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Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung in der Sozialen Arbeit : vergleichende Sichtung der prinzipienorientierten Falldiskussion und der kollegialen ethischen Fallberatung (KEF)
Abschließend werden die Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal prägnant zusammengefasst, die wichtigsten Erkenntnisse in Bezug auf die Forschungsfrage und die Zielsetzung hervorgehoben sowie bestehende Limitationen dieser Arbeit aufgezeigt. Bei der genaueren Analyse wird deutlich, dass sich die dargestellten Modelle der prinzipienorientierten Falldiskussion und der KEF hinsichtlich ihrer konzeptuellen Grundlagen und insbesondere ihrer direkt strukturierenden Eigenschaften deutlich stärker unterscheiden, als es zunächst ersichtlich war. Als interessant erweist sich daher die ähnliche Herangehensweise der Modelle, die sich der
Lösung normativer Fragestellungen prinzipiengeleitet und deduktiv nähern und dabei problemzentriert verfahren sowie auf verschiedene ethische Argumentationsweisen zurückgreifen. Zur Ausdifferenzierung der normativen Grundlage sowie zur Lösungsbewertung bietet die KEF gegensätzlich zur prinzipienorientierten Falldiskussion ein breites Angebot anwendbarer Ansätze. Zudem eröffnet die KEF insbesondere im Fallverstehen eine dialogisch-hermeneutische Ebene und fördert damit eine vertiefende ethische Reflexion des Falls. In der Anwendung setzt sie jedoch ein gewisses Maß an Zeit, Kommunikation und Wissen voraus. Daraus ergibt sich für die Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung im Sozialwesen die Notwendigkeit
einer fundierten Wissensvermittlung und systematischen Einübung der Methodik. Diese Arbeit hat dahingehend Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der KEF einerseits als etabliertes Bildungsformat in Ausbildungsstätten der Sozialen Arbeit sowie andererseits als Fortbildungsformat für Praktiker*innen aufgezeigt. Ist eine Wissensgrundlage hergestellt, wäre für eine Praxistauglichkeit der KEF insbesondere ihr inhaltliches Volumen, ihr zeitlicher Umfang sowie gegebenenfalls ihr Setting weiter anzupassen. Die Relevanz der Etablierung ethischer Fallbesprechung in der sozialberuflichen Praxis wurde im ersten Teil dieser Arbeit eingängig herausgearbeitet. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Entwickler*innen der KEF bereits an einer angepassten Modellversion. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Vergleich der Modelle sowie die Analyse ihrer Gemeinsamkeiten und insbesondere ihrer markanten Unterschiede wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der KEF geliefert haben. Diese kann einen bedeutenden Beitrag zur Professionalisierung ethischer Entscheidungsfindung in der sozialberuflichen Praxis leisten. Die vorliegende Arbeit hat somit wertvolle Überlegungen und Empfehlungen für die ethische Fallreflexion in der Sozialen Arbeit durch die KEF aufgezeigt. Diese Arbeit unterliegt jedoch auch einigen Limitationen: Die Darstellung der KEF ist aufgrund ihrer fortschreitenden Entwicklung als Momentaufnahme zu verstehen. Zudem handelt es sich bei der Darstellung beider Modelle um selektive Informationen und ausgewählte Anwendungskontexte mit Hinblick auf die Fragestellung. So könnte beispielsweise eine Untersuchung der Nutzung für Einzelpersonen zu abweichenden Vergleichsergebnissen führen. Des Weiteren erfüllt die Arbeit durch die angepasste Methodik vermutlich nicht vollständig die Gütekriterien qualitativer Forschung. Auch die realen Möglichkeiten einer breiten Praxisetablierung der KEF konnten in dieser Arbeit aufgrund der limitierten Informationslage durch die ausgewählten Vergleichskategorien nicht umfassend untersucht werden. Eine weiterführende Analyse der indirekt strukturierenden Merkmale nach Seidlein et. al. (2023, 347) könnte sich dazu anbieten. Zudem könnten wiederholte Vergleiche der KEF mit weiteren Modellen aus dem Gesundheitswesen oder der Sozialen Arbeit neue Perspektiven eröffnen, die das Verständnis von Stärken und Schwächen unterschiedlicher Ansätze vertiefen und eine umfassendere Einschätzung ermöglichen könnten. Abschließend ist festzuhalten, dass ethische Fallbesprechung im Sozialwesen die wesentlichen Ziele einer professionellen ethischen Entscheidungsfindung, wie Entlastung der Fachkräfte oder professionsmoralische Angemessenheit und Qualitätssicherung in der Praxis, fördern kann. Somit können auch die unmoralischen Strukturen, die ethische Konflikte beeinflussen und begünstigen, betrachtet und sichtbar gemacht werden. Diese können jedoch durch die Fallbesprechung allein nicht gelöst werden, denn für strukturelle Probleme braucht es strukturelle Lösungen. Die Soziale Arbeit ist daher dazu angehalten, ihre Rahmenbedingungen weiterhin kritisch zu untersuchen und die Entstehungsbedingungen ethischer Problemlagen im sozialen Bereich systematisch zu erforschen. Neben der Verankerung ethischer Auseinandersetzung in Ausbildung und im Berufsalltag ist weitergehend die Entwicklung widerstandsfähiger Strategien gegen unmoralische Strukturen sowie die strukturelle Umgestaltung der Arbeitsbedingungen Sozialer Arbeit notwendig (vgl. Como-Zipfel et. al. 2023, 28f.; Kohlfürst/Kulke 2023, 102)
Das Gewicht von Einschüler*innen im Kreis Segeberg im Verlauf der Zeit : Eine Analyse der Daten aus Schuleingangsuntersuchungen von 2016/17 bis 2025/26
Hintergrund: Insbesondere Übergewicht und Adipositas im Kindesalter stellen ein bedeutendes gesundheitsrelevantes Problem dar. Das Einschulungsalter gilt dabei als sensibler Zeitraum für die Manifestation von Übergewicht und Adipositas. Ziel dieser Arbeit ist es, die zeitliche Entwicklung von Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas bei Einschüler*innen im Kreis Segeberg im Zeitraum der Schuljahre 2016/17 bis 2025/26 zu beschreiben sowie kleinräumige und geschlechtsspezifische Unterschiede zu analysieren. Außerdem wurden mögliche Zusammenhänge zwischen der Gewichtskategorie Übergewicht beziehungsweise Adipositas und soziodemografischen sowie sozioökonomischen Merkmalen untersucht.
