SlavDok - Open-Access Repositorium für Slawistik
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Ein Gedicht: Für Elena Fanajlova
Ein Gedicht von Marianna Kiyanovska, gewidmet Elena Fanajlova. In Übersetzung von Viktoria Mironova und Susanne Frank
Даступнасць і дыскрымінацыя беларускай мовы ў Беларусі: Вынікі анкетавання, статыстыка і прыватныя гісторыі
У гэтай рабоце прадстаўленыя вынікі анкетавання, а таксама юрыдычная інфармацыя, статыстыка і прыватныя гісторыі людзей, што размаўляюць па-беларуску ў Беларусі
"Proaktive" Literaturkritik in "kleinen" Literaturen
Die "proaktive" Literaturkritik wird in dem Beitrag an einem Beispiel aus der niedersorbischen Literatur dargestellt. Die Eingriffe des Redakteurs und Literaturkritikers Arnošt Muka (1854—1932) sowohl auf der lexikalischen, grammatikalischen als auch auf der literarischen Ebene in die Texte des Dichters Mato Kosyk (1853-1940) zeigen exemplarisch, wie schwierig die Position der niedersorbischen Literatur im 19. Jahrhundert war und welche Folgen solches Eingreifen aus einer gewissen Machtposition heraus in das künstlerische individuelle Schaffen haben kann
L’espressione del futuro in resiano, tersko e nadiško: un caso di contatto linguistico?
Der vorliegende Beitrag beschreibt die Formen des Futurs im Resianischen, einer slovenisch-basierten Mikrosprache in Nordost-Italien. Diese Varietät ist durch jahrhundertelangen Sprachkontakt mit romanischen Varietäten geprägt. Insbesondere in den ersten Jahrhunderten nach der Einwanderung befand sie sich auch unter deutschem Einfluss. Mit dem Slovenischen waren die Kontakte spätestens seit dem XV. Jahrhundert sehr gering. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Futurkonstruktionen des Resianischen und ihre Funktionen analysiert, unter Einschluss der Epistimizität und des Vorfuturs (Futur II) sowie des Futurs im Präteritum, auch in Hinblick auf mögliche Kontakteinflüsse bei ihrer Herausbildung. Eine wichtige Rolle spielt hierbei der Vergleich mit den benachbarten Dialekten von Torre (Tersko) und Natisone (Nadiško), die in engerer Verbindung mit dem Slovenischen standen als das beim Resianischen der Fall war
Zur Produktivität eines kulturvergleichenden Ähnlichkeitsdenkens: Yoko Tawadas lyrischer Text „Die Orangerie“
Yoko Tawadas lyrischer Text „Die Orangerie“, 1997 in ihrem buchkünstlerisch konzipierten Band „Aber die Mandarinen müssen heute abend noch geraubt werden“ erschienen, lässt sich als Kulturvergleich in literarischem Gewand beschreiben; ein Vergleich, den die Autorin dazu nutzt, auf unerwartete Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Kulturräumen, darunter dem ostasiatischen und dem westeuropäischen Kulturraum, aufmerksam zu mache
Emotive Funktion der russischen Wortbildung und ihr Wandel in der fremdsprachigen Umgebung (am Beispiel der russischsprachigen Diaspora in nichtslawischen Ländern)
Ziel dieser Arbeit ist es, die Sprachentwicklung der russischen Diaspora in nicht-slavischen Ländern zu untersuchen. Dabei werden zwei Gruppen von Muttersprachlern unterschieden: die erste und nachfolgende Generationen. Während die erste Generation Fremdwörter in ihre Muttersprache integriert, sind bei der zweiten und nachfolgenden Generation komplexe Prozesse im Sprachwandel zu beobachten, die durch den Einfluss der Sprache des Gastlandes und die Überlagerung von zwei Sprachsystemen verursacht werden. Ein besonderes Augenmerk in dem Beitrag gilt der Entwicklungseigenheiten der Diminutiv-Kategorie in der Sprache der russischen Diaspora in nicht-slavischen Ländern
Russisch im Wandel: Sprache während gesellschaftlicher Umbruchsituationen
Der Beitrag analysiert solche sprachlichen Tendenzen im Russischen, die für Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche charakteristisch sind, wie Internationalisierung, Kolloquialisierung sowie eine Tendenz zur Abschwächung der Kasusfunktion
“Memory is a Bitch.” Taboo and False Memory in Czech Reportages by Mariusz Szczygieł
Dieser Beitrag befasst sich mit den Werken des polnischen Gegenwartsautors und Journalisten Mariusz Szczygieł (*1966). Szczygiełs tschechische Reportagen (Gottland [2006], Zrób sobie raj [2010] und in gewissem Maße Nie ma [2018]) werden aus der Perspektive der Gedächtnisforschung analysiert, wobei besonderes Augenmerk sich auf die Frage des Tabus im kollektiven Gedächtnis und das Thema der falschen Erinnerung (die Produkte des Geistes einzelner Personen oder Gruppen von Menschen, die ihnen die Gewissheit geben, dass ein bestimmtes Ereignis stattgefunden hat, obwohl es nie stattgefunden hat) richtet, die die Unglaubwürdigkeit von Erinnerungen und Reminiszenzen aufzeigen sollen. Die Autorin argumentiert, dass Szczygiełs tschechische Reportagen im Kontext von Fragen zu lesen sind, die in der polnischen Öffentlichkeit in den letzten Jahrzehnten lebhaft diskutiert wurden: das Dilemma, wie mit der kommunistischen Vergangenheit nach 1989 umzugehen ist (lustration; polnisch: lustracja); und wie mit dem Referenzpakt beim Schreiben und Lesen von literarischen Sachbüchern zu verfahren ist
Der Krieg am Ende und am Anfang des Lebens. Marianna Kiyanovska
Marianna Kiyanovska ist eine wichtige zeitgenössische ukrainische Schrifstellerin, derzeit lebens in Berlin. Susanne Frank hat ihren Essay “Війна в кінці й на початку життя” ins Deutsche übertragen