Greifswald University Hospital

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    Chirurgische Therapie von Knorpelläsionen des Kniegelenkes: Wird gemäß den gültigen Empfehlungen therapiert? – Auswertung aus dem Deutschen KnorpelRegister (DGOU)

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    Begrenzte Knorpelschäden sind ein häufiger Befund im Rahmen von Arthroskopien des Kniegelenkes. Neben Gelenkschmerzen und Funktionsverlust sind diese mit erhöhter Inzidenz einer Gonarthrose vergesellschaftet. Es stehen eine Reihe von Therapieansätzen für Knorpelschäden des Kniegelenkes zur Verfügung. Neben oraler Medikation mit Chondroitin oder Vitamin D, sind dies Analgetika und intraartikuläre Injektionen mit Hyaluronsäure oder platelet-rich Plasma (PRP). Weiterhin stehen verschiedene operative Verfahren zur chirurgischen Therapie von begrenzten Knorpelschäden des Kniegelenkes zur Verfügung. Die Indikationsstellung und Wahl des Verfahrens wird vor dem Hintergrund der aktuellen Evidenz regelmäßig in Handlungsempfehlungen der Fachgesellschaften zusammengefasst. Zunächst wurde die Indikation zu knorpelregenerativen Verfahren auf begrenzte traumatische Knorpeldefekte bei jungen Patienten eingeschränkt, in den vergangenen Jahren zeigt sich jedoch ein Trend zur Ausweitung der Indikation. Die Handlungsempfehlungen zur Wahl des geeigneten Therapieverfahrens orientieren sich an der Größe des Defektes. Für kleinere Defekte sind in erster Linie knochenmarkstimulierende Verfahren wie Mikro- oder Nanofrakturierungen vorgesehen, die um den Einsatz einer Kollagenmembran zur temporären Fixierung der eingewanderten Zellen aus dem Knochenmark erweitert werden können. Für größere Knorpeldefekte wird die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) empfohlen. Die ACT ist das am besten wissenschaftlich untersuchte Verfahren. Weitere chirurgische, knorpelregenerative Therapiemethoden sind das Débridement, die Thermochondroplastik (TCP) und die osteochondrale Transplantation (OCT). Im Deutschen KnorpelRegister werden seit dem Jahr 2013 chirurgische Knorpeltherapieverfahren gemonitort. Die vorliegende Arbeit ist eine Auswertung zur Indikationsstellung und Auswahl des geeigneten Therapieverfahrens in Abhängigkeit von patientenspezifischen und verletzungsspezifischen Faktoren. Bezüglich der Indikationsstellung zeigte sich, dass das Durchschnittsalter behandelter Patienten bei 37 Jahren lag und ein Viertel der behandelten Patienten älter als 47 Jahre war. Bei 60 % der behandelten Patienten wurde Übergewicht festgestellt, bei einem Drittel der Übergewichtigen lag ein starkes Übergewicht mit einem BMI über 30 kg/m² vor. Der Großteil der behandelten Knorpelschäden war degenerativer Genese (54,7 %), im Vergleich dazu lagen seltener traumatische Knorpelschäden (21,4 %) vor. Während in 59,0 % der Behandlungen der korrespondierende Knorpel intakt war, wurde in 31,9 % der Fälle eine Schädigung Grad I oder II nach ICRS und in 6,6 % der Fälle eine höhergradige Knorpelschädigung toleriert. Intakte Menisken lagen in 53,8 % der Fälle vor, in 17,9 % der Fälle lag eine Teilresektion von weniger als einem Drittel und in 7,6 % von mehr als einem Drittel der Meniskussubstanz vor. Die Auswertung bezüglich der Wahl des geeigneten Therapieverfahrens ergab, dass das am häufigsten registrierte Verfahren im Deutschen KnorpelRegister die ACT war (52,4 %). Weitere