12762 research outputs found
Sort by
Einfluss von Mundgesundheit auf Speichelbiomarker und sportliche Leistung bei jugendlichen Profifußballspielern: Eine Analyse verschiedener Altersklassen
Einleitung und Ziel: Mundgesundheit ist entscheidend für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden. Bei erwachsenen Profisportlern ist sie oft schlecht, wohingegen sie bei jugendlichen Athleten bislang wenig untersucht ist. Speicheldiagnostik bietet eine nicht-invasive Möglichkeit, den Entzündungsstatus und damit indirekt Mundgesundheit zu messen. Ziel war es, die Mundgesundheit junger Fußballspieler zu erfassen und Zusammenhänge mit Alter, Bildung, Selbsteinschätzung, Ernährung, Mundhygiene sowie körper- und leistungsbezogenen Parametern zu untersuchen. Dadurch trägt diese Studie ebenfalls dazu bei, potenziell geeignete Screeningmarker für die Mundgesundheit zu etablieren.
Methoden: Im Rahmen ihrer jährlichen sportmedizinischen Untersuchung nahmen 262 männliche jugendliche Leistungsfußballspieler (14,14 ± 2,09 Jahre) teil. Es wurden Inflammations- und Stressbiomarker (Harnsäure, C-reaktives Protein (CRP), Cortisol, Interleukin-1β (IL-1β) und Interleukin-6 (IL-6)) aus Speichelproben gemessen, Leistungs- und Körperparameter ermittelt sowie ein zahnmedizinisch-sozialwissenschaftlicher Fragebogen ausgewertet.
Ergebnisse: Die Biomarker zeigten teils große Varianzen zwischen Individuen und Altersgruppen. Cortisol, IL-6 und IL-1β wiesen Peaks in der U13-, U16- beziehungsweise U15-Mannschaft auf. Cortisol und IL-1β zeigten eine positive Korrelation (r=0,195 p=0,038), während Zusammenhänge von Harnsäure mit CRP, Cortisol und IL-1β nach False Discovery Rate Korrektur nicht signifikant blieben. Mit zunehmendem Alter sanken Cortisol- und IL-1β-Konzentrationen. Ältere Spieler konsumierten häufiger Zwischenmahlzeiten und Energydrinks, während höhere Bildung mit einem geringerem Energydrinkkonsum einherging. Höhere IL-6-Werte waren mit geringerer Selbstwirksamkeitsüberzeugung verbunden. Intensivere Zahnputzmaßnahmen sowie Obst- und Gemüsekonsum gingen mit niedrigeren Cortisol- und teils IL-1β-Werten einher. Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Süßigkeiten zeigte hingegen kaum relevante Zusammenhänge. Bezüglich Leistung und Körperzusammensetzung zeigten Cortisol und IL-1β eine negative Korrelation mit skelettaler Muskelmasse und Phasenwinkel. Die Harnsäurekonzentration stieg mit zunehmendem BMI sowie schlechterer Leistung beim Countermovement Jump. Relevante Zusammenhänge von CRP mit Mundgesundheitsparametern gab es keine.
Diskussion: Die Mundgesundheit der Kinder und Jugendlichen war insgesamt besser als erwartet. Altersabhängige Biomarkerpeaks sind möglicherweise test- oder pubertätsbedingt. Cortisol und IL-1β zeigten sich als zentrale Biomarker im Zusammenhang mit der Mundgesundheit und sind damit potenziell als Screeningparameter geeignet. Generell war die Mundgesundheit gering vom Bildungsstatus, aber durchaus vom Alter beeinflusst. Durch Zusammenhänge zu Cortisol und IL-1β erscheint zusätzlich der Phasenwinkel als potenziell sinnvoller Screeningparameter. IL-6 könnte geeignet sein, um das Bewusstsein für die eigene Rolle beim Erhalt der Mundgesundheit abzubilden. Harnsäure könnte eventuell geeignet sein, um Sehnenfunktion und Verletzungsrisiko der Achillessehne einzuschätzen
Histologische Untersuchung eines T-Zell-induzierten, präproinsulin-spezifischen Autoimmundiabetes in H-2g7 versus H-2b Mausmodellen
Die Ursachen für die Erkrankung an Diabetes mellitus Typ 1 sind nach wie vor nicht abschließend geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass ein Zusammenspiel von äußeren und erblichen Faktoren für diese Autoimmunerkrankung prädisponiert. Als Letztere sind sowohl Polymorphismen bezüglich des Programmed cell death protein 1/Programmed cell death-ligand 1 (PD-1/PD-L1) -Signalwegs als auch die Expression des humanen Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC)-II-Haplotyps HLA-DQ8 (Humanes Leukozytenantigen DQ8) bekannt. Es wird vermutet, dass humane HLA-DQ8- bzw. murine I-Ag7-spezifische CD4+ T-Zellen an der Aktivierung autoreaktiver und primär Inselzell-zerstörender CD8+ T-Zellen beteiligt sind.
