Münchener Theologische Zeitschrift (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU München)
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    Der Spender der Sakramente : Überlegungen zur Rolle des Sakramentenspenders in der allgemeinen Sakramentenlehre

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    Der Spender der Sakramente spielt in jeder Sakramentenlehre eine entscheidende Rolle. Mithilfe einer philosophischen Handlungstheorie soll diese Rolle des Sakramentenspenders näher erläutert, Einseitigkeiten aufgedeckt und ein Modell zu dieser Rolle zur Diskussion gestellt werden. Aus dieser Analyse folgen Rückfragen an die deutsche Begrifflichkeit und deren Implikationen. Eine handlungstheoretische Untersuchung der Rolle des Sakramentenspenders eröffnet darüber hinaus zentrale Themenfelder zu Vollmacht und liturgischem Vollzug der Sakramente, die zur weiteren Klärung der allgemeinen Sakramentenlehre beitragen

    Buchbesprechung

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    Sarah Krumbiegel, Theologischer Dissens. Untersuchungen zu einem diskursprägenden Begriff in der US-amerikanischen Moraltheologie, Studien der Moraltheologie. Neue Folge, Bd. 15, Münster: Aschendorff-Verlag 2022, 292 S., € 49,– , ISBN 978-3-402-11965-

    Religionen und die Grammatik des christlichen Glaubens: Zu einer Offenbarungstheologie der Religionen

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    Der folgende Artikel versucht in einem ersten Teil die konzeptionellen Schwierigkeiten einer Offenbarungstheologie der Religionen ausgehend von konkurrierenden religionstheologischen und religionsphilosophischen Sichtweisen zu beziffern und die Voraussetzungen dafür zu benennen, die erfüllt sein müssen, um eine Theologie der Religionen und eine Offenbarungstheologie zusammenzuführen. Im zweiten Teil wer den exemplarisch drei verschiedene Offenbarungsmodelle in Hinsicht auf ihre generelle und speziell religionstheologische Leistungsfähigkeit untersucht; und es wird – vor dem Hintergrund eines spezifischen Wahrheitsverständnisses – für ein semantisch semiotisches Offenbarungsmodell plädiert

    Buchbesprechung

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    Christian Rößner, Kant als Mystiker? Carl Arnold Wilmansʼ Dissertatio philosophica de similitudine inter mysticismum purum et Kantianam religionis doctrinam (Kant-Forschungen 28), Hamburg: Felix Meiner 2022. 280 S., € 94,00. ISBN 978-3-7873-4266-2

    Die Messfeier als mysterium: Feiergestalt und Metaphysik der Eucharistie

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    Mit den Begriffen mysterium und sacramentum wurden schon in der Alten Kirche Er-eignisse, Handlungen und Sachen beschriebenen, deren empirisch fassbare Gestalt Träger einer größeren Wirklichkeit sind. Dies ist auch ein Wesenszug der Liturgie, deren Gehalt an die sinnenfällig erfahrbaren Zeichen und Vollzüge gebunden ist, diese aber weit übersteigt. Der Beitrag zeigt auf, dass eine umfassende Metaphysik der Messfeier nicht nur Antworten auf die klassischen Fragen nach der Wandlung der eu-charistischen Gaben und der sogenannten Realpräsenz suchen muss

    Measuring up to Hermeneutics: Jean-Luc Marion and Revelation in the Incarnate Christ

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    In diesem Beitrag sollen drei Gründe dafür expliziert werden, dass das verstehende Erfassen der göttlichen Selbstoffenbarung hermeneutischer Überlegungen bedarf. Vor diesem Hintergrund wird geprüft, ob Jean-Luc Marions Werk „D’ailleurs, la Révéla-tion“ dieser hermeneutischen Anforderung gerecht werden kann. Betrachtungs-Schwerpunkt ist dabei insbesondere seine Analyse der Begegnung mit dem mensch-gewordenen Christus in der Heiligen Schrift. Es wird dafür argumentiert, dass Marions Darstellung in hinreichender Weise als hermeneutisch qualifiziert werden kann – aber nur, wenn seine Erweiterung des Hermeneutik-Begriffs um die alethische und die apo-kalyptische Dimension berücksichtigt wird

