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Modellbasierte Vorentwicklung eines Brennstoffzellensystems für große Verkehrsflugzeuge
Diese Arbeit umfasst den Aufbau eines Modells für ein Brennstoffzellensystem für große Verkehrsflugzeuge in der Umgebung MATLAB/SIMULINK im Rahmen des Kooperationsprojektes MIWa. Das Modell erstellt aus einem, in einer XML-Datei hinterlegtem, Missionsprofil ein System mit den Hauptkomponenten Brennstoffzellenstack, Verdichter und Befeuchter und beruht auf einer Literaturrecherche bezüglich solcher Systeme in Verkehrsflugzeugen. In einer Optimierung soll das System minimale Komponenten- und Gewichtsanzahl erreichen. Das Modell ist mit zwei verschiedenen Flugzeugkonfigurationen und Leistungsanforderungen für verschiedene Flugmissionen getestet. Die Ergebnisse der Simulation zeigen, dass der Antrieb eines Flugzeuges ausschließlich mit elektrischer Energie aus Brennstoffzellen nicht umsetzbar scheint. Hingegen ist der Ersatz der APU und die Entlastung der Triebwerke vorstellbar.This paper describes the modelling of a fuel cell system for large aircraft by MATLAB/SIMULINK in the project MIWa. The model developes a system with the main components fuel-cell-stack, compressor and humidifier by using a mission profile described in a XML-file and is based on literature research describing such systems in large aircraft. The optimization of the system is aimed for the minimal number of components and minimal weight. The model describes two types of airplane configuartions and flight profiles for different flight missions. The result of the simulation shows that powering an airplane solely with fuel cell produced electric energy seems not feasible. But driving the APU and supporting the engines seems possible
Vergleich der mechanischen Eigenschaften des Laser Engineering Net Shape-Verfahrens mit denen von gewalztem Stahl und unter Berücksichtigung des metallischen Laserstrahlschmelzens
Diese Arbeit umfasst eine Versuchsplanung in Anlehnung an Taguchi. In dieser werden für das Laser Engineering Net Shape-Verfahren Parameter zusammengefasst, um Aussagen der mechanischen Eigenschaften und der Dichtigkeit im Vergleich zu handelsüblichem Stahl zu treffen. Für diesen Vergleich werden verschiedene Probenarten hergestellt. Im Folgenden werden gleiche Probenarten im Verfahren des
metallischen Laserstrahlschmelzens hergestellt und die Ergebnisse zwischen denen von handelsüblichem Stahl und dem Laser Engineering Net Shape-Verfahren eingeordnet.This work includes a test design based on Taguchi. It summarises parameters for the Laser Engineering Net Shape process in order to make statements about the mechanical properties and impermeability in comparison with standard steel. Different sample types are produced for this comparison. In the following, the same sample types are produced using the metallic laser beam melting process and the results are categorised between those of commercially available steel and the Laser Engineering Net Shape process
Entwicklung eines Prototyps für ein Kassensystem mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE)
In dieser Arbeit wurde ein Prototyp für ein Kassensystem mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) entwickelt. Ziel dieser Arbeit ist es, zu überprüfen, wie alle Kassentransaktionen mit einer TSE sichergestellt werden können, um eine nachträgliche Manipulation der Aufzeichnung zu verhindern. Dabei werden die verschiedenen kryptographischen Operationen wie Hash-Funktionen, Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA), digitale Signaturen näher untersucht. Anhand dieses Prototyps wird deutlich, dass mit einem Secure Element (SE) und einer digitalen Signatur die Kassentransaktionen sicherer gegen Manipulationen gemacht werden können.In this work a prototype for a POS-System with a technical device(TSE) was developed. The goal of this work is to analyze how all transactions are secured with a TSE to prevent tampering of the record. The various cryptographic operations such as hash function, Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) , digital signatures are examined in detail. At the end this prototype shows that with the help of a Secure Element(SE) and a digital signature it is possible to make the transactions more secure
