OPUS - Publikationenserver der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
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Kann Künstliche Intelligenz sozialarbeiterische Entscheidungsprozesse unterstützen?
Im Rahmen des Forschungsprojektes KAIMo wurde zusammen mit Fachkräften ein KI-System prototypisch entwickelt und getestet, um zu untersuchen, wie Künstliche Intelligenz künftig im Kinderschutz eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial dieser Technologie, wenn sie als Unterstützung und nicht als Ersatz der menschlichen Entscheidungsfindung bereitgestellt wird
True Cost Pricing: The Impact of Emotions on Price Perceptions
This research provides new insights into consumer reactions and acceptance of true cost price labels. It focuses on how design elements and cognitive and emotional responses impact perceived price fairness and purchase intent towards food prices that include externalities. These insights are crucial for policymakers, marketers, and businesses promoting sustainable consumption practices to communicate true cost prices effectively. The true cost accounting (TCA) method integrates external costs, such as environmental impacts, into the market price of food products. The four dimensions included in this study are greenhouse gas emissions, nitrogen derivatives, energy consumption, and biodiversity loss created by three food product categories. Findings show that TCA information on true cost price labels increases the perceived price fairness. Building on behavioral pricing literature, the study also compares label design variants of TCA information per externality in absolute (currency) versus relative (percentages) markup prices, finding that relative true cost price labels are easier for consumers to understand and lead to higher purchase intent. Using innovative UX research methods like facial coding and eye tracking, this research investigates the emotional drivers behind these choices, revealing that surprise and confusion mediate the relationship between true cost price labels and purchase intent. The counter-intuitive finding suggests that even subtle emotional cues can steer consumer intent
Standortbestimmung Radlogistik - Perspektiven & Kenntnisstand zum logistischen Einsatz von Lastenrädern
Die Publikation „Standortbestimmung | Radlogistik“ fußt auf den Ergebnissen des Logistik Barometer Bayern der Logistik Initiative Bayern. Auf gemeinsame Initiative mit dem RLVD e.V. wurde in der monatlichen Management- und Expertenbefragung der Transport- & Logistik-Branche im Freistaat Bayern nach Einschätzungen und Erwartungen zu Stand und Perspektiven des logistischen Einsatzes von Lastenrädern bzw. schweren
Cargo-Bikes gefragt. Das PedeListics-Team der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm hat den aktuellen Stand der wissenschaftlichen
Forschung zur besseren Einordnung der Umfrageergebnisse ergänzt. Die Ergebnisse bieten einen umfassenden Einblick in die Akzeptanz und Wissensstand des Lastenrad-Einsatzes in der bayerischen Transport- & Logistikbranche in Bayern
IT-Nutzung in der Kinder- und Jugendhilfe
Das Handbuch ist zu einem Standardwerk für Theorie und Praxis der Erziehungshilfe geworden und hat als Lehrbuch Eingang gefunden in Ausbildung und Studium für sozialpädagogische Berufe. Aktuell befinden sich die Erziehungshilfen im größten Wandel seit Beginn der 1990er-Jahre. Die 2. Auflage des Handbuchs greift daher aktuelle Entwicklungen auf, diskutiert die Konsequenzen für die Praxis der Erziehungshilfen und bezieht die Perspektive der Adressat*innen stärker mit ein.
Beiträge von über 100 namhaften Autor*innen aus der Erziehungshilfe stellen die ganze Bandbreite der erzieherischen Hilfen dar: Die Rechtsgrundlagen wurden um die aktuellen Änderungen des SGB VIII ergänzt, die komplette Bandbreite der Hilfeformen von den beratenden und ambulanten Hilfen bis hin zu den Wohnformen für Mutter, Vater und Kind wird dargestellt, die Akteure der Kinder- und Jugendhilfe mit öffentlichen und freien Trägern werden beschrieben und die (sozial-)pädagogischen Konzepte und Ansätze vorgestellt. Ein Ausblick in die Zukunft schließt die neue Auflage des Handbuchs ab
Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger unter den Bedingungen der COVID-19 Pandemie – Regionale Ergebnisse aus Nordrhein
Hintergrund: Personen mit opioidbezogenen Störungen gehören zur Risikogruppe für SARS-CoV-2 Infektionen und schwere Verläufe einer COVID-19 Erkrankung. Zu Beginn der Covid-19 Pandemie war unklar, ob und unter welchen Bedingungen die Substitutionsbehandlung für Menschen mit Opioidabhängigkeit aufrechterhalten werden kann. Es war unklar, ob es
durch psychische Dekompensation zu einer verstärkten Nachfrage nach
Substitutionstherapie kommen würde und inwieweit Patient*innen sich an die Hygienemaßnahmen halten.
Methode: Eine Online-Umfrage wurde bei im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein substituierenden Ärztinnen und Ärzte durchgeführt. Abgefragt wurde für das Jahr 2020 die Nachfrage nach Therapieplätzen, das
Ausmaß von Infektionen unter den Patient*innen und im Behandlungsteam, das Einhalten der Hygieneregeln durch die Patient*innen und der Einsatz von flexibleren Regeln zur Substitutionsbehandlung unter den Bedingungen der Pandemie.
