 978-3-412-07406-
Von der Flucht in den deutschen Barock: Berlins kleistisch angehauchten Orten und den Herausforderungen der Kategorie F. Ein Interview mit László Márton
László Márton wählt seine Worte sehr genau. Die Poetik der Verzögerung ist für ihn Programm. Nicht nur in seinen Romanen verzögert er, sondern auch in diesem Interview holt er weit aus, um dann exakt dort wieder den Faden aufzunehmen, wo er ihn verlassen hat. Mit seiner besonderen Beziehung zur deutschen Sprache tritt Márton als Übersetzer immer wieder in Dialog mit den verstorbenen Autoren