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Zusammenhänge von oxidativem Stress und Telomerlänge bei gesunden Kontrollen und komplextraumatisierten Patienten mit subsyndromaler Borderline-Symptomatik
Mit dieser Arbeit sollte überprüft werden, ob es Zusammenhänge zwischen den Markern für oxidativen Stress und Zellalterung mit der Stärke von Borderline-Persönlichkeitsstörungs-Symptomen gibt. Als biologische Marker für den oxidativen Zellstress wurden totale und freie 8-Isoprostankonzentrationen im Blutserum verwendet. Für die Zellalterung wurden die Telomerlängen von peripheren mononukleären Blutzellen (PBMC) aus dem Vollblut betrachtet. Um die Stärke der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) zu messen, wurde das Borderline-Persönlichkeits-Inventar (BPI) herangezogen. Eine Besonderheit dieser Arbeit stellt die Auswahl der Stichprobe dar, da es sich bei der Patientengruppe um Personen mit der primären Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung handelt. Insgesamt wurden drei Hypothesen aufgestellt. Die erste Hypothese ließ sich nicht bestätigen. Es ergab sich kein Zusammenhang von oxidativem Stress und Symptomen einer BPS. Für die zweite Hypothese findet sich Evidenz, so dass diese nicht verworfen werden kann. Es besteht in dieser Stichprobe ein Zusammenhang der Schwere von BPS-Symptomen und der Zellalterung. Die dritte Hypothese muss abgelehnt werden. Es zeigt sich kein Zusammenhang mit freiem oder totalen 8-Isoprostan und der Telomerlänge. Es muss bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden, dass andere Faktoren wie Lebensalter oder Tabakkonsum einen stärkeren Effekt auf die Telomerlänge zeigten als die Symptome einer BPS. Diese Arbeit bietet jedoch eine gute Grundlage für die weitere Erforschung von biomolekularen Mechanismen, welche an den Zusammenhängen von psychischem und physischem Leiden beteiligt sind
Online-Umfrage unter niedergelassener HNO-Ärzteschaft zum Einsatz einer konservativen Therapie von Adenoiden
HINTERGRUND. Die Hyperplasie der Tonsilla pharyngea, auch adenoide Hyperplasie (AH), ist typisch für das Kleinkindalter. Ist sie symptomatisch, so erlangt sie Krankheitswert. Relevante Einschränkungen der Lebensqualität sowie viele teils schwerwiegende Folgeerkrankungen sind bei unzureichender Behandlung möglich. Die Adenotomie als etablierte Therapiemethode der AH gilt als eine der häufigsten Operationen des Kindesalters und ist gut untersucht. Die Durchführung der Adenotomie ist jedoch aus aktuellen strukturellen Gründen nicht immer zeitnah möglich. Konservative Therapiemöglichkeiten der AH sind hingegen wenig untersucht, es existiert keine einheitliche Therapieempfehlung oder Leitlinie. Ziel dieser Arbeit war es daher, die in Hals-Nasen-Ohren-Praxen angewendeten konservativen Therapien zu ermitteln und eine Einschätzung der behandelnden Ärzteschaft zur Effektivität zu erhalten.
METHODEN. Diese Studie richtete sich an niedergelassene Hals-Nasen-Ohren-Ärztinnen und -Ärzte in ganz Deutschland. Die Befragung erfolgte mittels eines Online-Fragebogens, der eigens für diese Studie erstellt wurde. Abgefragt wurden Daten zu persönlichen Angaben, der klinischen Erscheinung der AH, der Diagnostik, der konservativen Therapie und dem Prozess der Therapieentscheidung. Ein Augenmerk wurde auch auf den Einsatz pflanzlicher und homöopathischer Behandlungen gelegt.