Ergebnisse: N=48 substituierende Ärzt*inen mit 3339 Patient*innen nahmen teil. Es gaben 22,9% eine etwas oder deutlich erhöhte Nachfrage nach Behandlungsplätzen aufgrund der Pandemie an. Vermehrten Beikonsum während der Pandemie hatten 27,1% der Teilnehmenden in ihren Einrichtungen beobachtet, 14,6% eine Zunahme von stationären Aufnahmen wegen schwerwiegende Intoxikationen. Die ermöglichte Ausweitung der Zahl der Behandlungsplätze hatten 22,9% genutzt und 85,4% die erweiterten Take-Home Regelungen. Die erweiterte Take-Home-Verschreibung betraf 21% aller Patient*innen und verlief mehrheitlich ohne nachteilige Begleiterscheinungen. Dreiviertel der Befragten gaben an, dass sich die Substitutionspatienten*innen an die Hygienevorschriften gehalten hatten. SARS-CoV-2-Infektionen traten insgesamt selten auf und auch nur in etwas mehr als der Hälfte der Einrichtungen. Es trat kein Todesfall durch COVID-19 auf.
Schlussfolgerung: Die Substitutionsbehandlung konnte im ersten Jahr der
Pandemie stabil aufrechterhalten werden. Es kam weder zu einer deutlich
verstärkten Nachfrage nach Substitutionsplätzen noch zu massenhaften Infektionen unter den Patient*innen und dem Behandlungsteam. Nur eine Minderheit der Patient*innen erhielt eine pandemiebedingte Ausweitung der “take-home” Verschreibung
Pilotstudie Freiwilligenmanagement
„Verantwortliche für das Ehrenamt“ leisten in Kommunen, Vereinen, Initiativen und Verbänden in Deutschland einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Engagements. Allerdings ist über Aufgaben, Zugangswege, Qualifikationen sowie Chancen und Grenzen dieser Engagementbegleitung wenig bekannt. In bisherigen empirischen Analysen wurde die Situation dieser Funktionsträger:innen kaum beleuchtet. In der vorliegenden bundesweiten Situationsanalyse wurden diese Verantwortlichen erstmals in einer standardisierten Online-Erhebung zu zentralen Themenfeldern befragt. Im Zentrum der Analysen standen die Rahmenbedingungen für die Ausübung der Tätigkeit. Da es für das Tätigkeitsfeld bisher keine einheitliche Bezeichnung gibt, wurden die Adressat:innen in ihrer vermuteten Heterogenität angesprochen. Die Studie
ging davon aus, dass die Tätigkeit in allen Engagementfeldern grundsätzlich sowohl strategisch wie auch operativ durchgeführt werden und hauptberuflich wie ehren-amtlich ausgelegt sein kann. Die Pilotstudie liefert erste Antworten, was es heißt, sich in Freiwilligen-Koordination und Freiwilligen-Management um Engagement zu „kümmern“
Critical evaluation of SEVNP-method to measure fracture toughness of ceramic thin plates
The fracture toughness of ceramic substrates made of alumina, ZTA and silicon nitride was determined using the single edge V-notched plate method. In order to make a statement about the measurement precision, not only 5, as required by the standard, but 30 specimens per material type were tested. In addition, a much more practical and less error-prone holding and testing device for the ceramic plates was used, which is presented in the paper. For all materials, including the comparatively fine-grained ZTA, the material-typical KIc values could be determined. However, the range of variation of the measured values is comparatively high with coefficients of variance up to 7.8 %. It is shown that a standard-compliant test on Al2O3 substrates can exhibit a fluctuation range of 0.5 MPa m0.5 without the material showing any differences. It is important to be aware of this when using the method. Especially for quality assurance, where deviations in the range of a few tenths of MPa∙m0.5 are considered problematic, the method should therefore be regarded as critical. An increase in the number of specimens should be considered, as well as the inclusion of a statement on the precision of the measurement method in the standard
XR + Kommunikation
Es gibt zahlreiche überzeugende Anwendungsbeispiele für XR in der Kommunikation. In der Breite der Unternehmen wird im Marketing und in der Unternehmenskommunikation allerdings noch sehr wenig auf immersive Medien gesetzt. Ein Großteil der Mitarbeitenden in diesen Bereichen fühlt sich – im Gegensatz zu Social Media – über Trends und Einsatzmöglichkeiten noch zu schlecht informiert, hat eine Befragung im August 2022 ergeben. „Zu teuer“, „zu wenig ausgereift“ oder „passt nicht zu unserem Produkt/Dienstleistung/Branche“ gaben die meisten an. Dabei bieten sich durch Virtual, Mixed und Augmented Reality vollkommen neue Möglichkeiten, um Kunden ein emotionales und immersives Markenerlebnis zu ermöglichen, wie gelungene Beispiele aus Deutschland zeigen. Auch in der internen Kommunikation (zum Beispiel bei größeren Veränderungsprojekten) bietet es sich an, auf XR zu setzen und die eigenen Mitarbeiter in neue Arbeitswelten digital eintauchen zu lassen