Schiffstaugliche Konzeption der Messung und Überwachung von relevanten Kräften in einer Schraubenverbindung mittels sensorintegrierender Maschinenelemente
Diese Bachelorarbeit behandelt die Messung und Überwachung von relevanten Kräften in einer Schraubenverbindung. Das Ziel liegt in der Konzeption eines Messaufbaus. Dieser soll sogenannte „sensorintegrierende Maschinenelemente“ zur Messung und Überwachung von den in einer Schraubenverbindung auftretenden relevanten Kräften verwenden. Darüber hinaus soll die Konzeption des Messaufbaus den Einsatz an Bord eines Schiffes ermöglichen. Dies erfordert zunächst die Analyse von Schraubenverbindungen inklusive der wirkenden Kräfte, sowie baulich bedingter Probleme. Ein möglicher Einsatzort an Bord eines Schiffes wird mit Hilfe einer Anforderungs- und Nutzenanalyse ausgewählt.This bachelor's thesis addresses measuring and monitoring relevant forces in a bolted joint. The objective is to conceptualize a measurement setup that utilizes "sensor-integrated machine elements" to measure and monitor the relevant forces occurring in a bolted connection. Furthermore, the design of the measurement setup should enable its use on board a ship. This initially requires the analysis of bolted joints, including the forces at play and structurally related problems. A potential location for deployment on board a ship is selected through a requirements and benefits analysis
Sozialer Wohnungsbau in Deutschland : Übertragbarkeit des Wiener Modells
Die vorliegende Arbeit hat die Übertragbarkeit des Wiener Modells des sozialen Wohnungsbaus auf Deutschland untersucht. Im Rahmen der Analyse wurden sowohl die historischen und aktuellen Entwicklungen des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland als auch in Wien betrachtet. Der Vergleich der Rahmenbedingungen beider Länder zeigte sowohl strukturelle Ähnlichkeiten als auch signifikante Unterschiede auf, die bei einer möglichen Adaption des Wiener Modells in Deutschland berücksichtigt werden müssen.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass das Wiener Modell, das auf einer starken kommunalen Steuerung und einem hohen Anteil an geförderten Wohnungen basiert, in Teilen auch auf Deutschland übertragbar wäre. Besonders hervorzuheben ist dabei der integrative Ansatz der Wiener Wohnungspolitik, die nicht nur auf die Schaffung von Wohnraum, sondern auch auf die soziale Durchmischung und langfristige Erschwinglichkeit abzielt. Dieses Modell könnte in Deutschland zur Entschärfung der aktuellen Wohnraumkrise beitragen, insbesondere für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen, die auf dem gegenwärtigen Wohnungsmarkt mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert sind und um den wenigen bezahlbaren Wohnraum konkurrieren.
Jedoch ist die Umsetzung des Wiener Modells in Deutschland mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Dazu zählen insbesondere die unterschiedlichen rechtlichen Rahmen-bedingungen,
die finanzielle Ausstattung der Kommunen sowie die politischen und gesellschaftlichen Prioritäten. Während Wien eine lange Tradition und kontinuierliche Förderung des sozialen Wohnungsbaus aufweist, ist der soziale Wohnungsbau in Deutschland durch Phasen der Privatisierung und eine starke Marktliberalisierung gekennzeichnet, was eine direkte Übertragung erschwert. Für eine erfolgreiche Implementierung müssten daher spezifische Anpassungen vorgenommen werden, etwa in der Art der Finanzierung und der rechtlichen Absicherung des sozialen Wohnungsbaus. Darüber hinaus wäre eine stärkere politische Willensbildung notwendig, um die langfristige Sicherstellung von bezahlbarem Wohnraum als gesellschaftliche Priorität zu verankern.
