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La morfologia aspettuale in resiano: lessico verbale slavo e romanzo a confronto
In dieser Arbeit werden die formalen Ausdrucksmittel des Verbalaspekts im Resianischen vorgestellt. Eine zentrale Rolle bilden Aspektpaare, die über primäre und sekundäre Suffigierungvon Perfektiva sowie in geringerem Maße über die Präfigierung von Imperfektiva abgeleitet werden. Dabei wird zwischen der genuin slavischen Lexik und dem Lehnwortschatz unterschieden. Unter anderem wird nachgewiesen, daß sich die ererbten Verben wie sonst im Slavischen verhalten, mit Suffigierung und Präfigierung als Mittel zur Aspektpaarbildung, während sich bei entlehnten romanischen Verben solche Paare fast nur durch primäre Imperfektivierung ergeben
‘Arriving at moral Perfection’: Benjamin Franklin und seine russischen Nachfolger (Andrej Turgenev, Vasilij Žukovskij, Dmitrij Begičev)
In dem Artikel wird untersucht, wie Benjamin Franklins Ideen zur Selbstverbesserung in Russland übernommen wurden. Das Konzept der Neuschöpfung des Selbst ist eine der populärsten Ideen Benjamin Franklins. Seit der ersten Veröffentlichung von Franklins Autobiographie wurde die Idee der Selbstverbesserung zu einem echten Bestandteil der amerikanischen Ideologie des Selfmademan. Nachdem Andrej Turgenjew 1799 in Moskau seine Übersetzung von Franklins Autobiographie veröffentlicht hatte, erlebte Franklins Methode im kaiserlichen Russland einen großen Siegeszug. Die Tagebücher von Andrej Turgenev und Vasilij Zhukovskij, Alexander Griboedovs Komödie Gore ot uma (1825) und Dmitrij Begichevs Roman Semeystvo Kholmskikh (1832) können uns helfen, diese russische Geschichte von Franklins Methode nachzuzeichnen und zu zeigen, wie russische Anhänger Franklins sein Konzept modifizierten und adaptierten
Eine unbekannte Dankesrede an Anna Ioannovna aus dem Jahre 1727
Bei den Vorarbeiten zum Verzeichnis der slavischen Handschriften in der Schweiz kam in der Bibliothèque publique et universitaire in Genf eine Handschrift zum Vorschein, deren Adressatin Anna Ivanovna, Zarin von Russland, war. Die Handschrift entpuppte sich allerdings nicht als russisch, sondern vielmehr polnisch geschriebener Text. Die ganze Ausstattung und die sorgfältige Schrift legen den Schluß nahe, daß der Text anschließend an die Deklamation der Adressatin überreicht wurde. Die Handschrift ist also einerseits als kulturgeschichtliches Zeugnis, andererseits als Denkmal des panegyrischen (Schwulst-) Stils der späten Barockrhetorik durchaus von Interesse
KLANG und KLAGE. Benefizkonzert für die Ukraine
Am Dienstag, 28. November 2023, lädt das Slawistik-Institut der Universität Graz zu einem Benefizkonzert für ukrainische Kinder ein – zu Klangbildern der Trauer, literarischer Reflexion und audiovisuellem Dialog. Darin verkörpert sind Echos der Weh- und Anklage, der Ohnmacht und Macht der Stimme, des medialen Rauschens und Neubeginns
Deutsch-galizische lexikalische Sprachbeziehungen: (mit besonderer Berücksichtigung der Austriazismen)
Das Galizische hat im Laufe der Zeit viele deutsche Lehnwörter aufgenommen, die bis heute erhalten geblieben sind und teilweise Teil der ukrainischen Hochsprache geworden sind. Der Beitrag beschäftigt sich mit den lexikalischen Sprachbeziehungen zwischen Deutsch und Galizisch, indem er einen historischen Überblick über den Sprachkontakt gibt und sich besonders auf einige charakteristische Austriazismen in der Sprache Galiziens konzentriert
Введение
