SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Inherit the World. Strategies of translatio in the Soviet Literary Cosmopolis
Vom 27. bis 29.05.2021 findet die online-Konferenz “Inherit the World. Strategies of translatio in the Soviet Literary Cosmopolis” statt, die zudem der Auftakt zu einer realen Konferenz im Dezember 2021 ist. Die Konferenz ist eine Kooperation der Projektgruppe “(Post)Soviet Literary Cosmopolis” (Niovi Zampouka, Vera Faber, Susanne Frank, Eugene Ostashevsky) im EXC 2020 “Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective” und des Leibniz Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (Zaal Andronikashvili)
„Man muss jetzt schreien“ – Interview mit Aliaksei Paluyan
Es sind bewegende Bilder, die in Aljaksej Polujans [Aliaksei Paluyan] Dokumentarfilm Courage zu sehen sind. Als die belarussische Freiheitsbewegung im August 2020 auf ihren Höhepunkt zusteuert, ist der Filmemacher mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit seiner Crew begleitet Palujan die Proteste und dokumentiert unter lebensgefährlichen Umständen den Kampf Tausender gegen das Regime. Im Zentrum: die Schauspieler_innen des „Belarus Free Theatre“, die mit ihrem Einsatz auf der Bühne für ein gerechtes Belarus kämpfen. novinki hat mit Aljaksej Polujan über seinen aufsehenerregenden Film, seine Mission als Filmregisseur und die Zukunft der Freiheitsbewegung in Belarus gesprochen
Tappen in der Dunkelkammer – die Entwicklung eines Fotos
Erinnerungen können vieles freisetzen. Wenn sich Menschen intensiv mit ihnen beschäftigen, kann das bereichernd sein, aber auch vernichtend wirken. In „Searching for Tereska“ wird beides deutlich. Der Dokumentarfilm zeigt die Suche nach dem Mädchen auf einem weltberühmten Foto aus der Nachkriegszeit in Polen. Abgesehen davon, dass es 1948 von David Seymour aufgenommen wurde, wusste man lange nicht viel über die Geschichte dahinter. Die Nachforschungen führen in die verschiedensten Ecken Warschaus
Die vergessenen Opfer
Von einem Tag auf den anderen der Heimat Riga entrissen, von der Familie getrennt und in die Fremde verschleppt – so ergeht es Melānija und ihrem Sohn im Juni 1941. „Melānijas hronika“ („The Chronicles Of Melanie“) erzählt eindrucksvoll von der darauffolgenden, sechzehn Jahre andauernden Leidensgeschichte in einem sibirischen Arbeitslager. Mit dem 2016 erschienenen und kommerziell sehr erfolgreichen Film des Regisseurs Viesturs Kairišs wird der lettischen Autorin und Journalistin Melānija Vanaga (1905–1997) ein Denkmal gesetzt
“transnationale berlin”: neues Festival für Literaturübersetzung
Vom 01. bis 03. Oktober 2021 findet das neue Festival für Literaturübersetzung “translationale berlin” statt, das im Collegium Hungaricum Berlin zu Gast ist. Übersetzungskunst wird als literarische – und auch politische – Praxis verstanden, der sich internationale Übersetzer_innen, Autor_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen in Form von Lesungen, Vorträgen und Workshops widmen. Eine zusätzliche Ausstellung (Rahmenprogramm) soll die meist unsichtbaren Übersetzer_innen ins Blickfeld rücken
Über das größere Übel – Ljudmila Ulickajas Kurzroman “Eine Seuche in der Stadt”
“Eine Seuche in der Stadt” (russ. “Čuma”) beschreibt das Auftreten einer potenziell pandemischen Situation im Moskau der 1930er Jahre und wie das Ausarten derselben durch den NKWD (Volkskommissariat für innere Angelegenheiten) verhindert wird
„Ich fühle die Birke nicht, wie sie Esenin fühlt.“
Ein Interview mit dem aserbaidschanischen Dichter, Übersetzer und Preisträger der „Russkaja Premija“ 2004, Nidžat Mamedov. Mit Nidžat Mamedov trafen wir uns in einem der Stadtcafés in der Nähe der U‑Bahn-Station „Nariman Narimanov“ in Baku, früher eines der vorwiegend russischsprachigen Viertel der Stadt
Ist das jetzt Satire, oder kann das weg?
2019 erscheint in Russland der Kriegsfilm „Secret Weapon“. Er macht vieles anders als herkömmliche Kriegsfilme und vieles nicht. Man möchte ihn als Satire lesen. Ob das gerechtfertigt ist
“A Few Ways to Lose a Friendship” – eine grenzüberschreitende Online-Premiere im Corona-Winter 2020/21
Dank der Pandemie hat das seit 2014 betriebene Dokumentartheaterprojekt von Michail Kalužskij endlich die richtige Form und Ausführung gefunden: Am 9. Dezember 2020 fand die Premiere seines Stücks „A Few Ways To Lose a Friendship” auf der Videokonferenz-Plattform Zoom statt. In Kooperation mit der Produzentin Evgenia Šermenëva wurde ein internationales russischsprachiges Team aus Theaterschaffenden aus sieben osteuropäischen Ländern berufen, um die Online-Lesung zu realisieren. novinki ist dem nachgegangen, wie der virtuelle Raum zu einem selbständigen poetischen und ästhetischen Element der Inszenierung wurde
Ein Dorf im Schatten der Geschichte
„Wer sind wir und wohin gehören wir?“ Diese Frage stellen sich die Bewohner_innen eines kleinen tschechischen Dorfes im Wandel der Zeit – im Schatten des 2. Weltkriegs und seiner Nachwirkungen. In „Krajina ve Stinu“ (engl. Shadow Country, 2020) werden Grenzen, Hierarchien und Zugehörigkeiten neu verhandelt und treiben die Menschen dazu, extreme Entscheidungen zu treffen