OPUS - Publikationenserver der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
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Substanzkonsum, gesundheitliche Situation und psychosozialer Unterstützungsbedarf von Menschen in offenen Drogenszenen
Offene Drogenszenen stellen ein Risikoumfeld für drogenbedingte Schäden dar. Durch das Aufkommen von Crack hat sich die Situation in vielen Drogenszenen stark verändert und stellt die niedrigschwellige Suchthilfe vor große Herausforderungen. Ziel des „Open Drug Scene NRW-Surveys“ war es, die Lebensumstände, Konsummuster und den psychosozialen Unterstützungsbedarf von Menschen in offenen Drogenszenen in vier Städten in Nordrhein-Westfalen zu analysieren.In einer multizentrischen Querschnittserhebung wurden 525 Personen in Köln, Düsseldorf, Essen und Münster befragt. Die Datenerhebung erfolgte über Fragebögen in niedrigschwelligen Einrichtungen der Suchthilfe und im öffentlichen Raum. Erfasst wurden soziodemographische Daten, Substanzkonsum,
gesundheitliche Situation und Nutzung des Hilfesystems. Die Auswertung
erfolgte deskriptiv und mittels Chi-Quadrat-Tests. Die Befragten waren im Durchschnitt 44 Jahre alt, 76,4% waren männlich. Crack war mit 55,8% die am häufigsten konsumierte Substanz, gefolgt von Heroin (36,2%). Mit 64,0% war ein Großteil der der Teilnehmenden wohnungslos und 44,6% berichteten von mindestens einer drogenbedingten Überdosierung. In Substitutionstherapie befanden sich 57,9% der Befragten. Die Nutzung von Hilfsangeboten variierte zwischen den Städten. Der Anstieg des Crackkonsums und die hohe Wohnungs- und Obdachlosenrate erfordern gezielte, interdisziplinäre Maßnahmen. Lokale Unterschiede verdeutlichen den Bedarf an regional abgestimmten Hilfsangeboten und Drogenszeneerhebungen
UX/UI Sound: Calculate & Scan 3
Der Sound wurde für die Bachelorarbeit "Analyse und Gestaltung von UX/UI-Sounds in Agentenfilmen (2006 - 2012)" erstell
Active vibration control of rotating machines with current-controlled electrodynamic actuators between machine feet and steel frame foundation using vibration mode coupling by asymmetry - a theoretical analysis
In the paper a simplified 3D-model of a rotating machine is presented where current-controlled electrodynamic actuators are mounted between machine feet and an elastic steel frame foundation and where the vertical machine feet vibrations are fed back to separate controllers for active vibration control. It could be shown, that if an asymmetrical system is chosen - where one actuator has a different stiffness in the horizontal plane - all rigid body modes are more coupled and can now be influenced by the control system. With this concept critical speeds can be avoided in the operation speed range, independent of the foundation properties
Venema, Niklas: Das Volontariat. Eine Geschichte des Journalismus als Auseinandersetzung um seine Ausbildung (1870-1990).
Niklas Venema hat mit seiner gedruckten Dissertation ein wahrhaft gewichtiges Werk vorgelegt. Mit der Aufarbeitung der JournalistenInnenausbildung anhand des Volontariats leistet er auf knapp 400 Seiten nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit Großartiges, sondern liefert für Gegenwart und Zukunft viel Erklärungspotenzial dafür, weshalb die ZeitungsverlegerInnen bis heute beharrlich an dem tradierten Modell festhalten. Das „praktische Anlernen in der Redaktion“ ist bis heute nicht abgelöst worden von anderen Wegen – im Gegenteil: Ein Hochschulstudium (der Journalistik oder eines anderen Faches) gilt noch immer nur als Ergänzung, nicht als Ersatz. Eine Ausnahme gab es in der DDR, aber hier galt schließlich, staats- und parteikonforme PatriotInnen für Propaganda und Agitation zu schulen. Bemerkenswerterweise war das auch die Motivation für VerlegerInnen von Partei- und parteinahen Zeitungen im deutschen Kaiserreich (ab 1870), die Ausbildung in der Redaktion verpflichtend einzuführen
Berufliche Stressoren und Ressourcen von Genesungsbegleiter*innen/Peerberater*innen in der Sozialpsychiatrie
Ziel der Studie: Erfasst wurden berufliche Stressoren und Ressourcen
von Peer Berater*innen (PB) und als wie belastend bzw.
entlastend sie diese empfinden.
Methode: Fragebogengestützte Umfrage.
Ergebnisse: 175 PB wurden in die Datenanalyse einbezogen
und nannten Stressoren und Ressourcen in ihrem beruflichen
Alltag. Psychologische Sicherheit und Autonomie werden als
am häufigsten vorkommende Ressourcen berichtet, Rollenklarheit
am seltensten. Autonomie wird als relativ wenig entlastend
eingestuft, sie kann in Zusammenhang mit Rollenunklarheit
auch überfordern. Zwar fühlen sich PB selten durch das Team
stigmatisiert, wenn dies jedoch der Fall ist, erleben sie die Stigmatisierung
als sehr belastend. Relevante Stressoren waren
Unsicherheit in Entscheidungen, Probleme der Teamkultur
oder als inadäquat empfundene Rollenerfüllung durch das
Team.
