SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Russische Literatur des 20. Jahrhunderts in deutschsprachigen Übersetzungen. (Ulrich Steltner)
Prof. Dr. Ulrich Steltner. Rezension zu: HÜBNER, FRIEDRICH, Russische Literatur des 20. Jahrhunderts in deutschsprachigen Übersetzungen. Eine kommentierte Bibliographie. Köln - Weimar - Wien: Böhlau, 2012. (Bausteine zur Slavischen Philologie und Kulturgeschichte. Reihe C: Bibliographien, Band 4) 666 S. ISBN 978-3-412-20872-
“Auch für einen Russen überhaupt nicht klar ”: Ein Interview mit Dorothea Trottenberg
Dorothea Trottenberg ist die aktuelle Preisträgerin des Paul-Celan-Preises für herausragende Übersetzung ins Deutsche. Neben dem ausgezeichneten Durst von Andrej Gelasimov hat die Osteuropa-Fachreferentin und Russischübersetzerin vor kurzem die Urfassung von Tolstojs Krieg und Frieden veröffentlicht und arbeitet weiterhin an der Gesamtausgabe Ivan Bunins. Im Interview mit novinki erzählt Trottenberg von den Freuden und Leiden des Kulturtransfers, von Ur- und anderen Fassungen und von individuellen Antworten auf unlösbare Fragen
Es muss klar sein, wem ein Schriftsteller gehört? Ich schwöre, er gehört mir!
Ein Interview mit Dževad Karahasan, Schriftsteller und Professor für Komparatistik an der Philosophischen Fakultät der Universität Sarajevo
Andrićs Beziehung zu Bosnien: Von der Liebe bis zum Hass und zurück
Ein Interview mit Ivan Lovrenović, der als Verleger, Kulturhistoriker und Publizist in Sarajevo tätig ist
„Vielleicht ist Tschechien einfach zu klein für große Romane“: Jaroslav Rudiš über Grenzgeschichten, Kapitalismus und tschechische Comics
Jaroslav Rudiš (*1972) hat im Wintersemester 2012/13 die von der HU in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag ins Leben gerufene und vom DAAD geförderte Siegfried-Unseld-Professur inne. Der tschechische Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker wurde vor allem durch seine Romane Der Himmel unter Berlin (2002) sowie Grand Hotel (2006) bekannt. Kürzlich sorgte die Verfilmung seines Comics Alois Nebel international für Furore, die jetzt für den European film award vorgeschlagen ist. Rudiš schreibt neben Romanen auch Theaterstücke, Opernlibretti, performt seine Literatur auf der Bühne, verfasst Comics gemeinsam mit dem Zeichner Jaromír 99, und tritt mit seiner Band The Bombers auf, in der auch sein Verleger spielt
In Ordnung. László Krasznahorkais Melancholie des Widerstands
England 10.09.2011, Hunderte teils maskierte Jugendliche laufen in der Nacht durch das Stadtzentrum Manchesters, werfen Schaufensterscheiben ein und plündern Schuh- und Kleidungsgeschäfte sowie einen Elektromarkt. Ungarn 1989. László Krasznahorkais Roman "Die Melancholie des Widerstands" erscheint. Darin die Geschichte eines Zirkus, dessen Gefolgschaft eines Nachts plötzlich über die kleine ungarische Stadt herfällt, in der sie gastiert. In nur einer Nacht brennt der Mob vom Kino bis zum Waschsalon alles nieder, was er zu fassen bekommt. Über die Gründe für den Gewaltausbruch kann am Ende nur spekuliert werden
Von Hamstern, Lebensweisheiten und Mädchenherzen: Slava Sės Bloggeschichtensammlung Der Klempner, sein Kater, seine Frau und weitere Einzelheiten
Kennen Sie einen Familienvater, Blogger und Klempner aus Lettland, der urkomische Bücher schreibt? Nein?! Dann sei Ihnen das neueste deutlich autobiographische Werk von Slava Sė "Santechnik, ego kot, žena i drugie podrobnosti" ans Herz gelegt. Vjačeslav Soldatenko alias Slava Sė – das Pseudonym setzt sich aus der Koseform zum Vornamen und dem ersten Laut des Familiennamens zusammen – schreibt, lebt und arbeitet in Riga
Kunst und Gedächtnistheater – die polnisch-deutsche Ausstellung „Tür an Tür”
Dieser Beitrag über die Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ aus dem Jahr 2011 ruft uns die damalige öffentliche Debatte um die Entfernung von Artur Żmijewskis umstrittenen Videokunstwerk „Berek“ in Erinnerung. Aber unabhängig vom Anlass hat der Blick des Beitrags auf die ‚Inszenierungsregeln‘ und ‚Bühnenanweisungen‘ des deutschen Holocaustsdiskurses auch zehn Jahre später wenig an Relevanz verloren
Serbiens Jagd auf Schriftsteller: der Fall Sreten Ugričić
Im Jahr 2021 ist der von Svetlana Gavrilović und Saša Ilić herausgegebene Sammelband “Sreten Ugričić: pisac, astronom, terorista” im Verlag “Most Art Jugoslavija” erschienen. Neben Aufsätzen, die dem literarischen und essayistischen Werk von Sreten Ugričić gewidmet sind, stellt der Sammelband einen Versuch dar, auf die politischen Prozesse und den ideologischen Hintergrund einzugehen, die im Januar 2012 zur Entlassung des Direktors der Nationalbibliothek Serbiens führten, zu einem Ereignis, das seinen Nachhall auch in der deutschsprachigen Slawistik und im Feuilleton fand