Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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    Ricoeur and the Poetry of Revelation

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    Das Ziel dieses Beitrags ist es, den Zusammenhang zwischen Ricoeurs Darstellung der sprachlichen Vorstellungskraft und seiner Vorliebe für ein Verständnis der Offenba-rung als einer Angelegenheit der Textwelt und nicht der religiösen Erfahrung zu be-leuchten. Einem poetischen Offenbarungsverständnis liegt an der Wahrung der Rein-heit und Alterität der Phänomene und zugleich an der Offenheit für jenen poetischen Reichtum der Textwelt, der neuen Sinn schafft und neue Wege auftut. Die Darstellung folgt Ricoeurs Methode „detour–return“. Der erste „detour–return“ führt über Ricoeurs Darstellung der produktiven Einbildungskraft und untersucht, wie der Begriff der „Welt des Textes“ unser Verständnis von Offenbarung als Offenbarung einer neuen Lebens-Welt bereichern kann. Der zweite „detour–return“ widmet sich der Rolle der kritischen Distanzierung bei gleichzeitiger Bewahrung der Unterscheidungskraft. Ricoeurs Darstellung des menschlichen Wesens als einer Mischung aus Endlichem und Unendlichem ist dabei prävalent – wobei die menschliche Endlichkeit der göttlichen Unendlichkeit nicht gänzlich entgegengesetzt ist und das menschliche Verstehen daher nicht immer und ausschließlich eine Kontamination oder Begrenzung des göttlichen Übermaßes miteinschließt. Die letzte „detour-return“ folgt Ricoeurs Empfehlung, dass eine Phänomenologie der Religion den hermeneutischen Weg der Untersuchung der Texte beschreiten sollte, in denen religiöse Phänomene zum Ausdruck kommen. Aus-gewählte Passagen aus dem „Rig Veda“ sollen Offenbarung als theo-poeisis zu verste-hen geben – d. h. als Teilhabe an der göttlichen Kreativität. Bei alldem soll gezeigt werden, inwiefern Offenbarung auf die „Stiftung“ einer „neuen Welt“ und die Resti-tution des menschlichen Vermögens abzielt, darin wohnhaft zu werden

    Ökumene unter einem Dach: Ein lokaler Ansatz für liturgiewissenschaftliche Forschung und Lehre

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    Seit den 1970er-Jahren entstanden in Deutschland sogenannte ökumenische Kirchenzentren als Räume gemeinsamen christlichen Lebens und Feierns. In diesem Beitrag kommen zwei solcher Bauprojekte in München aus unterschiedlichen Zeiten exemplarisch in den Blick. Historische (Kontexte der) Entstehung, bauliche Gestaltung und liturgische Praxis der beiden Zentren werden dabei nicht nur anhand von schriftlichen Quellen, sondern auch von Erkundungen und Gesprächen vor Ort erhoben und in universitäre Lehr-Lern-Erfahrungen eingebunden. Davon kann die Liturgiewissenschaft in Forschung und Lehre profitieren

    Vorwort

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    „An den Fronten der Vergangenheit ist kein Sieg mehr zu erringen ...“: Möglichkeiten und Grenzen der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen durch kircheninterne Strafverfahren

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    Kircheninterne Strafverfahren sind ein spezifisches, sehr ambivalentes und komplexes, durchaus optimierungsbedürftiges, vielfach aber unverzichtbares, Instrumentarium zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Die Grundlage für die kirchlichen Strafverfahren bildet das kanonische Straf- und Strafprozessrecht, das im Wesentlichen für die katholische Weltkirche einheitlich geregelt ist. Bei kirchlichen Strafverfahren sind die beiden Phasen der kanonischen Voruntersuchung und des Strafverfahrens im engeren Sinn zu unterscheiden. Für Letzteres ist ein gerichtlicher Strafprozess vorgesehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedoch auch ein außergerichtliches Strafdekretverfahren durchgeführt werden. Es zeigt sich, dass den Ordinarien, insbesondere den Diözesanbischöfen, bei den kircheninternen Strafverfahren eine zentrale Rolle und damit eine hohe Verantwortung zukommt

    Eucharistische Metaphysik beim jungen Leibniz

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    Während seiner Mainzer Jahre (1668–1672) ist der noch junge Leibniz bemüht, die katholische Lehre von der Eucharistie, wie sie das Vierte Laterankonzil und das Konzil von Trient gelehrt hatten, durch eine innovative Metaphysik, die für seine spätere Phi-losophie von enormer Bedeutung sein sollte, mit dem cartesianischen Mechanismus in Einklang zu bringen. Leibniz gelangte in dieser Zeit zu dem Schluss, dass es Realprä-senz bloß im Modus der Transsubstantiation geben könne, und sich daher die kontro-verstheologischen Auseinandersetzungen zwischen Luthertum und der katholischen Kirche um die Eucharistie entschärfen ließen. Dadurch meinte Leibniz, seinen Reuni-onsplänen zwischen den christlichen Kirchen einen entscheidenden Schritt näher ge-kommen zu sein

    Personbegriff und eucharistische Metaphysik: Orientierungsbewegungen für mehrdimensionale Kohärenz in eucharistischer Modellbildung

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    Thomas von Aquin entwickelte im 13. Jahrhundert das Modell der Transsubstantia-tion. Die dort im Rahmen einer aristotelischen Metaphysik formulierten Glaubens-gehalte stoßen in der Moderne begrifflich an ihre Grenzen. Alternative Personkonzepte und spirituelle Ansätze werden heutzutage von vielen Gläubigen als kohärenter emp-funden. Die sich zeigenden begrifflichen Spannungen betreffen auch die mit der Eu-charistie verbundenen Aspekte der Trinität und Auferstehung

    Narrative Glaubensidentität? ‚Narrative Identität‘ und ihre Bedeutung für die Theologie

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    ‚Narrative Identität‘ ist ein viel gebrauchtes Konzept, das jedoch auch Kritik auf sich gezogen hat. Der Artikel argumentiert, dass das Konzept in der Tat ausreichend diffe-renziert werden muss, um problematischen Verkürzungen zu entgehen. Paul Ricoeurs Theorie narrativer Identität wird als ein Entwurf vorgestellt, der diesbezüglich seine Leistungsfähigkeit erweist. Sodann wird seine Bedeutung für die systematische Theo-logie skizziert, die sich bislang schwertut, die in Zeiten von ‚Individualisierung‘ und ‚Biographisierung‘ in den Vordergrund tretenden biographischer Dynamiken des Glaubens konzeptionell im Glaubensbegriff zu verankern

    The Grounding Problem of Divine Attributes : Ibn Sina’s Alternative Solution to Contemporary Problems

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