OPUS - Publikationenserver der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
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Changing Conversations: The Rise of Gender and Sexuality Discourse on Reddit
Scientific disciplines, such as psychology and sexology, now understand sexuality and gender(-ness) as a spectrum with multiple manifestations across the lifespan (Coleman et al., 2022; Dawson-Squibb et al., 2023; Nieder & Strauß, 2018, 2021; Voß, 2021, 2023; World Medical Association [WMA], 2017). Sociopsychologically, it appears that changes are also occurring in the representation of sexuality and gender in the context of new media. However, the current research situation does not reflect these new perspectives on sexuality and gender
Laser-Direktfügen von Metallen und Polymeren unter Verwendung modulierter cw-Laserstrahlung – ein Strahlwerkzeug für zwei Prozesse
Laser direct joining of metals with polymers is based on two main processes: The surface structuring of the metallic joining part and the melting of the thermoplastic joining partner at the interface. Up to now, usually two different beam sources are applied for this purpose. Short pulsed laser radiation is typically applied for surface structuring
and continuous wave laser radiation for the transmission joining or heat conduction joining process. In a research project conducted by University of Technology Nuremberg in collaboration with Evosys Laser GmbH, a new approach was developed in which both sub-processes are carried out using a single continuous wave (cw) laser beam source. A very efficient structuring process was realized by using the fast power modulation capabilities of the laser.Das Laser-Direktfügen von Metallen mit Polymeren beruht auf zwei wesentlichen Teilprozessen: Der Oberflächenstrukturierung des metallischen Fügepartners und dem Aufschmelzen des thermoplastischen Fügepartners an der Grenzfläche. Bisher werden dafür meist zwei verschiedene Werkzeuge verwendet. Kurzgepulste Laserstrahlung für die Oberflächenstrukturierung und kontinuierliche Laserstrahlung für den Fügeprozess. In einem Forschungsvorhaben der Technischen Hochschule Nürnberg mit der Evosys Laser GmbH wurde ein neuer Ansatz entwickelt, bei dem beide Teilprozesse mit derselben cw-Laserstrahlquelle durchgeführt werden, wobei ein besonders effizienter Strukturierprozess durch eine schnelle Leistungsmodulation des Lasers realisiert wurde. (cw: continuous wave; deutsch: ununterbrochene Welle, Dauerstrichlaser
Lehre gemeinsam gestalten: ein Programm zur teambasierten Lehrentwicklung
Das Aufgreifen komplexer Problemstellungen in der Hochschullehre ist ein anspruchsvolles, zumeist interdisziplinär anzugehendes Unterfangen. Hierfür benötigt es einen geeigneten Rahmen, der die Konzeption und Weiterentwicklung einer solchen Lehre befördert. In dem Artikel wird das Programm Lehrlabor³ vorgestellt, das von September 2022 bis April 2023 erstmalig umgesetzt wurde. Erprobt wurde ein neuartiges disziplin- und hochschulübergreifendes Setting für Lehrentwicklungen, bei dem drei Akteursgruppen der Hochschullehre – Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeitende aus dem Bereich Hochschuldidaktik – intensiv zusammenarbeiten, um in einem gemeinsamen Lernprozess die Weiterentwicklung innovativer Lehr-Lernszenarien zu befördern. Mit der Vorstellung des Programms sollen Impulse und konkrete Umsetzungshinweise für neue Wege in der Lehrentwicklung gegeben werden, die den Fokus auf Partizipation, Interdisziplinarität und Vernetzung setzen.Addressing complex problems in higher education teaching is a challenging and ideally mostly interdisciplinary endeavor that requires a specific setting to promote pedagogical practices in higher education. The article presents a program that initially ran from September 2022 to April 2023. It tested a new kind of cross-disciplinary and cross-university setting for teaching development by bringing together students, faculty, and academic staff in a collaborative teaching project to create new scenarios. This article aims to provide impulses and recommendations for the implementation of new approaches to teaching development that focus on participation, interdisciplinarity, and networking
KI in der digitalen Beratung