ERGEBNISSE. An der Befragung nahmen 734 Hals-Nasen-Ohren-Ärztinnen und -Ärzte aus Deutschland teil. 54 % der Teilnehmenden gaben an, selbst Adenotomien durchzuführen. Bei Erstkontakt wird am häufigsten (95 %) ein konservativer Therapieansatz oder ein beobachtendes Abwarten verfolgt. Ein konservativer Therapieversuch wird im Median für 12 Wochen durchgeführt und ist im Median in 40 % der Fälle zum Erreichen einer Beschwerdefreiheit ausreichend. Im Rahmen einer nicht-medikamentösen Behandlung verwenden 95 % der Befragten ein Tubentraining mittels Nasenballon, 74 % setzen salzhaltige Nasenspülungen zur Behandlung ein. Im Rahmen einer medikamentösen Therapie zeigen sich vor allem intranasale Kortikosteroide (94 %) und α₂-sympathomimetische Nasensprays (89 %) als relevant und werden als effektiv eingeschätzt. Pflanzliche Präparate werden von 76 % verwendet, am häufigsten kommt hier das Präparat Sinupret® (44 %) zum Einsatz, zahlreiche weitere wurden genannt. 50 % der Befragten verwenden homöopathische Präparate. Die Mehrheit (69 %) der Befragten empfindet die Adenotomie als die Therapieform mit dem höchsten Stellenwert. Dennoch habe die konservative Therapie laut 72 % der Befragten eine hohe Nachfrage. Die Mehrheit der Teilnehmenden wünscht sich mehr Studien zu diesem Thema.
DISKUSSION. Die konservative Therapie der AH erweist sich vor allem zu Therapiebeginn als sehr relevant, um eine operative Therapie vermeiden zu können, und wird von der großen Mehrheit der Befragten durchgeführt. Die Effektivität wird insgesamt positiv eingeschätzt. Die Studienlage zur Wirksamkeit der einzelnen konservativen Therapiebestandteile bei einer AH präsentiert sich jedoch unzureichend. Nur zur Anwendung intranasaler Kortikosteroide sind zahlreiche, teils hochwertige Studien zu finden, welche die Wirksamkeit bei einer AH belegen. Die Anwendung zahlreicher weiterer Behandlungsmöglichkeiten durch die Befragten verdeutlicht das Fehlen von einheitlichen Therapiestrategien sowie von ausreichender Studienevidenz. Weitere klinische Studien zu den hier ermittelten Therapiemaßnahmen erscheinen dringend notwendig
The role of corporate purpose in organizational performance and the design of management control systems: a systematic literature review, construct conceptualization, measurement model development, and empirical evidence linking corporate purpose to organizational performance and management control systems design
Recent research indicates that organizations are facing increasing pressure to address environmental and social issues in response to the global challenges of today. A new generation of stakeholders demands greater social responsibility, and employees seek purpose and meaning in their work. Therefore, a growing number of organizations are reflecting on and reevaluating their purpose. For instance, the Business Roundtable released its "Statement on the Purpose of a Corporation" in 2019, marking an unprecedented paradigm shift in the business world as 181 firms reaffirmed their commitment to stakeholders. Consequently, the concept of corporate purpose has attracted considerable interest from both practitioners and academics in recent years.
However, complications arise as organizations face two main challenges related to decision-making and management control when pursuing a broader corporate purpose. Due to the consideration of numerous stakeholder interests, trade-offs must be made that could result in at least short-term profit losses. Additionally, implementing formal control systems may become challenging as desired outcomes and actions are either unknown or difficult to measure. This raises the question of how to design effective management control systems in relation to a broader corporate purpose. These complications are especially concerning, given the significant uncertainty about how to respond to the emerging societal demands that are gradually transforming the workplace and the way organizations control their employees and manage their relationships with stakeholders.
Furthermore, research on corporate purpose is still in its early stages, and significant research challenges and gaps can be observed. The intangible nature of corporate purpose, coupled with the widespread practice of purpose-washing, created definitional ambiguity, a lack of established measurement tools, and a shortage of large-scale empirical studies. These challenges have hindered empirical research and delayed the development of theory on corporate purpose. Consequently, the implications for organizations pursuing a broader corporate purpose remain largely unknown.