registrierte Verfahren waren BMS (18,4 %), ACT mit Spongiosaplastik (10,0 %), Matrix-BMS (8,3 %), Débridement (4,7 %), TCP (4,2 %) und OCT (2,0 %). Bezüglich der Wahl des geeigneten Verfahrens zeigte sich, dass prinzipiell die ACT bei größeren- (Mittelwert ± Standardabweichung: 4,4 ± 2,3 cm²) und die BMS-Verfahren bei kleineren (2,1 ± 2,0 cm²) Knorpeldefekten eingesetzt wurden, jedoch gab es eine große Varianz. Innerhalb des Mittelwertes ± der zweifachen Standardabweichung für BMS-Verfahren lagen Defekte von 0,25 bis 7,5 cm², gleichzeitig wurde bei 21,2 % der Defekte mit einer Größe von weniger als 2,0 cm² entgegen der Handlungsempfehlung eine ACT durchgeführt. Unabhängige Variablen, die zum Einsatz einer ACT bei kleinen Knorpeldefekten führten, waren Voroperationen und Defekte an Patella oder Trochlea. Unabhängige Faktoren, die bei kleinen Defekten den Einsatz eines BMS-Verfahrens begünstigten, waren höheres Patientenalter, korrespondierende Knorpelschäden und bestimmte Begleitoperationen wie Bandplastiken, Meniskustherapien und Osteotomien. Für ältere Patienten fiel eine veränderte Verteilung der häufig angewendeten Therapieverfahren auf. Während die ACT bei Patienten über 47 Jahren deutlich seltener eingesetzt wurde, wurden BMS-Verfahren, Débridement und TCP vor allem in dieser Altersgruppe eingesetzt. Im Unterschied zu den ersten Handlungsempfehlungen zum Einsatz von chirurgischen, knorpelregenerativen Eingriffen zeigte diese aktuelle Analyse, dass die Indikation auf degenerative Defekte ausgeweitet wurde. Übergewicht stellt ebenso wie höheres Alter keine Kontraindikation für einen knorpelregenerativen Eingriff dar. Während leichtgradige korrespondierende Knorpelschäden und partieller Meniskusverlust toleriert werden, stellen auch Kissing-Lesions und subtotaler Meniskusverlust keine strikte Kontraindikation für eine operative Therapie des Knorpels dar. Es fällt jedoch auf, dass fortschreitende degenerative Veränderungen des Gelenkes den Einsatz von BMS-Verfahren wahrscheinlicher, und den Einsatz einer ACT weniger wahrscheinlich machen. Ebenso werden ältere Patienten häufiger mit, gemäß der aktuellen Literatur, im Vergleich weniger potenten, aber günstigeren Methoden wie BMS, Débridement oder TCP behandelt als jüngere Patienten, welche verhältnismäßig häufiger eine ACT erhalten. Bezüglich der Wahl des geeigneten Therapieverfahrens für einen Knorpeldefekt ist die Indikationsgrenze für eine ACT zuletzt auf 2 cm² reduziert worden. Durch die vorliegende Analyse der Daten aus dem Deutschen KnorpelRegister konnte gezeigt werden, dass die ACT regelmäßig auch bei Defekten unter 2,0 cm² angewendet wurde. Es entsteht der Eindruck, dass BMS-Verfahren häufig im Rahmen von bereits geschädigten Gelenken und bei älteren Patienten eingesetzt wurden, und eine ACT bei diesen Patienten zurückhaltend eingesetzt wurde. In Zukunft muss geprüft werden, ob die Zurückhaltung bei der Indikation zur ACT bei älteren Patienten und degenerativen Veränderungen gerechtfertigt ist, ob die Matrix-BMS auch im klinischen Alltag eine Alternative zur ACT bei mittelgroßen Knorpelschäden wird, ob das Tolerieren von Übergewicht bei der Indikationsstellung gerechtfertigt ist, ob weitere Kriterien neben der Defektgröße die Wahl des Therapieverfahrens beeinflussen sollten und welche Rolle die zuletzt vermehrt eingesetzte Minced-Cartilage Implantation in Zukunft spielen wird