Mit der Veröffentlichung von ChatGPT (vgl. Wu/He/Liu/Sun/Liu/Han/Yang 2023) ist die Leistungsfähigkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Blickwinkel der breiten Öffentlichkeit und damit auch der Sozialwirtschaft geraten. In der Sozialen Arbeit kann KI an vielen verschiedenen Stellen eingesetzt werden. Die Onlineberatung ist dabei der Bereich, der sich in Bezug auf den Einsatz von KI in der Arbeit am Klientel am meisten aufdrängt (vgl.Poltermann/Rudolph/Steigerwald/Lehmann 2024). Entsprechend umfangreich werden die Möglichkeiten und Grenzen in aktuellen Forschungsprojekten untersucht. Im vorliegenden Artikel erfolgt zunächst eine kurze theoretische Einführung in die psychosoziale Onlineberatung. Danach werden systematisch die verschiedenen Einsatzszenarien von KI anhand konkreter Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Ergebnisse dargestellt. Abschließend wird unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse diskutiert, wie weit vollständig KI-basierte Beratungsangebote entfernt sind
Mehr Prozesssicherheit beim Laserfügen von Kunststoffen
Hochleistungslaserschweißen temperaturempfindlicher Thermoplaste – was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht, erweist sich in der Praxis als nahezu ideale Kombination. Ein neues Schweißmodul erfasst mittels Hochgeschwindigkeitspyrometer die Bauteiltemperatur in Echtzeit, um ein Überhitzen der Materialien zu verhindern
Virtuelle Realität im Kontext von Delinquenz und Kriminalprävention
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Analyse des Einsatzes von virtueller Realität (VR) im Kontext von Delinquenz und Kriminalprävention auseinander. Es geht dabei um die Fragen, welche VR-Anwendungen in diesen Bereichen auf nationaler sowie internationaler Ebene existieren und welche empirischen Befunde zu Wirkungen zu ihnen vorliegen. Ziel dieser Arbeit ist, eine Übersicht über bereits realisierte Projekte zu erstellen, indem die aktuelle wissen-schaftliche Literatur und Evidenz zu VR-Anwendungen im Themenfeld geordnet werden. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Scoping Review (ScR) mit systematischer Literaturrecherche in den Datenbanken Web of Science Core Collection, PsychInfo und MEDLINE sowie eine rückwärts-gerichtete Zitationssuche in relevanten systematischen Übersichtsarbeiten durchgeführt. In einem mehrstufigen Selektionsprozess konnten entlang der formulierten Einschlusskriterien aus initial 2.027 Treffern 28 relevante Studien herausgefiltert werden. Als Inklusionskriterien fungieren die Beschreibung einer Intervention aus dem Bereich immersiver VR oder verwandter Gebiete (Augmented Reality und Augmented Virtuality) vermittelt über ein Head-Mounted Display (HMD), der Bezug auf Delinquenz und Kriminalprävention innerhalb der VR-Intervention, die Beschreibung von Ergebnissen zu Wirkungen der VR-Anwendungen sowie deutsche oder englische Sprache. Nach Datenextraktion und -analyse konnten zwölf Anwendungsfelder von VR identifiziert werden. Als zentrales Einsatzgebiet von VR zeigt sich die Förderung von Empathie und Prävention von Gewalt. Ähnlich stark vertreten ist VR im Feld der sozialen Kompetenztrainings für Aggression, der Einbruchsprävention sowie der Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Kriminalitätsopfern. Die restlichen Studien verteilen sich auf ein virtuelles Freigangstraining, ein Programm zur Stärkung der Zukunftsorientierung, die Prävention von sexualisierter Gewalt oder Bandenkriminalität, die Stressreduktion und Steigerung der Behandlungs-motivation mit VR, die Analyse der Auswirkungen von Haftumgebungen, ein virtuelles Bewerbungstraining sowie ein Alphabetisierungs- und Rechenkompetenzprogramm als Einsatzgebiete. Die erzielten Wirkungen der VR-Anwendungen sind dabei divers und überwiegend positiv. Exemplarisch lassen sich in der Arbeit an Empathie mit VR positive Effekte auf die Emotionserkennung, den Abbau von Verzerrungen in diesem Zusammenhang, die Identifikation mit potenziellen Opfern sowie die Steigerung von Wissen über häusliche Gewalt gegen Frauen beobachten. Aber auch die Behandlung einer PTBS bei Verbrechensopfern mit VR zeigt sich ebenso wirksam wie klassische therapeutische Verfahren und ist in der Lage, Symptome und klinische Niveaus der Erkrankung wirksam zu senken. Gleichwohl sind auch nachteilige Effekte wie negative Emotionen oder Simulatorübelkeit mit dem Einsatz von VR verbunden. Insgesamt stellt VR ein vielversprechendes Instrument dar, das sozialarbeiterische oder therapeutische Angebote im Themenfeld bereichern könnte. In Anbetracht methodischer Schwächen der Forschungsdesigns der inkludierten Studien, Limitationen des erstellten ScRs sowie Risiken, die mit Einsatz von VR verbunden sind, sind allerdings weitere Forschungsaktivitäten nötig. Hierbei sind der Nachweis der Generalisierbarkeit von VR-Ergebnissen, die Replikation von Befunden in größeren Stichproben, die Integration von Kontrollgruppen, die gezielte Untersuchung negativer Medienwirkungen von immersiver VR sowie die Einbindung weiterer Personen in den Reviewprozess zentrale nächste Schritte