Für die Soziale Arbeit ergibt sich aus diesen Erkenntnissen eine zentrale Aufgabe: Sie muss sich verstärkt in die wohnungspolitischen Diskussionen einbringen und aktiv dazu beitragen, dass die Interessen vulnerabler Gruppen in die Planung und Umsetzung von Wohnungsbauprojekten einfließen. Die Soziale Arbeit kann eine Schlüsselrolle dabei spielen, Brücken zwischen Politik, Verwaltung und den betroffenen Bürger*innen zu bauen. Sie kann als Fürsprecherin für jene fungieren, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind, und sicherstellen, dass Wohnraum nicht nur geschaffen, sondern auch nachhaltig zugänglich und bezahlbar bleibt.
Die aktuelle Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den sozialen Wohnungsbau in den kommenden
Jahren substanziell zu stärken. Geplante Maßnahmen wie die Erhöhung der Fördermittel, die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und eine verstärkte Unterstützung der Kommunen sollen dazu beitragen, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum signifikant auszubauen. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des sozialen Wohnungsbaus bieten der Sozialen Arbeit die Gelegenheit, eng mit kommunalen Akteuren zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Maßnahmen den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Insgesamt zeigt sich, dass eine enge Verknüpfung von Sozialer Arbeit und Wohnungspolitik notwendig ist, um die Wohnraumkrise langfristig zu bewältigen und menschenwürdige Lebensverhältnisse für alle Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Die Soziale
Arbeit kann dabei helfen, den Fokus auf die Menschen zu richten und sicherzustellen, dass soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt der Wohnraumplanung steht.
Eine nachhaltige Verbesserung des Wohnungsmarktes kann jedoch nur erreicht werden, wenn
grundlegende systematische Veränderungen in der Schaffung von Sozialwohnungen vorgenommen
werden, da das gegenwärtige Modell langfristig nicht nachhaltig ist
Lebensmittelverschwendung in Deutschland : Eine Analyse und Bilanz der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung (2019) nach fünf Jahren und Diskussion möglicher Maßnahmen zur Beseitigung identifizierter Schwächen
Lebensmittelverschwendung stellt ein bedeutendes Problem in Deutschland dar, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen umfasst. Die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, eingeführt 2019, verfolgt das Ziel, Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern und die Abfallmengen auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis 2030 zu halbieren. Diese Arbeit untersucht fünf Jahre nach Einführung der Strategie, inwieweit diese Zielsetzungen erreicht wurden und welche strukturellen sowie rechtlichen Defizite bestehen. Ein methodisch gemischter Ansatz wurde gewählt, der quantitative Daten, das öffentliche Interesse und externe Bewertungen kombiniert. Als interne Indikatoren dienen die Entwicklung der Lebensmittelabfallzahlen (SDG-Indikator 12.3) und das Suchinteresse, gemessen mittels Google Trends. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Gesamtabfallzahlen in einigen Bereichen nur moderat verändert haben, während insbesondere in privaten Haushalten kaum Fortschritte erzielt wurden. Parallel dazu deuten die Google Trends-Daten auf ein schwankendes, nicht gefestigtes öffentliches Interesse hin, was auf eine unzureichende Sensibilisierung der Bevölkerung schließen lässt. Zur Erweiterung der internen Erfolgsmessungen wurden externe Perspektiven einbezogen: Das Bilanzpapier des Bündnisses Lebensmittelrettung liefert eine direkte, kritische Bewertung der bisherigen Strategieumsetzung, während ein ergänzendes Rechtsgutachten detaillierte rechtliche und steuerliche Aspekte analysiert, um Lücken in den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Die Arbeit schließt mit der Diskussion weiterführender Maßnahmen, zu denen auch die Etablierung einer „Nationalen Plattform für Lebensmittelrettung“ gehört, die durch Bündelung verbindlicher politischer Vorgaben und notwendiger rechtlicher Anpassungen einen kombinierten Ansatz realisiert und so eine nachhaltigere Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ermöglicht. Die Ergebnisse unterstreichen, dass eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung einen multidimensionalen