    Analyse der Reanimationsqualität von Laienhelfenden und Community-First-Respondern: Umsetzung der Telefonreanimation und Anwendung eines von Drohnen bereitgestellten AEDs

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    Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können Leitstellendisponenten mit Hilfe eines Telefonreanimationsprotokolls medizinische Laien in Wiederbelebungsmaßnahmen anleiten. Durch die Anwendung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) durch hinzukommende qualifizierte Ersthelfer (Community-First-Responder) kann die Überlebenswahrscheinlichkeit weiter gesteigert werden. Im Rahmen des Pilotprojektes MVLIFEDRONE wurde die Umsetzung eines Telefonreanimationsprotokolls, sowie die Reanimationsqualität und AED-Anwendung von Laienhelfenden und Community-First-Respondern in 48 Simulationsszenarien untersucht. Die Datenanalyse basierte auf Videoaufzeichnungen der Simulationen und Daten des Reanimationssimulators. Die Forschungshypothese, dass bei dem aktuell in der Untersuchungsregion angewendeten Telefonreanimationsprotokolls Teilschritte in der Umsetzung durch die Laienhelfende nicht korrekt erfolgen, konnte nachgewiesen werden. Nur 64% der Laienhelfenden führten eine suffiziente Atemkontrolle durch. Bei Verwendung einer konkretisierten Atemkontrollanweisung mit Handlungsbeschreibung führten signifikant mehr Laienhelfende (92%) eine leitlinienkonforme Atemkontrolle durch, p <0,05. Verglichen zu Laienhelfenden (99 bpm), führten Community-First-Responder die Reanimation mit einer leitlinienkonformen Frequenz (109 bpm) und korrekter Handposition durch, wobei das Erreichen der Kompressionstiefe für beide Gruppen keine Herausforderung darstellte. Lautes Mitzählen der Laienhelfenden kann die Frequenz der Thoraxkompressionen verbessern. Eine Aufforderung zur Nutzung dieser Methode im Protokoll wird empfohlen. Andere Aufforderungen, wie Bewusstseinskontrolle, Entkleidung oder die Aktivierung der Freisprechfunktion, wurden von fast 100% der Laienhelfenden suffizient umgesetzt. Damit zeigen sich diese Formulierungen als verständlich und gut umsetzbar. Die vollständige Entlastung des Thoraxes wurde von beiden Helfergruppen unzureichend durchgeführt und sollte in der Ausbildung der Community-First-Responder explizit behandelt werden. In der AED-Anwendung fand sich kein signifikanter qualitativer Unterschied zwischen den Helfergruppen, wenngleich die Community-First-Responder im Mittel 20 Sekunden schneller waren. Die Hypothese der höheren Reanimationsqualität und schnelleren AED-Anwendung der Community-First-Respondern konnte bestätigt werden. Abschließend lässt sich feststellen, dass jedes Telefonreanimationsprotokoll auf seine Umsetzbarkeit und Qualität evaluiert werden sollte

    Aktuelle Praxis der Stressulkusprophylaxe bei Patienten auf chirurgischen Normalstationen in Mecklenburg-Vorpommern

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    Zusammenfassung Die Verordnung einer Stressulkusprophylaxe im Rahmen stationärer Aufenthalte ist im medizinischen Alltag weit verbreitet. Die Verschreibungspraxis einer SUP wurde bisher vor allem im Bereich der Intensivmedizin und der Inneren Medizin untersucht [33, 40, 42, 45, 46]. Allerdings konnte gezeigt werden, dass eine stressulkusbedingte gastrointestinale Blutung unter stationären Bedingungen ein sehr seltenes Ereignis darstellt [12,17]. Im Bereich chirurgischer, nicht kritisch erkrankter Patienten gibt es bislang nur wenige Studien zur aktuellen Praxis der Verschreibung einer SUP [16, 46]. Um die aktuelle Verschreibungspraxis einer SUP in einem chirurgischen Patientenkollektiv beschreiben und bezüglich des Vorliegens einer Indikation nach aktuellen Leitlinien charakterisieren zu können, wurden retrospektiv von Januar bis Juni 2016 Patientendaten an der Universitätsmedizin Greifswald erhoben und ausgewertet [49]. Des Weiteren erfolgte eine Untersuchung der landesweiten Verschreibungspraxis einer SUP auf der Basis einer Befragung der Abteilungsleiter und Mitarbeiter chirurgischer Abteilungen der Akutkliniken in Mecklenburg-Vorpommern [50]. Die Auswertung der retrospektiv erhobenen Patientendaten zeigte eindeutig, dass im weit überwiegenden Anteil der Patienten mit neu verordneter SUP keine Risikofaktoren für die Ausbildung von Stressulzera und stressulkusbedingten Blutungen vorlagen [49]. In 85.7-99.6 % der Patienten mit SUP konnte die Indikation für die Gabe nicht nachvollzogen werden [49]. Die Befragung chirurgisch tätiger Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern zeigte, dass die Verschreibung der SUP nur in einer Minderzahl der Kliniken durch eine SOP geregelt war [50]. In den Kliniken mit vorhandener SUP war deren Inhalt nur einer Minderheit der klinisch tätigen Ärzte inhaltlich bekannt [50]. Eine kritische Reevaluation der Indikation einer SUP erfolgte nicht regelhaft bei Verlegung von Intensiv- auf die Normalstation oder bei Entlassung [50]. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass bei chirurgischen Patienten auch heute noch eine massive Überverschreibung einer medikamentösen Stressulkusprophylaxe zur medizinischen Routine gehört [49, 50]. Dabei scheint von den behandelnden Ärzten das Risiko eines Auftretens stressulkusbedingter Blutungen massiv überschätzt beziehungsweise den Patientengruppen nicht regelrecht zugeordnet werden zu können [49, 50]. Angesichts der Tatsache, dass den zur SUP verwendeten Medikamente eine zunehmend größere Zahl unerwünschter Nebenwirkungen (bakterielle Gastroenteritis, akute interstitielle Nephritis, Vitamin-B12-Mangel, ein erhöhtes Risiko für eine Covid-19-Infektion, ambulant und nosokomial erworbene Pneumonien, Demenzerkrankungen, Osteoporose sowie Elektrolytstörungen) zugeordnet werden kann, sollte die Verschreibung der SUP nach einem festen Indikationsschemas erfolgen und im Laufe des stationären Aufenthaltes wiederholt kritisch hinterfragt werden [23-27]. Die Entwicklung einheitlicher Empfehlungen und Richtlinien zur Handhabung von SUP und die Sensibilisierung chirurgisch tätiger Ärzte im Rahmen von Fort- und Weiterbildungen erscheint somit, angesichts der erarbeiteten Daten, dringend notwendig zu sein