Das Vorwort zum Sammelband, der das Ergebnis der internationalen wissenschaftlichen Konferenz "Sowjetmacht und Medien" ist. Die Konferenz fand vom 1. bis 3. Oktober 2003 im Rahmen des Forschungsprojekts "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" an der Universität Bielefeld statt. Die Tagung untersuchte die Transformation des Begriffs des Politischen unter den Bedingungen der Einführung neuer technischer Massenmedien (Fotografie, Kino und Radio) in der Sowjetunion, die unterschiedliche, ja widersprüchliche Funktionen erfüllen konnten: Einerseits dienten sie dem utopischen Projekt der Avantgarde, das durch eine Auflösung des Privaten in der übergreifenden Politisierung der Gesellschaft gekennzeichnet war, andererseits trugen sie zur gegenläufigen Tendenz der Familisierung des Politischen in der Mythologie der Massenkultur unter Stalin bei. Die stalinistische Ära war also durch ein Spannungsverhältnis zwischen der "Archaisierung" der Kultur und dem Streben nach Modernisierung gekennzeichnet, das sich gerade in der verstärkten Nutzung neuer technischer Medien ausdrückte, die in ein komplexes Wechselverhältnis zu älteren Medien (Literatur, Malerei, Musik, Theater, Folklore usw.) traten. Das Buch will zu einer vergleichenden Analyse der Medien in der Sowjetunion der 1920er und 30er Jahre anregen. Von besonderem Interesse ist dabei die Diskussion der Dominanzen, Interaktionen und Konkurrenzen innerhalb des Mediensystems, der Übersetzbarkeit bzw. Unübersetzbarkeit sowie der Kombinationsmöglichkeiten und Beziehungen zwischen den einzelnen Medien
Verfremdungen/Aneignungen: Zum Amerikanismus im sowjetischen Film der zwanziger und dreißiger Jahre
Die semiotische Forschung der Moskau-Tartuer Schule betrachtet den semantischen Binarismus von eigen versus fremd als Triebkraft für die Dynamik kultureller Prozesse. Basierend auf dieser Grundthese werden in der vorliegenden Analyse zwei bekannte sowjetische Filmkomödien untersucht: Ley Kulesovs "Die ungewöhnlichen Abenteuer des Mister Vest im Land der Bol'seviki" (1924) und Grigorij Aleksandrovs "Zirkus" (1936). Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Übertragung amerikanischer Filmmuster in die sowjetische Kultur
Zensur
In den späten 1930er Jahren begründete Michail Romm den Stalinkult im sowjetischen Kino mit seinen Filmen Lenin v oktjabre und Lenin v 1918 godu. Er stellte Stalin als engen Freund und Mitstreiter von Lenin dar und gab ihm eine führende Rolle während der Revolution, obwohl dies historisch nicht korrekt war. Romm praktizierte auch Selbstzensur in seiner Lenin-Dilogie, indem er bestimmte unerwünschte Aspekte der Geschichte nicht zeigte, wie z.B. die innerparteiliche Opposition. Sergej Eisenstein geriet auch mit der stalinistischen Zensur in Konflikt, insbesondere mit seinen Filmen Bezin lug und Ivan Groznyj
Historical word-formation in Slavic
Slavic languages have a unique feature in word-formation that sets them apart from other Indo-European languages. This feature is the high degree of productivity of affixation, where derivation is more significant than compounding. Affixes, especially suffixes in noun formation, offer a wide range of possibilities. This phenomenon is a result of changes that occurred over time in the structure of Proto-Slavonic, leading to a gradual shift of morpheme boundaries in the word. As a result, the number and formal complexity of suffixes increased, which helped to solidify the semantic categories of word-formation. Additionally, the word-formation systems of the written standard languages in the Slavia Orthodoxa were also influenced by the peculiarities of word-formation in Old Church Slavonic
Anmerckungen über die Rußischen Frag=stücken: ein Dokument aus Halle und sein Autor
Der Beitrag beschreibt eine durchgeführte Analyse der Anmerkungen über die Rußischen Frag=stücken, die sich in Halle befinden. Durch die Analyse konnte das Dokument als Korrektur der ersten russischen Übersetzung des Traktats von August Hermann Francke identifiziert werden. Es handelt sich dabei um eine verkürzte Ausgabe des Traktats mit dem Titel "Anfang der christlichen Lehre zum Gebrauch für die ganz Unwissende und Unfähige", die erstmals im Jahr 1704 in Halle gedruckt wurde. Die Analyseergebnisse wurden mit den Archivrecherchen und historischen Fakten verglichen, um die Identifizierung zu bestätigen. Es konnte außerdem mit großer Wahrscheinlichkeit Ernst Glück als der Urheber der Korrektur identifiziert werden. Die textologisch-linguistische Analyse ermöglichte auch eine detaillierte Untersuchung des Dokuments