Um die Infiltration von CD4+ und CD8+ T-Zellen in die Insulin-produzierenden Inseln durch Histologie zu analysieren, musste zunächst eine optimale Methodik etabliert werden. Die auf Paraffin basierende Präparation erwies sich als deutlich effizienter und reproduzierbarer als die bisher im Labor angewandte Kryomethode. Auffällig waren eine bessere Abgrenzbarkeit und detailgetreue Darstellung der einzelnen Gewebestrukturen. Durch die Einteilung des Ausmaßes der Inselinfiltration in Scores (0 = normale Inselmorphologie, 1 = Periinsulitis, 2 = Insulitis und 3 = schwere Insulitis), konnte die histologische Krankheitsentwicklung der verschiedenen Mausmodelle in prädiabetischen Stadien verglichen werden.
Eine Induktion autoreaktiver T-Zellen nach Präproinsulin-spezifischer Immunisierung von B6 (C57BL/6J) Mäusen konnte bestätigt werden. Die histologischen Analysen zeigten eine partielle Zerstörung der Inseln und in Jungtieren die Entwicklung eines Autoimmundiabetes nach Blockade der PD-L1-Signalübertragung durch Antikörper. Hingegen zeigte die gleiche Immunisierung und anti-PD-L1-Behandlung bei alten B6 Mäusen keine Wirkung. Neu war, dass H-2g7-positive B6.g7 und F1 (B6xB6.g7) Mäuse, bei denen in früheren Immunisierungsversuchen in der Arbeitsgruppe (AG) Schirmbeck Diabetes induziert werden konnte, nach Immunisierung eine Infiltration durch Immunzellen nachweisbar war. Dabei war das Ausmaß der Inseldestruktion bei den B6.g7 Mäusen höher als bei den F1 Mäusen (>40% versus <20% zerstörte Inseln nach pCI/ppins). Bei allen drei Mausmodellen (B6, B6.g7 und F1(B6xB6.g7)) verteilten sich die infiltrierenden CD8+ T-Zellen in der gesamten Langerhans-Insel, wohingegen sich die CD4+ T-Zellen lediglich auf einer Seite der Insel aufhielten. MHC-II-bedingte Unterschiede in der Prädisposition für Typ 1 Diabetes spiegelten sich, zumindest in dem erfassten frühen Stadium der teils induzierten Diabetesentwicklung, nicht in einem unterschiedlichen Infiltrationsmuster der CD4+ T-Zellen wider. I-Ag7-spezifische CD4+ T-Zellen der B6.g7 Mäuse zeigten im Vergleich zu den I-Ab-spezifischen CD4+ T-Zellen der Diabetes-resistenten B6 Mäuse kein verstärktes Vordringen bei der Inselinfiltration, was die unterschiedliche Sensitivität für einen induzierbaren Diabetes hätte erklären können. Es bleibt daher weiterhin zu klären, was zu der H-2b-spezifischen Immunsuppression und damit einhergehenden Diabetesresistenz in B6 Mäusen führt.