    Charakterisierung der Enzyme für die Teichonsäureverankerung an der bakteriellen Zellwand und deren Einfluss auf die Pathophysiologie von Streptococcus pneumoniae

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    Teichonsäuren gehören zu den abundantesten Zellwandpolymeren Gram-positiver Bakterien. Sie werden entweder am Peptidoglykan verankert und bilden Wandteichonsäuren, oder sie werden über ein Glykolipid in der Zellmembran verankert und bilden so die Lipoteichonsäuren. Anders als in anderen Gram-positiven Organismen ist die Biosynthese und die chemische Struktur von Wandteichonsäuren und Lipoteichonsäuren in S. pneumoniae identisch. Lediglich der Transfer der Teichonsäurekette auf das Peptidoglykan beziehungsweise den Glykolipidanker unterscheidet die beiden Glykopolymere voneinander. In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss der LCP-Proteine von S. pneumoniae auf die Physiologie und Pathophysiologie der Pneumokokken untersucht. Mittels Durchflusszytometrie, Feldemissions-Rasterelektronenmikroskopie und Transmissions-Elektronenmikroskopie konnte gezeigt werden, dass die Proteinfamilie einen Einfluss auf die Menge des Kapselgehaltes hat, der von S. pneumoniae produziert und verankert werden kann. Weiterhin konnten verschiedene leichte morphologische Veränderungen der unterschiedlichen Mutanten nachgewiesen werden, sowie ein eingeschränktes Wachstum im Komplex- und Minimalmedium für einige der untersuchten lcp-Mutanten. In den in vivo Infektionsversuchen konnten für die unterschiedlichen Mutanten nur geringe Unterschiede beobachtet werden. Die Untersuchungen des Phosphorylcholingehaltes, mit welchen die Teichonsäuren von S. pneumoniae dekoriert sind, sowie das eingeschränkte Wachstumsverhalten, die erhöhte Anfälligkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika und oxidativem Stress sowie die Ergebnisse der in vivo Experimente lassen vermuten, dass LytR und Psr an der Verankerung der Wandteichonsäuren beteiligt sind. Für eine abschließende Klärung sind jedoch weitere Studien notwendig. Im zweiten Teil dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass der Verlust der Lipoteichonsäuren zu einer gravierenden Veränderung der Membranzusammensetzung führt. Eine erhöhte Abundanz von Lipoproteinen in der Zellmembran konnte mittels Durchflusszytometrie beobachtet werden, was zu einem Verlust der Membranfluidität führte. Dieser Effekt ist abhängig vom untersuchten Serotypen und beeinflusst die die bakterielle Resistenz gegenüber oxidativem Stress sowie antimikrobiellen Peptiden. Weiterhin konnte für Stämme ohne Lipoteichonsäuren eine eingeschränkte Adhäsion an Epithelzellen des Nasopharynx gezeigt werden. Die beobachteten Veränderungen führen dazu, dass die Lipoteichonsäure-defizienten Stämme eine Attenuierung im Infektionsmodell von Galleria mellonella Larven aufweisen und eine verminderte Fähigkeit zur Kolonisierung der murinen Nasopharynx gezeigt werden konnte.Teichoic acids are among the most abundant cell wall polymers of Gram-positive bacteria. They are either anchored to the peptidoglycan and form wall teichoic acids, or they are anchored in the cell membrane via a glycolipid and thus form lipoteichoic acids. Unlike in other Gram-positive organisms, the biosynthesis and chemical structure of wall teichoic acids and lipoteichoic acids in S. pneumoniae is identical. Only the transfer of the teichoic acid chain to the peptidoglycan or the glycolipid anchor distinguishes the two glycopolymers from each other. In the present study, the influence of the LCP-proteins of S. pneumoniae on the physiology and pathophysiology of pneumococci was investigated. Using flow cytometry, field emission scanning electron microscopy and transmission electron microscopy, it was shown that the protein family has an influence on the amount of capsule content that can be produced and anchored by S. pneumoniae. Furthermore, various slight morphological changes of the different mutants could be detected, as well as restricted growth in complex and minimal medium for some of the lcp-mutants investigated. In the in vivo infection experiments, only minor differences were observed for the different mutants. The investigations of the phosphorylcholine content, with which the teichoic acids of S. pneumoniae are decorated, as well as the restricted growth behaviour, the increased susceptibility to various antibiotics and oxidative stress and the results of the in vivo experiments suggest that LytR and Psr are involved in the anchoring of the wall teichoic acids. However, further studies are necessary for a final clarification. In the second part of this work, it was shown that the loss of lipoteichoic acids leads to a serious change in membrane composition. An increased abundance of lipoproteins in the cell membrane was observed by flow cytometry, which led to a loss of membrane fluidity. This effect is dependent on the serotypes investigated and influences bacterial resistance to oxidative stress and antimicrobial peptides. Furthermore, limited adhesion to epithelial cells of the nasopharynx was demonstrated for strains without lipoteichoic acids. The observed changes lead to an attenuation of the lipoteichoic acid-deficient strains in the infection model of Galleria mellonella larvae and a reduced ability to colonise the murine nasopharynx