Methoden: Die Datengrundlage bildeten die Schuleingangsuntersuchungsdaten des Kreises Segeberg. Deskriptive sowie bivariate Analysen wurden durchgeführt, um die Verteilung der Gewichtskategorien auf Kreis- und Amtsebene sowie mögliche Zusammenhänge zwischen der Gewichtskategorie Übergewicht bzw. Adipositas und dem Geschlecht, dem Migrationshintergrund und dem Bildungsniveau der Eltern zu untersuchen.
Ergebnisse: Die Verteilung der Gewichtskategorien zeigte deutliche kleinräumige Unterschiede im Kreis Segeberg. Während die Untergewichtsanteile klar rückläufig waren, stiegen die Übergewichts- und Adipositasanteile leicht. Deutliche Differenzen zwischen den Geschlechtern ließen sich nicht erkennen. Ein Migrationshintergrund sowie das Bildungsniveau der Eltern standen im signifikanten Zusammenhang mit dem Auftreten von Übergewicht bzw. Adipositas, wenngleich der Zusammenhang nur schwach ausgeprägt war.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verdeutlichen einen anhaltenden Handlungsbedarf im Kreis Segeberg. Eine verstärkte zielgruppenspezifische Prävention, insbesondere für Familien mit Migrationshintergrund oder niedrigem Bildungsniveau sowie die weitere Beobachtung der Gewichtsentwicklungen kann langfristig dazu beitragen, die gesundheitlichen Chancen der Einschüler*innen zu verbessern
Entwicklung von Designkonzepten zur Instandhaltung und Wartung von Multirotor-Windenergieanlagen
Diese Arbeit umfasst die Erstellung von Wartungskonzepten an einer Multirotor-Windenergieanlage und die anschließende Betrachtung dieser in Bezug auf Gewicht, Geschwindigkeit und Kosten. Es werden geeignete Systeme zur Bewältigung definierter Wartungsaufgaben aufgezeigt und in Systemvarianten eingeteilt. Die geeignetsten Varianten werden in Modellen erstellt, mit auf dem Markt erhältlichen Anlagen ausgeführt und unter den genannten Aspekten untereinander verglichen. Die Ergebnisse werden zur Bewertung der Wartungssysteme und Ausführungsarten an Multirotor-Windenergieanlagen genutzt.Inside this report maintenance concepts for Multirotor-Wind Turbines are created and evaluated based on the aspects of Weight, Speed and Cost. Appropriate systems for defined maintenance tasks are listed and combined into system variants. The most suitable variants are created in models, implemented using systems available on the market and compared with each other under the aspects mentioned above. The results are used to evaluate the maintenance systems and designs for Multirotor-Wind Turbines
8. Fachtagung Rechts- und Verwaltungsinformatik (RVI 2025) : Impulse zur digitalen Zeitwende ; Macht. Wirkung. Verantwortung.
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Radikalität in Kunst und Philosophie
Mirjam Schaub über die Radikalität in Kunst und Philosophie im WDR 5 Das philosophische Radio am 29.09.2025 (54:07 Min., verfügbar bis 29.09.2027). Radikalität ist so alt wie die Menschheit – und im politischen Raum oft umstritten. In Kunst und Philosophie wird sie jedoch anders bewertet, erläutert Philosophin Mirjam Schaub im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke. Mirjam Schaub (*1970) ist eine deutsche Philosophin, Hochschullehrerin und Autorin. Folgende Themen werden wie folgt behandelt: Die Rolle des Sokrates (01:57), Definition von Radikalität (05:52), Radikalität in Philosophie und Kunst (09:32), Gefahr der Polarisierung in der Politik (13:50), Radikalität als Jugendphänomen (15:42), Abgrenzung zum Fanatismus (24:07), Radikalität und Extremismus (33:11), Diogenes von Sinope und die Bedürfnislosigkeit (36:20), Askese als Ausweis radikalen Denkens (41:28) sowie Endzeit-Erwartungen und Radikalität (50:44).NonPeerReviewe
Design und Programmierung einer mikrokontrollergesteuerten Überwachungsplatine für die Magnetstromversorgung und Hot-Swap-Steuerung in Elektronenbeschleunigern
In dieser Arbeit werden Hardware und Software für ein Überwachungssystem entwickelt und implementiert. Dieses System soll die Funktion der Hot-Swap-Matrix sowie die Spannungsversorgung der Magnete eines Elektronenbeschleunigers überwachen. Dabei gewährleisten die Magnete die Stabilität und Aufrechterhaltung des Elektronenstrahls und spielen eine zentrale Rolle im Betrieb des Beschleunigers