Die Ergebnisse dieser Studie bilden eine wichtige Grundlage für das weitere Erforschen der verschiedenen zellulären Interaktionen und deren Auswirkungen bei Individuen mit und ohne genetische Prädispositionen für Typ 1 Diabetes. Dadurch könnte man sich weitere Erkenntnisse über die Ursachen der Krankheitsentstehung und mögliche Ansätze zur Prävention erhoffen
Der Selfie-Effekt: die subjektive Wahrnehmung der Nase auf einer Selfie-Aufnahme
Durch die allgemeine Zunahme an Selfies, sowie die verschiedenen Aufnahmearten und der vermehrte Gebrauch von Social Media kam es in den letzten Jahren zu einem enormen Anstieg an Selfies, welchen man auch in der Rhinoplastik spüren konnte. Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, wie die subjektive Wahrnehmung der Nase und des Gesichtes auf einer Selfie-Aufnahme ohne Selfie-Stick, einer Selfie- Aufnahme mit Selfie-Stick und einer professionellen Porträtaufnahme bewertet wird und ob die verzerrte Darstellung auf Selfies dazu führt, die eigene Nase auf Selfie-Aufnahmen weniger ästhetisch zu empfinden als auf einer professionellen Porträtaufnahme.
Hierfür wurde der subjektive Eindruck des Erscheinungsbildes der Nase und des Gesichtes auf einer Selfie-Aufnahme ohne Selfie-Stick mit dem subjektiven Eindruck des Erscheinungsbildes der Nase und des Gesichtes auf einer Selfie-Aufnahme mit Selfie-Stick und einer Porträtaufnahme mithilfe visueller Analogskalen bei n = 200 Studienteilnehmern verglichen und der objektiven Vermessung der Nase und des Gesichtes mit Hilfe der dentalen Bildverarbeitungssoftware OnyxCeph (Image Instruments) gegenübergestellt. Ferner wurde untersucht, ob sich der subjektive Eindruck des Erscheinungsbildes der Nase und des Gesichtes auf den jeweiligen Aufnahmen zwischen nasengesunden Studienteilnehmern (Probanden; n1 = 100) und präoperativen Septorhinoplastikpatienten (Patienten; n2 =100) unterscheiden. Zusätzlich wurde untersucht, wie sich Studienteilnehmer, bei denen der Verdacht auf eine Körperschemastörung vorliegt, oder Studienteilnehmer mit einer problematischen Nutzung sozialer Medien, im Vergleich zu den Studienteilnehmern ohne Verdacht auf eine Körperschemastörung oder eine problematische Nutzung sozialer Medien in Bezug auf die subjektive Wahrnehmung der Ästhetik der Nase und des Gesichtes unterscheiden. Außerdem wurde ein Kreis an HNO-Ärzten und Laien befragt, um zu untersuchen, ob die fachliche Expertise einen Einfluss auf den subjektiven Eindruck des Erscheinungsbildes der Ästhetik der äußeren Nase nimmt. Die vorliegende Studie belegt, dass die verzerrte Darstellung der Nase auf Selfies ohne Selfie-Stick zu einer signifikant schlechteren ästhetischen Empfindung führt, während die Nutzung eines Selfie-Sticks oder professioneller Porträtaufnahmen einen realistischeren und positiveren subjektiven Eindruck der Nase vermittelt. Diese Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen vorangegangener Studien zur quantitativen Verzerrung der Nase auf Selfie-Aufnahmen.
