Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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Moralische Tatsachen und Gott
Unter der Bezeichnung „Moralischer Realismus“ verbergen sich mehrere metaethische Positionen. Diese werden in einem ersten Schritt unterschieden und kurz erläutert. Es folgt die Vorstellung eines metaphysisch robusten nicht-reduktiven moralischen Realismus, der sowohl mit allgemeinen als auch partikulären moralischen Tatsachen rechnet. Schließlich wird gezeigt, dass ein metaphysisch robuster nicht-reduktiver moralischer Realismus mit einem klassischen Theismus verträglich ist, indem angenommen wird, dass allgemeine moralische Tatsachen aus Universalien im Geist Gottes bestehen
Laudatio auf Franz Xaver Bischof anlässlich seiner Abschiedsvorlesung am 10. Februar 2022 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München
Einig im Ziel, uneinig im Weg: Die Modernekritik der Enzyklika „Fratelli Tutti“ steht einer weitreichenden ethischen Ökumene im Weg
Konsequenzen aus der Katastrophe: Lernprozesse in der theologischen Ethik in Deutschland in den Jahren nach 1945
Vom Holztisch zum Steinaltar und vom Triklinium in den Tempel: Analyse eines Metaphorisierungsprozesses und seiner soziologischen Konsequenzen anhand der Vorstellung vom „Altar“ im frühen Christentum
Ausgehend von den antiken Vorstellungen von einem Altar und dem damit verbundenen Netz von kultischen Grundkomponenten (vom Opferritual bis hin zu einer institutionalisierten Priesterschaft) wird untersucht, welche Intentionen mit der Kultmetaphorik im frühen Christentum verfolgt werden und inwiefern dadurch die Gruppenformation entscheidend gesteuert wird – je nachdem, ob soteriologische Ziele im Vordergrund stehen, die allen Christusgläubigen gleichermaßen zugutekommen, oder ekklesiologische Ziele, die eine priesterlich-hierarchische Struktur befördern. Letzteres ist durch die kanonischen Schriften des Neuen Testaments nicht gedeckt bzw. wird bei der Kanonbildung sogar ausgeschlossen