Ansatz erfordert, der regulatorische Vorgaben, gesellschaftliche Sensibilisierung und sektorübergreifende Kooperation vereint.Food waste is a significant problem in Germany, presenting ecological, social, and economic challenges. The National Strategy for Reducing Food Waste, introduced in 2019, aims to decrease waste along the entire value chain and to halve it at the retail and consumer levels by 2030. This study examines, five years after implementation, whether these objectives have been achieved and what structural as well as legal deficits remain. A mixed-methods approach was employed, combining quantitative data, public perception, and external evaluations. Internal indicators include the development of food waste figures (SDG Indicator 12.3) and search interest measured via Google Trends. The results show that overall waste figures have changed only moderately in some sectors, while progress in private households has been minimal. In parallel, Google Trends data reveal fluctuating, not solidified public interest, suggesting insufficient public awareness. Furthermore, households remain a primary source of food waste, underscoring the need for targeted consumer awareness and improved data collection efforts. To complement internal performance measures, external perspectives were incorporated: the Food Rescue Alliance's balance sheet report provides a direct, critical assessment of the strategy’s implementation, while a supplementary legal report analyzes legal and fiscal aspects, identifying gaps in existing frameworks and potential areas for improvement. The study concludes with further measures, including a “National Food Rescue Platform” that integrates binding political directives and necessary legal adjustments for a more sustainable reduction in food waste. The results underscore that reducing food waste requires a multidimensional approach uniting regulatory mandates, public awareness, and cross-sector cooperation
The development and validation of the BeLiv Microaggression Scale (long BMS-27, short version BMS-9) : a metacontextual measure of perceived microaggressions
Microaggression has gained attention in the last decade. However, the available research is limited due to a lack of comprehensive measurement. The current article presents the development and validation of a metacontextual measure of microaggression. In Study 1 (Scale Development), a literature review, Focus Group Discussions (FGD) with 66 adults recruited across four South African provinces, expert input (n = 3), cognitive interviews (n = 5), and international harmonisation informed the creation of a 27-item questionnaire. Study 2 (Scale Validation) involved testing the validity and reliability of the scale with a cross-sectional survey of 604 African migrants in Germany. The 27-item metacontextual BeLiv Microaggression Scale (BMS-27) covers three microaggression categories (microinsults, microassaults, invalidation), with subscales examining frequencies (BMS-9), sensitivity, and perceived effects. Cross-correlation with quality of life confirmed each subscale’s measure of microaggression as an adverse social phenomenon. The developed BMS-27 microaggression scale proves reliable for researchers and practitioners. It facilitates nuanced explorations of this pervasive social phenomenon across various contexts and enhances our understanding by providing a comprehensive tool for measuring microaggression prevalence and severity.PeerReviewe
Analyse des radiologischen Notfallschutzes im Land Brandenburg unter Berücksichtigung kerntechnischer Einrichtungen
Die heutige Gesellschaft sieht sich zunehmend mit verschiedenen Gefahren konfrontiert, die von Naturkatastrophen über industrielle Unfälle bis hin zu gezielten Angriffen reichen. Um diesen Risiken effektiv begegnen zu können, sind umfassende und koordinierte Maßnahmen im Notfall- und Katastrophenschutz unerlässlich. Besonders herausfordernd ist hierbei der Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren (CBRN). Der CBRNSchutz steht aktuell vor der anspruchsvollen Aufgabe, sich auf eine Vielzahl von Bedrohungsszenarien vorzubereiten. Diese reichen von unfallbedingten Freisetzungen gering gefährlicher Schadstoffe, über schwerwiegende Katastrophen, bis hin zu militärischen Konflikten mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen [1, S. 12]. Durch die Omnipräsenz von CBRN-Gefahrstoffen