Für den subjektiven Eindruck des Erscheinungsbildes der Nase im Vergleich zwischen Probanden und Patienten konnte die Studie keinen signifikanten Unterschied nachweisen. Die Ergebnisse beschreiben eine Diskrepanz der Patienten, ihren subjektiven Eindruck des Erscheinungsbildes betreffend, da Patienten ihr Erscheinen auf einer Selfie-Aufnahme mögen, das Erscheinungsbild ihrer Nase jedoch nicht. Dieses Phänomen hat nicht nur eine steigende Unzufriedenheit mit dem eigenen Nasenerscheinungsbild zur Folge, sondern treibt auch die Nachfrage nach Rhinoplastiken voran. Darüber hinaus betont die Studie durch den nachgewiesenen signifikanten Einfluss einer Körperschemastörung auf das subjektive Selbstbild die Wichtigkeit des Einsatzes von präoperativen Screeningtools zur Identifikation von Personen mit einer Körperdysmorphen Störung, um die Wahrscheinlichkeit postoperativer Zufriedenheit zu maximieren und unnötige Eingriffe zu vermeiden. Eine problematische Social-Media Nutzung stellt wiederum keinen signifikanten Einfluss auf das subjektive Selbstbild dar. Da auch Abweichungen in der kephalometrischen Analyse keinen signifikanten, negativen Einfluss auf das subjektive Selbstbild eines Individuums nehmen, sollten bei operativen, wie non-invasiven Veränderungen der Nase eher konkrete Wünsche des Patienten befolgt werden, als sich an Normwerten zu orientieren. Hinsichtlich der Fragestellung, ob die fachliche Expertise einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung nimmt, konnte die vorliegende Studie belegen, dass weniger die fachliche Expertise, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Selfie-Aufnahmen Anderer kritischer bewertet werden als eigene, verantwortlich ist für die signifikanten Unterschiede zwischen Studienteilnehmern, Experten und Laien. Durch frühere Studien ist bekannt, dass die Selfie-Mode die Nachfrage an plastischen Operationen, vor allem Rhinoplastiken, erhöht. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie bestätigen diese Annahme, da die Studienteilnehmer Ihre Nase auf einer Selfie-Aufnahme ohne Selfie-Stick am schlechtesten und auf einer Porträtaufnahme am besten bewerten, woraus wir schließen, dass die Studienteilnehmer mit dem Erscheinungsbild ihrer Nase auf einer Selfie-Aufnahme ohne Selfie- Stick unzufrieden sind und der Anstieg an Rhinoplastiken unter anderem auf diese Unzufriedenheit zurückzuführen ist. Daraus ergeben sich Untersuchungsansätze für weitere Studien, welche die Beweggründe von Rhinoplastikpatienten, sowie subjektiver Outcome der Patienten, näher untersuchen können
Machbarkeitsstudie zu Biofeedback und Verhaltenstherapie bei diagnoseübergreifender innerer Unruhe
Das Symptom der inneren Unruhe wird in der Bevölkerung vielfach berichtet und ist oft sehr belastend für die jeweiligen Personen. Häufig tritt dieses Symptom im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auf.
Aufgrund der Tatsache, dass es keine klare Behandlungsempfehlung gibt, wurde hier eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um die Frage zu beantworten, ob die kombinierte Therapie aus Biofeedback-Training und verhaltenstherapeutischen Einheiten zur Behandlung des Symptoms innerer Unruhe einsetzbar ist. Auch sollte die Verwendung der festgelegten physiologischen Parameter und Selbstbeurteilungsinstrumente als Outcome-Variablen zur Untersuchung der Wirksamkeit des Trainings überprüft werden.
Zur Überprüfung der zwei Fragestellungen wurden Fragebögen zur Glaubwürdigkeit und eigenen Leistungsbeurteilung, Selbstauskunftsbögen und physiologische Outcomeparameter verwendet. Zum 3-Monats-Follow-up lagen vollständige Datensätze von 7 Teilnehmer*innen vor. Diese wurden auf Einzel- und Gruppenebene ausgewertet.
Signifikante Verbesserungen zeigten sich auf Einzel- und Gruppenebene vor allem in den Fragebögen, die bis zum 3-Monats-Follow-up aufrechterhalten werden konnten. Die Glaubwürdigkeit und Beurteilung der eigenen Leistung veränderten sich signifikant bei den teilnehmenden Personen. Ferner zeigten sich signifikante Zeiteffekte in den Selbstauskunftsbögen State-Trait-Anxiety Inventory state Version, Änderungssensitive Symptomliste, Skala zur allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung und Global Severity Index der Brief-Symptom-Checklist im Verlauf des Trainings. Bei den Biofeedback-Maßen zeigten sich keine statistisch signifikanten Verbesserungen und es bedarf noch weiterer Klärung, welche Maße für die Auswertung der Herzratenvariabilität am besten geeignet sind. Deskriptiv konnte man dennoch Verbesserungen erkennen.
Zusammenfassend stellt dieser Therapieansatz aus 8 Biofeedback-Einheiten und 3 verhaltenstherapeutischen Einheiten eine gute Möglichkeit zur Behandlung innerer Unruhe dar
Klinischer Outcome nach Implantation des bioresorbierbaren Magnesiumscaffolds Magmaris™ bei komplexen Koronarläsionen: Vergleich Resorbable Magnesium Scaffold (RMS)-Registerstudie vs. BIOSOLVE-IV-Registerstudie
Magmaris™ is a bioresorbable magnesium scaffold with favorable safety and efficacy in treating de-novo coronary lesions. However, it remains unclear whether these outcomes can be reproduced in patients with complex coronary lesions.