Schlussfolgerungen: Obwohl relevante Ressourcen vorhanden
sind, ist zu konstatieren, dass Unklarheiten in den Arbeitsprozessen
und den Rollen aller Beteiligten bedeutsame Belastungen sind
Mission Fremdverstehen: Wie Studierende eine forschende Haltung entwickeln können
Vor dem Hintergrund einer Beförderung der Demokratisierung, Co-Produktion und Bedarfsorientierung sozialer Dienstleistungen, einer Kritik an auf Paternalismus und Expertokratie beruhenden sozialarbeiterischen Praktiken, sowie einer Zunahme von komplexer werdenden Lebens- und Problemlagen von Klient*innen, werden in der Sozialen Arbeit Rufe nach einem adressat*innenorientierten Fallverstehen lauter, nicht zuletzt um die Autonomie und Handlungsfähigkeit der Adressat*innen hervorzurufen. Wenn diese Forderungen ernst genommen werden, stellt sich die Frage, wie Studierende der Sozialen Arbeit bereits im Studium lernen können, die Perspektive der Adressat*innen und deren Relevanzsetzungen nachzuvollziehen und in ihrer späteren beruflichen Praxis zu berücksichtigen
Reflow soldering for low-cost electronics using near-infrared LEDs
Despite advances in soldering technology, the soldering of flexible, low-cost substrates such as polyethylene terephthalate (PET) remains a significant challenge, even when using low-temperature solders. This paper presents a novel approach to energy transfer that takes advantage of the varying absorption levels of materials in the near-infrared (NIR) spectrum to achieve selective heating of electronic assemblies. By combining the different absorption behaviours of bare PET and copper-clad PET with an irradiation concept that includes the use of NIR LEDs, it is possible to achieve a highly controlled and locally limited heating of the assemblies. An experimental soldering setup was utilised to identify the parameters that influence the process. The solder joints of the chip resistor components exhibited comparable microstructure and mechanical strength to those soldered by a convective method. The preliminary reliability tests demonstrated that the NIR soldering process produces high-quality solder joints. Further studies will address the remaining issues, such as solder beading and the soldering of more complex components and assemblies
Konzeption eines Herstellungsverfahrens für Stülpmembranspeicher mit etablierten Techniken
In dieser Arbeit wird ein Konzept zur Herstellung eines Stülpmembranspeichers unter Verwendung etablierter Bautechniken entwickelt. Ein Stülpmembranspeicher ist ein unterirdischer, thermisch aktivierter Lageenergiespeicher, bei dem ein Bodenmassekolben durch Wasser hydraulisch angehoben wird. Dabei wird Wärme in der thermischen Speicherkapazität des Wassers und potenzielle Energie in der Höhenlage des Bodenmassekolbens gespeichert. Diese potenzielle Energie kann wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. Die Herstellung des Bodenmassekolbens erfolgt unterirdisch und besteht aus zwei zentralen Schritten:
1. Horizontalen Freilegung des Kolbens
2. Erstellung des Ringspalts.
Die Freilegung wird mittels klassischer bergbaulicher Techniken wie Tunnelsystemen, Injektionen, Stahlstützen und Seilsägen realisiert. Der Ringspalt wird durch einen äußeren Schlitzwandring und den Aushub bis zur temporären Standfestigkeit des Gesteins hergestellt. Der Zylinder und die Kolbenwand werden mit vorgebogenen Stahlblechen verkleidet und anschließend mit Beton hinterfüllt.
Der oberirdische Teil des Speichers besteht aus einem Stahltank, der einem Fernwärmespeicher ähnelt und für die zusätzliche Belastung durch die Kolbenauflast ausgelegt ist.
Das erarbeitete Konzept zeigt, wie ein Stülpmembranspeicher hergestellt werden kann. Wirtschaftliche Aspekte wurden nicht untersucht. Im nächsten Schritt sollten die Materialmengen eines vollständig ausgebauten Stülpmembranspeichers ermittelt werden, um ihn mit anderen Energiespeichersystemen in Bezug auf Speicherkapazität, Wirkungsgrad, Materialverbrauch, Lebensdauer und CO2 - Ausstoß zu vergleichen. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, dass der Stülpmembranspeicher sowohl thermische als auch potenzielle Energie speichern kann. Daher sollten die Vergleiche mit Speichersystemen erfolgen, die ebenfalls Energien für Strom- und Wärmenetz speichern können. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung kann eine erfolgreiche und ökologische Energietransformation gelingen.This thesis develops a concept for the production of a thermal pumped piston storage (TPPS) using pre-existing construction techniques. A TPPS is an underground, thermally activated potential energy storage system in which a soil mass piston is raised by water. Heat is stored in the thermal storage capacity of the water and potential energy is stored in the height of the soil mass piston. This potential energy can then be converted back into electrical energy. The production of the soil mass piston consists of two central elements:
1. horizontal exposure
2. annular gap.
The exposure is carved out using classic mining techniques such as tunnel systems, injections, steel supports, and wire saws. The annular gap is created using an outer diaphragm wall ring before excavating the area until the maximum depth of temporary rock stability. The cylinder and the piston wall are then clad with pre-bent steel sheets and backfilled with concrete.
The external structure of the TPPS consists of a steel tank that resembles a district heating storage tank and is designed for the additional load caused by the piston load.
This thesis illustrates how a TPPS can be constructed. The analysis does not include economic factors. For the next step, the material quantities of a fully developed TPPS should be determined in order to compare it with other energy storage systems regarding storage capacity, efficiency, material consumption, service life, and CO2 emissions. Special consideration must be given to the fact that a TPPS can store both thermal and potential energy. Comparisons should therefore be made with storage systems that can also store energy for electricity and heating networks. A successful and ecological energy transformation can only be achieved by holistically considering all possible factors i.e., technological, social, environmental, political, and economical