    Explaining the green volcanic sunsets after the 1883 eruption of Krakatoa

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    Volcanic sunsets are usually associated with extended and enhanced reddish colours typically complemented by purple colours at higher elevations. However, many eyewitnesses reported remarkably clear and distinct green twilight colours after the eruption of Krakatoa (Sunda Strait, Indonesia) in 1883. To the best of our knowledge, no earlier studies exist providing an explanation for this unusual phenomenon. In the current work, we employ simulations with the SCIATRAN radiative transfer model to investigate the processes leading to green volcanic sunsets. Green sunsets can be simulated based on plausible assumptions by anomalous scattering on stratospheric sulfate aerosols. We investigate the sensitivity of the twilight colours to relevant parameters such as aerosol optical depth (AOD), the parameters of the particle size distribution (PSD), and the amount of ozone. The main requirements for the occurrence of green twilights are a sufficiently large aerosol optical depth combined with particle radii of about 500–700 nm (assuming stratospheric sulfate aerosols) and a preferably narrow aerosol particle size distribution. The occurrence of green twilights after historic eruptions provides important constraints on the particle size of volcanic aerosols

    Vergleich der Temperaturentwicklung bei der Dekompression spinaler Stenosen unter Verwendung von High-Speed-Diamantfräse und Ultraschallknochenmesser