Resorbable magnesium scaffold (RMS)-registry is a prospective, national, multi-centre registry in Germany. Enrolment took place from November 2020 to May 2023 at Cardiovascular Center Oberallgaeu-Kempten. BIOSOLVE-IV patient-level 1-year outcomes were provided by BIOTRONIK AG. Lesions were analysed via manual quantitative coronary analysis. Follow-up was scheduled by phone one year after index procedure. We report 1-year outcomes after Magmaris™ implantation in complex coronary lesions (RMS registry) and compare them with outcomes in non-complex lesions (BIOSOLVE-IV registry).
RMS patients were 64.9 ± 8.5 and BIOSOLVE-IV patients 61.9 ± 10.5 years old (p=0.003). 26% in RMS and 18.5% in BIOSOLVE-IV had NSTE-ACS at baseline (p=0.062). 74% of RMS patients had Type B₂/C lesions vs. 15.2% in BIOSOLVE-IV (p<0.001); moderate/severe calcified lesions occurred in 25% vs. 7.5%, respectively (p<0.001). Lesion lengths were 14.7 ± 5.0 mm (RMS) and 14.8 ± 4.0 mm (BIOSOLVE-IV). Time-to-event ratio of the primary endpoint TLF revealed no statistically significant differences between the two registries (p=0.885; log-rank test; Figure1).
Despite a more complex lesion profile in RMS, 1-year outcomes were comparable. These findings support the potential expansion of Magmaris™ use from less complex to complex coronary lesions
Systems biology of tumour evolution: estimating partial orders from omics data and entropy based stage identification
This work presents analytical frameworks for exploring molecular dynamics and progressions in biological systems through the estimation of signalling entropy and ordinal classification. Signalling entropy is employed to quantify the complexity and adaptability of cellular signalling by integrating expression data with protein-protein interaction networks, and taking into consideration network topology and correction strategies that affect the reliability of entropy. Ordinal classification methods, on the other hand, are designed to detect ordered relationships within high-dimensional molecular data that depict sequential biological processes, such as development and disease evolution. The introduced novel technique captures the inherent ordering while reducing dimensionality, and enables the identification of alternative progression routes. Combined, these approaches enhance the robustness and interpretability of molecular analyses, contributing to a deeper understanding of cellular behaviour and disease mechanisms
Sex dependent atrophy of hypothalamus across ALS subtypes: A quantitative volumetric MRI study
Amyotrophic lateral sclerosis (ALS) is frequently associated with metabolic alterations, in which the hypothalamus plays a central regulatory role. This study aimed to radiologically quantify hypothalamic atrophy using brain magnetic resonance imaging (MRI) across different ALS phenotypes, including primary lateral sclerosis (PLS), lower motor neuron disease (LMND), progressive bulbar palsy (PBP), and flail limb syndrome (FLS), as well as in presymptomatic genetic mutation carriers, with a particular focus on sex-dependent differences.
Compared with healthy controls, significant hypothalamic atrophy was observed in all ALS phenotypes except PBP, although conclusions regarding PBP are limited by the small sample size. Sex-specific analyses revealed more pronounced hypothalamic atrophy in male ALS patients compared with females. In contrast, female PLS patients exhibited greater hypothalamic volume loss than their male counterparts, indicating phenotype-dependent sex differences that may hold clinical relevance for individualized therapeutic approaches. The underlying mechanisms driving these differences remain unclear and warrant further investigation.
Presymptomatic mutation carriers demonstrated hypothalamic volumes intermediate between healthy controls and symptomatic ALS patients, supporting the concept that hypothalamic involvement precedes the onset of motor symptoms. This effect was particularly evident in male carriers, suggesting that early hypothalamic atrophy may contribute to sex-specific disease vulnerability and could serve as a potential radiological marker for earlier diagnosis.
