Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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    „Fratelli tutti“ – ignatianisch gelesen: Wie sich Ordensspiritualität und -theologie bei Papst Franziskus auswirken

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    Die Wirtschaftskritik von Papst Franziskus

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    Ein moralisches Menschenrecht auf globale Freizügigkeit: Die Enzyklika Fratelli Tutti gibt Orientierung

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    Vorwort

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    Metaphysik des neuen Lebens

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    Es wird im vorliegenden Artikel1 eine Kritik des Neukantianismus ausgehend von der Körperfrage entwickelt. Der Neukantianismus ist jene Theorie, die die Unordnung der sinnlichen Eindrücke in Ordnung setzt, und jede Ausnahme komprimiert. Der Körper des Triebes und des Todes ist hingegen ein störendes Element in der Ordnung. Es ist das Element des Unsagbaren und damit der Abwesenheit: was im Spiegel des Narzissmus fehlt und den zentralen Platz eines Anderen in sich selbst signalisiert. Die These – teilweise unbewusst – lautet, dass der Frage der Missbräuche in der Kirche nicht mit der moralistischen Sprache der Wertphilosophie, sondern mit der Sprache der Mystik und der Psychoanalyse begegnet werden muss. Beide sagen dasselbe: das Ende der gnostischen Halluzinationen des Perfektionismus des Geistes – und auch des Körpers; das Ende ihrer Opposition; und die Ankündigung des Ankommens des Messias, d. h. der Ausnahme, gerade in der Unvollkommenheit und in der Endlichkeit des Körpers

    Analogie und Illumination: Zum „Ursprünglichkeitspotential“ der Relationalontologie Peter Knauers im kritischen Anschluss an Hans Blumenbergs Dissertationsschrift zur mittelalterlich-scholastischen Ontologie

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    Heideggers Kritik des scholastischen Denkens firmiert unter dem Begriff der „Seinsvergessenheit“. Diesem Vorwurf begegnet Hans Blumenberg in seiner Dissertationsschrift zur mittelalterlichen Ontologie. Er möchte aufzeigen, dass Heideggers Vorwurf angesichts der „Ursprünglichkeit“ scholastischer Innovation unbegründet ist. Dabei gilt Blumenberg vor allem die scotische Univozitätslehre, die er im Kontext des Illuminationsgedankens interpretiert, als Ausweis „ursprünglichen Denkens“. Sofern „Ursprünglichkeit“ im Horizont des Mittelalters immer auch ein Ringen um die der Artikulation des christlichen Glaubens gemäße Philosophiegestalt bedeutet, kann die Frage nach der Überzeugungskraft der blumenbergschen Position gestellt werden. Vor dem Hintergrund der Relationalontologie Peter Knauers unternimmt der vorliegende Artikel eine kritische Relektüre der von Blumenberg vorgenommenen Kopplung von Univokation und Illumination im Horizont der Frage, ob das Konzept der „Gelichtetheit“ auch mit einer relationalontologisch reformulierten Analogielehre vereinbar ist – um so ein Kriterium für die Verständlichmachung des christlichen Glaubens zu gewinnen

    Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche als „kirchengeschichtliche Zäsur“: Ein Überblick über das kirchliche Strafrecht

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    Ziel des Beitrags ist es, einen kompakten Überblick über die Entwicklung der strafrechtlichen Gesetzgebung der katholischen Kirche im Hinblick auf sexuellen Missbrauch zu geben. Dazu werden zuerst gesamtkirchliche Rechtsnormen in den Pontifikaten Johannes Pauls II., Benedikts XVI. und Franziskus thematisiert, bevor sich der Blick besonders auf die diesbezüglich erlassenen Leitlinien und (Rahmen-)Ordnungen der DBK richtet. Die Entwicklung dieser Dokumente wird mit ihren verschiedenen Überarbeitungen bis zum aktuellen Stand nachgezeichnet und analysiert. Eine kurze Auswertung, die u. a. auch die Zusammenarbeit der Kirche mit den staatlichen Behörden in den Blick nimmt, rundet die Untersuchung ab

    Was sind die für die Metaphysik einschlägigen Erkenntnisquellen?

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    Der Aufsatz verteidigt die Möglichkeit der Metaphysik als autonomer „Erster Wissenschaft“ von Sein und Existenz. Er stellt dabei zwei Alternativparadigmen metaphysischen Erkenntnisgewinns einander gegenüber: die Methode der eigenständigen argumentativen Erkundung von einschlägigen Themenbereichen auf der einen, die Zuordnung zu naturwissenschaftlichen bzw. semantischen Erkenntnissen und Theorien auf der anderen Seite

    Muss Glaube mit Gewissheit einhergehen?

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    Dass auch das Zweifeln zu unserem Glaubensleben gehört, verkündete Papst Franziskus 2019 am Gaudete-Sonntag beim Angelusgebet auf dem Petersplatz. Das sind immer noch eher ungewohnte Töne. Galt doch der Zweifel lange Zeit als Antipode des Glaubens – als Tabu, Bedrohung oder gar Sünde. Darüber hinaus wurde die Frage nach der Notwendigkeit einer Gewissheit im Glauben traditionell bejaht. Die Antwort auf diese Frage, für die ich hier plädieren möchte, lautet hingegen: Nein. Im Folgenden präsentiere ich erste Überlegungen darüber, was dafürspricht, Glauben auch anders zu denken, insofern er von Zweifel geprägt sein kann. Dazu stelle ich zur besseren Orientierung in einem Glossar vor, was ich unter Begriffen wie ‚Glaube‘, ‚Gewissheit‘ und ‚Zweifel‘ verstehe. Anschließend setze ich mich kritisch mit einem traditionellen Argument auseinander, um dann eine zeitdiagnostische Beobachtung, ein wissenschaftstheoretisches Desiderat und eine epistemologische Überlegung anzufügen

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