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    838 research outputs found

    Verschlüsselte Texte. Interview mit Stanislav Aseev

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    2021 ist Stanislav Aseevs Buch “In Isolation: Texte aus dem Donbass” (“V izoljacii”, Kiev 2018) auf Deutsch erschienen, das nächste Buch wird schon übersetzt. Aseev ist Journalist und Schriftsteller, seit 2011 veröffentlicht er Gedichte, Prosa und eine Roman-Autobiographie mit dem Titel Mel’chiorovoj slon, ili Čelovek, kotoryj dumal (Der Elefant Melchior oder Der Mann, der dachte). Bekannt gemacht haben ihn vor allem seine unter dem Pseudonym Stanislav Vasin geschriebenen Essays für Radio Svoboda, derentwegen er am 2. Juni 2017 vom „Ministerium für Staatssicherheit der Volksrepublik Donezk“ verschleppt und gefangengenommen wurde. Erst anderthalb Jahre später, am 29. Dezember 2019, wurde er anlässlich eines Gefangenaustauschs zwischen der Ukraine und den prorussischen Volksrepubliken wieder freigelassen. Diliara Frühauf hat sich mit Stanislav Aseev über Zoom getroffen

    Igor’ Cholin zum 100. Geburtstag – ein Kultdichter des Moskauer Underground

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    Zu Ehren seines 100. Geburtstages erschien 2020 im Verlag „aspei“ eine Werkschau zu Igor’ Cholin. Das Bio-Inter-View mit dem Dichter und Autor auf Video Hi8 ist intermedialer Höhepunkt der Hommage und krönt die Trilogie CHOLIN 100. Die Aspei-Edition bezieht das Dokumentieren und Kommentieren als poetisch-soziale Praxis ein. Tatjana Hofmann näherte sich in einer Inter-View-Aktion der Werkausgabe (Gestaltung: Martin Hüttel) und den Übersetzer*innen, die sie herausgegeben haben: Sabine Hänsgen, Wolfram Eggeling und Gudrun Lehmann

    Spiel-Zeiten und Spiel-Räume des Theaters in Europas Osten: Seiten einer Kulturgeschichte – von den Anfängen bis zum sozialistischen Ende. (Brigitte Schultze)

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    Prof. em. Dr. Brigitte Schultze. Rezension zu: Kröplin, Wolfgang. 2020. Spiel-Zeiten und Spiel-Räume des Theaters in Europas Osten. Seiten einer Kulturgeschichte – von den Anfängen bis zum sozialistischen Ende. Würzburg: Königshausen & Neumann, 443 S. ISBN: 978-3-82-60-6981-

    Niebieski ptak und cukier biały – Eine Klassifikation und Korpusanalyse der Funktion und Wortfolge polnischer Farbadjektive

