Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
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    Digitale Transformation in der wissenschaftlichen Lehrkräfteprofessionalisierung aus der Perspektive der sprachlichen Bildung: Ein Good-Practice-Beispiel aus Nordrhein-Westfalen

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    Durch digitale und sozial-strukturelle Transformationen gewinnen vor allem sprachliche Bildung und digitalitätsbezogene Bildung an Relevanz. Der Beitrag beschreibt die digitale Transformation in der wissenschaftlichen Lehrkräfteprofessionalisierung aus der Perspektive der sprachlichen Bildung erstens auf systemischer und zweitens auf inhaltlicher Ebene. Entwicklungen bezüglich des Bildungssystems werden am Beispiel Nordrhein-Westfalens (NRW) und des dort bestehenden Weiterbildungsstudiums (WBS) Deutsch als Zweitsprache (DaZ) dargelegt. Die Transformation des Gegenstandes der sprachlichen Bildung unter den Bedingungen der Digitalität auf inhaltlicher Ebene wird anhand eines Moduls, das im WBS DaZ der Universität Bielefeld (UB) durchgeführt wurde, als Good-Practice-Beispiel beschrieben. Ziel ist es dabei, die Notwendigkeit der Stärkung der wissenschaftlichen Weiterbildung in der zukunftsorientierten Lehrkräftebildung zu begründen, ein bereits implementiertes Konzept vorzustellen sowie erste Einblicke in Ergebnisse zu gewähren

    Grand Challenges, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation: Eine Skizze von Zusammenhängen in großen Förderprogrammen und ihre Bedeutung für die wissenschaftliche Weiterbildung

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    Gesellschaftliche Transformation scheint zu einem wissenschaftlichen Schlagwort geworden zu sein. Die auf der DGWF-Konferenz aufgeworfene Frage nach ihrer Funktion als Motor für die Weiterbildung[1] provoziert daher unweigerlich die Fragen, was unter gesellschaftlicher Transformation verstanden wird und aus welchen Diskursen sich ihre Aktualität speist. Im Folgenden unternehme ich einen Antwortversuch und werde ausführen, in welcher Weise die Diskurse über ‚Grand Challenges‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ zum Verständnis und zur gegenwärtigen Bedeutung von gesellschaftlicher Transformation beitragen (Kapitel 1 & 2). Die Diskursanalyse, die nach Regelmäßigkeiten von Aussagen sucht, erfolgte auf Grundlage großer Förderprogramme und aus der Perspektive einer interdisziplinären Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Kapitel 3 ordnet die Ergebnisse analytisch ein, bevor in Kapitel 4 mögliche Anschlüsse an die wissenschaftliche Weiterbildung ausgeführt werden. Es zeigt sich, dass die Diskurse, die auf koordiniertes Handeln (in) einer Weltgesellschaft zum Zweck sozial-ökologischer Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, gleichzeitig das Verhältnis von Hochschule und Wissenschaft zu ihren jeweiligen gesellschaftlichen Umwelten und damit verbundene Verantwortungsverhältnisse verhandeln. Konzepte einer responsiven Wissenschaft gewinnen an Bedeutung, die der Praxis der wissenschaftlichen Weiterbildung entgegenkommen.   [1] Bei dem Aufsatz handelt es sich um eine ausgearbeitete Fassung meines auf der DGWF-Jahreskonferenz 2023 gehaltenen Vortrags. Er lädt an vielen Stellen zur Detaillierung und zu vertieftem Weiterlesen ein. Für seine Genese waren Beobachtungen bei der Evaluation des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ von Bedeutung. Von den zwischen 2011 und 2020 geförderten Projekten wurden zahlreiche Studienprogramme und Maßnahmen entwickelt, die für die Bearbeitung von Grand Challenges und das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung relevant sind (Freitag et al., 2020)

    Wissenschaftliche Weiterbildung vor dem Hintergrund sozial-ökologischer Transformation

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    Die globalen Vielfachkrisen sind ineinander verschränkt und dynamisieren sich gegenseitig. Erscheinungen wie die Klimakrise sind daher nicht als Einzelphänomene zu betrachten, sondern durch die Ungleichverteilung zwischen Verursachenden und von den Folgen Betroffenen, als soziale, kulturelle, ökologische, politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Krisen. Für eine solidarische Lebensweise im Sinne eines radikalen epistemischen Wandels wird eine sozial-ökologische Transformation benötigt. Bildung wird als Motor des Wandels angesehen, hat aber die Funktion der Reproduktion herrschender gesellschaftlicher Verhältnisse, welche in die Krisen geführt haben und müsste daher kritisch-reflexiv und emanzipatorisch aufgestellt werden. Nicht nur das Verhalten von Einzelpersonen, sondern gesamtgesellschaftliche Strukturen gilt es zu verändern, wodurch die wissenschaftliche Weiterbildung als institutionalisierte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beitragen könnte. Die wissenschaftliche Weiterbildung ist jedoch – wie zunehmend viele Bereiche des Bildungssystems – von Ökonomisierung und Optimierung durchdrungen und verstärkt eine nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit. Der vorliegende Beitrag versichert sich daher nach dem Selbstverständnis der wissenschaftlichen Weiterbildung und fragt, unter welchen Umständen sie etwas zur Förderung einer sozial-ökologischen Transformation leisten kann