This doctoral thesis addresses these challenges and gaps by first conducting a systematic literature review to establish a solid knowledge base for subsequent conceptual and empirical research. Second, a structured conceptualization of the construct is undertaken to provide a comprehensive definition of corporate purpose. Third, a measurement model is developed to assess the strength of corporate purpose while controlling for purpose-washing practices. Lastly, survey data from 240 top managers of small- and medium-sized enterprises in Germany are analyzed to provide empirical evidence on the organizational implications of corporate purpose. Specifically, the role of corporate purpose in organizational performance and the design of management control systems is examined.
By doing so, this thesis makes a contribution to the emerging field of corporate purpose. In particular, it identifies research perspectives, challenges, and gaps. It enhances construct clarity, provides a survey instrument, and empirically tests the impact on organizational performance. Furthermore, it advances research on designing effective management control systems by examining corporate purpose as a contingency factor in the use and effectiveness of these systems. Additionally, this thesis has implications for managerial practice by improving the understanding of corporate purpose, facilitating its implementation, and highlighting some of its potential benefits
Autonome Regulation bei Vorschulkindern innerhalb der Mutter-Kind-Dyade während eines Empathie-Paradigmas: geschlechtsspezifischer, transgenerationaler Einfluss früher Missbrauchs-, Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen der Mutter
Hintergrund: Verschiedene Studien in der Vergangenheit untersuchten bereits die Auswirkungen, welche durch frühkindliche Missbrauchs-, Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen der Mutter (Adverse childhood experience, kurz ACE) auf ihr Kind hervorgerufen werden können. In diesem Kontext wurde häufig über die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Folgen der betroffenen Kinder berichtet. Erwachsene, darunter auch Mütter, die in Ihrer eigenen Kindheit Opfer von Missbrauchs-, Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen wurden, haben nachweislich ein erhöhtes Risiko, diesen Kreislauf der Misshandlung (transgenerational cycle of maltreatment) an ihre Kinder weiterzugeben. Mithilfe der Analyse verschiedener Biomarker des autonomen Nervensystems von Kindern im Vorschulalter möchte diese Studie dazu beitragen, weitere Einblicke in die Transgenerationalität negativer Kindheitserfahrungen der Mütter auf ihre Kinder zu gewinnen. Zusätzlich wird die Bedeutung des Geschlechts der Kinder als weiterer möglicher Einflussfaktor in der transgenerationalen Übertragung negativer Kindheitserfahrungen näher analysiert.
Methoden: Der Messzeitpunkt t4 der Langzeitstudie „Meine Kindheit – deine Kindheit“ untersuchte mithilfe eines experimentell durchgeführten Empathie-Paradigmas, die autonomen Anpassungsreaktionen von Vorschulkindern im Alter zwischen vier und sieben Jahren (n=96, durchschnittliches Alter 68,5 Monate ± 6,0). Dazu wurden mithilfe der Elektrokardiographie (EKG) und der Impedanzkardiographie (IKG) die psychovegetativen Parameter Herzfrequenz (HF), respiratorische Sinusarrhythmie (RSA), Präejektionsperiode (PEP) und linksventrikuläre Ejektionszeit (LVET) von Mutter und Kinder innerhalb der sieben Episoden des Versuchsaufbaus erhoben. Die einzelnen Kindergruppen konnten anhand der Kurzform des Childhood Trauma Questionnaires (CTQ-SF) in zwei Kategorien eingeordnet werden: eine Gruppe ACE-belasteter und eine Gruppe ACE-unbelasteter Kinder. Anschließend wurden diese Gruppen zusätzlich nach dem Geschlecht unterteilt. Um signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen identifizieren zu können, wurden die Ergebnisse mithilfe von Varianzanalysen mit Messwiederholung und t-Tests ausgewertet. Durch einen zu Beginn der Studie zugeordneten Identifikationscode, konnte die Anonymität der einzelnen Probandinnen sichergestellt werden.