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    In diesem Beitrag wird die Stellung der polnischen Farbadjektive in ihrer attributiven Funktion in der Substantivphrase untersucht. Im Allgemeinen können polnische attributive Adjektive vor dem Substantiv stehen (AN) oder ihm folgen (NA). Es gibt eine umfangreiche Literatur zu diesem Thema, insbesondere zu den Gründen für die AN- oder NA-Reihenfolge in bestimmten semantischen Klassen von Adjektiven oder Typen von Adjektiv-Nomen-Konstruktionen. Die meisten Beiträge sind jedoch theoretischer Natur und berücksichtigen nur einen Teil der sprachlichen Realität, ohne den gesamten Umfang der Daten zu erfassen. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass bisher noch keine systematische empirische Analyse dieses spezifischen syntaktischen Phänomens durchgeführt wurde. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Korpusanalyse (NKJP) von 203 Substantiv-mit-Farbe-Adjektiv-Konstruktionen und deren AN/NA-Verteilungen vorgestellt. Diese Konstruktionen wurden anhand der Funktion des Farbadjektivs (qualifizierend, klassifizierend oder Teil eines Idioms) klassifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass polnische Farbadjektive unabhängig von ihrer jeweiligen Funktion in der Regel in der AN-Reihenfolge erscheinen.Der Aufsatz untersucht die syntaktische Stellung von Farbadjektiven im Polnischen und ihre Verwendung in der Nominalphrase. Der Fokus liegt auf der Frage, unter welchen Bedingungen Farbadjektive vor oder nach einem Substantiv stehen und welche Funktionen sie dabei erfüllen. Clasmeier nutzt eine korpusbasierte Methode, um die Stellung von Farbadjektiven in der polnischen Sprache systematisch zu analysieren. Dabei greift sie auf das Polnische Nationalkorpus (NKJP) zurück und untersucht insgesamt 203 Konstruktionen von Substantiven mit Farbadjektiven. Die Analyse zeigt, dass Farbadjektive im Polnischen typischerweise in der „Adjektiv-Substantiv“-Reihenfolge (AN) erscheinen, unabhängig von ihrer jeweiligen Funktion. Die Untersuchung differenziert zwischen verschiedenen Typen von Farbadjektiven: charakterisierende Adjektive, die die Farbe eines Objekts beschreiben (z.B. „grüner Kugelschreiber“), klassifizierende Adjektive, die eine Gattung oder Kategorie kennzeichnen (z.B. „Rotwein“), und idiomatische Ausdrücke, die metaphorische oder idiomatische Bedeutungen haben (z.B. „blauer Vogel“ als Bezeichnung für einen Nichtstuer). Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass die Funktion des Farbadjektivs – ob charakterisierend oder klassifizierend – die Wortstellung beeinflusst. Während charakterisierende Adjektive meist vorangestellt sind, zeigt sich bei klassifizierenden Adjektiven häufiger eine Nachstellung. Idiomatische Ausdrücke weisen ebenfalls eine variable Stellung auf, je nach Grad ihrer Idiomatizität und Kontext. Clasmeier beleuchtet zudem die Besonderheiten der polnischen Syntax im Vergleich zu anderen slawischen Sprachen und europäischen Sprachfamilien. Während das Polnische sowohl Vor- als auch Nachstellung von Adjektiven erlaubt, dominieren in anderen Sprachen oft feste Regeln für die Position von Adjektiven. Diese Flexibilität im Polnischen bietet interessante Einblicke in die linguistischen Prinzipien, die der Adjektivstellung zugrunde liegen. Insgesamt zeigt der Aufsatz, dass die Stellung von Farbadjektiven im Polnischen durch eine Kombination von semantischen, syntaktischen und pragmatischen Faktoren bestimmt wird. Diese Faktoren ermöglichen eine breite Variabilität, die die sprachliche Flexibilität des Polnischen unterstreicht und neue Wege für die Erforschung von Adjektiv-Substantiv-Konstruktionen eröffnet.The article examines the syntactic position of colour adjectives in Polish and their use in the noun phrase. The focus is on the question of the conditions under which colour adjectives are placed before or after a noun and what functions they fulfil. Clasmeier uses a corpus-based method to systematically analyse the position of colour adjectives in the Polish language. She draws on the Polish National Corpus (NKJP) and examines a total of 203 constructions of nouns with colour adjectives. The analysis shows that colour adjectives in Polish typically appear in the ‘adjective-noun’ order (AN), regardless of their respective function. The study distinguishes between different types of colour adjectives: characterising adjectives that describe the colour of an object (e.g. ‘green biros’), classifying adjectives that identify a genus or category (e.g. ‘red wine’), and idiomatic expressions that have metaphorical or idiomatic meanings (e.g. ‘blue bird’ as a term for a non-stuer). A key result of the analysis is that the function of the colour adjective - whether characterising or classifying - influences the word order. While characterising adjectives are usually prefixed, classifying adjectives are more often suffixed. Idiomatic expressions also have a variable position, depending on their degree of idiomaticity and context. Clasmeier also sheds light on the special features of Polish syntax in comparison to other Slavic languages and European language families. While Polish allows both prefixing and suffixing of adjectives, other languages often have fixed rules for the position of adjectives. This flexibility in Polish offers interesting insights into the linguistic principles underlying adjective position. Overall, the paper shows that the position of colour adjectives in Polish is determined by a combination of semantic, syntactic and pragmatic factors. These factors allow for a wide variability that emphasises the linguistic flexibility of Polish and opens up new avenues for the study of adjective-noun constructions

    Formalistische Revolutionspoetik: Viktor Šklovskijs autobiographischer Roman „Sentimentale Reise“ neu übersetzt und neu gelesen

