Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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    Biographie oder Psychogramm? Zu Hubert Wolfs Porträt von Pius IX

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    Glauben diesseits der Schwelle – Glauben auf der Schwelle – Glauben als Schwelle: Wege und Umwege der Hoffnung

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    Gemeinsam Gottes Gegenwart entdecken: Mission unter dem Druck des dritten Raumes

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    Der Gedanke der Mission ist belastet, weil er unter dem Verdacht steht, aufgrund einer bestimmten Erwartungshaltung in Begegnungen Subalternität zur reproduzieren. Daher ist es vonnöten, einen Missionsbegriff zu entwerfen, der nicht auf das Auflösen von Alterität aus ist, sondern der gerade in der Spannung zwischen dem Eigenen und dem Anderen die Präsenz des offenbaren Gottes entdeckt. Hier sind „strange encounters“ hilfreich, die einen dritten Raum produzieren, in dem sich fixe Zuschreibungen als fluide erweisen und Identitäten verhandelbar werden. Dieses Konzept des thirdspace, das Homi Bhabha entworfen hat, eignet sich zur Konturierung eines Missionsbegriffs, der in der Begegnung mit dem Anderen die Gegenwart jenes Gottes aufspürt, der bereits da ist

    An den Dingen leiden: Simone Weils Fabriktagebuch. Eine Protophänomenologie materieller Beziehungsqualität?

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    Der folgende Beitrag befragt das Fabriktagebuch von Simone Weil, inwiefern hier ihre konkreten Beschreibungen der Arbeit an Maschinen und mit Dingen als eine protophänomenologische Analyse materieller Beziehungsqualität gelesen und verstanden werden können. Anhand der Soziologie der Weltbeziehung wird von der Annahme ausgegangen, dass auch die Dinge durch ihre konkrete materielle Beschaffenheit Anteil an Beziehungen haben und die Möglichkeit für Resonanz befördern oder beschränken. Ihre Aufzeichnungen werden daher auf die dort enthaltenen Erfahrungen von Resonanz und Entfremdung befragt und so Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Möglichkeiten eines denkenden Kontaktes mit der materiellen Welt gezogen

    Vorwort

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    Nationalistische, religiöse und moralische Identitätskonstruktionen als Legitimation im Ukrainekrieg

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    Die russische Invasion in der Ukraine verletzt grundlegende Normen des Völkerrechts und ist zugleich ein Angriff auf die Werteordnung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaften. Die von langer Hand vorbereitete, ideologisch begründete Aggression wurde sträflich unterschätzt. Im Vordergrund stehen nicht rational nachvollziehbare Interessen, sondern identitätsbezogene Anerkennungskonflikte mit ihrer ganz eigenen Grammatik von Kompromisslosigkeit und Machtdynamik. Für Russland, die Ukraine und Europa kommt der wissenschaftlichen Aufarbeitung der höchst unterschiedlichen Identitätskonstruktionen eine zentrale Bedeutung zu. Die theologische Kritik einer nationalistisch-identitätspolitischen Inanspruchnahme des christlichen Glaubens ist ein wichtiger Friedensdienst, den die Kirchen zu leisten haben

    Theologie und analytische Metaphysik: Verhältnisbestimmungen, Unterstellungen, Bezugnahmen

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    Der vorliegende Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, warum die zeitgenössische analytische Metaphysik in theologischen Kontexten Unbehagen, Skepsis oder sogar massive Ablehnung hervorruft. Dabei steht die These im Raum, dass die neuere Metaphysik einer Hermeneutik des Verdachts ausgesetzt werden müsse, die aufdecken würde, dass sie ebenso wie die traditionelle Metaphysik ein verkapptes, schlussendlich oppressives politisches Programm beinhalte. Gegenüber diesem Vorwurf votiert der folgende Aufsatz für ein Verständnis von Metaphysik als Hermeneutik der Aktualität, dem ein eigenes emanzipatorisches Potenzial konzediert werden sollte

    Lehmann, Karl: Auferweckt am dritten Tag nach der Schrift. - Freiburg, Basel, Wien : Herder, 1968

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    Plurale Welt – plurale Theologie? Zur Frage von Einheit und Vielfalt theologischer Denkformen

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    In diesem Beitrag wird angesichts sehr unterschiedlicher und zuweilen konträr erscheinender Positionen und Begründungsfiguren nach dem Verhältnis von Einheit und Vielfalt differierender Rationalitätstypen und Denkformen gefragt, aber auch nach dem Charakter dieser Unterschiede. Dazu wird auf der Basis der Verhältnisbestimmung von „Kirche“ und „Welt“ des II. Vatikanums an verschiedenen Beispielen gezeigt, wie eine plurale Welt plurale und nicht einfach miteinander zu vereinbarende Rationalitätstypen und Denkformen provoziert. Abschließend wird dafür plädiert, die Einheit vor allem in der Kommunikation über die Differenzen und gegenseitigen Anerkennung zu sehen

    Vorwort

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