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studie deuten an, dass frühkindliche Missbrauchs-, Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen der Mutter keinen signifikanten transgenerationalen Einfluss auf die autonome Regulation von Vorschulkindern im Alter zwischen vier und sieben Jahren haben. Geschlechtsspezifische Reaktionen während des Empathie-Paradigmas konnten ausschließlich in der Kindergruppe ohne ACE-Belastung festgestellt werden. Im Geschlechtervergleich zeigten die Mädchen dieser Gruppe eine signifikant höher HF, währenddessen die Jungen eine signifikant höhere PEP aufwiesen. Außerdem konnte die Untersuchung signifikante autonome Veränderungen der Vorschulkinder auf den verwendeten Empathie-assoziierten Stimulus der „Baby-Puppe“ feststellen. Diese empathischen Reaktionen der Kinder ließen sich am Übergang von Episode vier zu fünf, mithilfe einer Abnahme der HF und dem Anstieg von sowohl RSA als auch LVET nachweisen.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser Arbeit bestätigten, dass das angewandte Empathie-Paradigma einen wirksamen Stimulus darstellt, durch den Empathie im Vorschulalter objektiv anhand psychovegetativer Parameter quantifizierbar gemacht werden kann. Die vorliegende Untersuchung deutet darauf hin, dass mütterliche Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen (ACEs) keinen transgenerationalen Effekt auf die autonome Regulation von Vorschulkindern im Rahmen eines Empathie-Paradigmas haben. Die Variable Geschlecht der Kinder scheint jedoch, insbesondere in Abwesenheit von mütterlicher ACE-Belastung, einen modulierenden Effekt auf die autonomen Reaktionen der Kinder zu haben. Jungen der ACE-unbelasteten Gruppe zeigten im Vergleich zu den Mädchen dieser Gruppe eine stärkere parasympathische Aktivierung durch den empathischen Stimulus und reagierten damit auf physiologischer Ebene empathischer. Möglicherweise sind die Kinder ACE-belasteter Mütter, insbesondere die Mädchen, in ihrer autonomen Reaktion beeinträchtigt und können daher verglichen zu den Kindern ACE- unbelasteter Mütter keine natürliche geschlechtertypische Anpassung im Empathie- Paradigma zeigen. Dennoch erweitert die Studie unser bisheriges Verständnis bezüglich der autonomen Reaktivität von Kindern auf empathische Stimuli und unterstreicht die Notwendigkeit verschiedene Einflussfaktoren wie die Komplexität der transgenerationalen Traumata-Übertragung und das Geschlecht noch genauer zu analysieren
The use of quantum resource theories in the study of nanoscale systems
The thermodynamical behavior of quantum systems at the nanoscale is often very difficult to capture via standard frameworks of thermodynamics. The latter is, in fact, an equilibrium theory whose predictions are typically only valid on average, and in regimes where systems are composed of a very large number of constituents. In reality, the thermodynamical behavior of nanoscale systems can be much more constrained that what is predicted by macroscopic thermodynamics, due to the unavoidable impact of fluctuations. As a result, the fundamental limitations to a system's dynamics induced by macroscopic thermodynamics might turn out to be considerably less stringent than what can actually be observed at those scales. The theory of open quantum systems is certainly a powerful tool in this context, and can provide solutions which go beyond equilibrium treatments, but solving the dynamics of an open system requires detailed information about its microscopic structure (e.g. system-environment interactions and coupling strengths). In other words, one of the great advantages of macroscopic thermodynamics, i.e. its universality and independence of microscopic details, might be essentially lost if we can only infer thermodynamical results once we specify the full microscopic structure of our system-environment interaction. This highlights the necessity for a framework of thermodynamics that is well suited for studying the behavior of small quantum systems far from equilibrium, but can still be applied to physical systems in a universal way, i.e., without having to specify full microscopic information. Quantum Resource Theories (QRTs), and in particular the formulations of quantum thermodynamics that have emerged from them, constitute a promising tool in this direction. However, these models of thermodynamics have not yet been extensively applied to realistic physical platform, and their consequences on known thermodynamical processes are still unexplored. Furthermore, going beyond a purely thermodynamical context, a case can be made for the use of general QRTs as benchmarking tools for the certification of certain quantum resources. In other words, QRTs could be used to find fundamental bounds to physical quantities or impossibility results (in the form of no-go theorems) that, when compared to experimental data, can be used to falsify specific hypotheses. In this thesis, both these directions will be explored, by considering resource-theoretical questions that are relevant for different physical platforms. These will include the photochemical process of photoisomerization, heat transport in harmonic systems, and tabletop tests of quantum gravity