    Digitales Veranstaltungsmanagement in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Empirischer Einblick in die an deutschen Hochschulen genutzten Systeme

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    Die vorgestellten empirischen Erkenntnisse entstammen einer Befragung zur Analyse der an deutschen Hochschulen eingesetzten Systeme für das digitale Veranstaltungsmanagement. Funktionale digitale Tools spielen im Veranstaltungsmanagement der wissenschaftlichen Weiterbildung eine zunehmend zentrale Rolle, da sie die Organisation und Durchführung von Kursen effizienter und flexibler gestalten. Die Befragung war Teil des Projekts Digitales Veranstaltungsmanagement der Fachhochschule (FH) Münster und diente der Markterkundung im Rahmen von Orientierung und Anforderungsanalyse. Die Ergebnisse der Befragung zur Markterkundung bieten anderen Hochschulen wertvolle Orientierungshilfen in einem unübersichtlichen Markt, da sie die Möglichkeit haben, von den systematisch erhobenen Daten zu profitieren und ihre eigenen Bedürfnisse bzw. Präferenzen besser einzuordnen. Insgesamt wurden Daten von 32 Hochschulbeschäftigten analysiert. Ein Großteil der Befragten gab an, externe Systeme zu nutzen, interne oder sonstige Lösungen wurden weniger häufig genannt. In Bezug auf die Zufriedenheit mit dem genutzten System wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Die Zufriedenheit bei Nutzung eines internen Systems lag auf dem höchsten Rang, jedoch wurde die Nutzung externer Systeme deutlich eher empfohlen. Die Ergebnisse enthalten eine Übersicht der im Rahmen der Befragung genannten Systeme. Insgesamt wurde in der quantitativen Analyse sowie der Kategorisierung der Antworten auf offene Fragen deutlich, dass viele Hochschulen sich diesbezüglich aktuell orientieren und hohes Interesse an Erkenntnissen über Anbieter und Erfahrungen besteht. Ein Fazit in Bezug auf die Kooperation zwischen Hochschulen beinhaltet die Anregung, den transparenten Austausch zu fördern.

    Die Fachhochschulen und ihre weiterbildenden Studienangebote in Deutschland und der Schweiz: Entwicklungen und Forschungsdesiderate

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    Der Beitrag betrachtet staatliche Fachhochschulen in Deutschland und der Schweiz mit ihrem Angebot wissenschaftlicher Weiterbildung. Diesem Hochschultyp wird, trotz seines breiten Engagements in der Hochschulweiterbildung kaum Aufmerksamkeit zu teil. Besonders der Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz zeichnet im folgenden Beitrag die historisch entwickelte Bedeutung von Fachhochschulen für die wissenschaftliche Weiterbildung nach. Dazu wird in einem ersten Schritt die Geschichte der Fachhochschulen in beiden Ländern beschrieben. Im zweiten Schritt werden die Besonderheiten weiterbildender Studienangebote in der Schweiz und Deutschland im Vergleich mit der jeweiligen Datenlage präsentiert. Anschließend werden aus der wechselseitigen Bezugnahme von wissenschaftlicher Weiterbildung und öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen Forschungsdesiderate aus dem Ländervergleich abgeleitet.

    Hochschulischer Beitrag zur Entwicklung neuer Kompetenzen für den Bereich Pflege in Deutschland : Community Health Nursing - Entwicklung und Implementierung eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs

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    Sich ändernde gesundheitliche, medizinische und pflegerische Versorgungsbedarfe erfordern neue Versorgungsstrukturen und demzufolge neue Kompetenzprofile für Pflegefachpersonen. Hochschulen bieten als Einrichtung die Chance, Bildungsangebote für die Weiterentwicklung der Praxis zu schaffen. Entsprechend bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote müssen entwickelt und implementiert werden. Auf Grundlage einer im Jahr 2016 durchgeführten deutschlandweiten Bedarfserhebung wurde der bundesweit erste berufsbegleitende Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Community Health Nursing (CHN) konzipiert. Einzelne Module wurden als wissenschaftliche Weiterbildungen vorab erprobt. Zum Sommersemester 2020 ist der akkreditierte Studiengang an der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs) gestartet. Seit Herbst 2022 gibt es erfolgreiche Absolvent*innen. Der Studiengang bietet eine neue Qualifizierungsmöglichkeit für Pflegefachpersonen, die den Herausforderungen der Gesundheitsversorgung im ambulanten Setting mit besonderer Expertise im direkten Patientenkontakt begegnen wollen. Zur Durchlässigkeit von beruflicher und hochschulischer Bildung wurde zudem ein berufsbegleitender Bachelorstudiengang zur akademischen Nachqualifikation von Pflegefachpersonen entwickelt. Der Artikel beschreibt die hochschulische Angebotsentwicklung von der Bedarfserhebung bis zur Implementierung. Er zeigt auf, wie Hochschulen als Lernort zur Entwicklung für Future Skills einen Beitrag zur Lösung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen leisten können. Erfolgsfaktoren und Hürden der berufsbegleitenden Angebotsentwicklung an Hochschulen werden reflektiert

