Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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50 Jahre Konzilsdekret „Presbyterorum Ordinis“: Archäologie oder Aktualität?
Das Dekret des II. Vaticanums „Presbyterorum Ordinis“ über Dienst und Leben der Priester hat eine ambivalente Aufnahme gefunden. Vor allem drei Kritiken werden angebracht: 1. Das Dekret habe die Priester zwischen Bischöfen und Laien aufgerieben. 2. Es oszilliere theologisch zwischen Tradition und Traditionsbruch. 3. Es habe den Priester zu sehr vom Bischof her gedacht. Eine sorgfältige Lektüre des Textes offenbart dagegen eine erstaunlich starke Position des Priesters, die durch die Verbindung von Wesens- und Sendungstheologie besticht und mit der Gesamtverantwortung der Priester zusammen mit ihrem Bischof für ihre Diözese ein innovatives, bis heute kaum eingelöstes Potenzial entfaltet
Kemper, Karl-Friedrich: Religiöse Sprache zwischen Barock und Aufklärung. Katholische und protestantische Erbauungsliteratur des 18. Jahrhunderts in ihrem theologischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext. Nordhausen: Verlag Traugott Bautz 2015
Die Performativität der Einsetzungsworte: Eine Untersuchung zu Giorgio Agambens Sprechakttheorie
Giorgio Agamben verknüpft die Sprechakttheorie eng mit der Anthropogenese, insofern sich im performativen Wahrsprechen die menschliche Selbstkonstitution vollzieht. Der Autor entwickelt diesen Ansatz Agambens in einer transzendentalen Lesart weiter und fragt von hier aus nach der Performativität der Einsetzungsworte Jesu und ihrer soteriologischen Relevanz für das Verständnis des eucharistischen Pascha-Mysteriums