Development of a scalable synthesis route for single crystalline LiMn1.5Ni0.5O4, leading to further progress of the utilisation of this cathode material in lithium-ion batteries
As a result of the growing demand for energy storage systems, which is dominated by lithium-ion batteries, batteries with a high energy density, high power density, a long cycle life, high safety whilst also maintaining a low cost requires the development of advanced battery materials, such as further development of the cathode active materials. One example of a highly promising material is LiMn1.5Ni0.5O4 (LMNO): this material has garnered significant interest due to multiple factors. These factors include: improved material sustainability due to the lack of cobalt, as well as a decrease in the amount of nickel that is required within the structure, these factors also bring about increased cost effectiveness of LMNO compared to state-of-the-art commercialised cathode active materials. LMNO also exhibits a high energy density due to the high operating voltage of 4.7 V (vs Li/Li+), as well as excellent rate capability, a 3D spinel structure allowing for increased speed for the lithium diffusion, and high thermal stability. This therefore leads to it being a very promising material for applications requiring high energy density with a decreased weight, such as in electric vehicles. Nonetheless, the commercialisation of LMNO has been hindered by challenges including transition metal-ion dissolution, parasitic side reactions as well as the cross-talk effect with graphite: these all lead to an increased rate of aging, increased capacity fade and therefore a poor cycling performance in full cells; these challenges must be overcome in order to achieve commercialisation of LMNO.
There are multiple potential routes in order to mitigate these challenges, such as particle coatings and elemental doping: the focus of this thesis was on the development of single crystalline LMNO. Single crystalline LMNO holds many potential advantages, such as high control of the facets grown during the synthesis, high mechanical strength, increased thermal stability, increased cycle stability as well as structural stability. Control of the facets that are grown are of high importance, as the facets greatly influence the stability and performance of LMNO; this leads to the preferential growth of crystals exhibiting the (111) facets. There has been numerous works studying the performance of single crystalline LMNO, however due to the scalability limitations of the current prevalent synthesis route, this work has focused predominately on a small laboratory-based scale, without many in-depth investigations into increasing the scale of the production of these particles. Therefore, the aim of this thesis was to develop a scalable synthesis route for single crystalline LMNO, allowing further particle and electrode development to be carried out.
This thesis initially focuses on establishing a molten salt synthesis route utilising different salts for the flux, as well as different starting materials for the LMNO growth in order to establish a successful scalable synthesis route. The flux salts that were utilised were predominately a eutectic mix of LiCl-KCl, or Li2MoO4; combined with various manganese and nickel starting materials. From this work, it was observed that the recrystallization of a polycrystalline LMNO particle utilising Li2MoO4 as the flux salt was the most suitable for scaling up the synthesis of single crystalline LMNO; this was therefore exhibited within this work.
Due to the success of the scalability of this synthesis, further investigations were carried out into both particle modification, as well as electrode development. Differing material stoichiometries were investigated: differing oxygen contents, transition metal ordering as well as transition metal stoichiometries were investigated. This work indicates that it is highly likely that the level of transition metal order and the oxygen content in the final material are not dependent on the other, as well as that transition metal non-stoichiometric materials also exhibit differing levels of transition metal order within the particles as well.