    „Bildung“ in der wissenschaftlichen Weiterbildung : Ein interdisziplinärer Systematisierungsversuch

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    Der Beitrag greift die Frage nach der Relevanz und Ausdeutung des Bildungsbegriffs für die wissenschaftliche Weiterbildung vor dem Hintergrund ihres historischen Wandels und der damit verbundenen interdisziplinären Verortung auf. Aufbauend auf den Perspektiven auf Bildung der vier identifizierten Bezugsdisziplinen Betriebswirtschaftslehre, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung und Soziologie werden fünf Bildungsverständnisse in der wissenschaftlichen Weiterbildung herausgearbeitet: Bildung als Weiterentwicklung von berufsbezogenen Kompetenzen, als (akademische) Professionalisierung, als Erschließung des Selbst-, Fremd- und Weltverhältnisses, als sozialer Aufstieg und als variabler systembezogener Auftrag. Anschließend wird die sich daraus ergebende Deutung, die Vermarktlichung der wissenschaftlichen Weiterbildung führe zu einseitig nachfrageorientieren Angeboten, die allein der Weiterentwicklung von berufsbezogenen Kompetenzen und damit der Anpassung der Lernenden dienen, anhand von drei darin angelegten Kurzschlüssen entkräftet: dem Generalisierungs-Kurzschluss, dem Mehrebenen-Kurzschluss und dem Materialitäts-Kurzschluss. Abschließend wird resümiert, dass die wissenschaftliche Weiterbildung grundsätzlich weiterhin das Potential hat, ein Ort der Erschließung des Selbst-, Fremd- und Weltverhältnisses und des sozialen Aufstiegs zu sein. Hierfür werden die Erwachsenenbildung und, ergänzend, die Soziologie als zentrale Bezugsdisziplinen mit entsprechenden Handlungs- und Forschungsaufträgen skizziert

    Marketing in der wissenschaftlichen Weiterbildung zwischen digitalen Infrastrukturen und regionalen Vernetzungsstrukturen: Befunde aus der wissenschaftlichen Begleitforschung von Hochschulweiterbildung@BW

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    Der Beitrag thematisiert die existenzsichernde Bedeutung von Marketing für Anbieter wissenschaftlicher Weiterbildung im Schnittfeld von digitalen Infra- und regionalen Vernetzungsstrukturen. Der Fokus wird hierbei auf kooperative Ansätze und Strukturen des Weiterbildungsmarketings gelegt, welche gerade im Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung stark zu beobachten sind. Ausgehend von empirisch gewonnenen Befunden aus leitfadengestützten Interviews, einer standardisierten Befragung sowie Dokumentenanalysen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Baden-Württembergischen Projektverbundes Hochschulweiterbildung@BW werden Marketingansätze analysiert, die von den Beteiligten innerhalb der Projektstrukturen (kooperativ) umgesetzt werden. Untersucht wird im Einzelnen, welche Zielsetzungen durch das gemeinsame Marketing verfolgt, welche Zielgruppen adressiert und welche Marketingformate entwickelt und umgesetzt werden. Untersuchungsgegenstand sind dieMarketingplattform südwissen, die sowohl als Vertriebsweg als auch als Kommunikationsinstrument konzipiert ist und die Regional- und Fachvernetzung, über die vor allem kommunikationspolitisches Marketing umgesetzt wird. Durch beide Ansätze wird die Erhöhung der Sichtbarkeit und Akzeptanzsteigerung wissenschaftlicher Weiterbildung angestrebt, in Teilen aber auch auf Absatzsteigerung abgezielt. Die vorzufindende vorrangige Adressierung hochschulexterner Zielgruppen, wird unter Bezugnahmeauf den notwendigen mehrfachen Zielgruppenbezug für ein erfolgreiches Matching in der wissenschaftlichen Weiterbildung kritisch diskutiert. Abschließend werden Fragen der zukünftigen Entwicklung der entstandenen Kooperationsstrukturen für das Marketing und die organisationsstrukturelle Verstetigung der Regional- und Fachvernetzungsstellen beleuchtet

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