In summary, hypothalamic atrophy is present early in the ALS disease course and shows significant sex-related variation. However, despite clinical heterogeneity among ALS phenotypes, hypothalamic involvement appears to reflect a shared pathophysiological process related to metabolic dysregulation rather than phenotype-specific mechanisms
Lebensqualitätsanalyse der randomisierten Phase II-Studie „Perioperative oder nur adjuvante Chemotherapie mit nab-Paclitaxel/Gemcitabin beim resektablen Pankreaskarzinom (NEONAX)“ der Arbeitsgemeinschaft für Internistische Onkologie AIO
Hintergrund:
Die perioperative Chemotherapie (CTX) bei resektablem Pankreasadenokarzinom (rPDAC) gilt nach wie vor nicht als Standardtherapie und Daten zur Wirksamkeit sowie zur Lebensqualität (QoL) sind begrenzt. NEONAX ist eine prospektive, randomisierte Phase-II-Studie bei Patienten mit rPDAC mit zwei unabhängigen Interventionsarmen, in denen die perioperative (2 präoperative und 4 postoperative Zyklen, Arm A) und/oder adjuvante (6 Zyklen, Arm B) Gabe von Gemcitabin (1000 mg/m²) und nab-Paclitaxel (125 mg/m²) an den Tagen 1, 8 und 15 eines 28-tägigen Zyklus untersucht wird. Der primäre Endpunkt DFS nach 18 Monaten sowie DFS, OS und Sicherheit wurden bereits berichtet. Hier präsentieren wir die QoL-Daten der NEONAX-Studie.
Methoden:
Die Lebensqualität wurde anhand der Fragebögen EORTC QLQ-C30, EORTC QLQ-PAN26 und HADS-D zu Studienbeginn, zu Beginn jedes CTX-Zyklus (neoadjuvant und adjuvant in Arm A, nur adjuvant in Arm B), nach neoadjuvanter Behandlung in Arm A sowie vor und nach der Resektion und nach 6 Zyklen CTX bewertet. Aufgrund der geringen Probengröße können die beiden Interventionsarme nicht miteinander verglichen werden, sondern müssen für sich allein betrachtet werden.
Ergebnisse:
In beiden Armen zeigt sich postoperativ eine signifikante Reduktion der Lebensqualität. Im neoadjuvanten Arm A zeigt sich eine zusätzliche signifikante Verschlechterung nach Abschluss der neoadjuvanten Therapie. Die sechsmonatige adjuvante Therapie in Arm B führt im weiteren Verlauf ebenfalls zu Verschlechterungen einzelner Subskalen.
Die Lebensqualitätsdaten liegen insgesamt über den Beobachtungszeitraum hinweg in einem ähnlichen Wertebereich.
Schlussfolgerung:
Ein negativer Einfluss der zwei neoadjuvant verabreichten Chemotherapiezyklen, der über die üblichen therapiebedingten Effekte hinausgeht, kann nicht nachgewiesen werden. Die deutliche postoperative Verschlechterung der Lebensqualität in beiden Interventionsarmen lässt sich durch die Auswirkungen der Operation an sich erklären. Die Verschlechterung im neoadjuvanten Arm nach den präoperativ verabreichten Chemotherapiezyklen kann auch durch die deutlich geringere Anzahl an abgegebenen Fragebögen zu diesem Interventionszeitpunkt verzerrt sein. Die Daten liegen über den Beobachtungszeitraum hinweg in einem ähnlichen, teilweise sogar günstigeren Bereich als bei der rein adjuvanten Therapie. Die neoadjuvante Chemotherapie kann damit hinsichtlich der Lebensqualität durchaus eine Alternative zur rein adjuvanten Behandlung beim R0-resektablen Pankreaskarzinom sein
Efficient Map-Based Consistency Check Using a Sigma-Point Signed-Distance Estimator
Reliable environment perception is crucial for the functional safety and integrity of automated driving systems. However, sensor artifacts, such as reflections or partial occlusions, can generate detections that appear
locally plausible but are inconsistent with the static environment. This makes digital maps a valuable prior for identifying such implausible observations. We present a probabilistic method to assess the spatial
consistency between uncertain sensor detections and digital map data in automated driving. The task is formulated as the probability that an uncertain detection, transformed under an uncertain ego pose, intersects a building polygon.