The final section of this thesis considers the development of the electrodes consisting of 94 % single crystalline LMNO, and therefore the utilisation of these electrodes in full cells. With the utilisation of single walled carbon nanotubes, 94 % active material electrodes were fabricated, with a loading up to 3.0 mAh cm-2. A brief study into the charging limitation of the single crystalline LMNO was carried out, whereupon it was established that for faster charging rates, a constant voltage step is required. An additional study was also carried out utilising an electrolyte additive: lithium trifluoromethyl benzimidazole. This study compared poly- and single crystalline LMNO in long-term cycling stability tests, whereupon it was observed that the electrolyte additive exhibited the expected behaviour for the polycrystalline LMNO; however, the same additive exhibited an increased rate of capacity fade for the single crystalline LMNO due to the decreased specific surface area. The final part of this section studies the stability of single crystalline LMNO in full cells over 500 cycles, indicating an increase in the stability for the single crystalline LMNO when compared to similar full cells utilising polycrystalline LMNO.
Overall, this work has identified a scalable synthesis route, that has potential for further scaling to the kilogram scale. This has therefore allowed further investigations of the single crystalline LMNO to be carried out, on a larger scale and consider the possibilities of particle development of single crystalline LMNO, of which initial work has been considered within this thesis. Finally, the scalability of this synthesis route has allowed electrode development to be carried out, leading to consideration of the performance of the single crystalline LMNO in full cells that are near industry adjacent
Evaluation von Amnionmembranen als Therapieoption bei Proliferativer Vitreoretinopathie in-vitro
Die Proliferative Vitreoretinopathie (PVR) ist die Hauptursache für das Scheitern der chirurgischen Therapie einer rhegmatogenen Amotio. Sie tritt in Form einer überschießenden Narbenreaktion bei degenerativen, sowie traumatischen Netzhautdefekten auf. Gekennzeichnet durch übermäßige Zellproliferation, Migration, Adhäsion und einer Dedifferenzierung der beteiligten Zellarten, kommt es zu einer Verschlechterung der klinischen Ergebnisse.
Amnionmembranen (AM) werden vielfältig in der Medizin eingesetzt. In der Ophthalmologie beschränkt sich die Anwendung aktuell auf oberflächliche okuläre Defekte der Horn- und Bindehaut. AM wirken dabei gewebestabilisierend und -regenerierend. In ersten klinischen Fallstudien zeigte sich nun auch eine gute Verträglichkeit bei der intravitrealen Anwendung.
Zur Untersuchung des Potentials der AM bei der PVR, wurde in der vorliegenden Arbeit eine in-vitro Zellkultur Studie an primären humanen Zellen der PVR durchgeführt. Es galt die Wirkungsweise der Amnionmembran auf die PVR-Zellen zu untersuchen und hierbei einen möglichen schädlichen Effekt der AM auszuschließen.
Hierfür wurden primäre Zellen der PVR aus chirurgisch entfernten PVR-Membranen isoliert und anschließend für 48 Stunden mit einer humanen AM inkubiert. Der Einfluss auf die PVR-Reaktion wurde anhand von Versuchen zur Zellproliferation, -migration, der extrazellulären Matrixkontraktion und der Zelladhäsion untersucht. Zusätzlich wurde die Zelltoxizität untersucht. Die myofibroblastische Transdifferenzierung und die Proteinexpression wurden durch Immunfluoreszenzfärbungen, Flüssigkeitschromatographie Tandem Massenspektrometrie Proteomics und Western Blot analysiert.
