SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Der Autor als Leser
„Wenn die Literatur eine Droge ist, so ist der Leser in meinem Kopf ein Drogenabhängiger, der ein hochwertiges Produkt von mir möchte.“ In seinem zweiten Interview mit novinki sprach Vladimir Sorokin nicht nur über den Leser in seinem Kopf, sondern auch über universitäre Lehre, gnadenlose Texte, realisierte Metaphern und den psychosomatischen Prozess des Schreibens
Eine Poetik der Umkehrung oder die Gegenwehr der Poesie: Interview mit Matthias Nawrat
Matthias Nawrat, aufgewachsen im polnischen Opole und im deutschen Bamberg, schrieb seine Romane "Wir zwei allein", "Unternehmer" und "Die vielen Tode unseres Opas Jurek" auf Deutsch. "novinki" sprach mit ihm über Unternehmertum, das Übersetzen eigener Texte und die Frage: „Wie man mehrfach stirbt. Und trotzdem ein schönes Leben führt.
Wahrnehmungsdialektologische Untersuchungen zum Russinischen in Zakarpattja am Beispiel der Region Chust
Wenn tollwütige Hunde nicht nur bellen, sondern weißlatzige Katzen töten
Erträumte Parallelwelten, die Angst vor der Leere des Lebens und absurd-groteske Daseinsbewältigungen tun sich als Riss im Alltag auf, wenn bissige Hunde aus ihrem kreativen Schlaf geweckt werden. Erlösung sucht man dabei in Dorota Masłowskas neuestem Werk vergeblich. Man kann nur ein zynisch-resigniertes Lachen von sich geben und hoffen, dass es nicht im Halse stecken bleibt
Sprachgesetze – ihre Begründungen und ihre Effektivität. (Mark Brüggemann)
Dr. Mark Brüggemann. Rezension zu: Grzegorz Lisek: Sprachgesetze – ihre Begründungen und ihre Effektivität. Ein polnisch-deutscher Vergleich der Sprachpolitik. Jena: Leander Wissenschaft 2014, 328 S. ISBN 978-3-9815368-6-
Die Feier des Heiligen Öles nach der Jerusalemer Ordnung. (Thomas Daiber)
Prof. Dr. Thomas Daiber. Rezension zu: Tinatin Chronz, Die Feier des Heiligen Öles nach der Jerusalemer Ordnung. Mit dem Text des slavischen Codex Hilferding 21 der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg sowie georgischen Übersetzungen palästinensischer und konstantinopolitanischer Quellen. Einführung – Edition – Kommentar. Münster: Aschendorff Verlag 2012, 466 Seiten. (= Jerusalemer Theologisches Forum 18) ISBN 978-3-402-11020-
Leichenberge, wohin man auch schaut
Viel Zeit hatte die Litauerin Dalia Grinkevičiūtė nicht, um ihre Erinnerungen an die Deportation und das Leben in der Arktis niederzuschreiben. In knappen Worten beschreibt sie den Hunger, die Kälte, ihre Hoffnungen und Ängste. Vor allem aber gibt sie eindringlich Zeugnis vom menschlichen Überlebenswillen. “Aber der Himmel – grandios”, längst Pflichtlektüre an litauischen Schulen, ist im Jahr 2014 endlich auch auf Deutsch erschienen
Im Rausch des Ekels: Szczepan Twardochs Morphin
Fragt man Opiat-Abhängige, wie sie den Rauschzustand nach dem Konsum der Droge erleben, erhält man meist schwer greifbare und wirre Antworten. “Morphin” ist ein solches Opiat. Der auch auf Deutsch erschienene Roman des polnischen Autors Szczepan Twardoch steht dem namengebenden Suchtmittel in Sachen Rauschhaftigkeit in nichts nach. Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Leser hineingesogen ins Warschau des Jahres 1939, in eine Welt voll kalten Ekels, schonungsloser Gewalt und fesselnder Begierde