    „Denn Zukünftiges kann der nicht wissen, der das Vergangene nicht kennt.“: Bonaventuras Hermeneutik im Spannungsfeld von Kontemplation und Ekklesiologie

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    Bonaventuras Theologie geht von der menschlichen Suchbewegung aus, die Zeichen Gottes zu verstehen, um dadurch in kontemplativer Weise Gott näher zu kommen. Diese Suchbewegung betrifft den Menschen als Einzelnen wie auch die Menschheit bzw. Kirche als Kollektiv. Um die Zeichen Gottes vor allem hinsichtlich der Heilsgeschichte zu verstehen, wird ein Bogen von der kontemplativen Hermeneutik zur Ekklesiologie geschlagen. Dabei werden insbesondere die Thematiken der erbsündlichen Verblendung und der eschatologischen Dringlichkeit behandelt. Die erkenntnisleitende Frage ist hierbei, wie der Mensch zum Heil kommt und diese Heilsbeziehung verstanden und ausgedrückt werden kann

    Franz von Paula Morgott (1829–1900) und Martin Grabmann (1875–1949) : Ihr Lehrer-Schüler-Verhältnis im Spiegel ihrer Korrespondenz

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    Auch wenn Martin Grabmann mit der historischen Scholastikforschung einen anderen Zugang zum Gedankengebäude des Aquinaten kultivierte als sein streng thomistisch denkender Lehrer Franz Morgott, war es doch dieser, der in Grabmanns Studienzeit hierfür die Grundlage legte. Die Verbundenheit der beiden, die sich in der Person des Thomas von Aquin manifestiert, kommt deutlich in ihrer bislang unveröffentlichten Korrespondenz zum Ausdruck, die zugleich zeigt, dass sich ihr Verhältnis keineswegs allein auf die Wissenschaft beschränkte, sondern auch priesterliche und allgemein menschliche Fragen umfasste.&nbsp

    Katholische Ekklesiologie und das Menschheitsgeschick : Das Abel-Motiv und dessen vermeintliche Gefahr für die kirchliche Lehre

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    Die tria-vincula-Lehre Bellarmins war oftmals der Ausgangspunkt für eine reduktionistische Sicht auf die katholische Kirche mit Überbetonung ihrer institutionellen Sichtbarkeit. Bellarmin selbst greift auf das Motiv der ecclesia ab Abel zurück, um Graubereiche der Zugehörigkeit anzuzeigen. Die Grundlagen für die Anwendung des Abel-Motivs wurden von Augustinus geschaffen, als er in der Konfrontation mit heterodoxen Gruppen um eine angemessene Ekklesiologie rang. Statt das Abel-Motiv auf eine definitive Bedeutung festzulegen, benutzt Augustinus dasselbe in topischer Weise, um im Hinblick auf den jeweiligen Diskussionspartner die eigene Argumenta tion zu entwickeln. Dadurch legt Augustinus die entscheidende Grundlage für die nachfolgende Rezeption des Abel-Motivs in jener konzeptionellen Pluralität, die über das Mittelalter in die Frühe Neuzeit reicht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfährt das Motiv eine Wiederentdeckung und findet seinen Weg über Yves Congar in den Text Lumen gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils

    Dem Druck des Raumes widerstehen: Über Klerikalismus und dessen räumlichen Gehalt

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    Klerikalismus wird häufig als bloßer Habitus verstanden, der mit bestimmten Verhaltensweisen verbunden ist. Doch Klerikalismus besitzt auch einen räumlichen Gehalt und wird besonders dort virulent, wo ein relationaler Raum produziert wird, der mit Ausschließungen behaftet ist. Die Gefahr, dass solche Räume hergestellt werden, besteht vor allem dort, wo der Containerraum eine derartige Raumproduktion begünstigt. Im Zusammenhang von Kirchengebäude und liturgischer Feier lässt sich dieser Gedanke konkretisieren. Hier zeigt sich auch der reziproke Zusammenhang zwischen Kirchenbildern und dem Raum

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