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    Objective: The main objective of the present prospective, randomized, single-blinded controlled study was to measure heat during bony decompression of lumbar spinal stenosis with high-speed drills and an ultrasonic bone-cutting knife. Methods: Ninety patients diagnosed with lumbar spinal stenosis were included in this study and randomized for lumbar spinal canal decompression using either a high-speed drill with automatic irrigation, high-speed drill with manual irrigation, or an ultrasonic bone-cutting knife with automatic irrigation (USBCD). For evaluation of group homogeneity, a visual analog scale pain score and neurologic findings were measured preoperatively and postoperatively. Temperatures during bony decompression were measured using a forward-looking infrared camera system. Results: Clinical results among the 3 groups did not differ in pain reduction, improvement of neurologic findings, or the rate of complications. However, significantly lower values were found for absolute and mean maximal temperatures during bony decompression in the USBCD group compared with the groups of patients who received the high-speed drill with automatic irrigation and the high-speed drill with manual irrigation, indicating this technique to be less aggressive in terms of thermal induction of bone necrosis. USBCD allows more precise bone removal compared with high-speed drills, and despite increased device time, no significant difference in the overall decompression time was observed. Conclusions: All methods examined produced short temperature peaks with possible, at least temporary, damage to bone and neural tissue. Automatic irrigation was associated with lower heat development compared with manual irrigation. Despite evidence of critical temperatures, no clinical correlation (e.g., neurologic deficits) was encountered in this study. Clinically, all 3 methods presented equally good results

    Verlauf der Sehne des Musculus flexor pollicis longus im Handbereich und die Beweglichkeit des Daumens

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    Background: Injuries to the flexor pollicis longus (FPL) tendon can pose a surgical challenge due to the lack of detailed studies describing its course. To date, only one study by Lans et al. in 2019 describes the path of the FPL tendon in the metacarpal region. This study aims to provide a detailed description of the FPL tendon path to facilitate surgical access. Additionally, it seeks to establish reference values for thumb strength and mobility in the population of Western Pomerania, Germany. Methods: In 535 magnetic resonance imaging scans of the hand, the angle between the first metacarpal bone (MC1) and the FPL tendon was measured in the coronal and sagittal planes. Furthermore, 417 participants underwent clinical assessment. Results: In the coronal plane, two different paths of the FPL tendon were identified: one with an angle of 5.5° and another running parallel to the MC1. In the sagittal plane, a consistent path with an angle of 10° was observed. The obtained reference values were differentiated by gender and pain reports. No significant correlations were found between the different tendon paths and thumb mobility, strength, or pain reports. Conclusion: The FPL tendon runs almost centrally palmar to the MC1, approaching it from proximal to distal at an angle of 10°. These findings can improve surgical approaches to the FPL tendon and contribute to the establishment of reference values for clinical assessmentsHintergrund: Verletzungen der Sehne des Musculus flexor pollicis longus (FPL) können eine chirurgische Herausforderung darstellen, da es an detaillierten Studien zu ihrem Verlauf mangelt. Bisher liegt lediglich eine Studie von Lans et al. aus dem Jahr 2019 vor, die den Verlauf der FPL-Sehne im Mittelhandbereich beschreibt. Diese Studie hat das Ziel, den Verlauf der FPL-Sehne detailliert darzustellen, um den operativen Zugang zu erleichtern. Darüber hinaus sollen Referenzwerte für die Kraft und Beweglichkeit des Daumens in der Bevölkerung Vorpommerns, Deutschland, ermittelt werden. Methoden: In 535 Magnetresonanztomographie-Aufnahmen der Hand wurde der Winkel zwischen dem ersten Mittelhandknochen (MC1) und der FPL-Sehne in koronaler und sagittaler Ebene gemessen. Zudem wurden 417 Teilnehmer klinisch untersucht. Ergebnisse: In der koronaren Ebene wurden zwei unterschiedliche Verlaufsformen der FPL-Sehne identifiziert: eine mit einem Winkel von 5,5° und eine parallel zum MC1 verlaufende Form. In der sagittalen Ebene zeigte sich ein einheitlicher Verlauf mit einem Winkel von 10°. Die ermittelten Referenzwerte wurden nach Geschlecht und Schmerzangabe differenziert. Signifikante Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Verlaufsformen und Beweglichkeit, Kraft und Schmerzangabe fanden sich nicht. Schlussfolgerung: Die FPL-Sehne verläuft nahezu zentral palmar des MC1 und nähert sich diesem von proximal nach distal in einem Winkel von 10° an. Diese Erkenntnisse können den operativen Zugang zur FPL-Sehne verbessern und zur Etablierung von Referenzwerten für klinische Untersuchungen beitrage

    The crisis is over, long live the crisis: mental health in emerging adulthood during the course of the COVID-19 pandemic