Since this nonlinear intersection is analytically intractable, we propose a deterministic sigma-point–based estimator that approximates the probability without random sampling. Experiments on synthetic and real urban data demonstrate that the proposed estimator achieves near Monte Carlo accuracy at real-time rates, reducing computation time by up to 45 times. The resulting probabilities enable robust identification of implausible detections in tracking and fusion pipelines
Aussage von posttherapeutischer Bildgebung von Lymphknoten nach Radio-(Chemo-)Therapie bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs
Einleitung:
Die größten Herausforderungen in der Behandlung von Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs (HNSCC) betreffen rezidivierende oder persistierende Tumormanifestationen am Primärort oder in den drainierenden Lymphknoten nach abgeschlossener Radio-(Chemo-)Therapie (RCT).
Die Studie umfasste Patienten, die zu verschiedenen Zeitpunkten nach Abschluss der Primärtherapie Auffälligkeiten in der Primärtumorregion oder den cervicalen Lymphknoten zeigten.
Ziel der Arbeit war es, die Bildgebungsmethode zu identifizieren, die präoperativ das postoperative histopathologische Ergebnis am genauesten darstellt.
Material und Methoden:
In der retrospektiven Studie (2012 - 2022) wurden 109 Patienten, die initial eine RT (Radiotherapie) (n = 44), eine RCT (n = 53) oder eine Neck Dissection (ND) mit einer adjuvanten R(C)T (n=12) erhielten und daraufhin mit einer ND behandelt wurden, eingeschlossen. Die Befunde der kontrastmittelverstärkten Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT), Sonografie und Positronen-Emissionstomografie-CT (PET-CT) wurden hinsichtlich persistierender, rezidivierender oder unauffälliger Lymphknotenstadien eingeteilt. Anschließend wurden diese Ergebnisse mit den histopathologischen Befunden der ND-Präparate verglichen. Aus diesen Analysen konnte für unterschiedliche Bildgebungen die Sensitivität, die Spezifität NPV (negativ prädiktiver Wert) bzw. PPV (positiv prädiktiver Wert) und die Gesamtgenauigkeit errechnet werden. Es sollten signifikante Überlegenheit der Bildgebungen ermittelt werden.
Ergebnisse:
152 ND-Präparate wurden histopathologisch auf Malignitätskriterien untersucht. Für die CT (n = 126) ergab sich eine Sensitivität von 96 %, eine Spezifität von 57,9 %, ein NPV von 95,6 %, ein PPV von 60 %. Durch Kombination mit der Sonografie (n = 107) und bei übereinstimmenden Befunden konnten respektive Ergebnisse von 97,7 %, 65,1 %, 97,6 % und 66,1 % erzielt werden. Die Sonografie allein (n = 151) erreichte 89,5 %, 64,9 %, 91 %, 60,7 %. Die Bildgebung anhand der MRT (n = 17) erreichte Werte von 75 %, 44,4 %, 66,7 % und 54,5 %. Die PET-CT allein (n = 15) erreichte eine Sensitivität von 75 %, eine Spezifität von 0 %, einen nicht bestimmbaren NPV und einen PPV von 21,4 %. Es gab keine signifikant überlegenen Bildgebungsmethoden
Schlussfolgerung:
Die Studie legt nahe, dass kontrastmittelverstärkte CT in Kombination mit ergänzender Sonografie eine adäquate Methode für das Re-Staging darstellt, insbesondere nach primärer R(C)T von Patienten mit HNSCC. Besonders hervorzuheben ist, dass bei konsistent negativen Befunden eine fortlaufende onkologische Nachsorge, die regelmäßige bildgebende Verfahren einschließt, vielversprechend erscheint. Interessant ist, dass kein signifikanter Unterschied zwischen Schnittbildgebungen im Vergleich zur Sonografie ausgemacht werden konnte.
Bei Patienten, die nach einer Optimierung der bildgebenden Verfahren und des Zeitpunkts ihrer Anwendung weiterhin Auffälligkeiten in der Lymphknotensituation aufzeigen, erscheint trotz der eingeschränkten Spezifität eine Salvage ND angezeigt