SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Ausgangspunkte für eine neue Realität: Interview mit Kateryna Miščenko
Kateryna Miščenko [Kateryna Mishchenko]: die ukrainische Autorin, Übersetzerin und Kuratorin schreibt und forscht zu den Veränderungen der ukrainischen Zivilgesellschaft und widmet sich dabei aktuell den politischen Imaginationen der Insel. Über das Utopische des Insularen, die ukrainische Kulturlandschaft und die politische Relevanz des Majdans sprach novinki mit ihr während der METRO-Tagung „Wörterbuch des Wandels“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) am 01.12.2018
Von den Rändern her: „Poetry & Performance. The Eastern European Perspective” in Zürich
Bereits bei der Aussprache des Titels werden die Besucher_innen dieser Ausstellung auf einen besonderen Umgang mit Sprache eingestimmt: die drei Ps, die drei Plosive, erinnern aus heutiger Sicht ein wenig ans Beatboxen. Der Titel steht für das von Tomáš Glanc und Sabine Hänsgen realisierte Konzept, das als einzigartige Installation vom 15. September bis 28. Oktober 2018 in der Shedhalle Zürich zu sehen war
Der Preis der Berufung
Wenn der Wahn an die Tür einer heteronormativen Kernfamilie klopft und sich das Empusa-Wesen Namens „Manananggal“ erhebt, wenn die Selbstverwirklichung einer Mutter und Hausfrau zu bersten beginnt, gar eine sexuelle Revolution einzuleiten droht, dann befindet sich das kollektiv-erschrockene Publikum mitten in Ana Urushadzes internationalpreisgekröntem Drama-Debüt – “Saschischi Deda” (Scary Mother, 2017)
Frauenfiguren im Zentrum der Peripherie
Zwei Filme über Frauen in komplizierten Lebenssituationen – beide mit den Frauennamen als Titel – waren in diesem Jahr Preisträger_innen beim Filmfestival Cottbus. So unterschiedlich das Schicksal von “Ajka” und “Irina” auch sein mag: Beide sind Gefangene (an) der Peripherie
Jugendkino in Cottbus: Sektion U18 und jünger
In der Festivalsektion “U18 Wettbewerb Jugendfilm” des “FilmFestival Cottbus 2018” konnte man einige Jugendfilme aus Polen, Tschechien und Deutschland sehen. Die Auswahl war tatsächlich vielfältig, was sich schon anhand der drei hier besprochenen Filme sehen lässt
Ende der Geschichte, vorrübergehend ausgesetzt
Maša Gessen [Masha Gessen] hat über Pussy Riot, Putin und den Mathematiker Perelman geschrieben. Für die New York Times berichtet sie regelmäßig über ihre russische Heimat, aus der sie zwei Mal emigrierte. Nun hat sie ihre Erfahrungen und Enttäuschungen literarisch verarbeitet. Dafür wurde sie in Leipzig mit dem Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet
Heilung durch empathische Verfremdung
Anlässlich der dritten Summer Academy von PRISMA UKRAÏNA “Beyond Violence. The (Im)possibility of Understanding and Remembering” wurde am 13. Juli 2019 die Ausstellung “Meni dosi soromno vykydati ižu. Babusja rozpovídala meni pro Holodomor” (I still feel sorry when I throw away food. Grandma used to tell me stories about the Holodomor) von Lia Dostlieva und Andrii Dostliev eröffnet
Letzte Nachricht aus dem Lager
Irina Ščerbakova [Irina Scherbakowa] rekonstruiert die Geschichten von 14 Vätern, die in der Sowjetunion in den 1930er und 1940er Jahren zu Lagerhaft und Tod verurteilt wurden. Damit setzt sie den Opfern des stalinistischen Terrors in “Ich glaube an unsere Kinder” ein Denkmal. Jetzt ist die deutsche Übersetzung erschienen
Sex sells – aber was ist mit den Nebenwirkungen?
Dieser Text hätte am zweiten Juni veröffentlicht werden sollen, denn an diesem Tag, dem “International Sex Workers Day”, wird jährlich an die Diskriminierung von Prostituierten erinnert; an Prostituierte wie auch die kleine “Kukolka” aus dem gleichnamigen Roman (2017) von Lana Lux eine ist