Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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Extra narrationem nulla salus: Perspektiven eines narrativitätstheoretischen Ansatzes für die christliche Soteriologie
Die in den 1970er Jahren aufgekommene Rede von „narrativer Theologie“ ist bis heute unbestimmt geblieben. Als eine ihrer Kernintuitionen könnte festgehalten werden, dass der christliche Glaubensinhalt als Ganzer eine irreduzible narrative Tiefenstruktur besitzt. Die Frage nach dem erkenntnistheoretischen Mehrwert der Erzählung gegenüber rein propositionaler Wissensvermittlung führt im christlichen Kontext zu einer „narrativitätstheoretischen Soteriologie“. Diese bringt nicht nur eine konsequente Loslösung von einem instruktionstheoretischen Offenbarungsverständnis mit sich, sondern erfordert auch einen engen Austausch mit Psychologie, philosophischer Anthropologie und Narratologie
Kollektive Schuld und gerechte Vergeltung: Zur "Ursünde" des Gottesbolks im Buch Deuteronomium
Agnes Slunitschek; Thomas Bremer (Hg.), Der Glaubenssinn der Gläubigen als Ort theologischer Erkenntnis. Praktische und systematische Theologie im Gespräch (QD 304), Freiburg i. Br.: Herder 2020
Erfolgsgeschichten für die Krisenzeit? Paulinische Perspektiven zur Kirchenzugehörigkeit
Wollt auch ihr gehen (Joh 6,67)? Der Kirchenaustritt als reales und rechtliches Phänomen
Gott – (k)ein übernatürliches Wesen? Konzeptionen der Wirklichkeit Gottes bei Hans Julius Schneider, Christian Danz und Hartmut von Sass
Der Beitrag stellt drei deutschsprachige philosophische bzw. theologische Entwürfe vor, die Alternativen zu einem Verständnis Gottes als eines „übernatürlichen Wesens“ entwerfen: H. J. Schneider versteht religiöse Rede als eine nichtreferentielle Artikulation von Erfahrungen, C. Danz reformuliert theologische Grundkonzepte wie Gott oder Offenbarung als Beschreibungen des Geschehens menschlichen Selbstverstehens, H. v. Sass postuliert Gott als Ereignis, das im Glauben Wirklichkeit wird. Der Artikel stellt kritische Rückfragen, plädiert aber dafür, die theologische Herausforderung durch diese Konzeptionen ernst- und anzunehmen
Die Wirklichkeit Gottes nach Thomas J. J. Altizer: Auf der Suche nach einer trag- und aussagefähigen Vorstellung von Gott
„Wo ist Gott?“ Diese Frage wird besonders häufig von den Menschen in den industrialisierten Ländern gestellt, die sich in prekären Situationen der erlebten Abwesenheit Gottes befinden. „Gott ist tot“ war die Antwort der „Gott ist tot“-Bewegung der 1960er Jahre in den USA. Gabriel Vahanian, William Hamilton, Paul van Buren und Thomas J. J. Altizer waren die wichtigsten Akteure dieser Bewegung. Es ging dabei nicht um ein atheistisches Bekenntnis, sondern um eine theologische Aussage. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, welchen Sinn die These vom „Tod Gottes“ (besonders bei Altizer) im Hinblick auf die Wirklichkeit Gottes hat und welchen Beitrag sie zu einer trag- und aussagefähigen Vorstellung von Gott in der heutigen Zeit leistet