und durch ihre sehr komplexe, psychisch belastende und zeitkritische Gefahrenlage ist das CBRN-Gefahrenpotenzial nicht zu unterschätzen [2, S. 4]. Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird in den radiologischen und nuklearen Aspekten des CBRNSchutzes liegen, wobei insbesondere der radiologische Notfallschutz des Landes Brandenburg betrachtet wird. Der radiologische Notfallschutz stellt einen zentralen Bestandteil des Katastrophen- und Zivilschutzes dar. Im Land Brandenburg kommt dem radiologischen Notfallschutz eine wichtige Bedeutung zu, da das Land maßgeblich durch die Nähe zu kerntechnischen Einrichtungen geprägt
wird. Im Verlauf der Arbeit wird der radiologische Notfallschutz detailliert beschrieben. Dabei wird unter anderem auf den rechtlichen Rahmen, die Relevanz des Themas und die spezifischen Herausforderungen für das Land Brandenburg eingegangen. Es werden die bestehenden Notfallpläne, Schutzmaßnahmen und Ressourcen des radiologischen Notfallschutzes des Landes betrachtet, anschließend evaluiert und auf Effektivität geprüft. Diese Betrachtung geschieht unter Berücksichtigung kerntechnischer Einrichtungen. Dabei wird untersucht, in welchem Ausmaß kerntechnische Einrichtungen in Brandenburg und angrenzenden Regionen eine potenzielle Gefahr darstellen, wie diese in die radiologische Notfallplanung eingebunden sind und ob, auf Grund ihrer Nähe, spezielle Maßnahmen erforderlich sind. Zum einen ist es Ziel dieser Arbeit einen Überblick des radiologischen Notfallschutzes im Land Brandenburg zu schaffen, zum anderen soll diese Arbeit ein umfassendes Verständnis für die Komplexität des radiologischen Notfall-schutzes schaffen und durch die Bewertung der Effektivität des radiologischen Notfallschutzes praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Schutzmaßnahmen im Land Brandenburg ableiten
Prozessentwicklung für den Transfer von onkologischen Panels an die Produktionsabteilung
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung eines klar definierten Prozesses, für die standardisierte Produktion von onkologischen Assays, mit der HS (High Sensitivity) Biochemie. Onkologische Assays sind entscheidend für die präzise Diagnose von Krebserkrankungen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Früherkennung, der kontinuierlichen Patientenüberwachung und der Unterstützung von Therapieentscheidungen. Bei der Prozessentwicklung liegt der Fokus auf der Implementierung und Einhaltung von Qualitätskriterien und dem anschließenden Transfer des Prozesses an die Produktionsabteilung. Durch die Einführung effizienter, reproduzierbarer Verfahren und klarer Qualitätskontrollen, sowie deren Erfassung in Form von Arbeitsanleitungen, soll die Konstanz und Zuverlässigkeit der Assays langfristig gewährleistet werden.
Das methodische Vorgehen in dieser Arbeit basiert auf der iPLEX HS® Biochemie, welche mit dem MassARRAY® Massenspektrometer der Firma Agena Bioscience analysiert wurde. Die Prozessentwicklung wurde, anhand von drei Produktionschargen der beiden onkologischen Panels iPLEX HS® Colon und iPLEX HS® Lung, durchgeführt. Bei der Qualitätskontrolle, während des Produktionsprozesses, wurden die Extension- und Polymerase-Ketten-Reaktions-Primer der beiden onkologischen Panels, anhand von Positiv- und Negativkontrollen überprüft. Die panelspezifischen Terminatoren wurden mit dem SampleID (Sample Integrity) Panel von Agena Bioscience überprüft. Während der Prozessentwicklung wurden potenzielle Fehlerquellen ausfindig gemacht und Lösungsansätze entwickelt.
Die Ergebnisse dieser Arbeit haben gezeigt, dass das Ziel, einen standardisierten und zuverlässigen Produktionsprozess für onkologische Assays zu entwickeln, erreicht wurde. Durch die Implementierung spezifischer Qualitätskontrollmechanismen konnte eine konstante Produktqualität, sowie die Präzision und Zuverlässigkeit der Assays, über drei Produktionschargen gewährleistet werden. Für den Transfer an die Produktionsabteilung wurde der optimierte Produktionsprozess in Form von Arbeitsanweisungen dokumentiert.
Die Arbeit erbrachte wichtige Erkenntnisse über Problematiken in der Prozessentwicklung für eine standardisierte Produktion von onkologischen Assays und bietet eine Grundlage für den Transfer weiterer Produkte und deren Produktionsprozesse