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    Porträt eines Umbruchs: Zum hundertjährigen Jubiläum der russischen Revolution 2017 hat Olga Radetzkaja Viktor Šklovskijs Sentimentale Reise (russ. Sentimental’noe putešestvie) erstmals in vollständiger Fassung ins Deutsche übersetzt. Der autobiographisch motivierte Erzähler akzentuiert die für alle Akteur_innen der Zeit herausfordernde Suche nach Orientierung im Chaos und den Wunsch nach Neubeginn. Auf den Spuren formalistischer Poetik

    „Food and water are not enough“: das Sarajevo Film Festival und die Krise

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    Die Kultur in Europa arbeitet auf Sparflamme. Corona schränkt nicht nur das alltägliche Leben ein, sondern sorgt dafür, dass zahlreiche kulturelle Großveranstaltungen ausfallen müssen. Während die bekannten Filmfestivals in Cannes und Venedig abgesagt und andere ins Netz verlegt werden, wird jedoch das 26. Sarajevo Film Festival dieses Jahr vom 14. bis 21. August stattfinden. Die Gründe hierfür liegen in seiner Geschichte

    Wer geht leer aus? – die Theaterproduktion “Imitation of Life”

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    Die Eröffnungsproduktion “Imitation of Life” des MESS Festivals 2019 in Sarajevo könnte kaum einen bedrückenderen und politischeren Inhalt behandeln. Basierend auf einem tatsächlich in Ungarn stattgefundenen Vorfall, kreiert die ungarische Autorin Kata Webér ein Stück, hiermit erstmals von Kornél Mundruczó für sein Proton Theater (Budapest) inszeniert, in dem sie die Dominanz der Banalität und die Vergänglichkeit unseres Lebens aufzeigt

    Osteuropa-Institut meets FilmFestival Cottbus

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    Der Auftaktfilmabend in der Zusammenarbeit mit dem 30. FilmFestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films (Jubiläumsausgabe). Der Arbeitsbereich Kultur des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin und der Programmdirektor des FilmFestivals Cottbus, Bernd Buder organisieren Ende Oktober 2020, kurz vor dem Festivalbeginn, einen gemeinsamen Auftaktfilmabend

    Polen unter anderen: Literarische Außen- und Innenansichten der polnischen Arbeitsmigration in Großbritannien seit 2004

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    Die Perspektiven auf das Leben von Migranten in ihren Gastländern neigen dazu, bikulturell zu sein, was im Widerspruch zur multiethnischen Realität britischer Industriestädte steht, insbesondere im Niedriglohnsektor Londons. In diesem Beitrag wird Migrantenliteratur als Gegenmittel gegen bikulturelle Restriktionen vorgeschlagen. Es wird versucht, eine vergleichende Lektüre der Schriften polnischer Migrantenautoren über die Interaktionen mit anderen Migranten in Großbritannien und die Wahrnehmung der Polen durch andere Migrantenautoren anzubieten. Der Korpus besteht aus Post-Beitritts-Texten und umfasst unter anderem Bücher von A. M. Bakalar, Gosia Brzezińska, Grzegorz Kopaczewski, Daniel Koziarski, Adam Miklasz, Jarek Sępek und Daniel Zuchowski einerseits sowie Marina Lewycka und Aleksandrs Ruģēns (alias Vilis Lācītis alias William B. Foreignerski) andererseits. Angesichts der Tatsache, dass die Autoren auf unterschiedliche – polnische, britische, ukrainische, lettische und andere osteuropäische – Traditionen des kulturellen und/oder wirtschaftlichen Othering zurückgreifen, untersucht der vorliegende Beitrag sowohl die gegenseitigen Orientalisierungen als auch die damit verbundenen Transnationalisierungspfad

    „Wir haben schon viel erlebt, aber nicht alles“

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    Die Russische Bühne, oder „Russkaja Scena” (russ. “Русская Сцена”), ist ein kleines, russisch-deutsches Theater in Berlin-Schöneberg. Es behauptet von sich selbst, das einzige professionelle russischsprachige Repertoiretheater außerhalb postsowjetischer Staaten zu sein. Unsere Reportage beleuchtet, was hinter diesem Konzept steckt und wie das kleine Theater die Corona-Krise durchlebt

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