SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Sprache und Krieg. Язык и война. Оккупационная языковая политика в Славии во время Второй мировой войны. (Mark Brüggemann)
Dr. Mark Brüggemann. Rezension zu: Зинкевич, Андрей. 2021. Язык и война.Оккупационная языковая политика в Славии во время Второй мировой войны. Brno: Tribun EU, S.599. ISBN: 978-80-263-1637–
„Der Kulturwert des Slawischen“ für Europa
Der Beitrag knüpft an den Aufsatz von Karl Krumbacher aus dem Jahr 1908 über die Stellung des Slavischen in der „christlichen (westlichen) Welt" an und geht anhand von Beispielen aus dem Wortschatz nichtslavischer Sprachen auf den „Kulturwert des Slavischen“ für Europa ein. Dem gehen einige allgemeine Informationen über das Slavische in Europa voran
Strategien des Primitivismus in der modernen russischen Poesie
Der Begriff "Primitivismus" wird in verschiedenen kulturellen und künstlerischen Kontexten unterschiedlich verstanden. In der westlichen Kunstgeschichte bezieht sich Primitivismus meist auf die Nachahmung der Kunst afrikanischer und ozeanischer Völker. In Russland orientierte sich der Primitivismus weniger an exotischen Stämmen, sondern vielmehr an einheimischen Quellen wie den halbmythischen Skythen, dem einfachen Volk oder nationalen Kunstformen wie Ikonen und Lubok. In dem Beitrag werden verschiedene Formen von Primitivismus im Schaffen der zeitgenössischen russischen Dichter analysiert. Der Autor beschränkt seine Darstellung auf die Demonstration nur einiger charakteristischer Beispiele und versucht anschließend, eine Typologie aufzustellen
Das nicht Zufällige im Zufall: über den Gedichtzyklus „Übergangenes“ von R.-B. Essig und Fotographienvon M. Koch im Kontext der früheren intermedialen Experimente von J. Kerner und P. Rühmkorf
Intermedialität, die Kombination verschiedener Medienformen wie Wort, Musik und Bild, ist ein gut erforschtes Phänomen. Dieses Konzept, beeinflusst von Theorien von Bachtin, Kristeva, Derrida und Barthes, ist zentral in der Postmoderne und betrachtet die Welt als einheitliches Text- und Zeichensystem. Verschiedene Medienformen, wie Bilder, Fotos, Tänze oder literarische Werke, werden als Teile eines einheitlichen Textes gesehen, die gemeinsam einen Raum für Informationsübertragung und Verständnis schaffen. Der Artikel analysiert speziell die Text-Foto-Beziehungen im intermedialen Projekt „Übergangenes“ von R.-B. Essig und M. Koch, wobei die Abhängigkeit und Sinnbildung der intermedialen Komponenten sowie deren Einbettung in einen breiteren literarischen Kontext untersucht werden
Скалка в оці, осколок у голові, оскал війни, вищир історії
Unter dem Eindruck des gezielten Raketenangriffs auf ein beliebtes Restaurant in Kramatorsk, bei dem die Autorin und Menschenrechtlerin Viktorija Amelina schwer verletzt wurde und später ihren tiefen Verletzungen erlag, hat die preisgekrönte Dichterin Marianna Kiyanovska, 2022–2023 als Stipendiatin am Wissenschaftskolleg in Berlin zu Gast, einen persönlichen, literarisch wertvollen Nachruf geschrieben
Yevgenia Belorusets: A Cycle of Lectures on the Modern Lives of Animals
Yevgenia Belorusets dokumentiert gerade den Krieg in ihrem Kriegstagebuch von ihrer Heimatstadt Kyjiw aus. Vor einigen Monaten erschien ihr neues Buch Modern Animal. Für den novinki-rezensiert Yelizaveta Landenberger dieses “intermediale literarische Kunstwerk”
#WarDiary 3: From nomade to a settler
Tag 16 im Krieg Russlands gegen die Ukraine. In ihrem #WarDiary schreibt Lina Zalitok aus ihrem Heimatort bei Kyjiw über die das plötzliche Gefühl von Sesshaftigkeit in Zeiten des Krieges
Vorlesungsreihe “Den Krieg dokumentieren. Ukraine 2014–2022” an der Universität Zürich
Im Rahmen dieser Ringvorlesung soll die Dokumentation des russländischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erörtert werden, die zentral ist für den Nachweis von Kriegsverbrechen und die mediale Vermittlung des Geschehens, aber auch für das Finden einer Sprache über Gewalt, Zerstörung, Solidarität, Mitgefühl und Widerstand
Über Schweben und Fall auf dem „Belgrader Festival für europäische Literatur“: Dževad Karahasan im Interview mit novinki
Belgrad – die Stadt der Festivals. Gestern ging das „Belgrader Festival der europäischen Literatur“ (22. – 25.06) zu Ende, das in Kooperation mit dem Goethe-Institut vom Verlagshaus „Arhipelag“ ausgetragen wurde. Einer der vier literarischen Gäste war der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan, mit dem novinki über seinen neu erschienenen Roman „Uvod u lebdenje“ (2022) sprach