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    Introduction: As a multidimensional stressor, the COVID-19 pandemic posed a significant threat to mental health, with studies showing younger age groups to be particularly vulnerable. Thus, this study aimed to monitor mental health, potential risk/protective factors, and pandemic-related variables among young university students during the pandemic. Methods: Students of the University of Greifswald (M age = 23.0 years, 73.9% female) participated in five cross-sectional online surveys in December 2020 (N = 1,127), March 2021 (N = 760), June/July 2021 (N = 531), December 2021 (N = 1,226), and December 2022 (N = 814). Sociodemographic data, depression and anxiety severity, loneliness, quality of life, coping strategies, resilience, self-esteem, and emotion regulation were measured. First, results from December 2020 were compared to pre-pandemic normative data. Second, the time course during the pandemic was analyzed. Third, linear models were calculated to examine the influence of risk and protective factures on depression and anxiety severity. Results: Higher levels of depression, anxiety, and loneliness, as well as lower levels of self-esteem, physical and mental health, social relationships and well-being were found in December 2020 compared to pre-pandemic. Levels of depression and anxiety severity peaked in December 2022. Female sex, loneliness, and previous mental treatment showed associations with higher depression and anxiety severity, while higher self-esteem, resilience and use of reappraisal strategies appeared to act as protective factors. Discussion: The study indicates the pandemic’s detrimental impact on students’ mental health and quality of life. Identified risk and protective factors provide guidance for tailored prevention and treatment, as well as the design of measures for future pandemics and other crisis

    Steroid Metabolomic Signature in Term and Preterm Infants

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    Adrenal function is essential for survival and well-being of preterm babies. In addition to glucocorticoids, it has been hypothesized that C19-steroids (DHEA-metabolites) from the fetal zone of the adrenal gland may play a role as endogenous neuroprotective steroids. In 39 term-born (≥37 weeks gestational age), 42 preterm (30–36 weeks) and 51 early preterm (<30 weeks) infants 38 steroid metabolites were quantified by GC-MS in 24-h urinary samples. In each gestational age group, three distinctive cluster were identified by pattern analysis (k-means clustering). Individual steroidal fingerprints and clinical phenotype were analyzed at the 3rd day of life. Overall, the excretion rates of C21-steroids (glucocorticoid precursors, cortisol, and cortisone metabolites) were low (<99 μg/kg body weight/d) whereas the excretion rates of C19-steroids were up to 10 times higher. There was a shift to higher excretion rates of C19-steroids in both preterm groups compared to term infants but only minor differences in the distribution of C21-steroids. Comparable metabolic patterns were found between gestational age groups: Cluster 1 showed mild elevation of C21- and C19-steroids with the highest incidence of neonatal morbidities in term and severe intraventricular hemorrhage in early preterm infants. In cluster 2 lowest excretion in general was noted but no clinically unique phenotype. Cluster 3 showed highest elevation of C21-steroids and C19-steroids but no clinically unique phenotype. Significant differences in steroid metabolism between clusters are only partly reflected by gestational age and disease severity. In early preterm infants, higher excretion rates of glucocorticoids and their precursors were associated with severe cerebral hemorrhage. High excretion rates of C19-steroids in preterm infants may indicate a biological significance

    Non-Pharmacological Interventions in Focus: Opportunities in the Management of Dementia and Subjective Cognitive Decline