Es zeigte sich, dass die AM wichtige pathophysiologische Merkmale der PVR hemmen kann. Es kam zu einer signifikant niedrigeren Zellmigration, -Adhäsion und -Proliferation. Ferner kam es zur Hemmung typischer epithelial-mesenchymaler Marker und zur Regulation von Proteinen, welche mit dem Zytoskelett, dem Lipid-Metabolismus, der Proteinfaltung und der extrazellulären Matrixkontraktion assoziiert sind. Insgesamt zeigte sich eine Herunterregulierung des fibrotischen Zellverhaltens in-vitro unter der Inkubation mit der AM. Somit war die AM im Zellversuch in der Lage die pathophysiologischen zellulären Mechanismen der PVR-Reaktion zu hemmen.
Diese in-vitro Arbeit deutet darauf hin, dass die AM keine Fibrose induziert, oder andere Schlüsselschritte der Pathogenese der PVR auslöst. Vielmehr zeigte sich ein hemmender Effekt auf die typischen zellulär pathologischen Eigenschaften der PVR-Reaktion. Somit könnte eine AM ein nützliches Hilfsmittel in der Behandlung einer PVR sein. Weitere Studien sind nötig zur Evaluation der therapeutischen Relevanz
Peer-Begleitung in der psychiatrischen Versorgung aus der Perspektive von Professionellen: Qualitative Ergebnisse zur Implementierung in fünf Ländern
Hintergrund: Im Rahmen von Peer-Begleitung erhält eine Person mit einer psychischen Erkrankung Unterstützung von einer Person, die selbst Erfahrung mit schweren, psychischen Krisen und/oder psychiatrischen Diagnosen gemacht und damit einen konstruktiven Umgang gefunden hat. Die Bedeutung von Peer-Begleitung als Bestandteil der Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung hat weltweit zugenommen. Der Großteil der Forschung zu Peer-Begleitung stammt jedoch aus Ländern mit einem hohen Durchschnittseinkommen, in denen mehr Ressourcen für die psychiatrische Versorgung zur Verfügung stehen als in Ländern mit niedrigem Einkommen. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse zur Peer-Begleitung auf Versorgungskontexte in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen ist nicht ausreichend belegt.
Methode: UPSIDES („Using Peer Support In Developing Empowering Mental Health Services“) ist eine multizentrische Studie, in der an sechs Studienstandorten in Asien (Israel, Indien), Afrika (Uganda, Tansania) und Europa (Deutschland, 2 Standorte) Peer-Begleitung für Erwachsene mit psychischer Erkrankung implementiert wird. Die vorliegende Doktorarbeit ist Teil der qualitativen Evaluation der UPSIDES Intervention und präsentiert die Ergebnisse aus drei Publikationen, in denen Erwartungen an und Erfahrungen mit UPSIDES Peer-Begleitung aus Sichtweise zweier Gruppen (psychiatrische Fachkräfte und Key Informants) untersucht werden. Hierfür wurden leitfadengestützte Fokusgruppen mit psychiatrischen Fachkräften (n=60) und Key Informants, also Personen, die über Fachwissen zur lokalen Implementierung der UPSIDES Intervention verfügen (n=54), durchgeführt. Die Datenerhebung fand zu zwei Zeitpunkten (vor und mind. eineinhalb Jahre nach dem Start der UPSIDES Intervention) statt. Die Auswertung der Daten erfolgte durch eine qualitative Inhaltsanalyse, mit Schwerpunkt auf induktiver Kategorienbildung in Publikation I und II und einer deduktiven Kategorienbildung durch die Anwendung eines Implementierungsmodells (Consolidation Framework for Implementation Research) in Publikation III.
