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War Discourse on TV: A Glimpse into Russian Political Talk Shows (2014 and 2022)
Dieser Artikel untersucht den Kriegsdiskurs im russischen Fernsehen, insbesondere in politischen Talkshows, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 ausgestrahlt wurden. Die Frage, wie die beiden Konfliktparteien, Russland und die Ukraine, in diesen Sendungen verbal und visuell dargestellt werden, steht dabei im Vordergrund. Während die quantitative Analyse einen massiven Anstieg der russischen Talkshow-Sendungen seit Kriegsbeginn nachweist, zeigt die Kritische Diskursanalyse, welche Strategien zur Dämonisierung und Diffamierung der ukrainischen Seite und zur Legitimierung des Krieges eingesetzt werden. Durch den Vergleich des aktuellen Kriegsdiskurses mit dem Ukraine-Diskurs im Jahr 2014 zeigt diese Studie, dass Talkshows eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung des Krieges übernommen haben und zu einem mächtigen didaktischen Instrument zur Beeinflussung und Manipulation der öffentlichen Meinung geworden sind, indem sie unablässig Kernbotschaften der Regierung wiederholen und alle ihnen zur Verfügung stehenden visuellen, verbalen und nonverbalen Mittel effizient orchestrieren
Slovakisch und Čechisch vs. Čechoslovakisch, Serbokroatisch vs. Kroatisch und Serbisch
Der Aufsatz behandelt einen besonderen Fall unter den slawischen Sprachen, bei dem Sprachbezeichnungen aus zwei Völkernamen zusammengesetzt wurden, wie beispielsweise "Čechoslovakisch" und "Serbokroatisch". Der Autor beginnt mit einer Beschreibung verschiedener kodifizierter Formen von "Sprache" und geht dann dazu über, "Čechoslovakisch" und "Serbokroatisch" darzustellen. Abschließend wird die Eignung des "Variantenmodells" für die slawischen Sprachen beurteilt
Estrazione da sintagmi preposizionalicome fenomeno di convergenza in slavomolisano
Im vorliegenden Beitrag wird das System der räumlichen sekundären Präpositionen der moliseslavischen Varietät von Acquaviva Collecroce in Bezug auf die Extrahierbarkeit des Komplements untersucht. Es wird ein Extraktionsparadigma präsentiert, das im verwandten BKS (Bosnisch-Kroatisch-Serbisch) nicht besteht: das Präpositionskomplement wird aus der Präpositionalphrase ohne begleitende Bewegung der Präposition extrahiert. Dieses Paradigma ermöglicht syntaktische Derivationen, die ökonomischer sind als die Derivationen im BKS. Es lässt sich als Ergebnis zweier Konvergenzprozesse nach italoromanischem Muster analysieren, die strukturell eng miteinander verbunden sind. Zum Vergleich werden zwei italoromanische Kontaktvarietäten herangezogen, Standarditalienisch und Molisanisch
Die ungreifbare Seele in der leiblichen Hülle: Haiku in Boris Akunins Roman „Das Diamantfahrzeug“
Seit dem letzten Jahrhundert gewinnt die japanische Kurzpoesie in Russland an Popularität; in der Gegenwartsdichtung wurde insbesondere das Haiku zu einem beliebten Genre. Auch der postmodernistische Prosaiker Boris Akunin, in dessen Romanen Japan eine ganz besondere Rolle zugeschrieben wird, greift auf das Haiku zurück und weist ihm in seinem Roman „Das Diamantfahrzeug“ aus der Erast Fandorin-Reihe eine fundamentale Rolle zu
Sergej Lebedev, die Insel und der Giftmord
Steckt hinter Goethes Spruch „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten” mehr Wahrheit, als wir dachten? Sergej Lebedevs Spionagethriller „Das perfekte Gift” hat vielleicht eine Antwort auf diese Frage. Er widmet sich den toxischen Momenten sowjetischer Wissenschaftsgeschichte von Stalin bis Putin
Das Florentiner Konzil aus der Sicht ruthenischer Gegner der Union: (letztes Viertel des 16. Jahrhunderts)
Der Text behandelt die ablehnende Haltung einiger gebildeter orthodoxer Ostslawen, die im Gebiet der heutigen Westukraine lebten, gegenüber dem Florentiner Konzil und der Union von Brest. Die Autorin analysiert drei frühere Texte, die zeigen, dass diese Menschen bereits vor und nach der Union von Brest sehr negative Ansichten über das Florentiner Konzil hatten. Diese Ablehnung führte dazu, dass sie eine erneute Kirchenunion in Brest nicht als erstrebenswert ansahen. Obwohl die Ablehnung der Brester Union verschiedene Aspekte hatte, zeigen die Hinweise in den untersuchten Texten, dass das Florentiner Konzil im Gedächtnis einiger führender Ostslawen in Polen-Litauen als eine Art Erpressung und Betrug Roms gegenüber der Orthodoxie verankert war