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Von langen Bänken und erschrockenen Eiern – Nicht materielle lexikalische Folgen russisch-deutscher Zweisprachigkeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit kontaktinduzierten nicht-materiellen Entlehnungen im Bereich der Lexik. Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit der theoretischen Ebene und stellt drei verschiedene Arten von kontaktinduzierten Modifikationen (materieller Transfer, Übergeneralisierung und nicht-materieller Transfer) sowie eine differenziertere Klassifizierung für den nicht-materiellen lexikalischen Transfer dar. Der zweite Teil analysiert ein bilinguales russisch-deutsches Korpus und geht der Frage nach, welche Subtypen des nicht-materiellen lexikalischen Transfers in welchem Anteil in der spontanen Rede russisch-deutscher Bilingualer in Deutschland heute auftreten
Unsichtbarer Kulturtransfer: M. Ju. Lermontovs „Maskarad“ (1835) englisch (1973)
M. Ju. Lermontovs dramatische Werke, die ohnehin lange Zeit unterschätzt wurden, vor allem in den englischsprachigen Ländern, stehen im Schatten der Prosa und der Lyrik. Selbst einschlägige Bibliographien und Enzyklopädien bieten keine englische Übersetzung der kanonischen Fassung der „Maskarad“ von 1835. Die „Theatre Communication Group“ in New York kündigt schon seit einigen Jahren eine Übersetzung an. Von der wissenschaftlichen Forschung kaum beachtet, veröffentlichte 1973 die (inzwischen eingestellte) Zeitschrift Russian Literature Triquarterly eine Prosaübersetzung von „Maskarad“ durch Roger W. Phillips. Diese - in Anbetracht der spezifischen Bedingungen des Sprachpaares Russisch-Englisch - recht präzise Übersetzung wendet sich an die Leser des Textes, könnte aber ohne weiteres für den theatralischen Gebrauch adaptiert werden. Der hermeneutische Gewinn der vergleichenden Übersetzungsanalyse ist beträchtlich, er macht sogar auf gewisse Defizite in der Forschung aufmerksam
„Ich muss nicht immer so übermenschlich konsequent sein“: Tadeusz Różewicz und seine Interviewer buchstabieren den Unsinn des Sprechens
Tadeusz Różewicz könnte ein absurdes Stück schreiben über den unbeholfenen Umgang der Stadt Breslau mit dem bekanntesten und mittlerweile ältesten ihrer Dichter. Da schneit vor zwei Jahren der Stadtpräsident, Pan Dutkiewicz, in des Dichters Wohnküche herein: „was hielten Sie eigentlich von einem Różewicz-Jahr?“ Natürlich zaudert da Różewicz, dessen Medienscheu beinahe sprichwörtlich in Polen ist – und man beginnt das Feilschen
Es gimpelt: Ein kleiner Verlag leistet Widerstand
Der Kinderbuchverlag Gimpel erobert mit hochwertigen Büchern den deutschen Kinderbuchmarkt und zeigt, was dieser von Polen lernen kann
„Das Gedicht ist die Tasche, in der du dein Herz trägst“.
Marko Pogačar, Jahrgang 84, ist das unaufgeregte Nachwuchstalent der kroatischen Lyrik. In seinen Gedichten feiert er das Spiel der Möglichkeiten und des Assoziativen – und seine kroatische Muttersprache
Eine Rose für die Stadt: Joanna Rajkowskas Berliner Kunstprojekte
Im Frühjahr und Sommer 2012 gab es in Berlin vier verschiedene Projekte der polnischen Künstlerin Joanna Rajkowska zu sehen, u.a. auf der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Małgorzata Maria Bach ist ihnen für novinki nachgegangen
Jacek Dehnel sehnt sich nach dem Kaiserpanorama
Was haben ein Liliputaner, eine halbnackte Salome mit abgeschnittenem Kopf auf einem silbernen Tablett, ein Geige spielender Soldat und sechs transsilvanische Frauen in schwarzen Hüten gemeinsam? Sie alle – und nicht nur sie! – sind Figuren aus Jacek Dehnels "Fotoplastikon". Aber keine Sorge: Es handelt sich hier keineswegs um eine Kuriositätensammlung, auch wenn sich das Buch nicht eindeutig einer literarischen Gattung zuordnen lässt
Artists’ Private Collections: Julia Fertig im Gespräch mit Anastasija Rjabova
Die junge Moskauer Künstlerin Anastasija Rjabova wurde für ihr Projekt Artist’s Private Collections im Dezember 2011 mit dem russischen Kandinsky-Preis in der Kategorie Medienkunst ausgezeichnet. Am meisten davon überrascht war wohl die Preisträgerin selbst. Nicht nur, weil die Vita Rjabovas im Gegensatz zu der vieler anderer Nominierter noch recht kurz ist, sondern auch aus dem Grund, dass das prämierte Projekt einen Gegenentwurf zur glamourösen Kunstpreiswelt darstellt
Die letzte Generation der Fussballromantiker
Vorbei ist die Fußballeuropameisterschaft 2012 in der Ukraine und in Polen. Was ist vom großen Fußballfest geblieben? Neue Stadien, mag der eine oder andere antworten, moderne Flughäfen, ausgebaute Straßen. Doch bleiben auch Geschichten. Geschichten, die Fußballfans von ihren Reisen mitgebracht haben, und Geschichten, die Ukrainer und Polen zur EM erzählen