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    Background & Aim: In an aging society, promoting successful cognitive aging is becoming increasingly important, particularly with regard to age-related cognitive changes and dementia. Therefore, it is critical to support older people, especially those with subjective cognitive decline, through helpful tools and identify effective interventions to alleviate dementia symptoms. While pharmacological treatments have their limitations, such as limited efficacy and side effects, non-pharmacological interventions are becoming increasingly important. The aim of this dissertation was to evaluate non-pharmacological interventions, specifically coping strategies at the beginning of the cognitive spectrum and later non-pharmacological interventions in gen-eral for the treatment of dementia symptoms, in the German healthcare system. Methods: First, effective coping strategies were identified by systematically reviewing scientific evidence and then the strategies were included in a memory aid handbook for people with subjective cognitive decline. The memory aid handbook was tested and evaluated in a usability study to determine whether its use had positive effects on people with subjective cognitive decline. Moreover, the implementation of non-pharmacological interventions in German de-mentia care, as well as perceived effects and barriers were examined through focus group discussions with caregivers in general and specifically in interviews with informal caregivers. Results: Findings from the systematic review indicated that coping strategies are used across the spectrum of cognitive decline, although the nature of these strategies varied with the severity of impairment. The memory aid handbook, developed based on effective coping strate-gies, has proven to be a useful tool for supporting people with subjective cognitive decline. Participants were able to integrate new strategies and increase their confidence in their already established coping strategies. Further, findings from interviews and expert focus group discussions indicated that other non-pharmacological interventions, particularly social interactions and interventions tailored to the person with dementia, are used to alleviate dementia symptoms and improve the well-being of people with dementia and their caregivers. Despite the perceived positive effects, barriers such as bureaucracy, lack of staff and resources, lack of time, and limited services hindered implementation of non-pharmacological interventions. Conclusion: Non-pharmacological interventions are perceived as beneficial by people with subjective cognitive decline and in dementia, although the type of intervention preferred varies. By incorporating a person-centered care approach, non-pharmacological interventions might reach their full potential, although their implementation is hindered by several barriers that need to be addressed in future model projects within the community.Hintergrund & Zielsetzung: In einer alternden Gesellschaft gewinnt die Unterstützung erfolg-reichen kognitiven Alterns an Bedeutung, vor allem im Zusammenhang mit altersbedingten kognitiven Veränderungen und Demenz. Daher ist es entscheidend, ältere Menschen, insbesondere diejenigen mit subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen, mit hilfreichen Instrumen-ten zu unterstützen und wirksame Maßnahmen zur Linderung von Demenzsymptomen zu ermitteln. Während pharmakologische Behandlungen ihre Grenzen haben, wie eingeschränkte Wirksamkeit und Nebenwirkungen, gewinnen nicht-pharmakologische Interventionen zuneh-mend an Bedeutung. Das Ziel dieser Dissertation war es, nicht-pharmakologische Interventionen, insbesondere Bewältigungsstrategien zu Beginn des kognitiven Spektrums, sowie später nicht-pharmakologische Interventionen im Allgemeinen für die Behandlung von Demenzsymp-tomen im deutschen Gesundheitssystem zu bewerten. Methoden: Wissenschaftliche Evidenz zu Bewältigungsstrategien wurde systematisch recherchiert und wirksame Strategien dienten als Grundlage für die Entwicklung eines Gedächtnis-Hilfe-Handbuchs. Das Handbuch wurde in einer Nutzbarkeitsstudie getestet und bewertet, um festzustellen, ob dieses positive Auswirkungen auf Menschen mit subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen hat. Zudem wurde die Umsetzung nicht-pharmakologischer Interventionen in der deutschen Demenzversorgung, deren wahrgenommene Wirkungsweise und Barrieren durch Fokusgruppendiskussionen mit Pflegepersonen und Interviews mit informellen Betreuer*innen untersucht. Ergebnisse: Die systematische Literaturrecherche zeigte auf, dass Bewältigungsstrategien über das gesamte Spektrum des kognitiven Abbaus hinweg in verschiedenen Ausprägungen verwendet werden. Das basierend auf den wirksamen Bewältigungsstrategien entwickelte Gedächtnishilfe-Hand-buch erwies sich als nützliches Instrument zur Unterstützung von Menschen mit subjektiver kognitiver Beeinträchtigung. Probanden konnten neue Strategien integrieren und ihr Selbstvertrauen in ihre eigenen Bewältigungsstrategien steigern. Ergebnisse aus Experten-Fokusgruppendiskussionen und Interviews zeigten, dass andere nicht-pharmakologische Interventionen, insbesondere soziale Interaktionen und auf die Person mit Demenz zugeschnittene Interventionen, zur Linderung von Demenzsymptomen und zur Verbesserung des Wohlbefindens von Menschen mit Demenz und ihren Pflegepersonen eingesetzt wurden. Trotz wahrgenommener positiver Auswirkungen erschwerten Barrieren wie Bürokratie, Personal- und Ressourcenmangel, Zeitknappheit und begrenzte Dienstleistungen die Umsetzung nicht-pharma-kologischer Interventionen. Schlussfolgerung: Nicht-pharmakologische Interventionen werden von Menschen mit subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen und bei Demenz als vorteilhaft empfunden, wobei die Art der bevorzugten Intervention variiert. Durch die Integration eines personenzentrierten Versorgungsansatzes könnten nicht-pharmakologische Interventionen ihr volles Potenzial entfalten, obwohl ihre Umsetzung durch verschiedene Barrieren erschwert wird, die in zukünftigen Modellprojekten in der Gemeinschaft angegangen werden sollten

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