Ergebnisse: Standortübergreifend zeigten sowohl psychiatrische Fachkräfte als auch Key Informants vor und nach der Implementierung der UPSIDES Intervention eine positive Einstellung gegenüber Peer-Begleitung. Peer-Begleiter:innen wurden als Vorbilder für Klient:innen angesehen, die eigene Erfahrungen teilen, Hoffnung vermitteln und Selbstvertrauen bei Klient:innen stärken. Teilnehmende aus Standorten mit geringeren Ressourcen (Dar es Salaam und Butabika) berichteten zusätzliche Vorteile von Peer-Begleitung, wie die Arbeitsentlastung von Fachkräften durch Peer-Begleitung oder verbesserten Zugang zu psychosozialen Diensten für Betroffene und deren Angehörige. Die Perspektiven von Fachkräften und Key Informants unterschieden sich zwischen den Standorten auch in Hinblick auf die Erwartungen in der Zusammenarbeit mit Peer-Begleiter:innen oder die gewünschten Trainingsinhalte für Peer-Begleiter:innen. Die bisherige Erfahrung mit Peer-Begleitung am Standort wurde als Faktor herausgearbeitet, der für die Implementierung wie auch die Zusammenarbeit von Fachkräften und Peer-Begleiter:innen eine wesentliche Rolle spielt, d.h. die Zusammenarbeit stützen oder erschweren kann. Unabhängig von der Vorerfahrung schienen an Standorten mit geringeren Ressourcen organisationale Vorteile, wie die Entlastung von Fachkräften durch Peer-Begleitung, die Implementierung zu beschleunigen.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Doktorarbeit verdeutlichen das Potential von Peer-Begleitung aus der Perspektive von Fachkräften und Key Informants für die Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in verschiedenen Ländern. Gleichzeitig zeigt die vorliegende Arbeit, dass kontextuelle Faktoren (Vorerfahrung mit Peer-Begleitung, das Vorhandensein von Ressourcen) sowie deren spezifisches Zusammenspiel am Implementierungsstandort maßgeblich die Einstellung der Akteure gegenüber Peer-Begleiter:innen sowie die lokale Umsetzung von Peer-Begleitung beeinflussen. Zukünftige Forschung zu Peer-Begleitung sollte insbesondere die Perspektive von Akteuren aus Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommensniveau einbeziehen, um die Möglichkeiten und Grenzen von Peer-Begleitung als Intervention in verschiedenen Kontexten zu untersuchen
Mechanisms of resistance to BTK inhibitors independent of BTK and PLCG2 mutations
Bruton's tyrosine kinase inhibitors (BTKis) have transformed chronic lymphocytic leukemia (CLL) therapy, yet resistance remains a major challenge. While often driven by BTK or PLCG2 mutations, some resistant cases lack these alterations, and mechanisms are unclear.
We generated nemtabrutinib-resistant REC-1 cells without BTK or PLCG2 mutations, which showed sustained resistance independent of BCR signaling, as well as cross-resistance to other BTK inhibitors and BTK degraders. RNA-seq identified distinct transcriptomic profiles, notably with upregulated cell cycle pathways, consistent with increased expression of CDK1 and cyclin A2, and a distinct cell cycle distribution in resistant cells. Targeting CDKs with dinaciclib was effective, and combining it with the BTK degrader NX-5948 produced significant synergistic effects through enhanced apoptosis. Clonal evolution of TP53 truncating mutations (P.Q317*) impaired p53 function and contributed to resistance.
These findings reveal alternative pathways driving BTKi resistance and suggest combination strategies to overcome resistance in CLL patients lacking BTK/PLCG2 mutations, especially those with high-risk TP53 alterations
A Real-World Evaluation of Two Cooperative Intersection Management Approaches
Cooperative maneuver planning promises to significantly improve traffic efficiency at unsignalized intersections by leveraging connected automated vehicles. Previous works on this topic have been mostly developed for completely automated traffic in a simple simulated environment. In contrast, our previously introduced planning approaches are specifically designed to handle real-world mixed traffic. The two methods are based on multi-scenario prediction and graph-based reinforcement learning, respectively. This is the first study to perform evaluations in a novel mixed traffic simulation framework as well as real-world drives with prototype connected automated vehicles in public traffic. The simulation features the same connected automated driving software stack as deployed on one of the automated vehicles. Our quantitative evaluations show that cooperative maneuver planning achieves a substantial reduction in crossing times and the number of stops. In a realistic environment with
few automated vehicles, there are noticeable efficiency gains with only slightly increasing criticality metrics